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Jüdische Wochenschau · 1968-06-28 · 2274 (28.6.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2274 (28.6.1968)
Date
1968-06-28
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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< — Viernes, 28 de Juni«, de 1968 SEMANA ISRAELITA Año XXIX. — N* 2174 Ereignisse der Woche Mirandolina: gut gespielt Kritik an einem Attentat Die „Confraternidad Judeo - Cristiana“ veröffent lichte ein von Capitán de Navio (RE) Rafael A. Palomeque, ihrem Präsidenten, und Dr. Samuel Tarno. polsky, dem Sekretär, unterzcichnetes Communiqué im Zusammenhang mit den antisemitischen Attentaten, von denen in letzter Zeit berichtet worden ist und von denen auch der argentinische Innenminister Dr. Guil'ermo A. Borda in Kenntnis gesetzt wurde. Hierin heisst es, dass .die geistige Bedeutung der Beleidigung durch den moralischen Tiefstand seiner Urheber schwerer wiegt als der verursachte Schaden“. Es wird hinzu gefügt, dass die Tat, Inschriften und Hakenkreuze auf dem jüdischen Friedhof in Liniers anzuschmieren, „die Beleidigten ebenso bedroht wie die Gründer der Gesellschaft, welche die Beleidiger duldet“, und dass „gleich welches Symbol, da? einen Grabstein schmückt in diesem Land christlicher Tradition geschändet wurde in erster Linie die christliche Religion und Mora1 und im weiteren die Würde der argentinischen Sitten straft.“ DA1A beim Innenminister Eire Delegation der DAIA wurde vorgestern von Innenminister Dr. Guillermo Boida und dem Staatssekre tär für Inneres Dr. Enrique Pearson empfangen, denen sie weitere Einzelheiten mer das Attentat auf den Friedhof in Liniers mitteilte, von dem die DAIA den Innenminister kürzlich in einem Schreiben unterrichtet hatte. Diese Auskunft erteilte Dr. Isaac Goldenberg nach Beendigung dieser Audienz sis er von Journalisten befrtgt wurde. Er fügte hinzu ihm sei nichts über die im Zusammenhang mit der Anzeige bei der Polizei eingeleite'en Schritte bekannt, bemerkte aber, dass Dr. Pearson es übernommen nabe, die Journalisten über die Vorfälle im einzelnen zu informieren. Vom Keren Kajemet Der Präsident des lokalen KKL lud zu einer Pressekonferenz ein, auf der er über die Pflanzung eines Waldes „Jaar Argentina“ anlässlich der 150jährigen Unabhängigkeit Argentiniens berichtete. Ebenso wur de eine Aktion zur Pflan. zung eines Waldes zum 75. Jahrestag des Bestehens cer jüdischen Kolonie Mauricio eröffnet. Das argentinische Judentum hat sieh verpflichtet, in dem Walde zu Ehren Argentiniens, der nahe der ura ten histori sehen Makkabäerstadt Modem erstehen wird, 50.000 Bäume zu pflanzen, deren ■ ahl aber noch nicht erreichwurde. Der Keren Kajemet plant auch zu Ehren der wiedervereinigten Stadt Jerusalem, der ewigen Hauptstad des jüdischen Volkes, einen Wald zu pflanzen und fordert vor allem die jiidischen Organisationen auf, hierbei aktiver mitzuarbeiten. sowie durch Wälder die Namen der vernichteten Kenillot in Europa zu verewigen. Der Vertreter der jüdischen Gemeinschaft in Argentinien bei der Einweihung des Ehrenmals in Auschwitz betonte, dass auf allen von der polnischen Regierung errichteten Gedenktafeln der Hinw'eis vermieden wurde, dass sich unter den Märtyrern Millionen von Juden befinden. Deshalb soll nun in Israel auch ein Ehrenwald gepflanzt werden, um das Andenken an diese Millionen unschuldiger Opfer des Nazismus zu heiligen. Das Arbeitsgebiet des Keren Kajemet ist riesengross, und es bleibt noch unendlich viel zu leisten denn die Wälder bieter nicht nur für den Aufbau des Landes sondern auch für seine Verteidigung ei nen Schutz. So musste die offizielle Einweihung des ..Jaar Argentina“ verscho ben werden, da sich im Sechstagekrieg dort israelisches