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Jüdische Wochenschau · 1968-02-09 · 2255 (9.2.1968) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2255 (9.2.1968)
Date
1968-02-09
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Ä* Viernefi, » d« Febrero de 1968 SEMANA S K A E L IT A Año L — N® 2255 — 7 «miSEOfEo 0,4 - 1. E. « »SS, 48-SStt ': ^'r Wteo um?.ahlretchc Beteiligung det Mitglieder ' der betreRenden Orgjnig*- tionea bei dieser Gelegenheit. Die freiwilligen Mitarbeiter des KKL werden die i traditionellen blau-weisse« Blümchen überreichen und \wir bitten um ihre weitgehende Unterstützung. iut imn i und Baumdiplomen bei jeder 1 Gelegenheit bitten wir unter \tolgenden Telefon-Nummer» autrugeben: 73-9928 Sra. Weinstein 70-«% Sra. Blumenthal 11-15 Uhr 64-2%5 Sra. Lubaschet 51-52Ö9 ftl. Wertheimer «-%% Sekretariat 48-56» UNSERE TELRGMMME sind in Belgrano jedenat «tätlich bei: „Bet Israel' ' Cramer 2074, T. E. » VERÖPUST - Werner Ro senberg, Monroe 3640, T. E 76-8249. IN FLORIDA „Umroth Ha toi“, Caseins 1450, T E 795-0380. Saciedad Crédito Ltda. LUNES A VIERNES DE 12-15 HORAS ARIOZ 2854 T. E. 71 9059 USER skier Memisng meche» u ville» ingés STAL m/n 1.200,— I:.... m!a Í.200.— í»l¡ mit 300.— ¡, 11 */B ,lt ««*■*** SK5- London — Premierminister Harold Wilson enfhüllte, dass er bei seinen kiirzJicherj Gesprächen mit seinem sowjetischen Kollegen Alexei Kosygin und anderen .Sowjetführern die Frage der Auswanderung der russischen Juden nach Israel aufwarf und eine negative Antwort erhielt. Wilson berichtete über dieses Detail seiner Reise nach Russland in einem Schreiben an Sir Barnett Jänner, Deputierter und Expräsident des Board of Deputies der englischen Juden, mit dem er einen Brief Jänners beantwortete. Sir Barnett hatte Wilson erinnert, dass „einige Familien dank Ihrer Intervention in früheren Jahren wiedervereinigt worden sind“, und den Premierminister gebeten, ihm Einzelheiten über seine kürzlichen Unterhaltung mit Kosygin mitzuteilen In seiner Antwort schrieb Wilson, dass er die von Jänner gestellten Fragen an seine russischen Gesprächspartner richtete und um Informationen über die Behandlung der Juden in Russland, die Versorgung mit. koscherem Fleisch, Mazzot, den Druck jüdischer Bücher etc. ersuchte, jedoch „keinen Wandel in der sowjetischen Position“ leststellen konnte. Er fügte hinzu, seiner Meinung nach seien „diese Themen angesichts der gegenwärtigen gespannten Lage im Mittelosten äusserst heikel“ und er hege weiter die Befürcntung, dass „bei dieser Sachlage geringe Aussichten auf eine Aeuderung bestehen“. (ITA) Von den Juden in Iran Im Jahre li>06 wurden in Fensien die Gleichberechtigung eingeführt, für Juden erst du roh die Aufhebung der Ausnahmegesetze von 1920. Seither sind hier Juden nicht nur auf dem Gebiete des Handels, der Industrie und dem Handwerk. sondern auch In der Verwaltung und in der Arme beschäftigt. Nach dem Zweiten Welt, krieg, in welchem Teheran ein wichtiger Auf fangort für Flüchtlinge aus Osteuropa war, hatten einzelne Juden im Import und Export bedeutende Interessen; 6ie sind auch in der Medizin starte vertreten, in den letzten Jahren hatte die jüdische Bevölkerung einen grossen Anteil am Wachstum und in der Entwicklung der Wirt, schalt. Es gab eine starke Binnenwanderung aus den Ghetti in die grösseren Städte und dann vom südlichen