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Jüdische Wochenschau · 1968-06-21 · 2273 (21.6.1968) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2273 (21.6.1968)
Date
1968-06-21
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Viernes, 21 de Junio de 1968 SEMANA S R A E L I T A Año XXIX. — N® 2173 — 7 Gemeinden und Vereine „Sdiutzjiide oder Staatsbürger“ (Fortsetzung der Vereinsnachrichten von Seite 6) „Bet Israel“, Cramer 2070 statt Die Einladungen zu dieser Veranstaltung sind in unserem Sekretariat, sowie in den Sekretariaten und bei tien Vorstandsmitgliedern der veranstaltenden Organisationen erhältlich. „.í A - LA M ROTH HAKOL CENTRO ROSA WOLL¬ STEIN, OLIVOS: Am Dienstag, den 2. Juli nachmittags 15 Uhr 30 findet in den Räumen de>- Gemeinde Lamroth Ha kol, Caseros 1450, Florida ein Spielnachmittag statt Karten an der Kasse ode. telefonisch unter 740-6565 erhältlich. A. C. I. B. A. ARAOZ 2854 Tel : 71-9059 - 72-2725 BRIDGE-TE der Bruderrnd Schwesternschaft an! Sonnabend, den 29. Juni: Unser diesjähriger traditioneller Bridge-Té findet am Sonnabend, den 29. Juni, in unserem Heim statt. Bemüht, dem Wunsche vieler unserer Mitglieder und Freunde zu entsprechen, wird ausser dem Café-Gedeck ab 16 Uhr gegen 20 Uhr ein kaltes Abendbrot gereicht, sodass das Spiel dann auch am Abend fortgesetzt werden kann. Wir hoffen, auch in diesem Jahr eine grosse Anzahl unserer Mitglieder und Freunde bei dieser Veranstaltung die wohltätigen Zwecken dient, begrüssen zu können. Eintrittskarten sind bei unseren Vorstandsmitgliedern, den Herren- und Damen der Bruder- und Schwesternschaft und in unserem Sekretariat erhältlich. Die Tischreservierungen bitten wir sobald wie möglich in unserem Sekretariat vorzunehmen. Kulturgemeinschaft — Gemeinschafts Veranstaltung: GRAN FESTIVAL DEL FOLKLORE ARGENTINO- ISRAELI: Zusammen mit sämtlichen Gemeinden und Organisationen des Zentraleuropäischen Sektors, und anlässlich des 9. Juli, Tag der argentini- Herabgesetzte Preise Seit dem 1. September v. Js. sind zunächst die Preise in den für ausländische Touristen bestimmten Hotels herabgesetzt worden. COCA COLA Der Bau für die neue Coca Cola-Fabrik in Bne Brak hat kürzlich begonnen; die Baukosten betragen 7,5 Millionen IL. Die Produktion soll im nächsten Frühjahr beginnen. schon Unabhängigkeit, verunstalten wir unter dem Motto „Gran Festival des Folk ore Argentino-Israeli” einen Abend, der dem Folklore Israel und Argentiniens gewidmet ist. Das Spitzen-EnsembJe “Los Chalchaleros“, die bekannten argentinischen Folklore-Sander, sowie das auch bei uns bestens bekannte Conjunto Folklore - Israeli “RINA‘ dessen Spiel wir noch in bester Erinnerung anlässlich unseres vorjährigen grossen Chor-Konzerts haben, sowie einige Folklore-Tanzgruppen haben ihre Mitwirkung bei diesem Festival zugesagt. Diese gemeinsame Grossveranstaitung des diesjährigen Kulturzyklus findet am Mittwoch, den 3. Juli, um 20 Uhr 30 im grossen Saal der Gemeinde „Bet Israel“, Cramer 2060, statt. Die Einladungen zu dieser Veranstaltung sind in den Sekretariaten und bei den Vorstandsmitgliedern der veranstaltenden Organisationen erhältlich. EINHEITSKAMPAGNE 1968 Wir bitten unsere Mitglieder, ihren Beitrag für die Dringlichkeitskampagne 1988 so schnell wie möglich zu leisten. Annahme Ihrer Selbstbesteuerung am Montag, Donnerstag und Sonnabend zw1- ' sehen 18 und 20 Uhr