Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2233 (1.9.1967)
- Date
- 1967-09-01
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616703-9615794-9616087--4964-9616088- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
JÜDISCUEUlOOIEilSClIflU Jetnanays\j&eliici PUEYRREDON 2190 — 1* izq. Año XXVIII. BUENOS AIRES, VIERNES 1“ OB SEPTIEMBRE DE 1967 N" 2233 Der erste Zionisten-Kongress von JE HU DA GOTTHEIMER Verbot einer Zeitung von HÖHST WINCKLER Das Verbot der National-Zeittmg und c3oldAt“n-Zcttung, wie ihr um.st'i ndhcher Titel heisst, hat nicht hui in Deutschland zu heftigen Reaktionen geführt. Dass die Begründung dieses Verbotes durch das Münchner Anitriperieht Widerspruch ausgelöst hat, wurde an dieser Stelle bereits ausgeliihrt. Die Zeitung selbst hat aber in einer Weise geantwortet, die das erträgliche Mass bei weiten» übersteigt Die mit grossen Lettern gewählte Ueberschrift der Ausgabe vom 4 August 1967 lautet: „Die Verbreche»' Moshe Dayans“. Die Zeitung meint dann, dass das Ende der Pressefreiheit durch das Verbot der Nationalstti/ng gekommen sei. Als Blickfang wurden nicht weniger als fünf Bilder Dayans publiziert, unter denen zu lesen ist: „DASS IST MOSHE DAYAN, der von der „öffentlichen Meinung" in Deutschland so viel bewunderte Sieger des „Blitzkrieges“. Mag es eine grundsätzliche Neigung zum Fasciusmoo, also zur Gewaltanwendung gegenüber Schwachen und Wehrlosen, sein oder nur taktischer Opportunismus eh®’' tualiger deutscher Nationalsozialisten, in jedem Fall steht es uifserem Volk schlecht an, Massenmorde der Gegenwart zu verschönern, weil die Täter eine Etappe eines langen Krieges gewonnen haben. Das Recht richtet sich nicht nach dem Sieg.'* — Gleichzeitig wird eine Anklage gegen zwei bundesdeutsche Minister lanziert: „Seit Ende des vergangenen Jahres weiss ich, so schreibt der Herausgeber der genannten Zeitung, dass Bundesjustizminister Heinemann die Nationalzeitung unter allen Umständen und Bundesinnenminister Lücke unter beinahe allen Umständen fertigmachen wollen. Für die Genossen stellt sich dabei di« Schwierigkeit des geltenden Rechts“... Zwei verschiedene Problemkreise werden also behan delt: die Verleumdungen Dayans, der hier als Repräsentant Israels gesetzt wird, und die inneren Fragen der „Pressefreiheit“, wie sie von der National-Zeitung inrerpretiert wird. Wir sind uns darüber im klaren, dass beide Fragen nicht nur einen lokalen, sondern einen internationalen Charakter tragen. Denn auch die Entscheidung der bundesdeutschen Behörden, was eigentlich unter Pressefreiheit zu verstehen ist, berührt die öffentliche Meinung der Welt, die nicht nur über die Langmut Bonns verwi ndert ist, sondern auch bedauert, dass sich die Bundesregierung bisher nicht in der Lage zeigte, mit derartig«» Presse-Exzessen fertig zu werden. Die „Polemik“ dieser Zeitung hat Formen angenommen. die jede sachliche Auseinandersetzung unmöglich machen. Die von der National Zeitung in Anführungszeichen gesetzt« öffentliche Meinung wird auf die faschistische Neigung des deutschen Volkes und auf Bemühungen der alten Nazis zurückgeführt, die nach der Auffassung dieses Blattes offensichtlich heute die öffentlich« deutsche Meinung lenken. So verwandelt sich die NZ in die Verteidigerin der Pressefreiheit gegen die heute noch praktizierten NS-Methoden. Damit ist auf eine höchst simple und orimitive Weise der berühmte Spiess umgedreht