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Jüdische Wochenschau · 1967-08-04 · 2229 (4.8.1967) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2229 (4.8.1967)
Date
1967-08-04
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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A. C. L B. A. ARAOZ 2854 Tel.: 71-9059 — 72-2725 ■ARTENVERKAUF FUER DIE GOTTESDIENSTE ZU DEM HOHEN FEIERTAGEN VMtaiMt nur für Mitglieder Sonntag, den 20. August, Von 10 bis 12 Uhr. Montag, den 21. August, und Dienstag, den 22. August Wn 1« bis 20 Uhr. Nenerfeuf für Mitglieder »nd Gäste: Sonntag, den 27. August, Von 10 bis J2 Uhr. Montag, den 28. August, und Dienstag, den 29. August von 18 bi« 20 Uhr. Die Karten für unsere Jugend werden an den gleichen Tagen wie die Karten für die erwachsenen ausgegeben. Wir bitten zu beachten, dass der Kartenverkauf für Mitglieder nur gegen Vorzeigung des gültigen Carnets stattfindet. Ebenfalls bitten Wir die alten Karten zur schnelleren Abfertiung mittu-ingen. jTeatre Mitrc Der Manager des Jüdischen Künstiertheaters. Herr Leo Narepkin, hat die israelischen Habima-Künstler Lea König und Zvi Stolper zu einem Gastspiel nach Argentinien engagiert und wird die Komödie des bekannten israelischen Autor Aron Meged „Bereschit‘‘ er stauf führen. Das Mitre spielte bereits vor kurzer Zeit das Drama ,,Hanpa Szenesch“ von Meged. Zvi Stolper wird die Inszenierung und Regie innehaben; er hat ein gutes Ensemble der besten jüdischen Schauspieler zusanvmengesteilt. Die beiden israelischen Künstler sind bereits in Buenos Aires eingetroffen. Die Proben sind in vollem Gang. Die Gast-Schauspieler gehören den Spitzenkünst- Jem des israelischen Theaters, das zu den besten der Welt gehört; sie werden auch in anderen iateinamerikanisehen Ländern spielen. Als Gast in Brasilien Sao Paulo. — Jael Dajan kam als Gast nach Sao Paulo, wo sie von Publikum und Presse begeistert empfangen wurde. Sie sprach auf einer Veranstaltung vor 2.000 Personen über die Lage im Mittelosten und wurde später vom Gouverneur des Staates, Roberto Abreu Sodre, in Audienz empfangen. Sie gab eine Konferenz für die Presse und trat auch in der Television auf. (ITA) Spende Jerusalem. — Die englische Familie Rothschild spendete im Rahmen der Sammlung für-die Einordnung von Neueinwanderern 1 Million. Delegation verhandelt nicht Die jüdische Gemeinschaft in Griechenland hatte eine Delegation bestehnd aus Minor Levis und Ascher Missis gewählt, die bei der griechisehen Revolutionsregierung gegen das neue Gesetz auftreten sollte, das Berufung auch von nichtjüdischen Mitgliedern in jüdischen Organisationen zuiässt. Auf diese Weise hatte sich der Staat ein Aufsichtsrecht sichern wollen. Nunmehr beschlossen die jüdischen Führer auf Grund von im letzten Moment aufgetretenen Meinungsverschiedenheiten, die Entsendung der Delegation jai annullieren. Statt dessen überreichten sie dem Religionsministerium eine Liste von 10 Kandidaten für Berufung in die neue Leitung des Gemeindeverbandes und des Fonds für erbloses Eigentum ■—d.h. sie fanden sich mit dem Gesetz, da6 Ernennung von Nichtjuden zulässt, widerspruchslos ab. Briefmarken- Ansstellting Jerusalem. — Im Jahre 1968 soll anstatt der fallengelassenen Briefmarken-Weltausstellung im Einvernehmen mit dem Postministerium eine nationale Ausstellung von