im Sekietariat der Aciba, Araoz 2851. MATADEROS: Die Aktion der Einheits kampagne für Mataderos findet im Heim, Larrazaba' i254, am 23. Juni nachmittags um 17 Uhr statt. Wir hoffen auf zahlreiches Er scheinen aller Gemeindemitglieder. UNSER JUGENDDEPAR¬ TEMENT TEILT MIT: Fiir den Monat Juni haben wir ein ausgedehntes Arbeits-Programm aufgestellt. Wir laden alle Jugendlichen zur Mitarbeit in 160 Activistas del KKL 160 activistas del KKL en Latino-América que actualmente visitan Israel, participaron en un Seminario de estudio de un día auspiciado por esta institución. Bajo la dirección del Sr. Abraham Peskin, del Departamento de Acciones Especiales del KKL, el grupo de activistas tuvo oportunidad de recorrer los alrededores de Jerusalem restaurada y de conocer alguno^ proyectos del Reren Kayemet. En el Monumento a Kennedy los excursionistas den verschiedenen Gruppen ein und hoffen, dass sich vie e uns nähern werden, die ihre Ideale durch uns verwirklicht sehen wollen. Eine Veranstaltung, die besonders unter den Gruppen Emuna grosses Interesse gefunden hat, ist der Cabalat Shabat, den wir heute Abend um 20 Uhr in unserem Heim abha ten werden Im Laufe desselben wird ein Sabbat - Gottesdienst stattfinden. Diese Abende werden allen unvergesslich in Erinnerung bleiben. Morgen, Sonnabend, den 22. Juni: „Ich brachte einen neuen Freund“. Wir erwarten, dass jeder Javer einen neuen Kamera den bringt, um ihn in eine Gruppe einzugliedern. Die Gruppe TIKVA beginnt mi* ihrer Tätigkeit um 15 Uhr und EMUNA um 18 Uhr 30. Sonnabend, den 29. Juni: Hier werden die älteren Gruppen ein Theater besuchen, dessen Titel wir noch ankündigen werden. Sonntag, den 30. Juni, feiern wir in Banfield den ..Tag des Sportes“ (Iom Sport). Die sind in grossen Zügen unsere Aktivitäten für der Monat Juni. Genauere Nachrichten geben wir jeweils unter Vereinsnachrichten. Shalom! Sport: Ende der vergangenen Woche begannen unsere Korbball- und Fussballmannschaften das bedeutendste Turnier des Jahres auszuspielen. Unsere Fussballmannschaft spielt dieses Jahr im ersten Spiel auf dem Fussbal platz von Fe. t-ix um 13 Uhr versus Macabi. Ebenso begann das Tur nier , .Metropolitano“ für Mädchen. Da die Austragungen sehr schwer sein werden, hoffen wir, dass ein zahlreiches Publikum unsere Spieler anfeuern wird. participan en Seminario plantaron árboles con sus propias manos. Posteriormente, en un almuerzo de camaradería ofrecido por el KKL, hicieron uso de la palabra el Sr. Jacob Tsur, presidente de la institución y el Coronel Aaron Harsina, quienes se refirieron a la trayectoria del KKL antes y después del Estado y a la estrecha colaboración existente entre las Fuerzas de Defensa del país y el Keren Kayemet. Blumenabloesung in Form von Glückwunsch- sowie Trauer - Telegrammen und Baumdiplomen bei jede? Gelegenheit bitten wir unter folgenden Telefon-Nummern aufzugeben: 73-9026 Sra. Weinstein 70-4696 Sra. Blumenthal i 11—13 Uhr 64-2965 Sra. Lubascher 54-3209 Frl. Wertheimer 48-3695 Sekretariat 48-5683 UNSERE TELEGRAMME sind in Belgrano jederzeit erhältlich bei: „Bet Israel“ Cramer 2070, T. E. 78-8922 VEROPLivST — Werner Ro senberg, Monroe 3640, T. £ 78-8249. IN FLORIDA: „Lamroth ¡ Hakol“, Caseros 1450 T E IN QUILMES: José Wall heim er, Lamadrid 660. 