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Jüdische Wochenschau · 1968-01-12 · 2251 (12.1.1968) · p. [Seite 7]

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>'• - V Viernes, 12 dt Enere de 1968 SEMANA S R A E L I T A Año XXIX. — N» 2251 — 1 Andenken an Reinhold Lewin1 Musik in k „ Buenos Aires Kriege war er nur kurze Wenn die Nazis nicht ihn, seihe Frau und zwei Kinder irgendwo in Osteuropa unogebracht hätten, wäre Reinhold Lewin. der letzte Gemeinderabbiner von Königsberg und nachher der letzte liberale Breslauer Gemeinderabbiner, jetzt achtzig Jahre geworden. Er ist Anfang 1888 in Magdeburg geboren. Seine Mutter, die wir in Köingsfoerg kennen lernten, war eine nabe Verwandte des Breslauer Dozenten Proi. Marcus Brann; sein Vater, ein bescheidenes, ruhiges Gemeiftdemitglied. lebte zwar in Magdeburg, stammte aber aus Wronke in Pose«, und diese alte Posner Kultur bat auch noch unbewusst seinem Sohn R-unhold das Gepräge gegeben. Reinbolds Lehrer waren die Rabbiner Ratmer und Wilde, die sehr früh seine hohe Begabung und seine Beredsamkeit erkannten. Er ging auf das Breslauer Seminar und gleichzeitig auf die Breslauer Universität an welcher er mit einer Dissertation über die Ju von Rabb. Dr. Neufeld den-Geset.zgebung in Preussen unter Friedrich Wilhelm II. (erschienen in der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums 1913) 1911 promovierte. Schon vorher hatte er 1010 einen Treis der evangelisch-theologischen Fakultät der Breslauer Universität für seine Arbeit: ..Luther's Stellung zu den Juden“ gewonnen. Eine genaue Bibliographie von Lewins Schriften erschien in der von Guido Kisch herausgegebenen Historia Judaiea VIII iNew York, 1946> Seite 217-219. Nach bestandenem Rab- Unatsexamen ging er mit erst 24 Jahren 1313 als Assistent von Prof. Portes nach Leipzig, hatte aber fast keine Gelegenheit, sich dort zu entfalten, denn bei Kriegsausbruch wurde er bald vom sächsischen Armeekorps als Feldrabbiner eingerufen und verbrachte * den ganzen Feldzug im -* V esten Auch nach dem VOM ISRAELISCHEN ARCHIVWESEN Ut'ber die Aufgaben, die Bestände und die Struktur der staatlichen und öffentlichen Archive in Israel informiert kurz und sachkundig Dr. Bernhard Brilling, Oberkustos an der Universität Münster/Westfalen, in der neuesten Ausgabe des ,, Archivar“, des vom Hauptstaatsarchiv Düsseldorf herausgegebenen Mitteilungsblatts für deutsches Archivwesen. Dabei wird jeweils die Bedeutung dieser Archive für die Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland hervorgehoben. Brilling behandelt zunächst das 1949 gegründete Staatsarchiv in Jerusalem (Direktor seit 1957: Dr. P. A. Alsberg aus Wuppertal) und streift dann das Militärarchiv in Givatajim <Leiter: M. Schilo). Unter den rein historischen Archiven sieht das Emwfbnerzahl Jerusalems Jerusalem. — Den grössten Anziehungspunkt für ausländische Besucher Israels bildet die wiedervereinigte Landeshauptstadt, Jerusalem. Nach kürzlichen Angaben des sfaal liehen Statistischen Zentralbüros beläuft sich die Bevölkerungsziffer für diese Stadt heute auf 265.000, womit Jerusalem an die zweite Stelle nach Tel Aviv—Jaffa, mit 400.000 Einwohnern, gerückt ist. Gleich danach kommt Haifa mit 192 000 Einwohnern. (ITA) Jiddisch-historische Archiv (..Jewish Historical Archives“) in Jerusalem. 