Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2270 (31.5.1968)
- Date
- 1968-05-31
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vierneo» 31 de Mayo de 1968 SEMANA ISRAELITA Año XXIX_N” 2170 — * Ereignisse der Woche Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCI STREIKS, STUDENTEN - Unruhen, Krawalle und merkwürdige Reden de Gaulies charakterisieren die Krise Frankreichs. PRAG WIRD NICHT zurück weichen, war die tschechische Antwort an Kosygin. — PRAESIDENT SUHARTO übergab den Oberbefehl dem General Maraden Saur Halomoan Pangabean. — DER ARGENTINISCHE Journalist Ignacio Ezcurra von der Tageszeitung La Nación ist in Vietnam ums Leben gekommen — DER BUERGERKRIEG in Nigeria und Biafra wird fortgesetzt. — DE GAULLE ist zum Rücktritt bereit, unter Bedingungen... _ IN BELGIEN, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und anderen Ländern kam es in. den letzten Tagen zu Studenten-Unruhen. — VIER TONNEN deutsche Medikamente wurden nach Aegypten für die arabischen Opfer des Nahostkrieges geschickt, wobei die Firma nicht genannt wird, die wahrscheinlich früher die Giftgase für Auschwitz lieferte . — IN BRESLAU errichteten die Kommunisten ein Denkmal für Papst Johannes XXIII., der sich für die Anerkennung der Oder-Neisse-Grenze ausgesprochen hatte. — HAITI WURDE invadiert, wofür Castro verantwortlich sein soll. — BEI WAHLEN in Italien siegte die Regierungskoalition. — PRAESIDENT JOHNSON glaubt an einen ehrenvollen Frieden in Vietnam. — MEHR ALS 700.000 Personen demonstrierten in Peking aus Sympathie mit den Studenten und Arbeitern in Frankreich. — DER BISCHOF in Panama rief die Bevölkerung zur Ruhe auf, nachdem es bei Zusammenstössen 22 Tote gegeben hatte. — DIE REGIERUNG von Pakistan forderte die Amerikaner zur Räumung einer wichtigen Militärbasis auf. — DIE KOENIGIN Elisabeth von England will die Falklands-Inseln (Malvinas) besuchen, was Verwunderung hervorrufen muss. — DIE REGIERUNG von Israel lehnte den UN Beschluss ab, durch den sie aufgefordert wurde, keine Massnahmen zur Eingliederung des befreiten Teils von Jerusalem zu ergreifen. — ENGLANDS AUSSENMINISTER Stewart besuchte Willy Brandt in Bonn. — ^Fortsetzung der Ereignisse der Woche von Seite 4) Offiziere, kirchliche Würdenträger, Professoren und der Botschafter Israels in Paraguay, Herr Benjamin Varón, teil, der neben dem Presbyter Lie. Juan Maria Carrón Bivarola und dem Dekan der juristischen Fakultät der katholischen Universität in Asunción, Prof. Dr. Alejan dr© Marin Iglesias das Worl «»■griff. Auch der Jom Haazmauth V/urde von der Gemeinde in Paraguay unter Mitwirkung des israelischen Botschafters Varón feierlich begangen. Unter anderem wurde eine Sendung durch den Rund- ¡fcink verbreitet, in deren Rahmen Botschafter Varón und S. Kurz das Wort ergriffen haben. Hospital ESRA Der Vorstand und die technische Leitung des Hospitals ESRA legten einen Bericht und Bilanz vor, aus denen sich die segensreiche Die Deutschen Kammercpiele vereinten in einem kelteren Abend Goethes Jugendwerk »Die Mitschuldigen“ mit Max Frischs »Die grosse Wut des Philipp Hotz“, einem Schwank mit Psychologie des Ehelebens. Beides gut gebaute bühnenwirksame Werke, die zum Bachen reizen. Prof. Werner Kraut führte sehr gelungen Regie vor Lufthansa und El AI Am 20. und 21. Mai