Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2254 (2.2.1968)
- Date
- 1968-02-02
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/9616703-9616177-9616205--5088-9616212- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vk>riw*i*, t de Febrero de 1968 SEMANA ISRAELITA Añ© XXIX — N* 2254 — 7 Interessante Publikationen I^a Htstadrut, von N. Malkosh, herausgegeben von der Israelischen Arbeitergewerkschaft. Tel Aviv. Eine kleine Broschüre, die auf wenigen Seiten über die Struktur, die Aufgaben und Arbeiten der Histadrut. der israelischen Arbeiter - Gewerkschaft, in spanischer Sprache informiert. 1 ■ Dejemo6 que . , herausgegeben vom Posse-Verlag In Frankfurt, in spanischer Sprache. — j Der genaue Titel der Publikation lautet: Dejemos que los heehos hablen por si mismos. — Es handelt sich qm eine Zusammenstellung von Material über die Taktik und Technik des russischen Vorgehens in verschiedenen Ländern, das mit Kein Jude, der nicht gerade in Unterfranken gewohnt hat, hätte jemals den Namen des Dorfes Burgpreppach gehört, wenn nicht durch Zusammenwirken verschiedener Faktoren in diesem entlegenen und schwer erreichbaren Dorf ein Distritsrabbinat errichtet worden wäre, das auch für .grössere Gemeinden zuständig war, und wenn nicht 1875 eine Präparandie des jüdischen Lehrerseminars Würzburg hier begründet worden wäre. ln der Zeit zwischen den beiden Kriegen, lohnte es sich wohl, die Beschwerlichkeiten einer Fahrt nach Burgpreppach auf sich zu nehmen, um einen Vorgeschmack von echter Schabbat-Athmosphäre zu bekommen. Die Fahrt war und ist freilich recht beschwerlich. Von der Strecke Schweinfurt-Bamberg geht am Bahnhof Hassfurt eine Nebenstrecke nach Hofheim über Königsberg, aber dann ist man auf die in letzter Zeit häufiger verkehrenden Autobusse angewiesen, um »ach Burgpreppach zu kommen. Man kann auch, wenn man genügend Mitreisende hat, zurück mit Privattaxi die bequemere und schnellere Fahrt zum Schnellzugbahnhof Lichtenfels benützen, die in reizvolle Gegend und zu architektonischen Schönheiten (Schloss Bantz Vierzehnheiligen) über Staffelstein (Heimat von Adam Riese) nach Lichtenfels führt. Bemerkenswert ist noch die schon genannte Kleinstadt Königsberg, die einstmals zu Sachsen-Coburg-Gotha und jetzt zu Uoterfranken gehört, und die im Mittelalter eine Judensiedlung hatte. Burgpreppach ist einstmals bei der vorzüglichen Einteilung Bayerns in Disder Parole der Koexistenz in "Widerspruch steht. — Oomentario: Heft 57 dieser wichtigen Publikation des Instituto JUdio Argentino de Cultura e Informaciön mit Beiträgen von Jacob Neusner über Normen der jüdischen Ethik und änderet! hervorragenden Autoren. Interessant sind die Ausführungen Herbert Habers über seine Uetoer^etzung des Martin Fierro ins Hebräische. — Das Parlament, „Die Woche im Bundeshaus“ herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn Sonderheft vom 10. Januar 1968. — Diese Ausgabe der Wochenzeitung „Das Parlav«n Rabb. Dr. Neufeld triktsrabbinate zum Rabbiuat eines Bezirkes best'irmt worden, dass den wenig verlockenden Namen Grabfeld tat, und in dem noch andere Gemeinden, z. B. Körigsholen, lagen. Das De*-! selbst zählte nur wenige hundert Einwohner, hatte eine kleine Gemeinde von etwa zwanzig jüdischen Familien, die sich wohl grossen Teils vom Viehhandel bescheiden ernährten, bekam aber eine gewisse Lebendigkeit durch die Präpa.randie des Würzburger Seminars, die immerhin durch eine Anzahl junger I.eute das