Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2265 (26.4.1968)
- Date
- 1968-04-26
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viente», 26 de Abril de 1966 SEMANA ISRAELITA Añe XXIX. — N* 21«S — 5 Das Tauziehen in Mittelost Nach zwanzig und mehr Jahren dauernder Konflikte in Mittelost müsste es doch schon möglich sein, sich über diö Kräfteverhältnisse eine klare Vorstellung zu machen. Aber man wird bereits beim Beginn einer solchen Analyse die überraschende Feststellung zu treffe?» haben, dass hier, in dieser uralten Wetterzone der Weltgeschichte, die Erkenntnisse von heute bereits morgen überholt sind, und was für den morgigen Tag gelten mag. übermorgen schon i über.den Haufen geworfen ist. Wohl nirgends wechseln die Konstellationen so schnell und so wirkungsvoll, wie dort. Alles ist voller Widersprüche, nichts steht mit den Gesetzen der politischen Logik in einem echten Zusammenhang, die Kontraste nehmen trotz allgemeiner Angleichung in allen politischen und sozialen Bezirken, die man sonstwo beobachten mag, hier in Mittelost zu. Gewiss die Grundakteure bleiben, die geographischen Bedingungen Bind die gleichen wie ehedem, die geo-, politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen sind den allgemeinen Tendenzen und Gegebenheiten unterworfen. Der uralte Kampf zwischen dem Norden und dem Süden, die sich um die Landbrücke zwischen den Kontinenten streiten, lauert im Hintergrund, während die Grossmächte auf ihre Stunde warten und das gan ze Gebiet zwischen Euphrat und Nil zum Spielball ihrer weltweiten Interessen ma chen. Die berühmte Berliner Konferenz, auf der sich Disraeli und Bismarck begegneten, stand vor ähnlich-gelagerten Problemen wie diejenigen, die noch immer ungelöst bueben. Seit dem Zweiten Weltkrieg haben die alten und die neuen Weltmächte, zu denen si~h das Rote China gesellt hat, immer wieder den Versuch gemacht, in gemeinsamen Anstrengungen gegeneinander zu arbeiten, nicht nur innerhalt der westlichen, sondern gleichermaßen innerhalb der östlichen Front. Die Paradoxie der Ausdrucksweise entspricht den wirklichen Situationen von B. B. SAMUEL Die Ausschaltung Frankreichs, das dieses Gebiet stets als seine besondere Einfluss-Sphäre betrachtet hat, 'begann bereits im Zweiter. Weltkrieg durch die un- Freiwillige Helfer München. — 33 jugendliche Helfer sind vor kurzem von München nach Tel Aviv abgeflogen. Die von den internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten zusammengestellte Gruppe will acht Wochen lang freiwillig in Jerusalem bei der Beseitigung von Zivilschutzanlagen, der Wiederherstellung der Universität und der Pflege von transjordanischen Flüchtlingen helfen. (AWZ) Israels Flelte wird greesser Israels Flotte wird schon in allernächster Zeit durch modernste Schiffe vergrössert werden und damit sowohl an Schlagkraft wie ayi Kampfstärke zunehmen, sagte Israels Ministerpräsident Levy Eshkol vor Marineoffizieren bei einem kürzlichen Flottenbesuch. Er fügte hinzu: „Die jüngsten Ereignisse haben uns gelehrt, dass es keine Grenze gibt, die wir ohne Verteidigung lassen dürfen.