795-0380. Mein innigstgeliebler Mann, unser herzensguter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, Herr ERWIN TOBIAS wurde von seinem schweren, mit grösster Geduld ertragenem Leiden erlöst. Im Namen aller Trauernden: TRUDE TOBIAS geb. WILLNER Dr. EDGARDO MANGUEL und Frau SUSANA geb. TOBIAS LILIANA TOBIAS Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Federico Lacroze 2274, II A. , K£R£n KAy£tn£T C.£tSfL䣣 4 <• l Ö 4 COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695. 48-5683 Unter dem Titel , Schutzjude oder Staatsbürger“, den Dr. Raphael Löwenfeld s. Afür seine berühmt gewordene Broschüre im Jahre 1893 gewählt hatte, veröffentlichte anlässlich der 75 Wiederkehr des Tages der Centralvereins-Gründung in der „Jüdischen Wochenzeitung“ zu Düsseldorf Herr Dr. E G. Loevventhal einen Gedenkartikel, der zum Widerspruch auffordert. Mit Recht hebt der Ver lasser dieses Aufsatzes zunächst den eigent ichen und ursprünglichen Sinn jener Gründung hervor: Kampf für die Erhaltung der staatsbürgerlichen Rechte der Juden im damaligen Deutschland, die Wahrung ihrer gesellschaftlichen Gleichstel- 'ung, gegen die antisemiti- .-.chen Angriffe in Wort und Schrift, gegen alle Versuche von judenfeind sicher Seite, r1ie jüdische Lehre und das jüdische Ansehen herabzusetzen. Bis kurz vor dem 1. Weltkrieg beschränkte sich der „Centralverein deutscher lStaatsbürger jüdischen Glauoens“ auf sein eigentliches Aufgabengebiet, zu dem auch noch eine umfassende, senr wertvolle, jüdische Bildungsarbeit, namentlich in kleineren und mittleren Gemeinden hinzukam. Unmöglich, hier aufzuzählen, in wie vielen Einze.fällen diese Institution, die in ihrer besten Zeit etwa 50.000 Mitglieder vereinigte, die in rund 500 Ortsgruppen zusammengetchlossen waren, tatkräftig und erfolgreich eingriff, um die Rechte der deutschen Joden als Bürger und Menschen zu verteidigen. Hätte man sich hiermit begnügt und niemals in innerjüdische Meinungsverschiedenheiten eingegriffen, so hätte der „C.V.”, die grosse jüdische, neutrale Rechtsschutzorganisation bleiben können, der jeder deutsche lude bedenkenlos angehören ciurfte Die vom ersten Tage seines Bestehens an aufgestellto „Synthese Deutschtum— Judentum“ wurde im Laufe der Entwicklung immer mehr in dem Sinne ausgeegt, dass sich der deutsche Zitrusfrüchte Tel Aviv. — Von Elat wurden 10.500 Kisten Zitrusfrüchte aus dem Gazastreifen nach Singapur verschifft. Import aus Ungarn Tel Aviv. — Israel kaufte in Ungarn 20-000 Kubikmeter weisses Holz. ven CURT WiLK Jude lediglich im religiösen Sinne von der Umwelt unterscheide, dass er sonst ganz Deutscher sei im Sinne der „unlösbaren Zugehörigkeit zum deutschen Volkstum.“ Im besten Falle liess man die unter liberalen Rabbinern häufig gebrauchte Redewendung „Glaubensstamm“ oder das von gesetzestreuer Seite aus gern benutzte Wort „Thoravolk“ zu. Schon im Jahre 1913, in einer seiner grossangelegten Reden, sagte der damalige Präsident des CV., Geheimrat Eugen Fuchs: „Die jüdisch-nationale Anschauung lasse ich zu, wenn sie gepaart ist mit deutschnationaler Anschauung Wer sich aber national nur als Jude fühlt, national nicht als Deutscher, wer sagt, wir gelieren nach Palästina mit unserem Herzen, der kann bei uns nicht sein, weil uns eine begriffliche Kluft trennt.