Militär verschanzt hatte. Bibeltagung der OSFA In ihren Räumen in der Larrea 1225 veranstaltet die OSFA eine Bibeltagung, die am Sonntag, den 30. Juni, um 21 Uhr eröffnet und am Montag, den l. Juli, um 9 Uhr 30 fortgesetzt wird. Ein reichhaltiges Programm ist vorgesehen, das in der Oeffentlichkeit sicherlich grosses Interesse hervorrufen wird. Gemeinde La Falda Der Ctrculo Israelita Sha* clm in La Falda feierte am 29 Mai 1968 unter grosser Beteiligung sein 5jähriges Bestehen. Die Feier wurde verschönt durch eine herz kche Ansprache des Herr- Rabbiner Hirsch von der Gemeinde Lamrot Hakoldie dieser durch eine Tonband-Aufnahme dem Circuio übersandt hatte, da er selbst verhindert war zu kommen. Sehr bemerkenswert war die Ansprache des Präsiden Goldoni schuf vor mehr als 200 Jahren die italieni sehe Charakterkomödie oh ne die Figuren der Commodia dell’arte. Zu den erfolg reichsten seiner 150 Theater stücke gehört „Mirandoli na“ mit der Glanzrolle der Wirtin und seinen scharf gezeichneten Nebenfiguren. Karl Vibach führte Regie Er gab das Stück mit Schmiss und Tempo; die Schauspieler durften sich voll ausspielen, und Vibach gab aus eigenem manchen Gag dazu. Die Locanda war ein vornehmer Gasthof, so gar damals schon mit rostfreiem Sfahl und Plastikflächen. Alles atmete Grazie tu.d reizte zum Lächeln und Schmunzeln, doch kaum zum. Lachen. Edith Teichmann als Mirandolina liess alle Künste weiblicher Verführung spie len. Sie lächelte und schmollte, girrte und bangte. griff an und zierte sich sprach zur Seite und sang ein Liedchen, dabei immer kokett, stets bewusst berechnend und vor allem sehr weiblich. Mimisch sehr ausdrucksvoll und durch Charme bezaubernd. Peter Gavajda gab den Weiberfeind nicht als lächerlich verknöcherten Hagestolz. sondern als höchst anziehenden, gut sprechenden Prinzipienreiter. Hang Joachim Reineke spielte der, adligen Freier mit wir kungsvoller Komik, wenn auch mitunter übertreibend Gottfried Mefrhorn war der auf sein Geld pochende Graf der mit seinen Ge schenken zwar Mirandolina nicht erobert, wohl aber bei den Schauspielerinnen Er folg hat. Wiltrud . Tschudi und Ursula Schaeppi gaben die Komödiantinnen, die '•ich als vornehme adlige Damen aufspielten, scharf gezeichnet und klar charakterisiert. Walter Strappers gewann seiner Diener-Rolle komische Effekte ab. und Fritz Kost war der eifersüchtige. aufpassende und Mirandolinas Koketterie fast zur Verzweiflung getriebene ten Dr. Meirovisch nicht nur dadurch, dass er darauf hinwies, was der Circulo in seiner vorbildlichen Gemeinschaft geleistet und geschaffen hat, sondern immer wueder betonte, dass di- Ila.ipttätigkeit dieser Ge mpinschaft sein muss, bei zutragen zum Aufbau des Staates Israel. Es soll darauf eingegangen werden dass diese kleine Gemeinschaft für den Keren Hayessod, KKL, WIZO, Tormei Or u. a. sehr Beachtliches geleistet hat und bei allen diesen Institutionen einen gu- *en Ruf geniesst. Jüdischer Vizeminister In Uruguay wurde der junge jüdische Arzt Chaim Schneider zum Vizeminister für Gesundheit ernannt. Es ist das erste Mal in der Geschichte dieses Landes, dass einem Juden das Amt eines Vizeministers iibertraen wurde. Dr. Chaim Schneider wurde in Paysandü geboren und hat sich in den USA für Gesundheits- und Krankenhauswesen auf ad - mmistrativem Gebiet spezialisiert. I. SCHREIBER j bietet Ihnen sein J niodernes 1 Stimmungsorchester || zu allen Ihren Festlich < keiten an. p Geht auch in die Provinz jj MEDRANO 852. VI. B | T. E. 86-5036 g Kellner, eine biedere Seele, nie zum Schluss die vielbegehrte Braut heimführt. Das Publikum schmunzelte und lächelte vergnügt und belobte die gute Aufführung und vornehmlich Edith Teichmann mit Beifall. Dr. Karl Kost B. G. lehnt Staatspreis ab Jerusalem. — Der frühere