So billige Argumente kann man ungestraft benutzen, um die ungeheuerlichsten Behauptungen aufzustellen, die eigene Regierung zu verdächtigen und fremde Staaten zu beschimpfen. Die Angriffe gegen Israel und Dayan sind nur von Hass und Enttäuschung diktiert. Nach der Meinung der NZ hätten die Israelis abwarten sollen, bis ihnen da« gezückte Messer in die Kehle gestossen wird, nur weil die vernichtende Niederlage Nassers nicht in das Konzept der NZ hineinpasst... Aus den eroberten Gebieten Unsere Gegenwart, die an einen schnellen Wechsel der Geschehnisse gewöhnt ist, hat den rechten Sinn für die Bedeutung historischer Jubiläen verloren. Dabei feiern wir gerade in diesem Jahr eine Reihe von Brinnerungsfagen, die im Gedächtnis unseres Volkes bewahrt werden sollten: Vor 70 Jahren fand der 1. Zionistenkongress in Basel statt, im November werden 50 Jahre vergangen sein, als die Balfour-Deklaration erlassen wurde, vor 20 Jahren fassten die Vereinten Nationen den Beschluss über die Errichtung eines jüdischen Staates auf dem Gebiet des früheren Mandatslandes Palästina. Gewiss gab es nur einen einzigen Menrchen. der sich der zukunfbweisenden Bedeutung des Erstens Kongresses voll bewusst war; Theodor Herzl. Sein Genius erkannte nicht nur die entscheidende Wesentlichkeit des Kongresses als Instrument zur Reorganisation des jüdischen Volkes im Augenblick dei höchsten Gefahr seiner Desintegration, sondern fühlte auch den Ruf der Jahrtausende, der an ihn ergänzen war, und erkannte, dass das Zusammentreten des Kongresses der Grundstein für die Errichtung des von ihm als Ziel der Bewegung gesetzten und erstrebten „Judenstaates“ gewesen ist. Seine berühmte Tagebuch-Eintragung: „Fasse ioh den Basler Kongress in ein Wort zusammen — das ich mich hüten werde, öffentlich auszusprechen, — so ist es dieses: In Basel habe ich den Judenstaat gegründet“. Aber Herzl fügte auch die folgenden Nachsätze hinzu: „Wenn ioh das heute laut sagte, würde mir ein universelles Gelächter antworten. Vielleicht in fünf Jahren jedenfalls in fünfzig wird es jeder einseheri.‘‘ — Am 29. November 1947 wurde der berühmte UN Beschluss gefasst, durch welchen eine gute Zweidrittelmehrheit mit Ein Stimmung aller führenden Nationen der Erde diesen Herzischen Gedanken akzeptiert hat. Herzls Voraussage hatte sich erfüllt. Die Tagebuchworte waren am 3. Sep tember 1897 geschrieben worden. Genau fünfzig Jahre später hatte die ganze Welt und nicht etwa nur Juden, ihre Richtigkeit bestätigt. Der 1. Kongress hatte in Basel vom 29. bis zum 31. August 1897 stattgefunden. Es ist hier nicht der Ort, eine historische Abhandlung über die Vorgeschichte der Zionistischen Bewegung und ihrer Kongresse zu geben oder sie in den Gesamtzusammenhang der innigen Verbindung der jüdischen Volks und Geisfesgeschichte mit der uralten Zionssehnsucht zu stellen. Bekanntlich hat Theodor Herzl, damals Korrespondent der „Neuen Freien Presse“ (Wienl in der französischen Hauptstadt sein jüdisches Erlebnis gehabt, als er, der assimilierte Jude am Rande, das Johlen des Mobs bei der ungerechten Degradierung des Hauptmanns Dreyfus mitanhören musste. In seinem menschlichen und jüdischen Stolz aufs schwerste getroffen, schrieb Herzl die Broschüre „Der Judenstaat“, die das jüdische Schicksal in der weiten Welt ändern sollte. Es war nicht Herzls Absicht gewesen, eine Bewegung zu schaffen, in welcher er eine politische Rolle