Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2263 (12.4.1968)
- Date
- 1968-04-12
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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gábade, 13 de Abril de 1968 SEMANA ISRAELITA A fío XXIX. — N* 2163 — 5 Ereignisse der Woche A US G R A B UN G (Fortsetzung der Ereigm'sse der Woche von Seite 4) alle damit im Zusammenhang stehenden Fragen geklärt worden sind. Hier etiessen zwei verschiedene Standpunkte aufeinander, die sich aus den verschiedenen Standorten (Düsseldorf und Buenos Aires) ergeben. Wo die Wahrheit zu suchen ist und tabsächlich liegt, wird vielleicht später oder auch niemals mit Sicherheit geklärt werden können. Jedenfalls konnten wir alle, Juden wie nichtjüdische Journalisten und Politiker in Hermann Lewy einen Mann kennen lernen, der seine Gedanken und Berichte in einer angenehmen und würdigen Form zu vertreten weiss. Jom Haazmauth-Feiern Die Feiern zum 20. Jahrestag der israelischen Unabhängigkeit werden in allen Teilen und Kreisen des argentinischen Judentums emsig vorbereitet. Unter den vielen zentralen Veranstaltungen, die vom Comité der zentralen Organisationen aus diesem Anlass abgehalten werden, seien Ausstellungen und künstlerische Darbietungen erwähnt, die einer engeren Verbindung zwischen Itsrael und Argentinien dienen. Auf die grosse Kundgebung, die im Lunapark stattfinden wird, und auf der die frühere israelische Aussenministerin, Frau GOLD^ MEIR, das Wort ergreifen soll, wurde bereits hingewiesen. Auch in unserem Sektor werden einige Feiern stattfinden, eine in Bet Israel, veranstaltet von einer Reihe von Organisationen, die dieses Fest gemeinsam begehen wollen, und eine in der NCI. Ob noch weitere derartige Veranstaltungen durchgeführt werden, war bis Redaktionsschluse nicht bekannt. Hetze der Arabischen Liga Auf der allmonatlichen Versammlung der Exekuti ve der DAIA berichtete Herr Herzl Gesang in seiner Eigenschaft als Sekretär über den Gang der Vorbereitungen für die Grosskundgebung zum Andenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto, die an diesem 25. Jahrestag als Protest gegen den Nazismus gestaltet werden soll. Die Anwesenheit von Tzivia Lubetkin, der ein lebendes Symbol dieses heroischen Kampfes ist, wird der Ausdruck für die Entschlossenheit der jüdischen Gemeinschaft sein, ein Wiederaufleben des Antisemitismus unmöglich zu machen Ferner wurde bekannt gegeben, dass die Territorialkonvention der DAIA an einem noch zu bestimmenden Ort am 9. Juli stattfinden wird. Auch über die bei be hördlichen Stellen unternommenen Schritte wurde berichtet, damit die Militärdienst leistenden Juden und jüdischen Schüler an den Pessachtagen beurlaubt werden. Die Exekutive billigtreinstimmig den von dem Jüdischen Verband der Opfer nazistischer Verfolgungen beantragten Anschluss zu seiner endgültigen Annahme an die Generalversammlung der Delegierten zu überweisen. Seiner Uebersicht übei die dem Feßtcomite für die Feiern zum 20. Unabhängig keitstag Israels übertragenen Aufgaben fügte Herr Ge sang die Empfehlung hinzu, Blick in die Welt ven HAROLD SCHWARCZ von einer ungebührlichen Belastung der nichtjüdischer; Presse mit Informationen über die von den Institutionen veranstalteten Feiern abzusehen, da ein Uebermass nur eine gegenteilige Wirkung haben könne. Dr. Isaac Goldenberg äu sserte Besorgnis