schwache Minian in der kleinen Synagoge auch am Wochentag sicherte, Der jeweilige Distriktsrabbiner war gleichzeitig Leiter der Präparandie. Hier wirkte eine ganze Anzahl streng orthodoxer Rabbiner, die freilich sehr schnell wechselten und ein grösseres Wirkungsfeld suchten. Das Rabbinat wurde etwa 1866 gegründet. Als erster wirkte hier etwa 10 Jahre I. G. Adler; es folgte ihm Abraham Hirsch, der eiste Leiter der Präparand:e. Nach ihm war hier etwa 15 Jahre Dr. Hermann Deutsch, der später das Waisenhaus in Fürth leitete Sem Schwiegersohn, Dr. Sigmund Hanover, kam 1920 als Distriktsrabbiner nach Würzburg und hatte so indiiekt Einfluss auf die Präparandie in Burgpreppach. Wenige Jahre war hier Dr. Sa’omon Emanuel Bamberger, der nach Hanau ging Ihm folgte ca. 15 Jahre Dr. Naftali Cohn, später in Marburg, dann Dr. Abraham Michalski, der Rabbiner der gesetzestreuen Gemeinde in Westfalen mit dem Sitz ment“ widmet ihre 16 Seiten nur dem Thema „Zwanzig Jahre Israel“, mit einer grossen Reihe interessanter Beiträge, Bilder und Zusammenstellungen. Auch die Beilage, die jeder Ausgabe dieser Wochenzeitung beigefügt ist, behandelt „Die Entstehungsgeschichte des Staates Israel“, eine wissenschaftliche Arbeit aus der Feder des Politologen Hans-Helmut Röhring. Es dürfte bemerkenswert sein, dass diese Zeitung zum 20. Jubliäum Israels diese Sondernummer herausgegeben hat. The Baeck Memorial Lee ture, Heft 9 (in englischer Sprächet, eine Arbeit von Gerson D. Cohn über ..Messianic Postures of Ashkenazim and Sephardim“. herausgegeben vom Leo Baeck Institut in New York. — in Recklinghausen gewesen war und schon nach wenigen Jahren als orthodoxer Rabbiner nach Karlsruhe ging. Ihm folgte Dr. Sali Ksinski, der vorher Rabbiner in Zempel'burg, dann Lehrer in Kowno gewesen war, nur vier Jahre blieb und bis zum Ende Lehrer in Berlin war. Vier Jahre war dann Dr. Max Ephraim hier, der als Distriktsrabbiner nach Kissingen ging und in sehr jungen Jahren in Amerika gestorben ist. Als letzter Rabbiner wirkte in Burgpreppach Dr. Saul Munk, der nach Palästina auswanderte, kurze Zeit Rabbiner der Gemeinde Ichud Schiwath Zion in Tel- Aviv war, aber aus gesundheitlichen Gründen schon in jungen Jahren in den Ruhestand treten musste. Musik in Buenos Aires COLON EROEFFNET SOMMERSPIELZEIT Szymsia Bajour spielt Brahms-Violinkonzert Im luftgekühlten Teatro San Mart n begann das Colón seine Sommersaison mit einem Konzert des von Pedro I. Calderón umsichtig dirigierten Philharmonischen Orchesters; wenngleich die Urlaubs-Spuren vielfach hörbar waren, erwies sich der Klang im Allgemeinen recht tonsebön. Im Mittelpunkt des Abends stand das technisch und interpretativ für Solisten und Orchester gleich schwierige Brahms-Violinkonzert op. 77 d-dur. Der einen Grösst eil seiner soliden Ausbildung dem weltberühmten David Oistrach dankende Szymsia Bajour bewältigte den Violinpart nach anfänglicher Nervosität mit beachtlichem Können, zuweilen tief in den Sinn der wundervollen Partitur eindringend; er wurde vom Orchester und seinem Leiter einfühlend begleitet Das mit einer respektvoll gespielten Coriolan-Ouvertüre (Beethoven) eingeleitete Konzert wies im Programm ausserdem noch die für unsere Begriffe veraltete symphonische Dichtung „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“ (Moussorgsky) und die choreographische Dichtung von Maurice Ravel ..La Valse“ auf. Beide Werke erfuhren zu wenig geprobte und daher uneinheitliche Interpretationen. Das