zu spielen beabsichtigte. Aber das Echo, das „Der Judenstaat“ gefunden hatte, das Dräi>gen sei - ner Freunde und die Bitten der Repräsentanten der um ihre Zukunft bangenden Judenheiten hoben ihn ebenso wie die Weile der Begeisterung über das in der Ferne auftauchende Ziel zur Führung des Volkes empor Im Jahr 1895 war „Der Judenstaat“ erschienen; zwei Jahre später begann der 1. Kongress. Herzls Schrift hat nicht nur Enthusiasmus ausgelöst sondern auch den Widerstand Für Anerkennung Israels Tunis. — Präsident Habib Bourguiba appellierte in einer Erklärung an die arabische Welt. Israel anzuerkennen und von den Plänen abzulassen, diesen Staat von der Landkarte auszuradieren. In einer Ansprache, die der Präsident in dem 145 Kilometer südöstlich von Tunis gelegenen Ort Kef hielt und deren Wortlaut erst später bekannt gegeben wurde, versicherte er, dass die arabischen Führer sich selfcxV einen grossen Teil der Verantwortung für Israels Blitzsieg im vergangenen Juni zuzuschreiben haben. gerade der innerhalb der Judenheiten führenden Schichten hervorgerufen An den unglücklichen Schritt der deutschen „Protestrabbiner“, durch welchen die Abhaltung des Kongresses in München unmöglich gemacht und die Verlegung nach Easel erforderlich wurde, sei nur als eines unter vielen Symptomer der inneren Gegnerschaft zu den Plänen Herzls und seiner Bewegung angeführt. Der deutsche Historiker und Uni versitätslehrer Martin Philippson schrieb in seiner „Neuesten Geschichte des jüdischen Volkes“ über die Gründe, aus denen die Juden West- und Mitteleuropas den Zionismus ablehnten: „Die Vorstellung, dass sie ihr Dasein inmitten der Ordnung und Behaglichkeit der moder-, nen Zivilisation mit dem Leben in dem unkultivierten und durch die türkische Miss- Wirtschaft zerrütteten Palästistina, an der Seite von Hunderttausenden ihrer geistig und seelisch zurückgebliebenen polnischen und russischen Glaubensbrüder vertauschen sollten war ihnen durchaus widerwärtig“... So würdelos dachten jvididische Intellektuelle, dass ihnen Behaglichkeit und „Ordnung1 des Lebens wichtiger als ihre eigene politische Sicherheit erschien und zu einer tragischen Ueberheblichkeit verleitete, deren Opfer sie dann später selbst geworden sind. Die Frage, was alles hätte geleistet und geschaffen werden können, wenn gerade die wohlhaben, den und einflussreichen Schichten des westeuropäischen Judentums der Zionistischen Bewegung die erforderliche Unterstützung geliehen hätten, gewinnt rückschauend betrachtet an Bedeutung. Nur 23 Jahre nach der Niederschrift dieser Philippsonschen Auffassungen begann die brutale Vernich tung des gesamten europäischen Judentums dessen Reste überhaupt nur gerettet werden konnten weil .geistig und seelisch zurückgebliebene oolniechc und russisohe Glaubensbrürder“ vom Range eines Weizmann, Ben Gurion, Ben Zwi, Shazar und vieler anderer an der Spitze unse res Volkes standen. — Diese Spannungen aus der | frühen Zeit des organisierten Zionismus haben selost jetzt noch nie. vollends ihre Bedeutung verloren, sodass die Erinnerungen hieran für manche heute auftauchenden Tendenzen heilsam sein dürfte. Herzl und seine Bewegung haben den Zionismus nicht, erfunden. Herzls Schrift ist noch nicht einmal als „originell“ zu bezeichnen, denn ander« haben lange vor ihm ähnliche Gedanken über die Restauration des jüdischen Volkes und die Wiedererrichtung eines jüdischen Staates