Teil des Landes in den nördlichen. In dien kleineren Orten ist die Lage weniger günstig als in der Hauptstadt Teheran. der Schichtung erhält man bei Betrachtung der' sozialen Lage. Drei bis fünf Prozent gelten al€ sehr leioh, acht bis zehn als reich, 4t) bis 50 Prozen sind in guten finanziellen Verhältnissen, 30 bis 35 Prozent in besehe) ner Posiiton und HrnT* Prozent gehören der armen | Klasse an. Zu Beginn dieses Jahrhunderts, war der Standard der Erziehung dem dtes Cheders ähnlich. Im Ghetto genügte das Lesen des Gebetbuches und des Pentateuch. Die Leh. rer gehörten zu den am schiechtesten bezahlten Berufen. und es konnte nicht Ausbleiben, dass der Bildungsgrad sehr niedrig war. Da« Bild ist heute ganz anders. In den letzten Jahren cutstand ein Netz von Schuten nicht etwa aus eigenen Kräften, sondern durch die Alliance Israeiite Universelle den Ozar Hatora und durch uie Schulen der Ort. Die Budgets stammen in der Hauptsache vom Joint Die f°hule der Alliance wurde 1898 eröffnet. Die An. »kalten stehen unter Auf- V uen aufsteHt. welchem dann Fächer U -tüdischem Wissen und in Hebräisch angehängt wer. den. Die Schulen leiden an m?rieni Mitteln und an jüdischen Lehrern Tk* Öarin Zeigt’ dasÄ *>*öh mehr Schüler in die allla^nt? anmelden ™ f grosse Ve.- lenst der jüdischen Sohu- KTlnder aus dem S-atus dter Unwissenheit her. KTST8?- “ ha**n' gilt für Zehntaueende. »e Alliance führt heute in ®Bhul*n mi» Kinder«, und In sechs WdereB Sehulen werde« 15 150 Kinder .unterrichtet. Ozar Hatora unterrichtet seit 1945 in 11 Schulen Teherans 2 12o Kinder, und in der Provinz erhalten weitere 1.870 eine Ausbildung. Die ORT begann ihre Tätigkeit ebenfalls er6t nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie hatte viele psychologische Schwierigkeiten zu überwinden, weil die Kinder im Handel viel rascher verdienen und zum Haushalt beitragen können. ORT hat 550 Schqüler. Viele jüdische Kinder besuchen die algemeinen Schulen, wo keine Diskriminielung besteht. Schüler, die in die exklusiven Schulen Tehe. rans aufgenommen werden, erhalten keinen jüdischen Unterricht und assimilieren steh rasch. An den Universitäten gibt es 700 jüdische Studenten, zahlreiche sind an amerikanischen und europäischen Universitäten; am Teehnion in Haifa und an der Universität Jerusalem studieren 300, vorzugsweise Medizin, Pharmazeutik und Zahnheil, künde, weil diese für sie am meisten Erfolgsaussichten bieten. In Persien leben heute 80.000 Juden. Grosse Teile der Judenheit sind seit 1948 nach Israel ausgewandert. Eine neue Kelle vom Toten Meer Jerusalem. — Professor Jadin berichtete über die Auffindung einer neuen Rolle vom Toten Meer, mehr -als acht Meter lang, die bisher grösste. Professor Jadin. der von der Existenz der Rolle schon lange wusste. hat sie mehrfach zu erlangen gesucht und sie offenbar bei einem Antiquitätenhändler aufgespürt. Das Dokument ist 2.00t Jahre alt und wurde unter schlechten Bedingungen verwahrt. so dass der natürliche Verfall durch die Zeit noch beschleunigt worden ist. Inhaltlich gliedert sie sich in vier Teile. Ein$r beschreibt gewisse Feste der Qumran-Sekte, die bisher detailliert nicht bekannt waren. Viele Vorschriften über rituelle Unreinheit und Reinigung sind aufgezeichnet. Ferner beschreibt sie den Tempel, seine Struktur und sein Inneres. Da die Beschreibungen nicht mit den bekannten