1939 von Dr. Joseph Meisl <1882-1958; früher Berlin) ins Leben gerufen, an erster Stelle. Hier wird das aus jüdischen und nichtjüdischen Qellen erreichbare Material zur Geschichte der Juden in aller Welt gesammelt: die Leitung dieser der Historical Society of Israel unterstehenden Sammlung hat seit 1958 der aus Hamburg stammende Historiker Daniel J. Cohen. Dr. Joseph Kermish «früher Warschau) betreut das Archiv der Gedenkstätte für die jüdischen Nazi- Opfer „Yad Waschern“, ebenfalls in Jerusalem. An der Spitze des Zionistischen Archivs in Jerusalem (1919 in Berlin durch Dr. Georg Herlitz begründet!, des Archivs der Zionistischen Weltorganisation, steht jetzt Dr. Alex Bein (aus Steinach 'Unterfranken); er ist gleichzeitig der für das gesamte Archivwesen in Israel Verantwortliche. Zu den öffentlichen Archiven gehören auch die Partei- und Organisationsarchive, wie beispielsweise das Archiv der Arbeiterbewegung, Tel Aviv, das Archiv des religiösen Zionismus, Jerusalem, das Jabotinsky-Institut in Tel Aviv, das Weizmann-Archiv in Rechowoth. Schliesslich wird auf die Archivalien- und Autographenabteilung der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem <Dr. M. Nadaw) verwiesen. E. G. L. Am 6. Januar 1968 ist nach schwerem Leiden unser geliebter Mann, Vater, Schwiegervater, Grossvater, Onkel und Schwager, Herr N0RBERT0 KORN kurz vor Vollendung seines 81. Lebensjahres »estorben. Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Im Namen der Hinterbliebenen: BERTA KORN, geh. ROSNER SIBGERTO KORN und Frau EDITH geb. GRABENHEIMER RAUL FERNANDO. SILVIA RÜTH und CARLOS ALBERTO ALFREDO KORN und Fam’t;<» Dr. ADOLFO SCHAPIRA und Famili« und andere Angehörige Zeit in Leipzig tätig Die Gemeinde Königsberg hatte immer Wert auf bedeutende Persönlichkeiten als Rabbiner gelegt, und als Dr. Herman Vogelstein 1920 von Königsberg nach Breslau berufen wurde, war sie rechtzeitig auf T ewins Fähigkeiten als Kanzelredner aufmerksam geworden und berief ihn lü20 zum Gemeinderabbiner. In Königsberg bot sich ihm ein reiches Tätigkeitsfeld in der Gemeinde, in % ielen Institutionen, auch als Präsident der Kantjx-ge. ln seinem Hause auf den Hofen, in der stillen Yogelweide, konnte man persönlich mehr Zugang zvdem sehr stillen und abgeschlossenen Seelsorger finden. Als Vogelstein in der Zeit der schwersten Verfolgung 1938 in den wohlverdienten Ruhestand trat und nach Amerika auswanderte, konnte er der zusammenschmelzenden Breslauer Gemeinde keinen geeigneteren Nachfolger empfehlen 1 als Reinhold Lewdn, der auch in Königsberg sein Nachfolger gewesen war. Und Reinhold Lewin hielt standhaft aus. Bei seinem Beginn, nach den Herbstfeiertagen 1938, erlebte er die Vernichtung der stolzen Svnagoge am Anger; die konservative Synagoge der Wallstrasse, der sogenannte ..Storch“, blieb bestehen. und dort konnte fast ungehindert bis zum Ende gebetet werden. Sie besteht auch heute und wird auch jetzt nach Renovierung ständig benutzt. Nie war diese alte Synagoge so voll, wie in den Zeiten der Not, und Reinhold Lewin verstand es. zu trösten, aufzurichten und auch mit klugen Andeutungen die Machthaber zu