fanden in Bonn deutsch-israelische Regierungs - Besprechungen über die beiderseitigen Luftverkehrs'beziehungen statt. Die israelische Delegation wurde von dem Generaldirektor der israelischen Zivilluftfahrtverwaltung Ben Yehuda geleitet, die deutsche Delegation stand unter der Leitung von Ministerialdirektor Dr. Schmitt- Ott, Leiter der Abteilung Luftfahrt im Bundes ministerium. Die Verhandlungen wurden in freundlicher Atmosphäre geführt und schlossen mit der Unterzeichnung eines gemeinsamen Protokolls. Hierin werden die der- 7eitigen Luftverkehrsbeziehungen zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik Deutschland bis zum Inkrafttreten des in Aussicht genommenen Luftverkehrsabkommen behandelt Während die israelische Luftverkehrs - Gesellschaft EL AL seit mehreren Jahren München beziehungswei se Franfurt anfliegt, beabsichtigt die Deutsche Lufthansa ihren. Linienflugverkehr nach Tel Aviv zum 1 Jíovember 1968 aufzunehmen. Nach diesem ersten Meinungsaustausch werden die Verhandlungen in absehbarer Zeit in Isr ael fortgesetzt. Hundertjaehriger zahlt für die DringlichkeitskampagneT Während die Askanim der Einheitskampagne mit vielen Beisteuerern über die Höhe ihrer diesjährigen Zahlung diskutieren müssen, erschien spontan 'bei einem unserer Aktivisten Herr Alberto Ushely, der vor einigen Monaten seinen 100. Geburtstag gefeiert hat, um seiner Ehrenpflicht gegenüber Israel zu genügen. Es sei ausdrücklich bemerkt, dass Herr Ushely weder Wiedergutmachungs-Zahlungen noch Renten erhält, so dass die Geste dieses alten Herrn ein leuchtendes Beispiel für viele sein kann. Tätigkeit dieser Institution itir unsere Gemeinschaft ergibt, die zu den grössten und wichtigsten gehört. Der Aus Günter Kupfers realistischen doch vereinfachenden Bühnenbildern Charaktere, Typen und Situationen waren klar gezeichnet. Die Darsteller sprachen die langen gereimten Verse (Goethes Alexandriner) gut und wirksam. Bei Goethe errang der am meisten „Mitschuldige“, Pe ter Gavajda, die Palme; doch auch die reizend ¡naive Karin Kleine, Günther Briner als neugieriger Wirt, der gut aussehende Bernd Kreibisch in der Goethe-Rolle und Hans Joachim Reineke als leicht karikierter Kellner spielten ihre Rollen gut. Bei Max Frisch gab es sogar zwei ausgezeichnete Leistungen. Fritz Kost verkörperte köstlich die grosse Wut seines Philipp Hotz und war bei aller Aufregung doch gefühlvoll, wenn er zu seinem Dorli zurückfinden wollte Edith Teichmann erwies sich mit ihrer sprechenden, meist schmollenden oder abschätzigen Mimik, mit ihren lustigen Körperbewegungen und ihrem pat zigen und doch überlegenen ¿prechton als kluge und wirkungsvolle Komikerin. Johannes Raimund, Karin Kleine, Gottfried Mehlhorn, Walter Stappers, Wiltrud Tschudi und Peter Gavajda fügten sich ansprechend in den Rahmen. Das amüsierte Publikum spendete dem Goethe freundlichen und Max Frisch starken lebhaften Beifall, der besonders Edith Teichmann und Fritz Kost galt. Dr. Karl Kost Anleihe Nairobi. — Die israelische Regierung hat Kenja eine Anleihe in Höhe von 250 000 Pfund Sterling zur Verfügung gestellt; hiervon sollen 23 Geschäftslokale und ein Grosshotel in Nairobi errichtet werden. bau des jüdischen Krankenhauses und damit die von ihm geleisteteten Arbeiten zum Segen der Kollektivität und aller