Briefmarken stattfinden, die gleichzeitig mit dem „Congress of Israel, Holy Land and Judaica Collectirvg Societies“ der Welt verbunden sein wird. Besuch im heiligen Land Tel Aviv. — Eine 26köpfige Gruppe junger deutscher Katholiken hielt sich drei Wochen in Israel auf. Neue Bücher VEROEFFENTLICHÜNOEN DES WELTKONGRESSES Ehe Schriftenreihe „Biblioteca Populär Judia“, die vom Büro der Südamerikanischen Executive des J üdischen Weltkongresses unter der umsichtigen Leitung von Mark TURKOW herausgegeben wird, ist in den letzten Wochen durch einige neue Publikationen bereichert worden. Aus der Feder von Eugen RELGIS wird eine sachkundige Studie über Stefan Zweig vorgelegt, die auf einigen dreissig Seiten alles Wesentliche über Leben und Werk des grossen Schriftstellers zur Darstellung bringt Die drei Etappen des Schaffens Zweigs werden lebendig Namen und Werke tauchen auf, die uns allen einmal viel j besagten, heute — kaum zu glauben — mitunter vergesi sen wurden. ,,Der grosse Eu- | ropäer”, der Stefan Zweig 1 war. ersteht noch einmal vor j dem geistigen Auge des Le-! sers, der sich mit dem Werk des Dichters erneut verbunden fühlt. — Leon DUJOVNEs Arbeit über Moses Hess ruft die Erinnerung an eine der interessantesten Erscheinungen de6 deutschen Judentums wach, an jenen „roten Rabbi“, der im frühsozialistischen Lager stehend, in seinem „Rom und Jerusalem“ die zionistische Vision — beinahe vom ,grossen Publikum seiner Zeit unbemerkt — entwarf, wie sie nur einige Jahrzehnte später lebendig und wirklichkeitsnah wurde. Prof. Dujovne. einer der besten Sachkenner der Materie, verstand es in dieser Broschüre aufzuweisen, wie das Wirken von Hes« noch heute spürbar ist. — David ELNECAVE macht die in ihrer Art einmalige historische Erscheinung des Jeremias lebendig, als würde er HARDI SWARSENSKT: . K£A£n KAyemET cetsfuiec PP isrov*?. COMITE CENTKOEURurtvu Corrientes 2294 — Fl. Stock — T. E. 48-3695, 48 5683 El Presidente de Israel participará en la Plantación del Bosque Buber El Presidente de Israel, Sr Zalman Shazar hat prometido participar en la ceremonia de plantación del Bosque Martín Buber, la cual tendrá lugar en Ha-Zorea, en los Montes des Menashe. La promesa fué hecha a una delegación del kibutz Ha-Zorea que recordó que el Profesor Martin Buber pidió que se plantase el Bosque cerca de este poblado, con cuyos habí- THEODOR HER2L GESELLSCHAFT Die Gottesdienste an den Hohen Feiertagen (3. bis 14. Oktober) finden — wie in früheren Jahren _ im Salen Sarmiento 2523 Matt. Kantoren: E. Jungmann u. i. Gurevich mit verstaerktem Chor Die Erneuerung der Plaetze des Vorjahres fandet im Salon an folgenden Tagen statt: Sonntag. 20. Aug. 10—12 Uhr Mittwoch. 23. Aug. 19—21 Uhr Sonntag. 27. Aug. 10—12 Uhr Nach diesen Tagen verfügen wir über die niehterneuer ten Pliitae. Deshalb bitten wir, die vorstehenden Daten einzuhalten. Ein entsprechendes Rundschreiben ist an alle Vorjahrs- Teilnehmer gesandt worden. — Bei Nichterhalt bitte mit genauer Adressen-Angabe zu reklamieren unter 78-7696 oder 38-581«. tantea mantuvo estrechas relaciones. El Bosque Martín Buber es plantado por el KKL con contribuciones de los numerosos amigos y admiradores que el Professor tenía en Europa. Ellos habían planeado originalmente el Bosque como un regalo a hacerle al gran filósofo en ocasión de su 85avo cumpleaños. Aus