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Jüdische Wochenschau · 1967-08-11 · 2230 (11.8.1967) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2230 (11.8.1967)
Date
1967-08-11
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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¡fiantes, 11 de Agesto «le 1967 LA SEMANA ISBAELITA Año XXVIII. — N* 2&30 — 5 [,AETTENî ePP«nbai ”?e silberne m August "5 geprägt Renken an über seine darstel. Münze mit von lo il? der Klastei Stät, und das brin den zu sehen ier Mün. i der islungsarbl der « àâi Ml Hut betrug ündung 25.000 n Land tt 1.320 Itverwal beschlosich Josef enennen, iigern im Jbetto in n Bimuss, st des ¡r Ge. ssiven unter einen en. flichtteKa-? Hier Vers: a Herz i hier »issen: i Herz e Herz, nagen 1 A« 8 AI 9. AW 10. AW 11. Ai 12. Art 13. Aw . 7:13) 14. A« 15. A* 10. AW W. A* 18, Af ». A* Wunder im Mittelosten In der Schweiz wiederholen Ale Leute den Ausspruch eines Witzboldes und raten ihjpen Freunden; ..Wenn Du Aegypten sehen willst, dann ¡tritt in die Israel-Armee ein.“ Es ist erstaunlich, wenn man nachdenkt, wie überall In der Welt der Nachhall des (deinen Krieges in Mittelost Ku spüren ist. ln sechs Tafen schuf der Herr die Welt, •o sagt die Babel, und in sechs Tagen, so scheint es, Lat das kleine Israel so etwas Wie eine neue Welt geschaffen. Die Araber wurden besiegt und das mächtige Mos. kau, das durch seine schamlose Aggression ein Land »ach dem anderen geschluckt Lat und Jetzt nach dem Mond greift, musste eine schwere Niederlage einstekvon DAVID SCHWARTZ tionalen Probleme durch diesen kleinen Krieg auch irgendwie berührt und in ihren Aspekten gewandelt wurden. Niemand wundert sich mehr darüber als Israel. Ja. viele der religiösen Juden dort nennen dies ein Wurider, und wer könnte mehr von Wundern verstehen als das Volk dieses Landes? Abergläubische haben sogar herausgefunden, dass in der jüdischen Zahlenlehre, Kosygin dem alten Feind Israels Amalek gleichgesetzt werden muss. Selbst General Jizchak Rabin, der den gleichen An. spruch wie Mosche Dajan auf den Ruhm hat, nennt den ken. Weizmann sagte einmal: „Bin guter Jude muss an Wunder glauben, wenn er ein Realist ist.“ Wir haben von den Wun. dern gehört, welche die israelische Luftwaffe vollbrachte. Mayer Weisgall vom Weizmann-Institut erzählte bei seinem kürzlichen Besuch in den USA, wie die Algerier den Aeg.vptern zu Hilfe eilten, nachdem diese alle ihre Flugzeuge verloren hatten. Algerien schickte zwei Dutzend Flugzeug«, doch um die Dinge zu beschleunigen, wurden diese Apparate nach El Arisch dirigiert, bevor die Algerier noch wussten, dass diese Stadt schon von den Israelis erobert worden war. In der Israel-Armee gibt ös jedoch viele junge jüdische Alrvawl SWARSENSKY: Walther (LEBEN, WERK Das starkbeschädigte Amphitheater auf dem Skopusberg ken. Kosygin und Podgömy reisten wie aufgescheuchte Hühner in der ganzen Welt herum, nach Kairo, Washington, Paris, und sannen zweifellos auf Rache. Russland verlangt, dass Is. rael den Arabern Entschädigung zahlen soll. Der alte Pharao wollte auch Entschädigung von den Kindern Israel haben, und Moses gab den Aegyptern einen Scheck auf die Rote-Meer-Bank. Die Israelis haben ihnen einen Scheck auf die gleiche Bank gegeben. Auch China ist betroffen. Die Israelis haben erhebliche Mengen von Waffen erbeutet, die Peking geliefert hat. Vietnam ist be. troffen. Es steht beinahe ausser Frage, dass alle interna- Sieg ein Wunder. ES ist eine alte Sitte der Besucher der Tempelmauer in Jerusalem, beschriebene Zettelchen in die Ritzen der Steine zu schieben, und General Rabin, der kein Verdienst für sich selbst beansprucht, schrieb ein Psalmwort auf ein Stückchen Papier, um dem Ewigen für seine wunderbare Hilfe zu danken. Wir leben in einem Zeitalter der Wissenschaft, in dem der Glauben an Wunder abgenommen hat. Doch bei der Betrachtung der letz, ten Ereignisse ist man geneigt, über einen klugen Ausspruch des grossen Zioni. sten, Dr. Chaim Weizmann, der auch ein berühmter Wissenschaftler war, nachzuden- CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 - 1017/18 j 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER M IHenbjr M. — TEL IVIV — P.O.B. M44 gerier, die fliessend Arabisch sprechen, und diese gaben den algerischen Piloten Landungssignale. Und nachdem sie gelandet waren, gaben sie ihnen ein anderes Zeichen, das bedeutete: ,Hände hoch!