zahlreiche Publikum bezeugte seine Zufriedenheit mit anhaltendem Applaus. —|—— Wir betrauern den Tod unseres Mitarbeiters und Freundes, des Herrn URIEL CUKIER der beinahe von den ersten Tagen des Erscheinens der Jüdischen Wochenschau an der Chef unserer Expedition gewesen ist. Wir werden diesem freundlichen und hilfsbereiten Mensehen, der ein Vorbild für seine Familie an -Pflichterfüllung und der Treue zu seinen Freunden und zu seiner Arbeit war, stets ein ehrendes Adenken bewahren. | Dr. HARDI SWARSENSKY I zugleich im Namen aller Mitarbeiter 1 der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU j Curt B. M Weissstein Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ ENGLANDS PREMIER, Harold Wilson, hatte mit Alexei Kos.vgin Besprechungen in Moskau, die ohne weitere Folgen blieben. — DIE AMERIKANER lanzierten eine neue Mondsonde. — GENERAL MIGUEL Angel Paulino, engster Mitarbeiter des einstigen Diktators von Santo Domingo, Rafael L. Trujillo, wurde ermordet. — ABGEORDNETER Francis Sanford. zog sich von den De Gaullisten aus der Französischen Nationalversammlung zurück, sodass diese damit ihre absolute Mehrheit verloren haben. — Der Prozess, der in Kairo gegen einige „Verräter“ geführt wird, umfasst eine Anklage von 54 Personen. — GETEILTE Auffassungen wurden über die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Kolumbien und Russland geäussert. — DER APPELLATIONSHOF in Athen verringerte die gegen den Komponisten Mikis Tbeodorakis verhängte Strafe auf zwei Jahre. — BEI EINEM kommunistischen Ueberfall in Seul (Südkorea) waren viele Tote zu beklagen. _ AUS GUATEMALA wird die Normalisierung der Lage gemeldet. — DIE JUENGSTE Weltkrise wurde durch das Aufbringen eines USA-Kriegsschiffes durch nordkoreanische Streitkräfte ausgelöst. — NGUYEN VAN THIEU, der Präsident Südvietnams, forderte die Kommunisten zur Einstellung der Feindseligkeiten auf. — DIE RUECKKEHR des Königs Konstantin nach Griechenland rückt in weite Ferne. — KOSYGIN besuchte Indira Gandhi in New Delhi, wo er den Marschall Tito bereits antraf. — DER FUENFTE Jahrestag des französich-deutschen Freundschaftsbündnisses wurde feierlich begangen. — „ANTI-CASTRISTEN“ verübten Bombenattentate in Miami. — SPANISCHE Studenten organisierten einen Proteststreik gegen die Schliessung von Fakultäten. — RADIOAKTIVE Spuren wurden nach dem Absturz des USA-H-Bombers über Grönland in der Nähe von Thule festgestellt. — GEGEN DEN katholischen Erzbischof in Glasgow demonstrierten einige Dutzend Protestanten, als er in der protestantischen Kirche als Gast sprach. — MEHR ALS 300 Studenten hörten in einer Geheimsendung in Barcelona die Stimmen von Trotzky, Stalin, Krutschew, Breshnev und Kosygin .. — DEM NEUEN Abrüstungsplan, der in Genf bekannt gegeben wurde, stimmten als erste Kanada, England und die CSR zu. — DIE DAENISCHE (SPD)-Regieruug wurde gestiirzi, nachdem sie 14 Jahre die Mehrheit hinter sich hattu. — BURGPREPPACH Literarische Notizen Ludwig Donath gestorben Wie aus NewYork verlautete, starb der Schauspieler Ludwig Donath im Alter von 67 Jahren. Er hatte sich in der Vorhitlerzeit schon eine beachtliche Stellung auf deutschen und österreichischen Bühnen geschaffen. Seine Anfänge in Amerika in Theater und Film waren schwer; dennoch konnte er sich durch harte Arbeit auch als Schauspieler in englischer Sprache einen Ruf schaffen und in Film und Fernsehen festen Fuss fassen. Er erfreute sich auch einer grossen Zahl von