unserer Arbeit: BESTE BUECHSEN IM MONAT JULI: Enrique Berlowitz, Pauli De Beer, Judith Chinsky, Enrique Feniger, Elsa Goldschmidt, Robertito und Pablo Goldschmidt, José Hol'06i. Ana Jacobson, Emilio Klipstein, Heriberto Kolodzinski, Francisco Kolodzinski, Norberte Korn, Familien Latzer und Loewy, Ernesto Neumann, Werner Rosenberg, Julio Rosenthal, Ricardo Weis, Ida Wetzler, Edgar Wolff, Siegfried Wolff. Wir danken allen unseren Freunden. Pflanzt Bäume bei jeder Gelegenheit aus Solidarität mit Israel im „Bosque Independencia Argentina“. ßlumenabloesung in Form von Glückwunscb- sowie Trauer . Telegrammen und Baumdiplomen oei jeder Gelegenheit bitten wir unter folgenden Telefon-Nummern aufzugeben; 70-4696 Sra. Blumenthal 11—13 Uhr 64-2965 Sra. Lubascher 54-320G Fr!. Werthvimer 48-5683 Sekretariat 48 3695 „ V/alther Rathenau (LEBEN, WERK UND WOLLEN) (7. Fortsetzung) Damit war Rathenau zu einer Schlüsselfigur der deutschen Kriegsführung und Kriegspolitik geworden, er, der bis zum letzten Augenblick vor diesem Krieg gewarnt und ihn zu verhüten versucht hatte. Mit welchem Weitblick und mit welcher Tatkraft Rathenau die Rohstoffversorgung in kurzer Zeit organisierte und sicherte, wie er mit den Widerständen der Militärs kämpfen und sie überwinden musste, das ist ein Kapitel für sich, das den überlegenen Geist und die grosse Tatkraft Rathenaus unter Beweis stellt. Rathenaus Zähigkeit und Uetoer legen heit waren stärker als die vielen Schwierigkeiten, die ihm von den Militärs gemacht wurden, ihm, dem Zivilisten um! Juden. > ül er erkannt und gutgemaoht hatte, was sie in langen Friedensjahren versäumt hatten. Die von Rathenau organisierte Rohstoffversorgung machte sich bald auch auf die alliierte Kriegführung bemerkbar. Nach Erfüllung dieser praktischen Aufgabe legte Rathenau sein Amt nieder, das er getroßt einem Nachfolger übergeben konnte. Sein stets wacher Geist wandte sich neuen Problemen und Aufgaben, und vor allem der Frage zu, was nach dem Kriege kommen werde. „Von kommenden Dingen" sprach er. Hierüber schrieb er. Das war der Titel eines Buches, das er noch während des Krieges (im Februar 1917) veröffentlichte. Eine neue, eine andere, eine bessere Gesellschaft schwebt ihm vor, in welcher die krassen Gegensätze zwischen den Reichen und den Armen ausgeglichen, wenn nicht gar überwunden werden sollten. Eine geplante Wirtschaft, in welcher der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht die Mechanisierung, soll die sozialen Probleme lö6en. Der Staat soll stärker in das Denken und Bewusstsein seiner Bürger treten, die — im Gegensatz zu den bisherigen Feudalsystemen — an der Gestaltung des Staates und ihrer eigenen Gegenwart wie Zukunft beteiligt werden müssen. Der Verbrauch ist nicht mehr Privatsache des einzelnen Bürgers, sondern Sache der Gemeinschaft, Sache des Staates, der Sittlichkeit und der Menschheit. Wirtschaftlich betrachtet ist die Welt eine Vereinigung Schaffender. Wer Arbeit, Arbeitskraft und Arbeitsmittel vergeudet, beraubt die Gemeinschaft. In seiner Schrift „Von kommenden Dingen“ finden wir auch andere Thesen: „Der Satz: Wirtschaft ist Sache aller, bedeutet den ersten Schritt ins Reich des Künftigen“. Die Bahn ist daher frei für eine Neuregelung der Besitzverhältnisse und einen Ausgleich der Besitzunterschiede durch den Staat. Rathenau wendet sich gegen das „Bildungsmonopol“, das Kindern reicher Eltern gesichert ißt. Er schreibt: „Unsere Zeit... ist müde zu bemänteln. dass an jedem Staatsbürger, dem von seiner Kindheit an die Bildunesmittel der Epoche vorenthalten werden, ein Raub geschieht; ein Raub am Menschen und ein Betrug am Staat.