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Jüdische Wochenschau · 1968-06-28 · 2274 (28.6.1968) · p. [Seite 8]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2274 (28.6.1968)
Date
1968-06-28
Page
[Seite 8] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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f -, Correo Argentino Central B FRANQUEO PAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Ano XXIX MANA ISRAELITA BUENOS AIRES, VIERNES 28 DE JUNIO DE 1968 N* 2174 EL EJ E M P en toda la República LAR Ifl - ibllca O Va PUEYRREDON 2190 1» izq. Buenos Aires T.E. 83- 2613 Gaeste aus Brasilien Tel Aviv. — Der Arbeitsminister von Brasilien, Coronel Garvas Passarinho, weilte als Gast seines israelischen Kollegen Jigal Alon und der Histadrut zu einem dreitägigen Besuch in Israel. Er wurde von Premierminister Levi Eshkol emptangen. Colonel Passarinho besuche Taffa. besichügte israelische Flugzeugfabriken sowie andere Industrieunternehmen und fuhr in verschiedene landwirtschaftliche Sieglungen. In seiner Begleitung befand sich Admiral Boris Markenson, ein brasilianischer Jude, der der Direktor des bi asilianischen Arbeitsministeriums ist. (ITA) Ausblick in die Zukunft Jerusalem. — Der Präsident der Zionistischen Exekutive und Chef der Alija Abteilung, Arie L. Pincus, hob die Bedeutung des 27. Zionistenkongresses hervor, auf dem die Zahl der Mitglieder der Exekutive verringert wurde, und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Schwierigkeiten mit den religiösen Parteien beigelegt werden würden. Er verwies auf die Aenderung der Statuten, die Einzelpersonen o^n individuellen Beitritt ohne Vermittlung zionisti. scher Parteien gestatten. Als von äusserster Wichtig keit auf diesem Kongress bezeichnete er die rege Chronik derZwischenfaelle Tel Aviv. — Ein israelischer Soldat wurde bei einem Schusswechsel mit einer Gruppe von Terroristen getötet, die von einer israelischen Patrouille im Golan gebirge überrascht wurden, wie ein militärischer Sprecher mitteilte. Ein anderer israelischer Soldat wurde verwundet, als der leichte Tank, den er fuhr, auf eine Mine im südlichen Sektor Oer gleichen Zone nahe der transjordanischen Grenze auffuhr. Der Zusammenstoss mit den Terroristen war einer der zahlreichen Zwischenfälle an den Grenzen mit Transjordanien und Libanon. bei dem Artillerie, Mörser und Kleinwaffen eingesetzt wurden. Die Saboteure flüchteten unter Zurücklassung von zwei Mi nen und einem Kalachni. koff-Gewehr. Weitere drei Sabotageversuche in Jerusa’em, Nablus und in de.- Gegend von Kfar Juval wurden vereitelt, indem man die dort entdeckten Explosivkörper entschärfte. Der gleiche Sprecher gab bekennt, dass ein heftiges Artilierieduell an der transpu-danischen Grenze nördlich der Damia-Brücke entbrannte. Die Transjordanier eröffneten das Feuer, doch ihre Kanonen wurden von den Israelis zum Schweigen gebracht. Verluste waren nich: zu beklagen. Zu mitternächtlicher Stunde wurde ein Bazuka-Geschoss auf die Wdsserpumpstation im Kibbuz Hamafie im Beisantal abgefeuert, das jedoch weder Schäden noch Verluste /erursachte. MINEN UND BOMBEN Jerusalem. — In der un teren Stadt explodierte eine von Terroristen gelegtp Bombe. Fensterscheiben zersplitterten, aber niemand wi.rde verletzt. Zwei arabi. sehe Jugendliche, die am Tatort angetroffen wurden sind festgenommen worden Laut Mitteilungen eines offiziellen Sprechers wurden sienen israelische Soldaten verletzt, als ein Militärau k> in der Nähe des Toten Meeres auf eine Mine stiess und in die Luft flog. Dieser Zwischenfall ereignete sich nördlich des Dorfes Neot Hakikar. SCHLACHT AM SUEZKANAL