** ] geschickten Dispositionen Vichys. Der Konflikt im Mandatsland Palästina war der äussere Anlass für die Amerikaner, ihre englischen Alliierten zu eliminieren. Die dauernden Spannungen im Mittelost bis zur Schaffung des Staates Israel boten den Russen die grosse Chance, den alten imperia listischen Traum der Zaren, ans Mittelmeer vorzustossen und im Orient Fuss zu fassen, endlich zu realisieren. Um die Amerikaner nicht allein die Früchte einer einzigartigen Konstellation ernten zu lassen, erkannte Stalin kurz nach Trum an den Staat Israel an, den er nach seinen Intentionen zu dirigieren hoffte. Als die politische Entwicklung gegen die Russen ' arbeitete, setzte Moskau alles auf eine Karte und sties sich das Eingangstor in Alexandrien auf, paktierte mit einer faschistischen Diktatur, in der die Kommunisten unterdrückt waren und bis heute trotz der Freundschaft mit der Sowjetunion verfolgt werden. Dann trat Israel als neue Macht im mittelöstlicher. Raum auf, dessen Gründung zwar eine Zweidrittelmeerheit der UN beschlossen hatte. von dem aber Amerika wie Russland erwarteten, dass es zu schwach sein werde, um ihren politischen Wünschen zu widerstehen. Trotz seineRidamaligen völligen aussenpolitischen Isolierung, trotz Wirtschaftskrise und Hungers hatte Israel unter der genialen Führung Ben Gurions den Mut, den unberechtigten Wünschen der Eisenhower-Dulles-Regierung zu trotzen, und ha*te es die Kraft, erfolgreichen Widerstand zu leisten. In drei Kriegen musste sich Israel gegen die Umklammerung der arabischen Feindstaaten wehren, in drei Kriegen hat es trotz der Gleichgültigkeit, des Verrates oder der offenen Gegnerschaft der Grossmächte militärisch gesiegt. Um die Früchte des Sinai-Feldzuges haben die „Verbündeten“ Israels, England und Frankreich, den jungen jüdischen Staat gebracht, deren ungeschicktes Eingreifen ihre egozentrischen Ziele offenbarte, und die sich erst Israel anschlosßen, als die Si nai-Halbiosel besetzt war Ui»d Israels Truppen am Suezkanal standen. Das war das Signal!ür dii Russen, offen gegen Israel Position zu 'beziehen, wobei wei.iger Israel als die westlichen Mächte gemeint waren. Da auch Washington dieser Situation nicht ge wachsen war und durch Nachgeben gegenüber Russland auf Kosten Israels den Kreml zu beschwichtigen suchte, was selbstverständlich fehlschlug, vermochten die Erben der Zaren zur einflussreichsten Macht im Mittelosten zu werden und die gesamte Mittelmeer-Position des Westens zu erschüttern. Als vor einem Jahr Aegypten die Stunde für gekommen hielt, Israel durch Einkreisung zu erdrosseln, sahen die WeRmächte und die Vereinten Nationen wiederum untätig zu, wandten sie einmal mehr untaugliche Mittel zum untauglicher. Versuch an, die Lage durch eine Verständigungspolitik zu meistern und einen kriegerischen Konflikt zu vermeiden, Nur der Tatkraft Israels und der hingebungsvollen Entschlossenheit seiner Führung und seiner Bevölkerung war das Misslingen der arabischen Pläne und der Hoffnungen ihrer Hintermänner zu verdanken. Aber der Frieden wurde nicht erreicht. Israel, dessen Vormarsch auf alle arabischen Hauptstädte unaufhaltbar war, glaubte erneut daran, dass die UN und die sie tragenden Gcoasmächte nunmehr den Frieden herbeiführen würden. Diese Annahme war falsch. Sie war ein Irrtum. Sie hat Israel um die Erfolge des Sechstagekrieges gebracht, weil die Amerikaner wiederum schwach und durch ihr eigenes Engagement in Vietnam beschäftigt waren. Die de laulle-Regierung witterte eine Chance, auf einem Umwege zu neuem Einfluss im Mittelosten zu gelangen und nahm einen völligen Stellungswechsel vor, bis heute obwohl inzwischen Zeit genug war, um einzusehen dass auch diese Spekulation de Gaulles ein Fehlschlag wsr. Der Stellungskrieg hält an. Die Araber versuchen durch eine Zermürbungstaktik Israel zum Nachgeben zu veranlassen. Israel reagiert nur in lokalem Masstab auf die arabischen Provokationen am Jordan. Warum löscht es nicht Transjordanien von der politischen Landkarte, wozu reichlich Grund vorhanden wäre und was