geäussert. Nur dass Herzls Erscheinung, sein poetisches Genie, der Glanz seiner Persönlichkeit, die Lauterkeit seiner Gesinnung und seine organisationeilen Talente ihn zum „geborenen Führer“ seines Volkes gemacht haben. Die jüdischen Massen, nicht nur im Osten Europas, die jüdische Jugend in allen Ländern der Unterdrückung, alle ihre Freiheit liebenden u> d um ihr Bürger- und Menschenrecht ringenden Juden erblickten in Herzl den Mann, den die Vorsehung seinem Volk in einer düsteren Stunde geschickt hatte, in einer Stunde, die dem West Judentum zwar äussere Freiheit konzedierte, die allerdim/ nur an den Oberflächen des- Lebens wirksam wwde. In dieser Stunde macht nicht nur der Fall Dreyfus, sondern auch die Entwicklung in anderen Ländern, vor allem in Oesterreich Und in Deutschland, die Sturmzei chen einer erstarkenden antijüdischen und antisemitischen Bewegung sichtbar. Seit dem i. Basier Kongress haben sich die Repräsentanten des jüdischen Volkes in regelmässigen, von den beiden furchtbaren Weltkriegen allerdings unterbrochenen Ab ständen immer wieder zur Beratung über die Lage und den künftigen Wes des jüdischen Volkes zusammengefunden. Fortschritte und Rückschläge kennzeichnen die Arbeit, Die Geschichte der letzten 70 Jahre birgt für die gesamte Menschheit eine Fülle tiefster Enttäuschungen. aber auch bedeutender Erfolge. Seit den uns heute Tel Aviv. — In Bl Arisch, der einzigen bedeutenden Stadt auf der Sinaihalbinsel, wurde am Wochenende ein Ausgehverbot verfügt, nachdem die arabischen Bewohner einen Generalstak durchgeführt und gegen Israel demonstriert hatten. Eine Untersuchung der Vorkommnisse ergab, dass die Anstifter die dort lebenden 5.000 Aegypter waren. 2jU gleicher Zeit ge'ang es den israelischen Behörden, den arabischen Bürgermeister von Nablus, das im westlichen Ufergebiet des "Jordans liegt, zu bewegen, seinen Rücktritt wieder zurückzunehmen. Die Israelis verhafteten 9 Araber in Bethlehem die eine Treueerklärung für den König Hussein unterschrieben hatten. In Jerusalem wurden vier arabischen Ladenbesitzern gestattet, ihre Geschäfte wieder aufzumachen, die als Strafe für die Teilnahme an dem vor zwei Wochen durchgeführten Generalstreik geschlossen wurden. Elbenfalls wurde einer arabischen Autobusgesellschaft die ihr aua dem gleichen Grunde entzogene Lizenz wieder erteilt. Die arabischen Besitzer hatten in einem Schreiben an den israelischen Militärkommandanten ihr Verhalten bedauert. Die anti-israelische De monstration in Ei Arisch war die erste Kundgebung gegen Israel, seit die Stadt im Juni erobert wurde Vorher waren Flugblätter verteilt worden, die zum Generalstreik aufforderten. Diesen Aufruf beantworteten die arabischen Händler mit der Weigerung, ihre Läden zu öffnen. Ander« Araber wälzten grosse Stein« auf di«. Hauptstrasse der Stadt, um den Verkehr zu behindern, und hissten die ägyptische Fahne. In El Arisch wurden zahlreiche Aegypter eingeschlossen, als die israelischen Trusppen die Stadt einnahmen, und Aegypten hat sich bisher geweigert, seine dort verbliebenen Bürger wieder auf zu. nehmen. Der Generalstreik und die Demonstration fielen zeitlich mit der Ankunft einer Gruppe von Israelis zusammen, die & Arisch besichtigen wollten, nachdem di« Stadt für Besucher ohne Sondererlaubnis freigegegebn worden war. (ITA> Zum Tod eines Nazis von JOEL LIEBMANN FRANTZ Der Bericht, den die United Press über die Ermordung