Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2273 (21.6.1968)
- Date
- 1968-06-21
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616703-9616177-9616371--5252-9616376- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Viernes, 21 de Junio dk 1968 SEMANA ISRAELITA Año XXIX. — N* 2173 — 5!!1 Debatten und Beschlüsse 't **>•<» :nde und richtet an das jüdische >e kommen mj , ch im alten!er aufriehten les mit dem alvereinbart wer- •izten Kapiteln :1"den Buches schon Christen, Wahrheit ihres rin erblicken. " das von den 'kündete göttli- 'en erfüllt: der tu Volk zurück mmt nun (ingehener Folge uden im iren nieas Land (d stets hat ER) 2r,. Swa" 26. Siwan 27. Si'vau 28. Si«’jB 29. SiwaE 30. Siwa" 1. Tamuî 2. Tad"15 3. Tamas ti Tam«s 12. Tam® Jerusalem. — Der 27. Zionistenkongress wird in de*- zionistischen Geschichte besondere Bedeutung gewinnen, denn die nicht angeschlossenen jüdischen Jugendorganisationen sollen als volle Mitglieder in die zionistische Bewegung aufgenommen werden. Dieser Vorschlag, der sich im besonderen auf die studentischen Gruppen bezieht, wurde vom Präsidium des Kongresses gemacht. Die Leichtigkeit, mit der die Jugend die Anerkennung ohne den Kampf gewann, auf den sie sich vorbereitet hatte, wird wahrscheinlich zu neuen Forderungen und dem entschiedenen Verlangen nach einem Programm Anlass sein, das in der Struktur der zionistischen Weltorganisation eine drastische Aenderung hervorbringen dürfte. Die Jugend-Delegationen zum Kongress, die 81 Mitglieder zählen, erhielten in einer späteren Sitzung Wahlrechte mit Ausnahme in Personalfragen. Das bedeutet, dass sie über die Zusammensetzung der Exekutive und die Ernennung des Präsidenten der Z.O. nichf mitstimmen können. Die Jugend nahm diesen Beschluss an, doch die Studenten verlangten weiter Sitze in der Exekutive. ALIJA UND ABSORPTION In der Debatte über die Alija wandte sich Jacob Jazan von der Mapam gegen die Behauptung verschiedener Führer der Misrachi, dass religiöse Motive für die Einwanderung in Israel ausschlaggebend seien. Er betonte, dass die Mehrzahl der nach Israel Eingewanderten Angehörige sozialistischer Organisationen waren, die den Traum von sozialer Gerechtigkeit mit der nationalen Wiedergeburt verbanden. Frau Chana Kessler von der australischen Wizo erklärte, dass die zionistische Bewegung auch heute noch eine Macht in der Diaspora darstellt, doch wieder ihre messiani. sche Botschaft stärker betonen müsse. Die Frage der künftigen Rolle der Jewish Agency, falls diese bestehen bleibt bei der Absorption der Immigration bildet eines der wichtigsten Probleme des Kongresses. Die Klärung der Meinungsverschiedenheiten, die über dieses Thema bestehen, gibt Anlass zu zahlreichen Debatten und Erklärungen. DAS AMT DES PRAESIDENTEN Die Frage, ob Dr. Nachum Goldmann weiter Präsident der Zionistischen Weltorganisation bleiben wird, ist das Hauptthema auf dem Kongress hinter den Kulissen. Als die Permanenz - Kommission ihre erste Sitzung abhielt, er klärte die Föderation der Allgemeinen Zionisten, an ihrer Spitze Dr. Israel Goldstein und Rose Halperin, dass sie nicht in die Exekutive der Jewish Agency eintreten würden, wenn Dr. Goldmann nicht als Präsident verbleibt. Die Liberalen und Führer der Misrachi setzten sich ebenfalls für Dr. Goldmann ein. Die Mapai, die 40 Prozent der Delegierten zum Kongress stellt, kündigte an, sie habe von der Erklärung Dr. Goldmanns Kenntnis