geissein. Etwa vier Jahre hielt er in dieser Situation am Rande des Todes aus. „CÄRNAVAL ACUATICO“ IM LUNAPARK .Wenn in heissen Sommernächten“... Wer seinen Augen etwas Schönes bescheren will, der sehe sich den reizvoll gebotenen Wasser-Karneval an. Es gibt ein ausgezeichnetes Schwirr, m- «ballett „Las sirenas“ im grossen, magisch beleuchteten Schwimmbassin. Seitlich gibt es ein kleineres, tieferes, von den Sprungbrettern machen die „aquamaniäticos“ humorvolle, gekonnte“ Sprünge, von 20 Meter Höhe springt „die lebende Fackel““ — ein Mann, der sich wirklich in Flammen hüllt — ins Wasser. Dazwischen gibt es sehr gelungene Varietenummern. Auf einem riesigen Podium tanzt ein ebenso gut trainiertes Korps de Ballett, alles populär verjazzt und von einem eifrigen Music—Hall-Orchester unter Franck Alonso begleitet. Die jahrelang im pariser ,Lido“ aufgetretenen ..Hoganas“ zeigen perfekte Variete - Darbietungen mit Seiitanz, Saltos und allen möglichen Ueberraschungen. „David und Goliath““ sind zwei kraftstrotzende Athleten ersten Ranges Das Schönste und Wert- bis ihn, seine Frau Evi. . seine etwa 20 jährige Tochter Hanna und seinen noch nicht 15 jährigen Sohn Uri das Schiksal traf. Der allere Sohn. Manfred Michael, der damals in Israel in einem frommen Kibbutz lebte, zeigte mir einen erschütternden Abschiedsbrief, der, wie üblich, durch das Rote Kreuz ging und im Telegrammstil gehalten war. Trotz allem hofften Eltern und Geschwister, gläubig und zuversichtlich, auf ein Wiedersehen. Ihr gesegnetes Andenken sei beispielgebend. Blick in die Welt ven HAROLD SCHWARCZ SEIT EINIGEN Wochen zeigen sich die USA darüber beunruhigt, dass, nordvietnamesische Truppen auf das Gebiet von Kambodscha übertreten. — SIEBEN GENERAELE w-urden in Griechenland in den Ruhestand versetzt, weil sie an der vom König inspirierten, gescheiterten Revolution teilgenommen haben. — EIN NEUER Eucharistöcher Kongress soll im August in Bogotá stattfinden. — DREI MONARCHISTEN wurden im Yemen von den Republikanern hingerichtet. — CHE GUEVARA sei hingerichtet worden, behauptet ein amerikanischer Geheimagent in der Zeitschrift ..Paris Match“, was vom bolivianischen Präsidenten, General Barrientes, erneut bestritten wurde. — DIE RUSSEN beabsichtigen weitere Flottenkonzentrationen im Mittelmeer. — SOUVANNA PHOUMA, der Ministerpräsident von Lao«, meldete, dass nordvietnamesische Truppen Grenzpositionen von Laos angegriffen haben. — ROT-CHINA meldet eine Rekordernte als Ergebnis der Gedanken, die Mao Tse Tung entwickelt habe. — DIE ABSICHT des Erzbischofs Makarios, als Präsident Cvperns zurückzutreten, wurde dementiert. — MOSKAU klagte die Amerikaner an, sie würden die russischen Kriegsschiffe provozieren. — IN POLEN wurden drei katholische Priester verhaftet und weitere fünf ihrer Aemter enthoben, weil sie beim Bau einer Kirche mit ge wirkt haben, der von der Regierung nicht genehmigt war. — WESTLICHE Diplomaten befürchten, der Yemen könne sich in «in neues Vietnam verwandeln. — ERSTMALIG wurden schwere Strafen gegen Weisse im Süden der USA verhängt, die Lynchjustiz geübt batten. — ALGIERS Militärehefs versprachen dem Präsidenten ßoumedienne Treue — DER VATIKAN bestritt, dass es bei der Begegnung de* Papstes mit