“ Und nun behauptet Herr Dr. Loewenthal, „der C. V., obwohl die Mehrheit seiner Mitglieder der nationaljüdischen Idee fernstand, war nicht antizionistisch“. Hier irrt der Verfasser schwer: Fast alle führenden Persönlichkeiten, insbesondere in der neuen Epoche der Weimarer Republik, also nach 1919, gaben mehr oder weniger antinationaljüdische und antizionistische Erklärungen ab, oftmals sehr unterschiedlich in der Form, je nach dem persönlichen Temperament In dem Jahrzehnt zwischen 1920 und 1930 forderte der Centralverein von seinen Anhängern, ihre Stimme den antizionistischen Parteien zu geben; dies waren damals die orthodoxe „Agudas Jisroel“ und die „Vereinigung für das liberale Judentum“. j Immer stärker wurde der C.V. ein Instrument des Kampfes gegen die zionistische Bewegung. Es ist auch nicht richtig zu sagen, man habe sich lange vor 1933 für den Palästinaaufbau eingesetzt. Das Gegenteil ist der Fall: Weder die Schaffung des „Neutralen Keren Hajessod“ (1922) noch die Begründung des „Deutschen Pro - Palästinacomites“, in welchem Juden und Nichtjuden zusammenarbeiteten wurden von der CV Leitung gebilligt. Die Schaffung der „Erweiterten Jewish Agency“ im Jahre 1929 vollzog rieh ohne den C.V., weil dieser zwar den Mitgliedern seines Hauptvorstandes die; Abstimmung „freigab“ 'denn sonst hätte man z. B. Rabb. Dr. Leo Baeck aus semiessen müssen,) doch dem Präsidium verbot, in i das gemeinsame zionistischr.ichtzionistische Agency-Co* m te einzutreten. Diese Entwicklung der Dinge trieb fast alle organisier“ ‘tu Zionisten aus dem C.V., da für sie das Bekenntnis zum jüdischen Volkstum Voraussetzung allen Judeseins war Der historische Irrtum, den der geschätzte Dr. Loewenthal nicht einsieht, liegt daran, dass sich der C.V. in Fortsetzung der reit der Emanzipation geübten traurigen jüdischen Praxis zwar stolz zur jüdischen Lehre bekannte, aber aus der grossen „Volks-, Schick sals- und Glaubensgemeinschaft“, die Judentum bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts gewesen war, eine b.osse Glaubensgemeinschaft werden liess und die jüdische Basis verengte. Die Folge hiervon war auch dass man die jüdische Einheit sprengte, indem für Ost- und Südosteu ropa, wo Juden in Massen lebten, sogenannte jüdischnationale Minderheitsrechte allenfalls gelten Hess, für die westliche Welt aber schor das Wort ,Jüdisches Volk entschieden ablehnte. Gänzlich daneben griff der .Centralverein“, als er die „Pflege vaterländischer Gerinnung“ in seinen Aufgabenkreis einbezog; dafür bedurfte es keiner jüdischen Organisation. Juden hatten zu allen Zeiten ihrer Geschichte gewusst, dass Treue und Loyalität gegenüber dem Staat zu den elementarsten jüdischen Verpflichtungen gehört. Die Uebernrückung der Gegensätze im Ersten Weltkrieg, die selbstverständlich gewesenwar, die Tatsache, dass alle deutschen Juden ihren staatsbürgerlichen Aufgaben nachgekommen waren, diese Basis hätte niemals verlassen werden dürfen. Umso härter musste das Schicksalsjahr 1933 den C.V. treffen. Man war gewiss nicht ganz unvorbereitet. Jene sechs Jahre, in denen der C. V. das Naziregime ertragen musste, bilden ein Ehrenblatt in seiner Chronik Doch der „Sturz in den Abgrund“ wäre weniger schmerzvoll gewesen, wenn der Centralverein sich nicht in jene Isolierung begeben hätte, welche die Folge der Verneinung des nationalen Judentums und der zionisti-;chen Idee sein musste. rix ' und NICHT morgen und MEHR COMITE CENTROEUROPEO de la Campaña Unida (Keren Hajessod) Sarmiento 2376, 3? — T. E. 47.3820 u. 47-1661 *

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