des Jerusalemer Tempels übereinstimmen, ist Prof. Jadin der Auffassung, dass sie sich auf einen zukünftigen Tempel beziehen. Stilistisch fällt die Darstellung in der ersten Person auf. als ob es sich um das direkte Wort Gottes handle. Prof. Jadin schreibt -die Rolle der herodianischen Periode zu. Literarische Notizen Aiis Amsterdam Tn Amsterdam starb der Anwalt und frühere Vize- Präsident des Amsterdamer Obergerichts. Maurits Franken, im Alter von 75 Jahren. Er war Mitglied der Zionistischen Föderation Hollands. Während des Krieges war er lange Jahre in Theresienstadt. Belgische Frauen. Organisation In Antwerpen ist eine Union jüdischer Frauen gegründet worden, unter dem Vorsitz von Eva Fischer, die auch Präsidentin der Wizo ist. Sechs Organisationen. unter ihnen die Frauen des Bne Brif und des Misracbi. sind der Union beigetreten, die sich dem International Council of Jewish Women anschliessen wird. Ben-Zwi. Stipendien Fünf Studenten der H. U. und zwei der Bar-Ilan-Universität erhielten Beiträge für Arbeiten in der Richtung der Forschungen, die der verstorbene Staatspräsident Ben Zwi in den jüdischen Gemeinschaften durchgeführt hal. 80. Geburtstag In New York wurde Walter Mendelssohn, ein Veteran der Kleinkunst, der sich in Berlin seine Sporen verdiente, kürzlich 80 Jahre alt. Viele bekannte Schlager der Vorhitlerzeit entstammten seiner Feder. Ausgrabung in Beer Schewa Eine christliche Gebetsstätte. mit einem dazugehörenden Friedhof aus der byzantinischen Periode, wurde ausgegraben. Man ehrten USA Eshkol Levi Während seines kürzlichen Besuches beim USA.Präsidenten Lyndon B. Johnson wurde der israelische Premierminister als Repräsentant des jüdischen Staates überall mit militärischen Ehren empfangen. Unser Bild zeigt Eshkol beim Abschreiten einer Ehrenkompoqnie in einem amerikanischen Flughafen. hat den Platz bei der Verlegung von Telephonkabeln entdeckt. Das Hauptgebäude, mutmasslich eine Kirche, zeigt Glasmosaiken, wie sie sonst in dem Gebiet nicht gesehen wurden, und farbenreiche Wandfresken. Grosse Quantitäten von Münzen und Geräten wurden gefunden. 90. Geburtstag In New York beging Emil Herz, ehemaliger Chef des Ullstein Buchverlages, seinen 90. Geburtstag. 1903 wurde der junge Doktor der Literaturgeschichte für den Ullstein-Verlag gewon- Blick in die Welt von HAROLD SCHWARC2 IN DAENEMARK wurde eine bürgerlich^ Regierung gebildet, nachdem die Sozialdemokraten lange Jahre an der Macht waren. — ARGENTINIEN erklärte den zuständigen italienischen Stellen die Bereitschaft des Landes. Erdbebengeschädigte aufzunehmen, die Verwandte in Argentinien haben. — Die kommunistische Rebellion in Kambodscha breitet sich aus, trotzdem allen Rebellen mit der Todesstrafe gedroht wurde. — ZU SCHRECKLICHEN Strassenkämpfen ist es in Saigon, der südvietnamesischen Hauptstadt gekommen. DASS PAPST PAUL VI. einen Besuch in Moskau abstatten will, wird bestritten. — DREI EX-PRAESIDENTEN stellen sich in Ecuador zur Präsidentenwahl; Andres F. Cordoba (761, José M. Velasco Ibarra (751 und Camilo Poce Enríquez (561. — DIE TERRORISTEN-Zwischenfälle in Guatemala haben an Intensivtät zugenommen. — ALGIER soll von den Franzosen einen Flottenstützpunkt erhalten haben, der von den Algeriern sofort den Russen zur. Verfügung gestellt worden sein soll. — DIE AMERIKANER wiederholten ihre Bereitschaft mit Nordkorea