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Jüdische Wochenschau · 1967-08-04 · 2229 (4.8.1967) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2229 (4.8.1967)
Date
1967-08-04
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viere«*, 4 4k> Agssis 4« 1MI LA lltltl IlllttITá Aña XXVIM. —i N* 2*» 'Jüdische Heiligtümer Tranajordanische Brietmar. Icen, Streichhölaer mit arabischer Aufschrift, holzgesohnittene Kamele, zu einem Davidstern gebundene Glasperlen , parfümierter Puder aus Schanghai — Kinder, Jungetis, Männer bieten sie Una an, als wir in Hebron haltmachen. Die Souvenirläden sind geöffnet. Auf den Feldern arbeiten arabische Bauern. Die Honoratioren der Stadt sitzen im Gafé — bis zur Polizeistunde um 6 Uhr nachmittags. Aus den Häusern sind die Bilder von Nasser und Hussein yer. sohwunden. Hier und da sieht man einen israelischen Tank, ein ausgebranntes Auto, einen arabischen Polizisten — allerdings unbewaffnet. Hebron mit seinen Olivenhainen, Kirschbäumen, Weinbergen, malerischen Gassen sieht nicht so aus, als ob es vor wenigen Tagen noch Kampfgebiet gewesen wäre. Diese Stadt von 32.000 Arabern im judäischen Hügelland, die bis zum 6. Juni unter transjordanischer Verwaltung stand, war für ihren militanten Chauvinismus berüchtigt, als sie noch zum palästinensischen Mandatsgebiet gehörte. Heute zum ersten Mal in Jahrhunderten werden Juden höflich empfangen — weil hinter ihnen die Gewehre der israelischen Soldaten stehen. Im Zentrum der Stadt ist die Höhle Maohpela, das Erbbegräbnis der Erzväter Abraham, Isaak und Jakob, und ihrer Frauen, Sara, Rebekka und Lea — eine heilige Stätte sowohl des Islams wie der Juden. Ueber die Höhle hatten die Moslems eine Moschee gebaut und Juden verboten, die Treppe über MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T V 35 - 7033 v«m HERBERT FREEDEIS die siebente Stufe hinaus zu betreten. Als um die Jahrhundertwende der englischjüdische Philanthrop Sir Moses Montefiore einen Freibrief des Sultans vorwies, sagte ihm der Kadi von Hebron- ,,Hier steht, dass Sie in die heilige Höhle eintreten dürfen; aber nichts davon ist gesagt, dass Sie auch wieder herauskommen!“ Jetzt ist die Stätte Besuchern jedes Glaubens offen. Die orientalischreichen Teppiche der Moschee liegen noch da, aber an den gewaltigen Sarkophagen drängen sich die Beter. Chassidim tanzen im Vorhof, und der Gesang frommer Juden steigt auf in die byzantinischen Deckengewölbe des muselmanischen Gotteshauses... Nur Stammutter Rachel hat ihre eigene Grabstätte, eine halbe Autostunde entfernt, bei Bethlehem. Hier pflegten Mütter für ihre Kinder zu beben, Frauen für ihre Fruchtbarkeit. Der kleine Grabtempel steht unverändert wie vor neunzehn Jahren als dieser Teil des Heiligen Landes transjordanisches Staatsgebiet wurde. Unversehrt ist die Tafel mit den Worten des Profeten Jeremias: ,,Rachel weint über ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder... Lass Dein Schreien und Weinen und die Tränen Deiner Augen, denn Deine Mühe wird noch belohnt werden, spricht der Herr.“ Schreien und Weinen tönt uns entgegen, als wir die Stätte betreten. Mütter haben sich an das Grab geworfen und klagen um ihre Söhne, Frauen beten um ihre Männer, die verwundet wurden. Fast 700 Gefallene hat das kleine Volk Israel in sechs Tagen verloren und 250 Schwerverwundete kämpfen noch um ihr Leben.., ,,Glauben Sie, dass diese Heiligen Stätten der Juden in israelischem Besitz bleiben werden?“, frage ich unseren Reisebegleiter, einen Lieutenant der israelischen Armee, im Privatleben Biologiestudent. „Wenn die Araber nach 19 Jahre endlich unseren Staat anerkennen würden, dann wäre es nicht wichtig, ob diese Stätten zu Israel oder zu einen» Nachbarland gehörten“, sagt er ohne Zögern. „Die Hauptsache ist Friede.