Jerusalem. — Am Suezkanal kämpften israelische und ägyptische Divisionen. Diese Schlacht, die von den Beobachtern als der ernsteste Zwischenfall in den letzten sechs Mobaten bezeichnet wurde, dauerte anderthalb Stunden. Maschinengewehre, Mörser und schwere Artillerie traten in Aktion Schliesslich gelang es den UN-Beobaehtern, die Ein Stellung des Feuers zu erreichen Beide Gegner beschuldigten sich gegenseitig, das Feuer eröffnet zu haben. Ein israelischer Sprecher teilte mit, dass zwei israelische Soldaten leicht ver. EIN BESUCH AUS RUMAENIEN Jerusalem. — Der rumänische Vizeminister für Auswärtige Angelegenheiten. George Macovescu, stattete Israel einen fünftägigen Besuch ab. Er traf mit einer fünfstündigen Verspätung ein, so dass ihn Aussenminister Abba Eban nicht erwarten konnte, da er in Tel Aviv eine Konferenz abhalten musste. De*- Gast, der Aegypten besucht hatte und dort mit Präsident Nasser und Aussenminister Mahmud Riad zusammengetroffen war, wurde von Gerschon Awner, dem Stellvertretenden Generaldirektor des Aussenministeriums begriisst. Vizeminister Macovescu wurde von Ministerpräsident Eshkol und Aussenminister Eban zu Unterredungen empfangen. In politischen Kreisen wurde angedeutet, die Tatsache, das« Macovescu vorher ir Kairo war und gleich danach Israel besuchte könne zu der Vermutung Anlass geben, dass Rumänien als Vermittler zwischen beiden Ländern aufzutreten versucht, um die Tür zu Verhandlungen zwischen Israel und den Araberländern zu öffnen. (ITA) Teilnahme organisierter Jugendgruppen und studentischer Jugend. Die Studen. ten, so fügte er hinzu, seien zwar ein wenig zu demonstrativ gewesen, doch wenn rran von ihren drastischen Methoden absehe, so sei es r esser, die Probleme von innen statt von aussen her zur Sprache zu bringen. Die administrativen Resolutionen des Kongresses beinhalteten die Schaffung einer einzigen zionistischen Organisation in jedem Land, der sich einzelne Personen ebenso wie Institutionen anschliessen können. Auch in Israel wird ein Zionistischer Ausschuss gebildet werden, um die zionistischen Werte und die jüdische Einheit zu ’ordern. Die zionistischen Emissäre für die Diaspora sollen auf einer persönlichen Basis ausgewählt werden. Das Budget der ZO wurde für das laufende Fiskaljahr auf 1.136.086.000 IL festgesetzt. EINE ABSTIMMUNG Der nächste Präsident der ZO wird vom Generalrat oder dem Aktionscomite, das die zionistische Bewegung zwischen den Kongressen leitet, gewählt werden. Diesen Beschluss fasste die Politische Kommission des 27 Zionistenkongresses nach einer Abstimmung, die 16:3 Stimmen bei 6 Stimment haltungen ergab. Für diese Resolution stimmten die Arbeiterdelegierten und beide Zweige der Allgemeinen Zionisten. Mapam enthielt sieh der Stimme, und Cherut stimmte dagegen. Vor der feierlichen Schluss- Sitzung. der hochgestellte Persönlichkeiten der Regierung beiwohnen sollten, wurden noch zahlreiche private Beratungen in fieberhafter Eile geführt. Unter den Fragen, die noch unwundet wurden. Aus Kairo wurde gemeldet, sechs ägyptirche Soldaten seien leicht verwundet worden. Der kairoer Sprecher teilte mit dass israelische Granaten ein Hospital und mehrere Häuser in Ismaiia beschä digten. Seiner Aussage nach hätten die Aegypter sechs Israelische Tanks sowie dre> Maschinengewehrnester, ein Munitionsdepot und einen Posten der Heeresverwaltung zerstört. AM JORDAN Tel Aviv. — Sechzehn arabische Terroristen wurden von israelischen Einheiten an der Feuereinstellungslinie am Jordan getötet, wie ein Militärsprecher, bekannt, gab. In der Nähe von Jericho entbrannte ein erbitterter Kampf, bei dem elf arabische