des nordamerikanischen Naziführers George Lincoln Rockwell veröffentlichte, liest sich wie ein billiger Kriminalroman. Dass die amerikanischen Behörden einen solchen Mann auf treten Hessen, mag verwunderlich erscheinen. Man hat mit Recht angenommen, dass sein Treiben nicht sonderlich gefährlich ist. Immerhin hatte Rockwell ein Programm aufgestellt, das durchaus nicht „harmlos“ war Wollte er doch alle amerikanischen Neger nach Afrika deportieren, die Juden sterilisieren, ihre Vermögen konfis zieren und alle „Verräter“ aufhängen, zu denen er ausdrücklich die beiden früheren USA.Präsidenten Truman und Bisenhower zählte, die ihn nun ebenso wie der Präsident des Obersten amerikanischen Gerichtshofes, Bar! Warren, überlebt haben. Rockwell war amerikanischer Marine Offizier, hat am Zweiten Weltkrieg und am Korea Krieg teilgenommen, bevor er 1959 seine Nazi-Partei gründete, die sich der echten nazistischen Symbole, vor allem des Hakenkreuze« und des Hitler-Grusses, bediente. In ihren braunen Uniformen wirkten die Rockwell-Nazis mit ihrem lauten Gebaren in Amerika ein wenig grotesk, sodass man sie nicht immer „für voll genommen“ hat. Sie erregten durch verschiedene, eigentlich nur gelegentliche Gewaltakte und antijüdische Demonstrationen allgemeines Aufsehen. Rockwell un. terhielt auch Beziehungen zu anderen ähnlichen Bewegun- gen, die eine Riickentwicklung in die braunen Zeiten auf ihre Fahnen geschrieben haben. In der faschistischen Internationale war Rockwell aktiv tätig. Rockwell wurde unter merkwürdigen Umständen von einem Partei-Konkurrenten erschossen. Sein greiser Vater soll über diesen Tod seines Sohnes nicht weiter erstaunt gewesen sein. Er meinte, sein Sohn habe vor seinen Gefolgsleuten mehr Angst gehabt, als diese vor ihm. Im übrigen hatte Rockwell ein Hobby: er sammelte SS-Unifor men und Hakenkreuzarmbinden... Der Fall als solcher erinnert ein wenig an den Mord an Horst Wessel, der später von der Nazipartei idealisiert worden ist Ob di« Motive in beiden Fällen die gleichen waren, ist bisher nicht bekannt (Schluss auf Seite 2) Zur Überwindung der Spannung Jerusalem. — Der Angriff, der am vergangenen Wochenende gegen Einheiten der israelischen Armee und Polizei in der Nähe von Jerusalem verübt wurde, zeugt für die wachsende Spannung zwischen den Arabern und der israelischen Verwaltung. Hierfür sind nach Ansicht der meisten Beobachter folgende Faktoren ausschlaggeben: die Araber erfahren von den israelischen Plänen für das westliche Jordanufer und den Gazas'reifen, aber sie hören auch die drohenden Ankündigungen der arabischen Propaganda, die von den Rundfunksendern in Kairo und Amman verbreitet wird. Die Lage in Jerusalem wird als verschlechtert betrachtet. Man weist darauf hin. dass eine psychologische Scheidewand die alte Mauer aus Stein ersetzt hat, welche Juden und Araber voneinander trennte. In dieser Stadt wenden die Ara ber spitzfindigere Mittel an als in El Arisch, wo sie mit ägyptischen Fahnen gegen Israel demonstrierten; hier in Jerusalem weigern sich die Richter. Gerichtssitzungen abzuhalten, und die Lehrer wollen nicht mit den israelischen Behörden kooperieren. Der erwähnte Zwischenfall beweist, dass es nicht nur notwendig Ist, strengere Sieherheitsmassnahmen durehzu führen sondern auch eine Klarstellung der politischen Ziele Israels in diesem Gebiet und anderen besetzten arabischen Territorien am Platze wäre. (TTA)