“ Wenn Juden, wo auch immer in der Welt, beten, wenden sie sich in die Richtung des ehemaligen Tempelpiatzes. Das einzig sichtbare Ueberbleibsel des Tempels ist die Westmauer, seit der Zerstörung .Klagemauer“ ge. nannt. Nach einer Legende waren es die Armen des Landes, die die westliche Mauer erbaut hatten. Als die Römer unter Titus den Tempel zerstörten, so heisst es, wurde sie von den Engem des Himmels geschützt, weil sie mit dem Schweiss der Armen errichtet worden ist. Obwohl nach dem Waffenstillstandsabkommen von 1949 den Juden freier Zugang zu dieser ihrer heiligsten Stätte zugesichert wurde, hielten sich die Transjordanier nicht an die Abmachung, und erst am 6. Juni 1967 bahnten sieh israelische Fallschirmjäger den Weg. Der sichtbare Teil der Mauer ist 48 m lang und 18 m hoch; sie besteht aus 24 Reihen grosser Quader über der LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENO'ENTE Bs Aires - PUEYRREDON 2190, 1* i*q- - 83-2613 27. Taims 5827 4. August 1967 ANSIEDLUNG VON FLÜCHTLINGEN Aegypten ist zahlungsunfaehig CABILDQ 2614 PAMPA 4979 fast Ecke k/riuuvirato Zahlungserle;chteri.ngen Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung Nach drei verlorenen Kriegen gegen Israel (1948, 1966, 1967) haben die ägyptischen Finanzen jenen Tiefpunkt er reicht, an dem vor 91 Jahren Kairos Fiskus unter ein internationales Kuratel gestellt wurde. Wenngleich die ägyptischen Finanzgewaltigen .jede Schätzung der Materialverluste Nassers im Sinaifeldzug ablehnen, müssen sie *ugeben, dass das Land zahlungsunfähig geworden ist. Dies scheint auch der Grund, warum Nasser mit den bedeutendsten westlichen Gläubigern die diplomatischen Beziehungen abgebrochen hat, um dadurch ihren Mahnungen zu entgehen. Als nächsten Schritt erwarten internationale Finanzkreise eine Gläubigerkonferenz, die sich mit der heiklen Frage befassen wird, ob und wie man Aegypten dazu bringen kann, zumindest einen Teil seiner oft mutwillig aufgehäuften Schulden zu begleichen. Eine ähnliche Situation hatte sich 1876 ergeben. Der Khedive (Vizekönig) Ismail hatte durch extravangante Finanz-Transaktionen, aber ALFREDO STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76~9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep. pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Den mageren Finanzreserven Nassers stehen Schulden an nichtkommunistische Länder in einer Höhe von einer Milliarde Dollar gegenüber Die am schwersten betroffenen Gläubiger sind: die von Aegypten immer wieder verurteilte Deutsche Bundesrepublik, welche ägyptische Schuldscheine im Wert von 250 Millionen Dollar in ihren Händen hält; die USA mit 170 Millionen Dollar; der Internationale Währungsfonds mit 105 Millionen Dollar Die Schulden Nassers in Westeuropa sind indes verschwindend klein im Vergleich mit den ägyptiscen Wechseln, die in sowjetischen und anderen östlichen Staatskanzleien liegen. Der Ostblock hat den Aegyptem in den letzten elf Jahren Kriegsmaterial und andere Güter im Wert von neun Milliarden Dollar geliefert. Wieviel davon gratis oder gegen lang, fristige Kredite überlassen wurde, ist unklar Allein die kurzfristigen Verbindlichkeiten Aegyptens an den Ostblock werden jedoch in Washingtoner Finanzkreiaen auf mehr als drei Milliarden Dollar geschätzt Um die fälligen Zinzen zu begleichen hatte Aegypten schon vor Ausbruch des Sinaikrieges seine bedeutendste Devisenquelle, die Suzekanalgebiih. ren, an die Sowjets verpfänden müssen. Solange der Kanal geschlossen bleibt, verliert Kairo wöchentlich zumindest fünf Millionen Dellar. Angesichts der Tatsache, dass das ägyptische Sozialprodukt schon vor der letzten Niederlage nur fünf Milliarden Dollar betrug und nun