“ Das Wunder dieses Krieges erscheint noch grösser, wenn man bedenkt, wie sich die Araber mit ihrem Sieg, dessen sie so sicher waren, brüsteten. Shukairy hatte seine Freunde zu einem Bankett in Tel Aviv eingeladen. Nasser prahlte, er werde Israel vernichten. Syrien drohte, es würde alle Juden erschlagen Ein israelischer Soldat berichtete, wie er und seine Kameralen folgende Ankiin. digung von Radio Kairo hörten; „Unsere siegreichen Truppen marschieren auf Te] Aviv. Haifa steht schon in Flammen. Die Israelis sind von Panik ergriffen. Wo ist General Dajan jetzt? Er hat sich in einen Keller verkrochen, dieser Feigling. Hört Ihr Juden, rennt um Euer Leben/' Die israelischen Soldaten brüllten vor Lachen, als sie dies vernahmen. Sie standen schon in Suez. Dr. Weizmann hatte recht: Wenn wir Realisten sind, so können wir die Möglichkeit von Wundem nicht leugnen. Aber es versteht sich, dass ein wenig Bescheidenheit auch am Platze ist. Unsere alten Rabbiner sagten, Gott habe Moses die Zehn Gebote auf dem Sinai verkündet, weil der Sinai nur ein kleiner Berg war. (8. Fortsetzung) Dann folgte der deutsche Zusammenbruch, der Sturz des Kaiserreiches, die Revolution. Ratheiiaus Einstellung zu diesem Geschehen ergab sich aus seinen Schriften. Seit Jahren hatte er gegen da? herrschende System in allen seinen Auswirkungen Stellung genommen. Aber die Revolution nahm keine Notiz von ihm Er se'bst schrieb: „Als die Revolution kam, waren alle sich einig, dass man mich los 6ein wollte.“ Rathenau aber gab den Kampf um seine Position und seinen Einfluss nicht auf. Er wollte an der Neugestaltung Deutschlands seinen Anteil haben. Sofort ergriff er eine Initiaive, um durch einen „Demokratischen Volksbund“, dessen Programm er entworfen hatte, die Zusammenberufung einer Nationalversammlung und damit die Herstellung normaler, geordneter Verhältnise zu sichern. Aber an der Nationalversammlung nahm er nicht teil; er wurde nicht als Kandidat auf gestellt. Er war tatsächlich beiseite geschoben. Man wollte ihn los werden... Als auf der Nationalversammlung zwei Vorschläge aus dem Ausland vorgelesen wurden, mit welchen die Wahl Hindenburgs und die Wahl Rathenaus zum Präsidenten Deutschlands vorgeschlagen worden ist. brach grosse Heiterkeit aus, wodurch Rathenau schwer gekränkt war. Der Text dieses merkwürdigen Kabels lautete: „Zum Präsidenten Deutschlands schlage ich im Namen vieler Auslandsdeutscher unseren von Freund wie Feind im Inland und Ausland gleich hochgeachteten und weitblickenden Walther Rathenau vor. Er werde unser Führer“. Das Telegramm kam aus Stockholm und war mit Eugen Mueller unterzeichnet. Mit d«r Republik begann ein weiteres, das letzte Kapitel im Leben Walther Rathenaus. VI. Die Weimarer Republik Die Weimarer Republik war der erste Versuch, aus dem preussisch-deutschen Gbrigkeitsstaat eine Demokratie zu machen. Die Absichten der zur Führung ge. langten Kreise waren die besten, wofür di« Weimarer Verfassung ein beredtes Zeugnis ablegt, deren Entwurf von einem jüdischen Professor, Hugo Preuss, gemacht worden ist. Jedenfalls sollte, wie es ochon im 1. Artikel des Grundgesetzes hiess, „die Staatsgewalt vom Volke ausgehen.“ Mit dem lapidaren Grundsatz, „Alle Deutschen sind vor dem Gesetz gleich“, waren die letzten noch vorhandenen Schranken einer Zurücksetzung der jüdischen Bevölkerung gefallen. In der Tat haben die Juden in den kurzen Jahren der Weimarer Republik ihre völlige Gleichstellung gehabt und verteidigt, als die Hydra des Rassenhasses immer mächtiger wurde. Aber die Weimarer Republik stand unter keinem glücklichen Stern. Die Alliierten, die nach dem Zusammenbru h des Dritten Reiches aus den Fehlem der Nachkriegsjahre nach 1918 gelernt haben; halfen den demokratischen Kräften der jungen Republik in keiner Weiso, gegen die immer noch mächtige Reaktion gegen den Ansturm der Kommunisten und Anarchisten oder gegen die vielen Gruppen der Rechtsextremisten aller Schattierungen Front zu machen. Die demokratischen Regierungen nach der Errichtung der Republik führten bis zum letzten Tage ihrer Existenz im Jahr vor der nationalsozialistischen Machtübernahme einen verzweifelten Kampf, um den völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch und die Massen-Arbeitslosigkeit aufzuhalten, die den iechten Nährboden für alle Extremisten geliefert haben. Zu den ohnehin grossen Schwierigkeiten, die durch einen