Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2256 (16.2.1968)
- Date
- 1968-02-16
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/9616703-9616177-9616223--5106-9616230- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Buenos Aires 3× ep/1047860
- André Neher 1× ep/1022789
- Baal Shem Tov 1× ep/1002709
- Casablanca 1× ep/1044330
- Chaim Weizmann 1× ep/1009290
- Idan Vered 1× ep/1004975
- Israel Brodie 1× ep/1002557
- Josef Fränkel 1× ep/2257538
- Maimonides 1× ep/1002614
- Nahum Goldmann 1× ep/1009262
- Richard Feder 1× ep/1035342
- Stefan Zweig 1× ep/1025800
- Walther Rathenau 1× ep/1025499
OCR text
SEMANA ISRAELITA Año XXIX. — N® 225« ~ 7 ^“achrichti d«s Z ,18 m V" Banf'eld ’^Kochba VBet Israe , ‘“es m i!ad israelita est des 15 a ‘a wird, l.blttea um ■ ll?ung der treffenden a dieser; ireiwiUigea le* KKi. „„ uche m üaseros 1450'T < 5 Mitteilung Sekretariats: i Februar ist unser Bii- M 14.30 bis 19 Uhr ge- —:o:~ iBzi ß*ame bei ienheit Jas s^idarität srael iw „Bosque hde- -nei| Argentino“. edito Ltda. NES A VEBNES 12—15 HORAS I A 0 Z 2854 . E. 11-9059 3ER Uebenreímní ihen H *»,len!» KL ,,, »/* ,,,«/»lM' ,,,«■/» 0,‘ i Viernes, I« de Febrero de 1968 Es gibt in Casablanca wohl keinen einzigen Juden, der nicht an die Auswanderung denkt. Jeder versucht, seine Habe zu liquidieren. Unter dem Schutz der Regierung kann dies »och einige Zeit gehen, wenn aber die Regierung durch die Opposition zu einer Aenderung ihrer Haltung veranlasst wird, kann die Welle der Auswanderung rasch ansteigen. Die Istiqlal- Partei der Opposition ist eine rechtsstehende Gruppe mit religiöser Basis. Sie kündigte eine Boykottliste an. Nur dies allein führte dazu, dass zahlreiche Geschäfte und Inhaber liberaler Berufe boykottiert wurden, darunter viele solche, welche eine arabisch-jüdische Zusammenarbeit in Marokko befürwortet haben. Die Rechnungen werden nicbt mehr bezahlt, und die Klienten der Zahnärzte, Aerzte und Anwälte gehen anderswohin. ¡Ttrrorisf gesteht Tel Aviv. — Eine jüdische Schule in Damaskus, die Von den syrischen Behörden konfisziert worden ist, wird als Werbebüro und Schulungsstätte von der El-Fataeh-Organisation benutzt, die Terroristen nach Israel entsendet. Dies enthüllte vor einem Militärgericht in Jenin ein gefangener 19jähriger El- Fatach-Terrorist, Muhamed Achmed Sallah, der zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt Wurde. (ITA) Aber auch von der Linken und von den Liberalen drohen Gefahren. Eine Demonstration der linksgerichteten Organisationen in Casablanca wurde von der Polizei verboten. Diese Gruppen übernehmen nicht nur die Schlagworte vom israelischen und westlichen Imperialismus, sondern verlangen auch, dass die Tätigkeit von Joint, ORT, Alliance Israelite und der Lubawitscher Chassidim eingestellt wird. ln Casablanca wird die Meinung ausgesprochen, dass diese Aktionen von China, Algerien oder Sowjetrussland finanziert werden, die in Wirklichkeit Amerika meinen, aber die Juden treffen. Geschaffen wurde damit eine Art Apartheid gegen die Juden, die auch die Unterbrechung jeden gesellschaftlichen Verkehrs von Marokkanern mit Juden mit sich bringt. Die Regierung ist bemüht, diesen Kräften entgegenzuwirken. Sie verurteilte den Boykott, sie verhaftete den