ge. Kommen, dass er nicht beabsichtige, seine Kandidatur für das Präsidentenamt anzumelden. Die Union der Allgemeinen Zionisten, an deren Spitze Dr. Emanuel Neumann steht, stellte ihren Mitgliedern frei, nach bestem Ermessen zu wählen Gegen Go dmann nahm einzig die Cherut Stellung. Das grösste Hindernis für eine Verständigung übe’’ diesen Punkt scheint in der Tatsache zu liegen, dass keine der einflussreichen Gruppen irgendeine andere Kandidatur in Vorschlag brachte. Die Arbeiterdelegierten hatten angeregt, den Posten vakant zu lasihre Aufgabe noch nicht beenden konnten. DIE JÜEDISCHEN STUDENTEN Das Permanenz - Comité beschloss, dem Weltverband jüdischer Studenten das volle Wahlrecht bei allen Be ratungen des Kongresses und das Recht zur Abstimmung bei Personalfragen KtlN RÜCKZUG OHNE FRIEDEN Jerusalem. — Israel sucht Kontakte und Verhand lungen mit den Arabern auf vielen Wegen, zu denen auch die Mission des UN-Schlichters Gunnar Jarring zählt, so erklärte Ausseminister Abba Eban vor dem 27. Zionistenkongress. Er wiederholte Israels Bestreben, die heutigen Feuereinstellungsabkommen durch formelle Friedensverträge zu ersetzen, die ausgehandelt und vertraglich festgelegt werden müssten. Jegliche andere Regelung, wüe z. B. die Garantien der Grossmächte, würden keinen Ersatz für einen Friedensvertrag darstellen, so betonte er. Er fügte hinzu, dass der Vorsch.ag .Rückzug ohne Frieden“ nicht diskutierbar sei. Eban unterstrich, dass sidh die arabischen Regierungen in einem sterilen Widerspruch befinden, denn ihr Unternehmen, Israel zu vernichten, sei ebenso gescheitert wie ihr Versuch, mit Israel zu einem Abkommen zu gelangen. Dies bedeute vom menschlichen Aspekt aus Trauer, Angst und Verzweiflung für viele Tausend Menschen. Die Araber, so versicherte er, gäben sich über Israel zwei Illusionen hin, da sie glauben, dass Israel ein „Fremdkörper“ im Mittelosten sei und seine Interessen mithi fe von ausserhalb der Region liegenden Kräften „angenagt“ werden könnten. (ITA) sen, doch die übrigen Parteien sind hiermit nicht einverstanden. Das Permanenz - Comité beschloss, mit Dr. Goldmann eine private Sitzung abzuhalten, um zu erfahren, ob dieser seine Wiederwahl akzeptieren würde. GENERAELE ALS KANDIDATEN Die zwischenparteilichen Unterhaltungen über die Kandidaten für verschiedene Funktionen in der zionistischen Exekutive ergaben die Namen von zumindest vier israelischen Generälen. Die Delegierten der Mapai proponierten General Chaim Herzog als Präsident des Zionistischen Aktionscomites, ein fast rein repräsentatives Amt. General a. D Zorea, Mitglied der früheren Achdut Awoda, wurde als möglicher Chef der Abteilung für Jugend und Chaluziut als Nachfolger von Eliahu Dobkin und Zivia Lubetkin und ein vierter General für die Leitung der Alija-Abteilung genannt. DIE ZUKUNFT DER ZO Dr. Nachum Goldmann erklärte bei den Debatten dass Israel entscheiden müsse, ob es die Zionisti sehe Organisation wünscht und braucht oder nicht. „Die Führer Israels müssen es sich ernsthaft überlegen“, führte er aus. „Die Weltjudenheit ist weit davon entfernt, in ihrer Tasche zu sein. Glaubt Israel, dass es allein das jüdische Volk erfassen kann? Andererseits könnte die ZO, ohne die moralische Autorität Israels hinter sich zu haben, zum Verschwinden verurteilt sein.