Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2239 (13.10.1967)
- Date
- 1967-10-13
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viernes, 13 de Octubre de 1967 SEMANA ISRAELITA Añ« XXVHI. — N* 2239 — 3 Der Versoehnungstag In Fest- und Feiertagen liegt hohe symbclißche Bedeutung. Zum Unterschied ■von Geschieht*- und Wai! fahrtsfesten, Natjr- und Erntefeiern sind Rosch Hascha na und Jom Kippur rein religiöser Natur, und ihr In halt bezieht sich aut beide Aspekte der Religiosität: Da« Verhältnis zwischen dem Menschen ut.d Gott ei nerseits und das Verhältnis von Mensch zu Mensch andererseits. Entsagung, Fa sten, Verzicht aui jedweden körperlichen Genuss und ab. ßolute Arbeitsruhe sollen die Konzentration auf das Gebet und die Verinnerlichung oh ne Ablenkungen erleichtern. Das Gebet v/*rnt besonders vor Uebe'heblichkeit, vor übertriebenem Selbst bewusstsein, und soll zu grö sserer Rücksichtnahme auf den Mitmenschen geneigt machen. Im E ngeßtänönis der Fehler, das in „Aschamnu“ formuliert ist, liegt bereits der Weg zurrt guten Willen, die Vergehungen in Zukunft zu vermeiden. Als die drei Tore, durch die man den Weg des Lebens finden ktnn, werden Tschuwa, Tfi la und Zdaka bezeichnet- Tschuwa ist Reue, Einkehr, Selbstkritik, Tfila die geistige Erhebung zu Gott, zu den von MEIR FAERBER Ewigkeitswerten, und das Bemühen, sich mit dem Judentum in all seinen Hoheits- und Moralbegriffen zu identifizieren. Zdaka aber bedeutet die tätige Hilfe ihr den Mitmenschen, nicht im engen Sinne der Groschen- Zdoke für den Hungernden, sondern im wehesten Sir.ne des Wortes de* Wiederherstellung der Men; chenwürde an, betrübte Arme bringe dein Haus. Wenn du einen Unbekleideten siehst, bedek ke ihn, und entziehe dich nicht dem, der deines Fle sches ist. Dann bricht gleich Morgenrot dein Licht her vor, und es wird dir wohl sein. Vor dir wandelt deine Tugend, und Gottes Herr lichkeit zieht dir nach. Nur aufrichtige Reue bringt ROSCH HASCHANA IN ISRAEL Jerusalem. — Abertausende von Menschen beteten an den Rosch Haschana-Feiertagen an der Klagemauer, und die Töne der Schofarbläser erklangen an der Westmauer de« alten Tempels. Das Neue Jahr wurde in Israel in etwa 10.000 Synl agogen und Gebetshäusern begangen, und am Suez- I kanal, im Süden und im Norden des Landes fanden | Gottesdienste für die Soldaten statt. Trotz der Festesstimmung stand das ganze Volk auch an diesen Tagen auf der Wacht. Ein Heeressprecher gab bekannt, dass am ersten Abend Rosch Haschana zwei Sabotageakte in der Nähe des religiösen Kibbuz Tirat Tzwi im Jordantal vereiteilt werde! konnten. Kleine Kommandotrupps versuchten nur fünf Kilometer von diesem Kibbuz entfernt den Fluss zu kreuzen. Die Patrouille, welche die Eindringlinge überraschte, eröffnete das Feuer auf die Saboteure, die über den Fluss flüchteten. Unweit des Schauplatzes dieses Ereignisses wurden zwei Minen gefunden, und entschärft. Einige Stunden später kam es zu dem zweiten Zwischenfall, bei dem auch Schüsse gewechselt wurden. Nach der Flucht der Syrer fand man Geschosshülsen sowjetischer Fabrikation und Blutspuren. Die Saboteure hinterliessen fünf Sprengkörper, die sie nicht benutzt hatten. (ITA) CAJA POPULAR DEBELGRANO cooeeka rifA OE CHE otro LTO» OESOE 1932 MERECE SU CONFIANZA CAS* CfNIRAL: AMENABAR 2968 AGENCIA N" 1 CABILDO 3102 esq «ERA AGENCIA N" 2: CORRIENTES 229« - P 1° esq. PASTEUR Horario de 12 a 16 Hs. InscnpcróA en dimite en el Registro <fe Entidades Financieras] no bancadas del