über die von der Arabischen Liga in Argentinien betriebene Propaganda, die vermuten lässt, dass diese Liga eine Kampagne vorbereitet, zu der ihr ein technisch perfekter Apparat und genügende Mittel zur Verfügung stehen. E1: betonte, dass es unerlässlich sei, diesem Vorhaben mit einem geeigneten Aktionsplan zu begegnen und die Kräfte der Gemeinschaft zu einen statt sie zu zerstreuen. Auch sei es notwendig, für einen finanziellen Rückhalt zu sorgen, damit das Unternehmen nicht durch Mangel an Geldmitteln behindert wird, da die Arabische Liga mit Mitteln aus unbekannten Quellen versorgt wird, die ihr in einem bisher noch nicht dagewesenen Ausmass zufliessen. Diesen Ausführungen fügte Ing. Moisés Daien hinzu, daßs die Lage eingehend geprüft werden müsse, da viele Elemente ausgewertet werden könnten, die den Wunsch hegen, die jüdische Sache tatkräftig zu unterstützen. Gast aus Israel Der bekannte zionistische Führer, Herr Mosche Kitron, der Jahre hindurch In unserem Kreis eine verdienstvolle Tätigkeit innerhalb unserer zionistischen und gesellschaftlichen Institutionen entfaltet hat, kam zu Besuch nach Buenos Aires. Seit seiner Niederlassung in Israel hat Herr Kitron an den verschiedenen Aktivitäten des israelischen öffentlichen Lebens Anteil gerommen. Er widmete seine besondere Aufmerksamkeit der Aufgabe, den aus Lateinamerika kommenden Einwanderern ihre Integrie- F \ •*,; > Prof. Mazar, der auf unserem Bild zu sehen ist, leitet die Ausgrabungen, die gegenwärtig an der Südmauer des vor 2.006 Jahren von den Römern zerstörten Tempels unternommen werden. Die Archäologen beabsichtigen, die ganze Mauer freizulegen, die bis zur Hälfte von Erde bedeckt ist, welche sich im Laufe der Jahrhunderte auf gehäuft hat. Später will man dann in einer zweiten Etappe die Ausgrabungen vertiefen, um bis zu der alten Stadt Davids zu gelangen, womit der Traum vieler Generationen seine Verwirklichung finden wird. rung in die produktive Sphäre Israels zu erleichtern und wirkte als Leiter der Lateinamerikanischen Organisation in Iisrael. Während seines Aufenthaltes in Argentinien wird Mosche Kitron bemüht sein, die Aufgabe der „Freunde der Histadrut“ zu fördern und durch Vorträge und auf verschiedenen Versammlunge" über das Werk und die Bedeutung der israelischen Arbeiterzentrale auf allen Gebieten des konstruktiven Schaffens in Israel berichten. Monument Amsterdam. — In der Stadt Edam wurde von oer Stadtverwaltung zum Andenken an die jüdischen Bewohner, die alle deportiert wurden, ein Monumert errichtet. Nur einige wc ige „uden haben die Lager ü erlebt und sind zurückgekommen. Die Dringlichkeitskampagne 1968 teiit mit: j 20 JAHRE ISRAEL bedeuten eine Verpflichtung für das jüdische Volk überall. Unsere Men sehen mü-ßen verstehen dass auch dieses Jah. 1988 ein Jahr der Dring lichkeit für den . Frie den ist. Israel hat sofort nach dem ßiegreichen 6 Tage-Krieg seinen Nachbarn die Hand zum Frie den ausgestreckt, abeimmer nur und bis heutr noch ein Nein! als Antwort bekommen! Seien wir uns alle bewusst, so wie wür es im Juni 1987 verstanden ha ben; das jüdische Volk ist e i n Volk! So appellieren wir an alle, an jung und alt, in dienern Jahr nicht in den Anstrengungen nachzulassen und der Dringlichkeitskampagne eine höhe re Selbstbesteuerung als im Voijahr zukommen zu lassen! Der zentraleuropäisch.. Sektor hat