israelische Ministerpräsident David Ben Gurion hat den ihm zugesprochenen Staatspreis für das Jahr 1968 abgelehnt. In einem in der Zeitung „Maariw“ veröffentlichen Brief an das Unterri-htsministerium in Jerusalem schrieb Pen Gurion, er -mhe keinen Grund, für seine Arbeit um die Entstehung des Staates Israel einen Preis zu bekommen. „Meine Tätigkeit für unser Land wac nur die Erfüllung meiner Pflicht als Bürger“ schrieb der 81 Jahre alte er ste Regierungschef Israels Zehntausende hätten ebenso ihre Pflicht getan. (AWZ) Eine Schule in Tel kvi\ Vor wenigen Tagen wur. de das Gebäude der Schule für Manager eingeweiht, die unter dem Namen von Leon Recanati der Universität von Tel Aviv angeglie-* dert worden ist. Der Einwei* ming wohnten neben Finanzminister Pinchas Sapi-r bekannte Persönlichkeiten aus der israelischen Wirtschaft und Handel sowie dem Bankwesen sei. Leon Recanati war zu Lebzeiten ein würdiges und verdienstvolles Mitglied der wohlbekannten Bankiersfamilie Recanati, mit deren Spenden das Gebäude errichret wurde. Er wurde in Saloniki geboren, war Vor- 'tand der Jüdischen Gemeinde und Präsident der Bne Brit in Griechenland und ein bekannter Philanthrop. Im Jahre 1935 wandert er nach Israel aus und gründete dort die Israel Discount Bank Ltd. Das neue Gebäude besteht aus zwei Stockwerken und einem Erdgeschoss und bedeckt eine Oberfläche von 3.200 Quadratmetern Projekt und Pläne wurden von den Architekten B. Idelson, I. Herz und G. Zijor ange. fertigt. CAT EC A S.A. Directoric 5555 Buenos Aires T. E. 68 -1017/18 j 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma i ciencias económicas ESTUDIO PASTEUR 254 2» y 5* pisos «L 48-7168 * 1372 SUEÑOS AIRES contadores públicos nocional«* consultores de'empretmi ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES À ANONIMAS Æ Di Für die uns übermittelten Glückwünsche anlässlich der GEBURT unseres Sohnes und Enkelsohnes OMRI K A B I R I danken wir unseren Freunden, den Gemeinden und Organisationen auf diesem* Wege sehr herzlich. ILAN KABIRI und Frau JUDITH geb. SWARSENSKY Dr. HARDI SWARSENSKY und Frau EVA geb. LABOSCHIN Buenos Aires im Juni 1968 Jerusalem FELIX und EVA FRIEDENBACH geben ihren Freunden und Bekannten die BAR MIZWA ihres Sohnes RÜBEN DANIEL bekannt, welche s.G.w. am 6. Juli 1968, um 9 Uhr in der Synagoge der N.C,I „Arcos 2319 stattinden wird. Empfang: von 17—20 Uhr in der calle: Padre Juan B. Neumann 1444 (altura Lib. 6.700 Nunez) Wir beehren uns, Freunde und Bekannte zu der Trauung unserer Tochter MALKA OPPENHEIMER mit Herrn Rabbiner SAL0M0N BENHAMU, welche s.G.w. Sonntag, den 30. Juni (4. Tamus) um 17 Uhr 15 in der Synagoge „Achdut Jisrael“, Moldes 2449, stattfinden wird, freundlich einzuladen. Josef Oppenheimer und Frau Buenos Aires, Mendoza 2285 LUACH — '(KALENDER)' Freitag, den 28 Juni 2. Tamus Sonnabend, den 29. Juni 3. Tamus Schabbat KORACH Haftara: 1. Samuel, Kap. 11 Sonntag, den 30. Juni 4. Tamus Montag, den 1. Juni 5. Tamus Dienstag, den 2. Juni 6. Tamus Mittwoch, den 3. Juli 7. Tamus Donnerstag, den 4. Juli 8. Tamus Freitag, den 5. Juli 9. Tamus Sonnabend, den 6. Juli 10. Tamu; Schabbat CHUKAT Haftara: Schoftim, Kap. 11 Sonntag, den 7. Juli 11. Tamus Montag, den 8. Juli 12. Tamus Dienstag, den 9. Juli 13. Tamu? Mittwoch, den 10. Juli 14. Tamus Donnerstag, den 11. Juli 15. Tamus Freitag, den 12. Juli 16. Tamu> Sonnabend, den 13. Juli 17. Tamus Schabbat BALAK Haftara: Micha, Kap. 5 Sonntag, den 14. Juli 18. Tarnu.- Fasttag (Erinnerung an die Zerstörung der ersten Mauern Jerusalems 586 v.d.g.Z.) « Ma'1 b,r$ »rl*"* , beide" Nabaria. tation für werd von Jako» iDd2We'die ,tadle. d>e werk das He D'aletk‘n" , andeuten früher 896 kan Ber 163025193437

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