“ — Rabbiner Max Nussbaum, Expräsident der ZO Amerikas, warf ein, dass die israelische Regierung der Zionistischen Weltorganisation die Alternative zwischen „langsam zu sterben oder sich selbst aufzulösen“ belassen habe. ARBEIT DER KOMMISSIONEN Wahrscheinlich wird die Dauer diA Kongresses um einen Tag verlängert werden, da die verschiedenen Kommissionen, welche die der Plenarversammlung zur Abstimmung vorzulegenden Resolutionen ausarbeiten, sowie den Anspruch auf Aemter zu erteilen. Hiermit erhielt dieser Verband grössere Rechte als diejenigen welche ¿en Jugendorganisationen eingeräumt worden sind. Die Vertreter der Studenten erklärten sich von diesem Beschluss befriedigt Sie kündigten jedoch an, auf ihrer zweiten Forderung, die in der Schaffung einer besonderen Studenten-Afoteilung in der Exekutive besteht, beharren zu wollen Beobachter sind der Ansicht, dass die Studentenaufstände in Frankreich und anderen Ländern ihre Wirkung auf den Kongress ausgeübt haben. GOLDA MEIR GEGEN GOLDMANN Die Chancen einer Wiederwahl Dr. Nachum Goldmanns zum Präsidenten der ZO werden als schwach betrachtet, nachdem Golda Meir, Generalsekretärin der Vereinigten Arbeiterpartei, MEI, energisch gegen diese Kandidatur auftrat. Frau Meir sprach sich in einer mitternächtlichen Sitzung der Arbeiterdelegierten zum Kongress gegen die Unterstützung Goldmanns aus. nachdem es den Anschein hatte, dass einige Arbeitervertreter, die dieser Kandidatur ursprünglich widersprochen hatten, ihre Position zu wechseln schienen. Frau Meir erinnerte daran dass man vor Beginn des Kongresses iibereirigekommen war, keiner neuen Amtsperiode Goldmanns zuzustimmen. Sie halte das Fehlen anderer Kandidaten nicht für einen ausreichenden Grund, die Kandidatur Goldmanns zu unterstützen, fügte sie hinzu. REDE Dr. GOLDMANNS Dr. Goldmann schien sich von seinem Amt als Präsident der ZO zu verabschieden, als er vor der Permanenz-Kommission erklärte er habe schon seit einiger Zeit die Präsidentschaft niederzulegen gewünscht. Er ha'be seine privaten Gründe fügte er hinzu, aber auch Gründe politischer Natur Pflanzung von Tabak Tel Aviv. — Im Jahre 1967 wurden in Israel 40.000 Dunam Tabak von arabischen Landwirten gepflanzt und nur 5000 Dunam von jüdischen. 4 •••'.-¿s.-y.V' ■■ t; - - » Soldaten tanzen an der Mauer eine Horra Er möchte Zeit haben, um eine repräsentative Weltorganisation aufzuziehen, zugunsten der russischen Judenheit zu arbeiten und für das, was er „den Platz Israels im Mittelosten“ nannte. Im weiteren bezeichnete Dr. Goldmann das auf zionistische Parteien in der zionistischen Exekutive gegründete System als kata strophal für die Bewegung. Hinsichtlich der studentischen Kundgebungen gab Dr. Goldmann seiner Befriedigung über die erreichten Regelungen Ausdruck. EMPFANG BEI SHAZAR Auf einer Garden Party, die Präsident Shazar für die Delegierten veranstaltete, bildete die Frage, wer der neue Präsident der ZO sein werde, das Hauptgesprächsthema. U. a. wurde der Vorschlag gemacht, eine aus aP len Parteien bestehende Kommission zu gründen, der die Aufgabe übertragen werden so.le, eine geeignete Persönlichkeit zu finden. Hinter den Kulissen wurde der Namen von Jaacow Tsur als Präsident der Zio nistischen Weltorganisation genannt. (Ex UNIVERSO) COOPERATIVA DE SEGUROS LIMITADA ASEGURA EN TODOS LOS RAMOS A 14.000 SOCIOS QUE OBTIENEN LOS BENEFICIOS DE SUS SERVICIOS INTEGRE UD. TAMBIEN EL UNIVERSO DE LA GRAN FAMILIA DE OLAM ETICA Y MORAL SOCIETARIA ¿LAMENOS PARA ASESORARLO CORRIENTES 2115 45-0668/0852/1085/9965 46-8803/9130 49-2723/2785/2879/3784