Terroristen den Tod fanden und ein Israeli getötet und ein anderer verwundet wurde. Die übrigen fciinf Araber fielen bei einem Gefecht in der Gegend von Bet Joseph im Beisan. tal. Wie man annimmt dürfte die Ankunft einer irakischen Division au der Waffenstillstandslinie -die Terroristen ermutigt haben den Jorden zu kreuzen.! entschieden waren, figurierte z. B. der Platz, den die ehemalige Rafi auf der Ar- 1 eiterliste einnehmen würde. Möglicherweise dürfte aus diesem Kreise der nächste Präsident des Zionistischen Generalrats gestellt werden, den Jaakow Tsur verlassen hat, welche nur als Präsident des Direktoriums des KKL verbleibt. DIE EXEKUTIVE Eine Exekutive von 12 Mitgliedern wurde auf der Schlussitzung des Kongres ses zur Leitung der Jewish Agency und der Zionistischen Weltorganisation gewählt. Neun ihrer Mitglieder stehen an der Spitze der Abteilungen in Israel. Drei Mitglieder werden in New York wohnen und kein Amt nusüben. Der religiöse Block, dem mit einem Sitz in der Exekutive ohne Portefeuille die Abteilung für religiöse Erziehung angeboten wurde, lehnte diesen Vorschlag ab und bestand darauf, wie zuvor die Einwanderungs - Abteilung zu leiten. Beide Sitze blieben vorläufig vakant. Die Ab- 'eilung für Erziehung in der Diaspora wurde Chaim Finkielsztein aus Buenos Aires übertragen. Als Leiter der Alija wur de Arie Pincus, Präsident 1er Jewish Agency, gewählt Die beiden Sitze in der newyorker Exekutive erhielten Dr. Emmanuel Neumann, Präsident der Weltunion der Allgemeinen Zionisten, und Frau Charlotte Jacobson, die Präsidentin der Hadassa, der zionistischen Frauen-Organisation Amerikas. Der dritte Sitz blieb für den religiösen Block frei. FEIERLICHER ABSCHLUSS Der 27. Zionistenkongress schloss seine Sitzungen am 12. Juli kurz vor Tagesan bruch, als die Sonne über Jerusalem aufzugehen begann. Der Tradition gemäss .Pimmten die Delegierten die Hatikwa an. Doch andere Traditionen wurden bei den zehntägigen Beratungen fallen gelassen. Dem allgemeinen Gefühl nach hat die zionistische Bewegung grundlegend ihr Bild und ihre Struktur gewandelt und ist in eine neue Aera eingetreten. Ob zum Guten oder Schlechten, wird die Zukunft des organisierten Zionismus erweisen. Vor Abschluss des Kongresses wurden durch Zuruf die grundlegenden Ziele der zionistischen Bewegung angenommen: Einheit des jüdischen Volkes und Israel als Mittelpunkt seines Lebens, Integ ierung des jü dischen Volkes in seinem historischen Heimatland durch die Alija aus allen Ländern und Stärkung des Staates Israel, der auf den prophetischen Idealen der Gerechtigkeit und des Friedens beruht, Erhaltung des jüdischen Volkes durch Förderung der jüdischen Erziehung, die hebräische Sprache und der geistigen und kulturellen Werte sowie der Schutz der jüdischen Rechte in aller Welt. Blick in die Welt V0R HAROLD SCHWARCZ - AUSSICHTEN für die Friedensverhandlungea in Parts zwischen den Amerikanern und den Repräsentanten Nordvietnams sollen sich gebessert haben. _ AUSSENMINISTER Willy Brandt beschuldigte iie Ostdeutschen, die Beziehungen zwischen Ost und West zu stören. — DIE GRIECHISCHE Regierung wurde umgebildet. — KUBANISCHE Piraten zwangen ein venezolanisches Flugzeug in Kuba zu landen. — DIE UNRUHEN in Brasilien haben in den letzten Tagen an Heftigkeit zugenommen. _ SCHWERE SPRENGbomben wurden von den Amerikanern auf die angreifenden Vietcong geworfen. _ DIE ENGLISCHE Regierung erhob Beschuldigungen gegen spanische Zwangsmassnahmen im Gebiet von Gibraltar. — DIE LAGE IN Ecuador nimmt durch erneute Unruhen ernstere Formen an. —. DE GAULLE errang bei den Wahlen einen überraschend hohen Sieg über