in Verhandlungen eintreten zu wollen. — RICHARD NIXON, heute 55 Jahre alt. will noch einmal den Versuch machen, als Präsident der USA gewählt zu werden, — ALEXEI Kosygin ist nach seinen Besuchen in Indien und Afghanistan nach Moskau zurückgekehrt. — EIN RUSSISCHER Wissenschaftler hält die Uebertragung des menschlichen Gehirns in absehbarer Zeit für möglich, aber für unmoralisch. — AUS KOLUMBIEN wird eine vernichtende Niederlage der Guerilla-Truppen gemeldet. — PERU WILL in Handelsbeziehungen mit dem Ostblock treten. — JUGOSLAWIEN hat seine diplomatischen Beziehungen mit der Bundesrepublik wieder aufgenommen. — DIE AMERIKANISCHEN Goldreserven haben sich vermindert. — NAURU ist der jüngste und kleinste Staat der Erde, eine kleine Insel im Pazifik, in der Nähe der australischen Küsten, 6.000 Einwohner, davon die Hälfte Eingeborene. — DIE ZENSUR wurde von der griechischen Diktatur auf zehn Tage „probeweise“ aufgehoben .. — DER SUDAN schloss einen Militärvertrag mit der Sowjetunion. — ZWEI STAEMME stiessen Im Norden von Afghanistan zusammen u»d hkiterliessen viele Tote und Verwundete. nen, dem er bis 1933 an gehörte. Unter seiner Aegide entstanden die bekannten ,,Ullsteinbücher“. Vorläufer der Taschenbücher, ferner die 28 bändige Propy- .läen-Kunstgeschichte, die 10 'bändige Weltgeschichte und viele andere berühmte Ausgaben, ln der Emigration schrieb er das Erin, nerungsbuch „Denk ich an Deutschland in der Nacht“, das jetzt von der Philosophical Library in New York in Englisch, unter dem Titel ..Before the Fury — Jews and Germans before Hitler“, herausgebracht wurde. BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial unter der Leitung von MARK TURK0W Co lección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Rollansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang: YEHUDA HALEVI 3. Sim ja Sneh; SCHMUEL IOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 5. Nahum Goldmann TEODORO HERZL (Die Reite 1—5 sind vergriffen) 6. Schalom Rósenberg; FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgts; STEFAN ZWEIG 8. David ElnecaVé JEREMIAS ,9. León Dujovne; MOISES HESS 10. Jaime Baiylko; ISAIAS 11. Josef Fraenkel; NAHUM GOLDMANN 12. Heszel Klepfisz; BAAL SCHEM TOV 13. Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK 14 Jaime Barylko: DAVlD, Rev de Israel 15 Hardi Swarsensky: WALTHER RATHENAU 16 Heriberto Haber; IONAS 17 León Dujovne: HII EL ZEITLIN 18: Jaime Barylko; JOSUE 19 Sofia Eriich-Dubnow; SIMON DUBNOW IN VORBEREITUNG u. a. Jaime Fiikelsztejn: BER BOROCHOW Luis Karriuner: MENDELE MOLJER SFORIM Sion Cohen Imach: BEN GURION Itzhak Harkavi: MOSFiE SHARETT Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1 2 Menajem Boreisho: LA HISTORIA DEL IDISCH Teodoro Herzl; EL PRIMER CONGRESO SIONISTA (Diese beiden Hefte sind vergriffen) 3 Abraham Platkin; LA HISTORIA DEL HEBREO 4 Simja Sneh: HISTORIA DE UN EXTERMINIO 5 Shajom Rosenberg: BREVE HISTORIA DE JERUSALEM 6 Chaim Weizmann: HISTORIA DE LA DECLA¬ RACION BALFOUR 7 PAUL WARSZAWSKI: HISTORIA DE LA PAR TICION DE PALESTINA IN VORBEREITUNG u. a. León Dujovne: LA CONCEPCION DE DIOS EN LA BIBLIA Miguel Smilg-Benario: LA LEYENDA DEL CRIMEN RITUAL Jaime Barylco; LOS SALMOS Bestellungen an das B^re des CONGRESO JUDIO MUNDIAL Avda. CORRIENTES 1979 — BUENOS AIRES

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