Banco Central CAPITAL REALIZADO ACTUAL $ 230.000.000.. von Strauchelnden, die in Gefahr geraten, an sich selbst und an ihrer Zukunft zu verzweifeln, um ihnen die sittliche Kraft und die Hoff nung, den Mut für den Lebenskampf und das Geiühi der Gleichwertigkeit mit Glücklicheren wiederzvgeben. Das Prinzip des Versöh nungstages ißt: Der Weg zur Versöhnung mit Gott führt über die Versöhnung mit seinen Geschöpfen. Gott ist in allem, besonders im jedem Menschen, und daher gebührt dem Mitmeschen Achtung und Reepektierung seiner Würde. In der Haftara des Jom Kippur lesen wir aus dem Buche des Prophe ten Jesaia: ,,Wahrlicn, der Fasttag, den ich erwähle, ist: Löse die Knoten des Frevels, mache los die Banden der Unterjochug! Entlass die Bedrückten frei und vernichte jede« Joch! Biete dem Hungrigen dein Brot ALFRED0 STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handqeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für Jedes gemütliche Heim. 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Düsseldorf. — Ein Fluchtkumpane des Gestapochefs Heinrich Müller, der es offensichtlich auf die Prämie zu seiner Entdeikung abgesehen hat, erklärt, Müller wohne unter dem Namen Jergj Kovoc in der Haupt stadt Albaniens Tirana. Heinrich Müller war der Vorgesetzte Eicbmanns. Er gilt als verschollen, seit er am 29. April 1945 aus dem Führerbunker in Berlin verschwunden ist Im September 1963 wurde auf Verlangen der Staats nwaitscbaft Berlin das angebliche G»ab Müllers geöffne;, es enth eit aber nicht die Gebeine Müllers. Müller soll nach den neuen Angaben im Jahre 1949 von Italien aus nach Albanien gegangen sein. M0EBELHAÜS WATERMANK Da« Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T 2 35.7033 CABILDÍTÍ6Í4 PAMPA 4979 fast Ecke 'rlunvirati. Zahlungserle'chter..ngen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung gleiches Unrecht, für das man sich einmal entsühnt zu haben meinte, nicht nochmals zu begehen. Jom Kip pur beabsichtigt eben keine automatisch Absolution von Sünden, sondern er ist ein Hilfsmittel zu aufrichtige- Läuterung. So heisst es in einem der Jom Kippur-Ge bete: „Du, Ewiger unser Gott gabst uns aus Liebe diesen Versöhnungstag. als Höhepunkt der Vergebung und Verzeihung aller unserer Sünden, damit wir von jeder Gewalt ablassen und zu Dir zurückkehren, um die Gesetze Deines Willens mit ganzem Herzen zu vollzie hen.“ Es geht, wie gesagt, um eine seelißche Selbstdemütigung als Schutzwall vor Ueberheblichkeit. Selbst der Hohepriester hatte vor allem seine eigenen Sünden zu bekennen und sein Opfer zu bereiten. Auch er durfte sich trotz seiner hervorragenden Stellung nicht schuldfrei dünken. Als der Hohepriester noch die Opfer des Jom Kippur darzubringen pflegte, da herrschte, nachdem er seine Aufgabe erfüllt und den schweren Tag bestanden hatte, grosse Freude in seinem engeren und weiteren Kreise und in der Stadt. Der römische Konsul Mareus berichtete: „Das ganze Volk in Jerusalem pflegte am Hohenpriester vorbeizudefilieren, die meisten brennende Fackeln au« weissem Wachs tragend, alle in weissen Festtags - Gewändern. Alle Fenster waren mit Stickereien geschmückt und voll brennender Kerzen.“ Die Mischna berichtet: „Den Hohenpriester pflegte man zu seinem Hause zu gelei ten, und er gab seinen Anhängern ein Freudenfest nachdem er unversehrt aus dem Heiligtum zurückgekehrt war.