Generalsekretär der Arbeiter-Föderation und stellte sich gegen die Ausbeutung des israelisch-arabischen Konflikts in Marokko selbst. Die Polizei erhielt strenge Anweisungen zum Schtuz der jüdischen Bevölkerung In früheren Zeiten der Spannung erliess die Regierung ein Auswanderungsverbot. Jetzt wurde davon abgesehen. Aber die Hias, welche bisher als Beratungsstelle funktionierte, musste ihre Büros schliessen. BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial unter der Leitung von MARK TURKOW Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Rollansky: SCHOLBM ALEIJEM 2. Natan Gesang: YEHUDA HALEVI 3. Simja Sneh; SCHMU EL IOSEF AGNON 4. león Dujovne: MAIMONIDES B. Nah um Goldmann: TEODORO HERZ2L (Die Hefte 1—5 sind vergriffen) fl. Söhalom Rósenberg: FILON D(E ALEJANDRIA 7. Eugen Relgie: STEFAN ZWEIG fl. David Elnecavé: JEREMIAS 8. León Dujovne: MOISES HESS 10. Jaime Barylko; ISAIAS 11. Josef Fraenkel: NAHUM GOLDMANN 12. Hessel Klepfisz: BAAL SCHEM TOV 13. Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK 14. Jaime Barylko: DAVID, Rey de Israel 15 Hardi Swarsensky: WALTHER RATHENAU 16. Heriberto Haber: JONAS 17 León Dujovne: HHEL ZEITLIN 18: Jaime Barylko: JOSUE 19. Sofia Erlich-Dubnow: SIMON DUBNOW IN VORBEREITUNG u. a. Jaime Finkelsztejn: BER BOROCHOW Luis Karduner: MENDELE MOIJER SFORIM Sion Col er ¿mach: BEN GURION Itzhak Harkavi: MOSHE SHARETT Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1 Menajem Boreisho: LA HISTORIA DEL IDISCH 2. Teodoro Herzl: EL PRIMER CONGRESO SIONISTA (Diese beiden Hefte sind vergriffen) 3 Abraham Platkin: LA HISTORIA DEL HEBREO 4 Simja Sneh: HISTORIA DE UN EXTERMINIO 5. Shaiom Rosenberg: BREVE HISTOR1* JERUSALEM 6 Chaim Weizmann: HISTORIA DE LA DECLA¬ RACION BALFOUR 7 PAUL WARSZAWSKI: HISTORIA DE LA PAR¬ TICION DE PALESTINA IN VORBEREITUNG u. a. León Dujovne: LA CONCEPCION DE DIOS EN LA BIBLIA Miguel Smllg-Benario: LA LEYENDA DEL CRIMEN RITUAL Jaime Baryleo: LOS SALMOS Bestellungen an das Büro des CONGRESO JUDIO MUNDIAL Avda. CORRIENTES 1979 — BUENOS AIRES -L m Im Westuferbezirt sind Sabotageakte arabischer Terrori sten an der Tagesordnung. Unser Bild zeigt einen »sraeii sehen Soldaten, der auf einer Patrouille eine von Infiltranten gelegte Mine gefunden hat und nun entschärft. Ein Bericht aas Prag Die an tizion ist.isehe Kampagne der Tschechoslowakei treibt weiterhin antisemitische Blüten. Der Prager Eres ehungsminister Jiri Hajek zeichnete vor einigen Wochen den Ministerialerlass Nr. KGT143-Z. der ausdrücklich die 1000-Jahr-Feiern der jüdischen Gemeinden in der Tschechoslowakei verbietet. Die Geschichte der jiidisehen Gemeinden in der Tschechoslowakei geht bis in das frühe Mittelalter zurück. Der erste schriftliche Hinweis auf das Bestehen einer jüdischen Gemeinde auf dem Boden der Tschechoslowakei stammt aus dem Jahre 968. Deshalb planten die in der Tschechoslowakei lebenden Juden, ihr Millennium zu feiern — wofür allerdings die behördliche Genehmigung nötig war. Das Gesuch an das Kultur- und Erziehungministerium wurde von den Vertretern der Prager Gemeinde schon im April 1967 eingereicht und dessen Empfang am 12. Mai bestätigt. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Prag und Jerusalem anlässlich des arabisch-i6rae. lischen Konflikts im Juni verzögerte — unbegreiflicherweise — die Genehmigung. Um mit den Vorberei. tungen jedoch zu beginnen, traf sich eine Delegation von sechzehn Vertretern der jüdischen Gemeinde unter der Führung von Oberrabbiner Dr. Richard Feder im Juni 1967 mit dem Erziehungsminister Jiri Hajek, mit dem auch die Pläne für die Millennium - Feiern besprochen wurden. Gleichzeitig mit dem Millennium sollte auch de/ 700. Jahrestag der Erbauung der Alt-Neuschule gefeiert werden. Minister Hajek versicherte dem Führer der Delegation, dass der Abbruch der diplomatischen Beziehun. gen keine Auswirkung für die Entscheidungen des Mi- Weltkonferenz Jerusalem. — Im Januar tagte in Jerusalem die Weltkonferenz der sefardischen und aschkenasischen Synagogenverbände orthodoxer Richtung. Aus den Vereinigten Staaten kam eine Delegation von einigen Hundert Delegierten, darunter die Präsidenten der Union de» orthodoxen Gemeinden, von „Young Israel“ und des Rabbinischen Rates. Aus England waren unter Leitung von Rabbi Dr. Israel Brodie, Chief-Rabbi Dr. Ja~ kobovits und Chacham Dr. S. Gaon 200 Delegierte anwesend. Frankreich entsandte 80 Delegierte unter Führung von Oberrabbiner Jacob Kaplan. Spanien. Italien, Belgien, die Deutsche Bundesrepublik, Australien, Indien, Südamerika und die skandinavischen Länder schickten ebenfalls ihre Vertreter. nisteriums auf die jüdische Gemeinde haben werde; diese werde weiterhin das Wohlwollen der Behörden gemessen, Aufgrund dieser Besprechung waren die Vorbereitungen im Gang. Der Mini6terialbeschluss, efer die Feiern verbietet, ist _ wie aus gut informierten Kreisen in Prag und in Bratislava berichtet wird — nach einer zwei stunden dauernden Besprechung zwischen dem ägyptischen Botschafter in präg und dem Erziehungsminister Hajek der jüdischen Gemeinde zugestellt worden. Um nicht in den Verdacht zu geraten, jüdische — und damit in den Augen der Araber israelische — Anliegen zu unterstützen, entschlossen sich wohl die Behörden zu dieser drastischen Massnahme. Eine Erklärung des Erziehungsministers Jiri HajeK, dieser Ministerialerlass habe nichts mit Antisemitismus zu tun, sondern falle in den Bereich rein administrativer Verwaltungsmassnahmen, erscheint in einem besonders seltsamen Licht, nachdem die Intervention des ägyptischen Botschafters nicht dementiert wurde. Minister Hajek weigerte sich auch, den Zusammenhang zwischen efem Verbot und den noch immer suspendierten diplomatischen Beziehungen zu Israel in irgendeiner Weise zu kommentieren. Sollte der obengenannte Ministerialerlass nicht oder nur teilweise beachtet werden, drohen den Veranstaltern Kerkerstrafen zwischen drei und siebzehn Jahren. Isra»ls Fussballer in USA New York. — Ueberaus erfolgreich schlug sich Israels Fussball-Nationalmannschaft auf ihrer kürzlichen Tournee in Amerika. In einem Zeitraum von zehn 'lagen bestritt das Team vier Spiele und konnte sämtlich mit einem Gesamtscore von 10; 2 Toren gewinnen. Kein Zwiespalt Paris. — Die Befürchtungen vieler französischer Juden, nach den k'irzlichen Aeusserungen des Präsidenten de Gaulle ihre Sympathie mit Israel kundzutun, beschwichtigte der Vorsitzende der französischen Exekutive des JWK mit der Versicherung, dass kein Zwiespalt zwischen einer solchen doppelten Treue besteht. Prof. André Neher erklärte: „Jene, die von uns die Wahl zwischen Frankreich und. Israel verlangen, bedienen sich der gleichen Hinterlist, mit der die Nazis ihre Opfer zwischen die Wahl zwischen der Mutter und der Gattin stellten. Doppelte Treue ist im Gegenteil eines der höchsten Privilegien der menschlichen Ethik.