im Rahmen der Möglichkeiten liegen würde? Israel befürchtet auch keinen neuen Krieg, mit dem Nasser ohnehin wiederum unverhohlen und — von keinem gerügt — droht. Die Annahme liegt nahe, dass die Amerikaner gegen ein Verschwinden des husseinischen Königreiches eingestellt sind, das man trotz seiner Gebundenheit an Aegypten noch nicht als sowjetischen Satelliten bezeichnen kann. Eine ähnliche Konstellation finden wir am Suezkana» Der Westen ist offensichtlich nicht daran interessiert, dass der Kanal geöffnet wird. Wenn Nasser erklärt, der Kanal bleibt geschlossen, so ist das eine der vielen bei ihm üblichen Spiegelfechtereien, durch die er seine eigene Ohnmacht zu verschleiern bemüht ist. Denn er dürfte der letzte Staatsmann der vielen sein, cLe hier mitzureden haben, von dessen Entscheidung die Wiedereröffnung des Kanals abhängt. Es ist durchaus nicht ausgeschlossen, dass es hinter den Kulissen Vereinbarungen zwischen den USA und dem Kreml gibt, die diese Frage vorerst nicht zu lösen wünschen. Hierdurch wird Israels Situation zu gleicher Zeit erleichtert und erschwert. Der für. alle mittel östlichen Läa- Japanischer Boykott gegen Israel New York. — Die „New York Times“ infermiert aus Tokio, dass japanische Firmen sich am antiisraelischen Boykott beteiligen. Zumindest ein grosses nordamerikanisches Unternehmen ersuchte das Ministerium für internationalen Handel und Industrie um diesbezügliche Auskünfte, nachdem sich verschiedene bedeutende japanische Firmen geweigert haben, Aufträge für Israel auszuführen oder Waren auf israelischen Schiffen zu verladen. Die Antwort lautete, dass die Firmen nach eigenem Ermessen handeln würden. Zu den am antiisraelischea Boykott beteiligten Handelshäuser gehöre» Toshiba, die elektrische Artikel fabrizieren, Mitsubishi ein grosser Trust, Teyota und Honda. Hersteller von Motoren für Kraftwagen, und die Metallfabrik Simitono. Es liegen Schreiben japanischer Unternehme« a« israelische Firmen vor, in denen es heisst, die Aufträge müssten wegen ihrer möglichen Wirkung auf die arabischen Kunden abgelehnt werden. (ITA) der, auch für Israel, so wichtige und notwendige Frieden wisd hinausgezögert, aber er wird doch kommen, weil <rotz allen Unrechts ringsum in unserer Geschichte letztlich doch das Recht triumphiert hat. Deswegen ist Israel zuversichtlieh, und es kann es heute auch sein, nachdem es im Laufe der letzten Jahre innerlich viel stärker als vordem geworden ist. NEUBERGER Hnos. CANGALLO 2481 (Once) Cosa Central) RIVADAVIA 17217 (Haedo) SARSFIELD 1081 (Barracas) MATERIALES DE CONSTRUCCION — AZULEJOS — SANITARIOS — AMUEBLAMIENTOS PARA COCINA c< ZURICH »» HELVETIA ARGENTINA SOGCQAO AMONrtM Oí SEGUROS COMPAÑIA DE SEGUROS ¿ume** - AGENTES ¡GENERALES para ia REPUBLICA ARGENT NA «ECONOMISTA 359 SUEÑOS AIRES TEL 96-07T6 - 0865 - 1037 - 1115 -?36S Adhesión al XX aniversario de la independencia del Estado de Israel iSRAel Discount BAnk Ltó, Gasa Matriz: Yehuda Halevi 27/29 TEL AVIV — ISRAEL 112 Sucursales en Udo el país Red internacional de bancos afiliados Sucursal de New York: 511 Fifth Ave, New York 17 N. Y, Autorizada por el Superintendente de Bancos del Estado de Mow York Servidos que brinda la Casa Mofea y Sucursal de New York: Cuentas corrientes de funcionamiento económico — Préstamos comercióle s — Servicios bañe arios comerciales domés_ ticos e internacionales — Cartas de Viajero para todas las partes del mnn do — Depósitos de Ttítulos en Custodia Cobro de Dividendos Representante: I. CARASSO INFORMES: FLORIDA 683 - P. 6* — 8nene$ Aires Teléfonos: 392-0133/0627