“ Das waren alles Forderungen, die von „bürgerlicher“ Seite und dazu von einem Grossindustriellen niemals geäussert worden waren Rathenau verlangt eine „Politik des wirtschaftlichen Ausgleichs aus sittlicher Notwendigkeit“. Wie weit er sich dessen bewusst war, dass diese und ähnliche Postu- Jate altem jüdischen Gedankengut entsprachen, ist nicht bekannt. Nach der Niederlegung seines Amtes setzten Verdächtigungen gegen Rathenau ein, die antisemitischen Charakter tragen. Er selbst sohrieb in einem Brief an Emil Ludwig: „Dass ich als Privatmann und Jude unaufgefordert dem Staat einen Dienst geleistet habe, können beide beteiligten Gruppen mir nicht verzeihen, und ich glaube nicht, dass zu meinen Lebzeiten diese Steilung sich ändert.“ Mit dieser Bemerkung sollte er Recht behalten. Rathenau wurde immer stärker Ausgangspunkt und Zielscheibe rüder antisemtii- «cher Anrempeleien, bis dann die völkischen Kreise ihn ermordeten. Der Tod seines Vaters drängte Walther Rathenau in eine Einsamkeit auf der Höhe. Er schrieb: „Mein Leben beginnt still zu werden, und der Abend bricht an.“ Fr selbst hielt die Rede am Grabe des Vaters, was man ihm als Eitelkeit auslegte. Noch nach mehreren Jahren schreibt er: „Seitdem mein Vater und mein Bruder tot sind — für mich sind sie es nicht — hat es keinen Mann gegeben, von dem ich im höchsten Sinne sagen könnte, dass er mein Freund sei.“ Kurz nach dem Tode des Vaters schrieb er: „Spät haben wir uns gefunden, mein Vater und ich; erst kam Achtung, dann Freundschaft, zuletzt Liebe.“ — (wird fortgesetzt) unter uns Heutigen weilen. Die lesenswerte Broschüre transponiert den Jeremias als eine in seiner Zeit wirkende Persönlichkeit und macht damit aus dem „weltfremden“ Propheten einen Juden, der dank seiner überragenden Persönlichkeit nicht weltfern, sondern seinem Volk nahe für alle Zeiten gelebt, gedacht, gesprochen, gewirkt und gelitten hat. Josef FRA ENKEL schreibt über Nachum Goldmann, dessen Werdegang, Arbeit, politisches und geistiges Schaffen, dessen politisches Wirken und dessen Gedanken in einer spannenden Form dargestellt werden Fraenkel, unserer. Lesern als jahrelanger Mitarbeiter der Jüdischen Wochenschau bekannt, ist einer der grossen Kenner des Werkes und der Arbeit Goldmanns, der rechte Interpret eines Manne«, dessen Genialität ebenso wie seine Hingabe füi sein Volk, dessen „Advokat“ er seit Jahrzehnten ist, anerkannt und geschätzt ist. — „Tische der Solidaritaet“ am Sonntag, den 13. August von 10 — 12 Uhr erwarten wir ALLE, die bisher nicht für die Aktien 1967 der EINHEITSKAMPAGNE gezahlt haben, je nach Wohnsitz an den folgenden Stellen: N> mm Gemeindehaus Lamroth HakoL Caseros 1450, ord-Zone: Florida B eIgrano : Gemeindehaus NC1, Arcos 2319 Zentrum - Palermo: Haus der ACIBA' Ara©* 2854 Beweisen Sie in diesem für das jüdische Volk historischen Jahr: Jüdische Solidaritaet JOMITE CENTR0EUR0PE0 DE LA CAMPAiiA UNIDA (Keren Hajessod) SARMIENTO 2376. ffl. — T. E. 47-3820

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