“ (OJI) Nachrichten aus Israel POLIZEI Die Regierung beschloss die Verlegung des Polizeihauptquartiers von Tel Aviv nach Jerusalem; die Uebersiedlung betrifft 750 Polizeioffiziere und ihre Familien, insgesamt mehr als 2.000 Personen. Z1TRUSFRITECHTE Der Zitrusvermarktungsrat rechnet mi1 dem Export von 19 Millionen Kisten Zitrusfrüchten in der jetzigen Saison. BANANEN Im Jahre 1966 wurden allein nach Griechenland Bananen für 1.250.000 Dollar exportiert, Soya-Oel für 1.107.000 Dollar und synthetische Garne für 829.000 Dollar. EXPORT Der Export israelischer Waren nach der Türkei erreichte im vergangenen Jahr sieben Millionen Dollar, während Israel aus der Türkei Waren im Werte von zehn Millionen Dollar bezog. Der israelische Export bezieht sich in erster Linie auf Phosphate, Farben, chemische Produkte und Garne, während die Einfuhr aus der Türkei Zucker, Tabak, getrocknete Früchte und Fische darstelit. GERINGERE ZINSEN Ab 1. Oktober wurde der Höchstzinnssatz für Anleihen für industrielle Entwicklungszwecke von 12 auf 9 Prozent herabgesetzt. DIAMANTEN 1 Im August betrug der Diamantenexport 11,4 Millionen Dollar gegenüber 12,6 Millionen Dollar im August 1966. MUENZEN UND MEDAILLEN Im letzten Jahr wurden Münzen und Medaillen durch die Regierungsgesellschaft im Werte von 1.3 Millionen Dollar exportiert gegenüber 600.000 Dollar im Vorjahr. IM WESTBEZIRK Die Militärregierung im besetzten Westjordanien beschäftigt jetzt 5.300 Arbeiter. GRAPEFRUECHTE Im letzten Jahr sind 17.000 Tonnen Grapefruchtprodukte nach England exportiert worden, gegenüber 12.000 Tonnen im Vorjahr. Am Sonnabend, den 10. Februar, entschlief in ihrem 91. Lebensjahr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter, Frau Rosa Laboschin geh. Laquer nach einem erfüllen Leben. Die trauernden Hinterbliebenen: EVA SWARSENSKY geb. LABOSCHIN und Di. HARDI SWARSENSKY (z. Zt. in Israel) PAULHEINZ und RUTH LABOSCHIN sowie ihre Enkel JAKOB und VERED LOT AN MIRYAM und YEHUDA ESHEL DAVID und ZIONA LABOSCHIN JUDITH und ILAN KABIRI und Urenkel: KEREN und RON S. ESHEL IBIT KABIRI GIL LOTAN Buenos Aires — Haifa —- Syracuse — Jerusalem Unsere innigstgeliebte, gütige Mutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante, Frau Else Schwarz geh. Benjamin hat uns am 9. Februar 1968 im 78. Lebensjahr nach kurzer, schwerer Krankheit für immer verlassen. Ihr ganzes Leben war mit Liebe und Pflichtbewusstsein ausgefüllt. RUDI M. SCHWARZ LOTTE SCHWARZ geb. GLUECK ELSA SCHWARZ geb. BEHRENDT (London) Die Beisetzung in Tablado hat bereits stattgefunden. Buenos Aires, Blanco Encalada 3225 Dep. 1. Plötzlich und unerwartet verschied am 5. Februar 1968 unser lieber JORGE ARTURO BEKES Die trauernden Hinterbliebenen: \ RUTH BEKES geb. HARF (Gattin)! LADISLAO BEKES u. Frau (Eltern) '! VERONICA CARPENTER (Schwester) ' Rabb. HANNS HARF u. Frau i (Schwiegereltern) 1 MIGUEL u. EVA HARF (Schwäger) •k T* Í J Í