dem Präsidenten Johnson zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sei. — U THANT, Generalsekretär der UN, empfing den is ■ raelischen Ministerpräsidenten Levi Eshkol. — •AUCH AM SILVESTER-Abend hielt de Gaulle eine Rede, in der er die USA und Israel für Friedensstörungen verantwortlich machte. — DER AMERIKANISCHE Botschafter in Indien. Chester W. Bewies, soll in Friedensverhandlungen mit Nord- Vietnam eintreten. — Kopfschmerzen am SUEZKANAL, besonders für Nasser, .letzt können die blockierten Schiffe den Kanal verlassen, aber die Spannungen an der Grenze werden erst anfhdren, wenn der Frieden geschlossen ist. vollste aber in diesem von Norma und Bob Maxwell produzierten Carnaval Aquätico, sind jedoch „die tanzenden Wasser“ und „Farbensymphonie“, die von Richard Sayman erfunden, montiert und bedient wurden.. Havman hatte — wie alle hier auftretenden Künstler ebenfalls — vor kurzem auf den Expo 1967 in Montreal mit dieser einzigartigen Kunst einen Welterfolg. Durch ausserordentliche, technisch vollkommene Tricks, die von einer ..Wasserorgel“ aus gesteuert werden, lässt er sechs Fontänen springbrunnenförv.ige Kreisbewegungen im Walzertakt oder Rock’n Roll ausführen, die dem begeisterten Publikum dauernden spontanen Applaus entiokken, der auch dem „schönsten Schmetterling““ gilt, der von Eileen Shannon schjeiersehlagend in diese Wasser- und Farbenorgie bineinkomponiert wurde. Ein sehenswertes, heisse Sommernächte erträglich machendes Schauspiel) Cutr B. M. Weissstein BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial unter der Leitung von MARK TURK0W Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Rollansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang: YEHUDA HA LEVI 3. Simja Sneh: SCHMUEL IOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 5. Nahum Goldmann TEODORO HERZU (Die Hefte 1—5 sind vergriffen) 6. Schalom Rósenberg; FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgis; STEFAN ZWEIG 8. David Elnecavé JEREMIAS 9. León Dujovne: MOISES HESS 10. Jaime Baiylko: ISAIAS 11. Josef Fraenkel: NAHUM GOLDMANN 12. Heszel Klepfisz: BAAL SCHEM TOV 13. Mark Turkow. JANUSZ KORCZAK 14 Jaime Barylko: DAVID, Rey.de Israel 15 Hardi Swarsensky: WALTHER RATHENAU 16 Heriberto Haber: IONAS 17 León Dujovne: HILEL ZEITL1N 18: Jaime Barylko: JOSUE 19. Sofia Erlich-Dubnow: SIMON DUBNOW IN VORBEREITUNG u. a. Jaime Fi-ikelsztejn: BER BOROCHOW Luis Karduner: MEN DELE MOUER SFORIM Sion Cohen Imach: BEN GURION Itzhak Harkavi: MOSHE SHARETT Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1 Menajem Boreisho: LA HISTORIA DEL 1DISCH 2 Teodoro Herzl: EL PRÍMER CONGRESO SIONISTA (Diese beiden Hefte sind vergriffen) 3 Abraham Platkin: LA HISTORIA DEL HEBREO 4 Simja Sneh: HISTORIA DE UN EXTERMINIO 5 Shaiom Rosenberg: BREVE HISTORIA DE JERUSALEM 6 Chaim WeLzmann: HISTORIA DE LA DECLA¬ RACION BALFÖUR 7 PAUL WARSZ4WSKI: HISTORIA DE LA PAR¬ TICION DE PALESTINA IN VORBEREITUNG u. a. León Dujovne: LA CONCEPCION DE DIOS EN LA BIBLIA Miguel Simlg-Benaiio; LA LEYENDA DEL CRIMEN RITUAL Jaime Barylco: LOS SALMOS Bestellungen an das 5%« des CONGRESO JUDIO MUNDIAL Avdo. CORRIENTES 1979 — BUENOS AIRES i í•

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