verlorenen Krieg und durch den Zusammenbruch der bestehenden Ordnung hervorgerufen worden sind, traten die Gefahren einer Zersplitterung durch den Abfall einiger Länder wie Rathenau UND WOLLEN) Bayern und durch andere Separanstcnbe. wegungen hinzu. Die grösste Last aber, die auf der jungen Republik ruhte waren die erbarmungslosen Bedingungen, die von den Siegern gestellt wurden, vor allem von Frankreich, das durch eine vö iige Drosselung des besiegten Deutschlands die Möglichkeit eines neuen Angriffskrieges vermeiden wollte. So verständlich diese Bestrebungen und Massnahmen auch vom f ¡ anzösischen Standpunkt gewesen sein mögen, so verhängnisvoll mussten sich die übermässig harten wirtschaftlichen und finanziellen Anforderungen auf die Entwicklung der Weimarer Republik auswirken, durch welche der Opposition immer wieder neue Argumente gegen die Regierung geiiefert und die primitiven nationalistischen Instinkte einer hungernden, frierenden und verzweifelten Bevölkerung hochgepeitscht wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Verlauf die Deutschen sich ungeheuerlicher Verbrechen schuldig gemacht hatten, beschritten die Alliierten den umgekehrten Weg: sie reichten dem Besiegten die Hand und förderten mit allen Mitteln dessen wirtschaftlichen und demokratischen Auf- Lau. Diese Chance hatte die Weimarer Republik niemals. Sie wurde für den Bankrott des Kaiserreiches, das von den zur Regierung gelangten Kräften gestürzt worden war, verantwortlich gemacht und konnte — aus historischer Sicht betrachtet — der ihr aufgebürdeten Last nicht gerecht werden. Für den Zusammenbruch der Republik und damit für die Wegberritung des Nazifaschismus sind die Alliierten mitverantwortlich. Wenn man die beinahe lückenlos vorhandene Dokumentation überprüft und von den neuesten Forschungen über die Weimarer Epoche Kenntnis nimmt, begreift man erst in ihiem vollen Umfang die Schwierigkeit der Aufgabe, die vor allem den ersten Reichslegierungen nach dem verlorenen Weltkrieg gestellt worden sind. In dieser schlechten Situation, in welcher sich die deutsche Bevölkerung in den damaligen Hungerjahren und in der langen Zeit der Beschäftigungslosikeit befand, suchten und fanden "alle Jene Elemente, die sich das Leiden ihrer Mitbürer zum billigen Propagandastoff machten, in der leichten Lage, sofort einen Schuloigen zur Verfügung zu haben, der für alle Entbehrungen, Enttäuschungen und Beschwernisse verantwortlich gemacht werden konnte: die Republik und die Juden, mit einem Wort: die verjudete Republik. Mit einem Mut, der Bewunderung verdient, gingen die Gründer und leitenden Persönlichkeiten der Weimarer Republik ans Werk, um ein demokratisches und freies Deutschland aufzubauen, das nach inrer Vorstellung ein nützliches Mitglied der Völkerfamilie werden sollte. An diesem Aufbau wollte Rathenau mit wirken, der alle menschlichen, geistigen, moralischen und politischen Voraussetzungen in seiner Person erfüllte, die für diese Aufgabe erforderlich gewesen sind. Aber „man. wollte ihn los werden“. Die Partei, der er sich verbunden fühlte, und der sein Namen auch Glanz verlieh, die Deutsche De ■ rrokratische Partei, hat ihm niemals zu einem Mandat im Reichstag verholten ob der Mann Rathenau oder die Partei hieran die Schuld trägt, ist eine nicht geklärte F-age. Dennoch wuchs der Einfluss Rathenaus nach kurzer Zeit, als der katholische Politiker, Dr. Joseph Wirth, zum Finanzminister ernannt worden ist. Der sittliche Ernst und die christliche Grundanschauung, die Wirth auszeichneten, vor allem seine Ueberzeugung, dass es auf die Seele des Menschen ankomme, bildeten ein tief innerliches Band zwischen diesen beiden Männern, die übrigens auch gleiche wissenschaftliche Interessen hatten W'rth als Mathematiker, Rathenau als Physiker, die beide sich mit Philosophie beschäftigten und beide einsame Menschen gewesen sind. (wird fortgesetzt) Meinung^imfrage Rio de Janeiro. — Ueber 96 Prozent der Einwohner von Rio de Janeiro sind der Meinung, dass die Brasilia, »er, sollten sie sich für Israel oder die arabischen Staaten entscheiden müssen dafür sein wurden Israel zu unterstützen. Dieses Ergebnis erbrachte eine Umfrage, welche von der grössten Zeitung „Jornal do Brazil“ veranstaltet wurde. (ITA’» H.«, Fiambres Finos “FRIGUINCIA ff MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA

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