Schülern, die nach einer Ausbildung bei ihm zu Ruhm gelangten. Tod eines Gelehrten Im Alter von 82 Jahren starb in Jerusalem der Präsident der Nordafrikanischen Gemeinschaft in Israel, Abraham Elmaleh. Elmaleh war ein bekannter Historiker, Schriftsteller und Journalist. Verfasser von hebräisch-französischen und hebräisch-arabischen Wörterbüchern und Uebersetzer von französischen Klassikern ins Hebräische. Er wurde in Jerusalem geboren und in der Schule der Alliance in Paris erzogen. Im Ruhestand Der Physik-Nobelpreisträger Dr. Isidor Rabi hat sich nach 40 Jahren von der Columbia-Universität in New York zurückgezogen Dr. Rabi. heute 68 Johre alt, kam als Kleinkind aus Ryanow, Oesterreich-Ungarn nach den USA. 1944 erhielt er den Nobelpreis und später die höchste Ehrung, die seine Universität verleihen kann. Tod eines Sängers In Wien starb im Ruhestand Kammersänger Emanuel List im 76. Lebensjahr, Seine Laufbahn hatte ihn über Wien an die Berliner StaaLoper, zu den Salzburger Festspielen, nach Bayreuth, London und Südamerika geführt. 1934 musste er Deutschland verlassen. Der newyorker „Met“ gehörte er bis 1949 an und nochmals einige Jahre der Staatsoper Berlin. Seine Kunst des Gesangs verband er mit hohem schauspielerischem Können. Institut für Rabbiner ' Ein Institut für die F irtbildung von Rabbinern soll vom Rabbinisehen Rat Amerikas geschaffen werden. Orthodoxe Rabbiner sollen hier ihr Sabbatical Year verbringen können oder auch Pilgerjahre mit Studien verknüpfen. Film über Rassengesetze Der polnische Regisjeur Jan Rybbowski, bekanntgeworden durch seinen Film von der Zerstörung Dresdens ..Die unvergessene Nacht“, hat einen Film ..Rassenschande — als Liebe ein Verbrechen war“ gedreht. der von den nationalsozialistischen Rassengesetzen handelt. Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial unter der Leitung von MARK TURK0W Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Rollansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang: YEHUDA HALEVI 3. Simja Sneh: SCHMUEL IOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 5. Nahum Goldmann TEODORO HFRZL (Die Hefte 1—5 sind vergriffen) 6. Sehalom Rósenberg: FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgis: STEFAN ZWEIG 8. David Elnecavé JEREMIAS 9. León Dujovne: MOISES HESS 10. Jaime Baiylko: ISAIAS 11. Josef Fraenkel: NAHUM GOLDMANN 12. Heszel Klepfisz: BAAL SCHEM TOV 13. Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK 14 Jaime Barylko: DAVID, Rey de Israel 15 Hardi Swarsensky: WALTHER RATHENAü 16 Heriberto Haber: ZONAS 17 León Dujovne: HILEL ZEITLIN 18: Jaime Barylko: JOSUE 19 Sofia Erlich-Dubnow: SIMON DUBNOW IN VORBEREITUNG u. a. Jaime Fi ikelsztejn: BER BOROCHOW Luis Karduner: MENDELE MO'JER SFORIM Sion Cohen Imaeh: BEN GURION Itzhak Harkavi: MOSHE SHARETT Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1 Menajem Boreisho: LA HISTORIA DEL 1DISCH 2 Teodoro Herzl: EL PRiMER CONGRESO SIONISTA (Diese beiden Hefte sind vergriffen) 3 Abraham Platkin: LA HISTORIA DEL HEBREO 4 Simja Sneh: HIST 'RIA DE UN EXTERMINIO 5 Sha;om Rosenberg: BREVE HISTORIA DE JERUSALEM 6 Chuim Weizmann: HISTORIA DE LA DECLA¬ RACION BAI FOUR 7 PAUL WARSZ* WSKI: HISTORIA DE LA PAR TICION DE PALESTINA IN VORBEREITUNG u. a. León Dujovne: LA CONCEPCION DE DIOS EN LA BIBLIA Miguel Smilg-Benario LA LEYENDA DEL CRIMEN RITUAL Jaime Baryleo: LOS SALMOS Bestellungen an das Büre des CONGRESO JUDIO MUNDIAL Avda. CORRIENTES 1979 — BUENOS AIRES