einmütig beschlossen, den Mona; Mai, in dem Israel seinen 20. Jahrestag begeht zum Monat der Solidari tät zu proklamieren. Alle Institutionen werden ihre Mitglieder aufrufen — wie im vergangenen Jahr — spontan bei denselben Stellen W’ie 1967 ihre Selbstbesteuerung zu entrichten. Eine gewaltige Dringlichkeits-Kampagne soll nicht nur unser ,,Ge burtstagsgecchenk“, sondern unsere Antwmrt ar. die unversöhnlichen Feinde darstellen. DIE BEMUEHUNGEN um einen Frieden in Vietnam sind nach allgemeiner Auffassung in ein entscheidendes Stadium getreten. — DIE STUDENTEN-Unruhen in Brasilien haben an Heftigkeit zugenommen. — IN POLEN hat ein neuer Kampf um die Macht eingesetzt. — IN DER CSR IST es im Zuge der Regime-Aenderung zu einem tiefgehenden Wechsel in allen Aemtern gekommen. — MARSCHALL GRECHKO, der sowjetische Verteidigungsminister, ist nach Rücksprache mit Nasser und an - deren arabischen Stabschefs nach Moskau zurückgekehrt. BARRIENTOS, Präsident Bolivienß, beschuldigte Fidel Castro, den er für die Untergrundbewegung in Bolivien verantwortlich machte. — DIE ERMORDUNG des Nobelpreisträgers Dr. Mar tin Luther King hat in der ganzen Welt grösste Bestürzung hervorgerufen. — EXPRAESIDENT Novotny kritisierte sich nach kommunistischem Muster selbst vor der tschechischen KP. MICHAEL STEWART, der neue englische Aussenminister, reiste zu Besprechungen mit Sowjet-Aussenminister Gromyko nach Moskau. — ZIVILCOURAGE bewies ein hoher Gewerkschaftsfunk tionär in Madrid, der im Gerichtssaal „Es lebe die Freiheit“ und „Nieder mit der Diktatur“ schrie... — ERNST BENDA, berliner Rechtsanwalt, 43 Jahre alt, entschiedener Antinazi, wurde zum neuen deutschen Innenminister ernannt. — RUSSLAND unterstützt den Vorschlag Hanois zu direkten Friedensverhandlungen mit den Amerikanern. — DIE ROTEN Chinesen ßollen nach einer moskauer Meldung ein sowjetisches Schiff angegriffen haben. — MARCO A. ROBLES ist der legale Präsident Panamas, wie der Oberste Gerichtshof gegen die Abgeordnetenkammer entschied. — UN-GENERALsekretär U Thant äusserte ßich optimistisch über die Aussichten eines Friedens in Vietnam. — ABER DIE INTENSITAET der Kriegshandlungen in Nord- und Südvietnam hat noch nicht nachgelassen. — PIERRE BILLOTTE, französißcher Kolonialminister, bestritt, dass die französischen Besitzungen im Karibischen Meer ihre Selbstständigkeit erhalten würden. — SOWJETISCHE Schiffe werden in Zukunft auch auf dem Indischen Ozean patrouillieren, was angeblich in einem Abkommen mit Indien festgelegt wurde. — DIE MINISTERKRISE im Libanon konnte noch nicht behoben werden. — ROBERT S. McNAMARA, Ex-Verteidigungßminister der USA, übernahm die Präsidentschaft der Weltbank. — isragL Discount iwik Ltö, Casa Matriz: Yehuda Halevi 27/23 TEL AVSV — ISRAEL 112 Sucursales en todo el país Red internacional de bancos afiliadc Servicios que brinda la Casa Matriz v Sucursal de New York: Cuentas corrientes de funcionamienh económico — Préstamos comerciales -- Servicios bancarios comerciales domés. ticos e internacionales — Cartas de Viajero para todas las partes del mun. do — Depósitos de Ttítulos en Custodia Cobro de Dividendos Sucursal de New York: 511 Fifth Ave, New York 17 N. Y. Representante : I. CARASS0 Autorizada por el Superintendente de Bancos del Estado de New York INFORMES: FLORIDA 683 - P. 6? — Buenos Aires Teléfonos: 392-0133/0627