“ Der Mozaej Jom Kippur wurde mit festlichen Mahlzeiten begangen, wie ein Midrasch berichtet: Eine Stimme war zu hören: Gehe und esse deine Mahlzeit in Freude, denn dein Gebet wurde erhört! LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPEN D‘ENTE Bs. Aires - PUEYRREOON 2190, 1* izq. - 83-2613 9. Tischri 5728 13. Oktober 1967 BOMBENANSCHLAG IN JERUSALEM Jerusalem. — Die Polizei suchte intensiv nach den- Terroristen, welche am letz ten Sonntag Abend in das im Herzen der Stadt befindl'cbe Zion Kino eine Bombe gelegt hatten. Ein Polizist hatte die Bombe endeckt und aus dem Saal entfernen können, kurz bevor sie auf der Strassc explodierte. Durch die Explosion zerbrachen die Fensterscheiben der umliegenden Gebäude, doch Sach Schwarzer Antisemitismus? Tel Aviv. — Die Besatzung des israelischen Frachters „Ein Guedim de“, der in Mozambique ankerte, um Brennstoff zu tanken, erhielt nicht die Erlaubnis, das Schiff zu verlassen und an Land zu gehen. Diese Mitteilung erhielt die israelische Schiffahrts-Gesell schaft ZIM, der dieses 30.000 Tonnen - Frachtschiff gehört. Als Grund für die Massnahme wur de angegeben, dass ein- .diplomatischer Konflikt* beßtand. (ITA) Schäden oder Opfer waren nieüt zu beklagen. Ein im Kino diensttuender Polizeioffizier hörte das Tikken des Zünders, fand die Bombe, ergriff sie und rannte mit ihr ins Freie. Er warf sie auf einen kleinen Platz in der Nähe des Eingang» der Staatsdruckerei, die et wa hundert Meter vom Polizeikommisariat entfern! liegt. Der Zwischenfall ereignete sich gegen 9 Ube abends in der Zeit zwischen zwei Vorstellungen, als sictadie Menschen auf der Strass« drängten. Sofort wurde für Polizei und Sicherheitstruppen doppelter Alarm angeordnet Hungerte Polizißten wurden mobilisiert, die in Zivilkleidung an wichtigen Punkten der Stadt, besonders an den Endstationen der Omnibus-* linien und der Eisenbahn postiert wurden. Das Publikum wurde aufgefordert keine Pakete in die Kinos mitzu» nehmen. Die Behörden trafen ihre Vrrkehrungen in der Annahme, dass der Bombenanschlag Teil eines großsange-« le-Tten Plans ist, der von ge schulten Saboteuren und aus Syrien eingedrungenen Terroristen durchgeführt wird. Militär ein he iten verstärkten gleichzeitig die Ueberwachune der Grenzen, um die Infiltration von Terroristen zu vet hindern, während die allgemeine Kontrolle der verdächtigen Elemente «n» ter den Arabern strenger gehandhabt wurde. Der Vorfall führte dazu, dass die Bevölkerung grössere Härte in der Behänd-, lung der Araber in Jen besetzten Gebieten statt der ihnen bisher gezeigten wohl» wollenden Haltung forderte, In einem Leitartikel der „Jerusalem Post“ am darauffolgenden Tag hiess es, „die vermutlichen Attentäter müssen lernen, dass Israel lange genug gekämpft und gewartet hat, als dass es diesem Zwischenfall einzig und allein politische Bedeutung beimessen kann.“ — (JTA) Berufung eingelegt Bonn. — Gegen vier Urteile im Kolomea Prozess wurde von der Staatsanwaltschaft und* der Verteidigung die Revision verlangt. Die Staatsanwaltschaft fordert höhere Strafe»; Treti Krieg London. — Trotz der durch den Krieg und seine Folgen bedingten Schwierigkeiten, wird Israel die in London geplanten Modewochen im Oktober abhalten. Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUER0STUNDEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch fleh bitte, nicht vor 14 Uhr ni erscheinen J oder nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNT0S ARGENTIN0S Y SUDAMERICANOS Erbsdiaffssarhen - Verfraege - Verwaltungen Miefs-, Zivil- und Handelssachen T. E.: 80 - 6930 - PUEYRREOON 2190 ec* Av. US HERAS