Kranken Argentiniens, die das Hospital in Anspruch nehmen, ist erstaunlich und bewundernswert Einem 65-Jaehrigen In diesen Tagen beging Herr Hermann Bernhaut seinen 65. Geburtstag, der mit einem selten gesehenen Eifer und grosser Einsatzbereitschaft das Amt des Vizepräsidenten der Gemeinde Bet Israel bekleidet. Mit seinem ganzen Herzen stellt er sein Können und seine Zeit dieser Gemeinde zur Verfügung, zeigte aber stet«: auch grosses Interesse für alle Probleme der jüdischen Arbeit und für unsere ge meinsamen Aufgaben. Dank und Anerkennung gebühren einem Manne, der treu und ausgleichend seiner Gemeinschaft dient und sich hierdurch bleibende Verdienste erworben hat. Neue Bücher Charles Leopold Mayer: Von der Bestimmung des Menschen. — Erschienen im Athenäum Verlag, Frankfurt und Bonn, 1967. — In Charles Leopold Mayer lernen wir einen Philosophen kennen, den man als sui generis bezeichnen könnte. Seine Lebensphilosophie entwirft in Abkehr von den altbekannten Systemen eine Welt, in der das menschliche Glück und die Entwicklung des Individuums einen wichtigen Platz einnehmen. Er polemisiert gegen die platonischen Auffassungen von der idealen Welt, die es über der sinnlich wahrnehmbaren Welt gebe, um die geistigen Kräfte ausschliesslich auf die Existenz der sinnlich wahrnehmbaren Welt zu konzentrieren. Mayer ist kein „trockener“ Philosoph, der seine Gedanken und Forderungen in einer der breiten Masse der nicht-philosophisch vorgebildeten Leser unverständlichen Form niederlegt sondern ein grosser Stilist, der „sein System“ in populären Worten zu präsentieren weiss. Eine Philosophie für die Gegenwart, für den politischen und sozialen Augenblick kann das Buch Mayers der Orientierung dienen, das auch für denjenigen interessant ist, der diese Auffassungen nicht teilt. — Juden in Georgien Wien. — Relativ besser als in den anderen Ländern der Sowjetunion geht es den Juden in Georgien, die meist in Tiflis, Batum, Suchum Gori, Suram und Kulaschi wohnen. Seit Beginn der Sowjetherrschaft konnten zahlreiche Juden in die Türkei, nach Erez Israel und nach Europa auswandern. Die Gemeinde litt wirtschaftlich unter dem neuen Regime und auch jüdische Erziehungsinstitutionen wurden geschlossen, so dass der Nachwuchs kaum mehr jüdische Bildung erwerben kann. Mehrere Synagogen wurden geschlossen, einige aber bestehen noch weiter, wie die in Tiflis und Kulaschi. Rothschild-Spital Haifa. — Das Rothschild- Spital in Haifa wird in seiner Kapazität um das Doppelte, auf 890 Betten erweitert« AUS EBNEM BRIEF . .Ich gann nicht müde werden, immer wiej der Ihnen von dem un- \ beschreiblichen Glücks" gefühl des Hierseins in Israel zu erzählen, im Landes im allgemeinen und in Aseret im speziellen Wenn wir des Morgens aus der Tür unseres Hauses treten; der Duft der Blumen, das Singen der Vögel, das herrliche Grün der Rasenfläche, umrahmt von dem Gold der aufgehenden Sonne über den Bergen von Juda, wer kann sich mit uns vergleichen? „Eine Stelle aus Goethes Werken kommt mir in den Sinn, wo es heisst: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.