bedeutend fallen wird, oesfceht kaum eine Chance, dass Moskau 9ein Geld in näherer Zukunft sehen wird. Die ölreichen arabischen Staaten, deren Devisenreser ven auf 3,9 Milliarden Dollar geschätzt werden, wären natürlich in der Lage, Aegypten zumindest kurzfristig zu helfen. Die Oelsoheichs haben aber bisher — abgesehevon Solidaritätskundgebungen — kaum Neigung gezeigt Nasser auch finanziell zu helfen, insbesondere da ihre eigenen Finanzen unter dem gegenwärtigen Oelembargo empfindlich leiden. Was eine Gläubigerkonferenz momentan erreichen kann, ist daher unklar. 1879 entschloss man sich, den verschwenderischen Khedive Ismail abzusetzen und durch seinen Sohn Tewfik zu ersetzen. Fine ähnliche Lösung wäre den Gläubigern sicher erwünscht, jedoch aus politischen Gründen nicht denkbar. Die Jordan-Flüchtlinge sollen systematisch angesiedelt werden. Sie brauchen nicht mehr auf unabsehbare Zeit in Hütten und Lagern zu leben wie es seit zwanzig Jahr / unter transjordanischer Ver. antwortung der Fall war. Im Aufträge der israelischen Regierung ist ein entsprechender Plan ausgearbeitet worden. Unter dem Stichwort „Modell Daleth“ sollen zunächst 2.100 Flüchtlingsfamilien in dem israelisch besetzten Westjordanien auf rund 29.090 Hektar Ackerfläche fest angesiedelt werden. Die Flüchtlinge werden in Dörfern zu je 300 Familien angesiedelt. Der israelische Staat stellt Bau- Erde und 19 unterirdischen Reihen. Diese Steine haben 2.000 Jahre gehalten, ohne dass sie mit Mörtel verbunden sind. Sagt Nobelpreisträger Agnon: „Diese Steine haben zusammengehalten wie das jüdische Volk, als es noch keinen Staat besass und trotzdem seine Einheit bewahrte“. In den ersten drei Tagen, da die „Klagemauer“ für die Oeffentlichkeit freigegeben wurde, strömten über 350.009 Menschen zu ihr. Als ich am frühen Morgen kam, waren nur ein paar hundert Beter da — bärtige Orthodoxe mit Schläfenlocken, junge Soldat ten, den „Uzi“ in der Hand, ein paar Mädchen mit Mini- Röcken, „Oh betet für den Frieden Jerusalem«“ heisst es im Psalm. Tausende von kleinen Zetteln sind in die Fugen und Ritzen der Mauer gesteckt, Zettel mit Wünschen, Bitten und Gebeten. „Gottes Briefkasten“, sagte mein Nachbar, in dem ich einen Philosophieprofessor der Hebräischen Universität erkenne, und fügte nachdenklich hinzu: „Hof fentlich funktioniert die Post“. material undtechnische Be« rafcer. Die Siedler helfen ihrerseits beim Häuserbau. Das vorgesehene Wohngebiet ist sehenzu Zeiten von König Herodes einmal besiedelt worden. Damit wird von der israelischen Regierung ein erster Sehritt zur Beseitigung der Wurzeln des Elends der Flüchtlinge in West Jordanien getan. Btlderverlcavf für Israel Genf. — Bin Verkauf von Gemälden zugunsten der Dringlichkeits-Kampagne für Israel erbrachte eine halbe Million schweizer Franken. Zu den Bildern, die für diesen Zweck gespendet und verkauft wurden, gehörten Werke von Marc Chagall und Mane Katz. (ITA) |um *#sa* öäs KlGIMt CAIA POPULAR DE BELGRANO coopmurtf*- oe CKm# tr&tr DESDE 1832 MERECE SU CONFIANZA 'CASA CENTRAL AM£NAB*r2M»- AGENCIA tiTU CABtlOfcJWe e* «ERA AGENCIA N* 2: CORRIENTES 2294 - ». I* esq. PASTEO» Horario de 12 i 16 H5 lnsc<i»ciA» en t<**Me en el Registre ge telréeOes Ftnanciem| il Sanco ( tCAMZADO ACTUAL J 20*600.000.- Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROS TUNDEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch fleh bitte, nicht vor 14 Uhr zu erscheinenJ oder nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr, Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssarhen - Vertraege - Verwaltungen Miefs-, Zivil- und Handelssachen T. E.: 8Q - 6930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS SSä:

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