die gesamte Opposition — VIZEPRAESIDENT UND Präsidentschaftskandidat Hubert H. Humphrey plädierte für die Einstellung des Vietnam-Krieges. IN MONTREAL (Kanada) kam es kurz vor den Wahlen zu schwersten Zusammenstössen mit kanadischen Separatisten. — DIE KOMMUNISTEN versuchen wieder einmal Westberlin zu isolieren. — DER PAPST ersuchte erneut um Feuereinstellung in Vietnam. — ZUSAMMEN MIT 300 seiner Anhänger wurde Pastor Ralph Albarnathy, der Nachfolger Dr. Martin Luther Kings, wegen Unbotmässigkeit verhaftet. — GIOVANNI LEONE, der neue italienische Premierminister, stellte sein Kabinett dem Parlament vor. — DIE STREIKENDEN Bankbeamten in Uruguay wurden mobilisiert. — AM SUEZKANAL kam es zu einem neuen schweren Feuergefecht. — DER NEUE DEUTSCHE Botschafter in Südafrika war Mitglied der NSDAP und der SS, soll allerdings nach Mitteilung des bonner Aussenministeriums an keinen Greueltaten beteiligt gewesen sein. — Die künftigen Grenzen Jerusalem. — Das Kabinett erklärte in seiner letz ■ ten Sitzung, dass der Ausdruck „Sichere und anerkannte Grenzen“ permanente Grenzen bedeutet, die von den Ländern im Mittelosten im Rahmen eines Friedensvertrages festgelegt werden müssen. Wie die politischen Beobachter betonen, wurde diese Feststellung getroffen, um der Affassung entgegenzutreten, die Verteidigungsminister Mosche Dajan in der vergangenen Woche vor Arbeiterdeputierten dargelegt hatte. Dajan hatte erklärt, die Resolution des Sicherheitsrates vom 22. November 1967, welche diesen Ausdruck enthält, würde einen Zwang auf Israel darstellen, sich auf die vor dem Sechstagekrieg bestehenden Grenzen zurückzuziehen. Unter den Ministern des Kabinetts ergab sich eine Meinungsverschiedenheit über die Politik, die mit Bezug auf die zukünftigen Friedensverhandlungen mit den Arabern, die Resolution des Sicherheitsrates vom vergangenen November und im besonderen auf Israels Pläne für das westliche Jor danufer angezeigt ist. Aussenminister Abba Eban erklärte in einer Pressekonferenz im Sokolow-Haus, dass „keine internationale Autorität besteht, die den Beschluss des Sicherheits rats dahingehend auslegen könne, dass von Israel verlangt worden sei, sich auf die Grenzen vom 4. Juni 1967 zurückzuziehen“. Die* ser Satz bildete eine direkte Widerlegung der von Mosche Dajan geäusserten Behauptung. Dajan hatte auf einer geschlossenen Sitzung der Arbeiterdeputierten ausgeführt, dass diese Resolution Israel zur Rückkehr auf die Vorkriegsgrenzen auffordere und von der Regierung abgelehnt werden müsse. Diese Aeusserung drang später an die Oeffentlichkeit und löste eine bisher schwelende Kontroverse aus. Eban machte nun in seiner Rede im Sokolow* Haus den Vorschlag, dass „wir eher der Auslegung befreundeter Nationen folgen, nämlich als erstes neue und sichere Grenzen für beide Teile festlegen sollten.“ Die umstrittene Resolution wurde absichtlich in doppeldeutigen Ausdrücken abgefasst, um den einstimmigen Beschluss der Mitr glieder des Sicherheitsrats zu erreichen. Die arabischen Staaten bestehen mit der Unterstützung des kommunistischen Blocks darauf, dass die Resolution den sofortigen und bedingungslosen Rückzug Israels aus cten besetzten arabischen Gebieten fordert. Premierminister Levi Esh« kol gab in einer Radioansprache über die Politik, die die Regierung in den setzten Gebieten verfolgt seiner Missbilligung mit den „Erklärungen von Ministern, die nicht für die Au* ssenpolitik zuständig sind"« schärfsten Ausdruck, (ITA) Impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 83* Registro de la Propiedad Intelectual Nf 947 226 r

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