“ — Jüdische Studenten in Paris Paris. — Unabsichtlich wurden der Jüdische Weltkongress und verschiedene jüdische Institutionen Frank- : reichs in das im Lande durch Streiks und Studentenunruhen herrschende Chats hineingezogen. Ueber hundert jüdische Studenten besetzten dem Beispiel ihrer r.ichtjüdischen Kameraden felgend das Gebäude der Jüdischen Gemeinde (Consistoire Juif) und zahlreiche nationale und internationale Institutionen Darunter befinden sich das französische Büro des Jüdischen Weltkongresses, der Sitz der Einheitskampagne (Fonds Social Juif Unifié) und andere bedeutende Organisationen. Eine vo>n der Europäischen Exekutive einberufene Sitzung, auf der u. a. Dr. Nachum Goldmann und Lord Sieff sprechen sollten, musste auf unbestimmte Zeit vertagt werden. Auf dem Programm dieser Sitzung standen die antisemitische Kampagne in Polen und die Fortschritte des Neonazismus in Westdeutschland. Da die Gespräche in Paris nicht stattfinden konnten, trafen sich Dr. Goldmann und andere führende jüdische und zionistische Persönlichkeiten in London zu Beratungen über dringliche Probleme zu denen die von Ministerpräsident Levi Eshkol in Jerusalem anberaumte Konferenz der obersten jüdischen Führer gehörte. j Eine der von den streikenden Studenten in Paris! verhinderte Veranstaltung j war eine Protestkundgebung ' gegen den russischen und! polnischen Antisemitismsu; die von der Weltunion jüdischer Studenten, einem dem TWK angeschlossenen Verband geplant war. Die Ehrung; eines Maerfyrers Jerusalem. — Die holländische Judenretterin Johanna Ader war Mittelpunkt einer Ehrung im Jad Waschern. Sie ist die Witwe de« reformierten Pastors Bastian Jan Ader, der von den Nazis für seine den Juden in Holland gewährte Hilfe hingerichtet wurde. Die Wit we des Märtyrers pflanzte auf seinen und ihren Namen Bäume in der „Allee der Gerechten der Völker“ und und entzündete das Gedenk licht im Ohel Jiskor. Sic wurde mit einer Medaille ausgezeichnet. Zitrus-Konserven Haifa. — Die israelische Ausfuhr von Grapefruit (i1 Stücken) Konserven hat sic! in den letzten drei Jahrei auf das Dreissigfache erhöht. Kundgebung sollte Teil einer universellen Bewegung dieser Weltunion sein, die gegenwärtig in vielen Ländern verwirklich^ wird. So wurde ln London eine fünfstündige Kundgebung vor der Sowjetbotschaft durchgeführt, Studenten demonstrierten in Belgien, in Glasgow fand die Manifestation vor dem polnischen Konsulat statt, und ähnliche Veranstaltungen der Studenten wurden aus Haifa und anderen Universitätsstädten gemeldet. Der Streik und die Invasion des Consistoire Juif in Paris durch die jüdischen Studenten verfolgt nach Aussagen der Führer der Bewegung hauptsächlich den Zweck, einen Druck auf die Gmeindeführer auszuüben, damit sie den Studenten die aktive Teilnahme an der Leitung der Gemeinde einräumen (OJI) DieRrufeciieii fiammrr spiele Intendant REINHOLD K. OLSZEWSKI TEATRO ODEON Esmeralda 375 8., 9» 12. und 13. Juni PETERCHENS MONDFAHRT Ein Märchenspiel von GERD VON BASSEWITZ Regie: JACQUES ARNDT Kassenzeiten ab 5. Juni im Teatro Odeon,' 11—14 und 17—19 Uhr Preise von $ 200.— bis $ 650.— •Ty mxc' ’% ntï^torï Ú INGRESO MUNDIAL DE LOS SOBREVIVIENTES DE LOS CAMPOS DE CONCENTRACION Y COMBATIENTES CONTRA EL NAZISMO VISITA COLECTIVA . A ISRAEL DE LA ASOCIACION ISRAELITA DE LOS SOBREVIVIENTES DE LAS PERSECUCIONES NAZIS SALIDA; 18 de juíio Informes en Secretarla: CANGALLO 1760. de 17 a 21 hs. Agentes exclusivos para la Argentina ili—i T S.C.A. Lustiges gekonntes Theater