Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2228 (28.7.1967)
- Date
- 1967-07-28
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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o ca o c 13 — «- c « FRANQUEO PAGADO Concesión 908 O « -M O < o TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 SEMANA ISRAELITA Ano XXVia BUENOS AIRES, VIERNES 28 DE JULIO DE 1967 N<, 3228 EL EJEMPLAR en toda la República 20.- PUEYRREDON 2190 1* i*q. Buenos Aires T.E. 83 - 2613 Araber wollen keinen Frieden Juden undAndersdenkenbe Freitag, den 21. luli BESCHWERDEN UND DROHUNGEN Moskau. — Die Russen beschwerten sich über die „drakonischen“ Massnahmen der israelischen Behörden in den besetzten Gebieten und die „unverantwortliche und anmassende“ Haltung der israelischen Militärs. Kairo. — Die VAR teilte dem UN-Schlichter General Bull mit, dass sie jeden Versuch Israels, den Suezkanal zu befahren, als einen „feindseligen Akt und Bruch der Waffenruhe“ ansehen werde. UN. — Die Sowjetunion war weiter bemüht, eine den Arabern günstige Erklärung der General - Versammlung durchzusetzen und wenigstens zu erreichen, dass der Abschluss der jetzigen ausserordentlichen Sitzungsperiode um 24 Stunden aufgeschoben wird. Genf. — Israels Beobachter im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. M. R. Kidron, beantragte, dass die Sowjetunion aufgefordert werden soll, ihre ,.groben Entstellungen der Tatsachen“ zu unterlassen durch die sie die Möglichkeiten eines Friedens im Mittelosten untergräbt. Bogota. — Oberst Arie Schachar, Zweiter Kommandant' der israelischen Südfront, welcher auf Einladung des kolumbianischen Kriegsministers ln Bogota weilte, erklärte, er glaube nicht, dass die Araber Lust verspüren, noch einmal gegen Israel Krieg zu führen. Sonnabend, den 22. Juli UN-BEMUEHEN GESCHEITERT UN. — Die auf Betreiben der Sowjetunion einberufene ausserordentliche Tagung der Vollversammlung wurde ohne jegliphe Beschlussfassung für beendet erklärt und die Behandlung des Nahostkonflikts an den Sicherheitsrat zuriickverwiesen. Pur den Abschluss der Sitzungen stimmten namens ihrer Regierungen 63 Delegierte gegen 26, während 27 Länder, darunter Israel, sich der Stimme enthielten. Kairo. — Ohne in Einzelheiten einzugehen, kündigte Radio Kairo an dass Nasser sein Kabinett umgebildet hat Sonntag, den 23. Juli VERNUENFTIGE LOESUNGEN Den Haag. — Das kommunistische Rumänien und die Niederlande mahnten in einem gemeinsamen Communiqué, dass eine dauerhafte Lösung der Nahostkrise nur durch direkte arabisch-israelische Verhandlungen gefunden werden kann. IRAK ZIEHT SEINE TRUPPEN ZURUECK London. — Der „Daily Express“ meldete aus Amman, dass die in Transjordanien stationierten irakischen Truppen 17.000 Mann, den Rückmarsch nach Irak begonnen haben. Dies könnte König Hussein die Möglichkeit bieten, die. Vereinten Nationen um ihre Vermittlung zur Einleitung von Verhandlungen mit Israel -au ersuchen. I Montag, den 24. Juli NASSER SCHMIEDET KR8EGSPLAENE Kairo. — Am ld. Jahrestag der ägyptischen Revolution hielt VAR-Präsident Nasser eine Rede, in der er erklärte, dass der Kampf gegen Israel diesem Zweck reorganisiert wird. Er wiederholte seine Anklagen gegen die USA, die Aegypten in eine Falle ge lockt und Israel bei seiner Aggression unterstütz hätten. Er gab zu, dass sein Land einen schweren wirtschaftlichen Schlag erlitten hat, den er mit einem monatlichen Verlust von rund 28 Millionen Dollar bezifferte. — Sowjetrussland sandte Nasser eine Botschaft der Solidarität mit den arabischen Zielen. Aehnliche Versicherungen trafen aus Irak, Algerien, Nordvietnam und anderen arabischen und kommunistischen Ländern ein. AM SUEZKASAt, Jerusalem. — Premierminister Levi Eshkol erklärte, dass die Demarkationslinie der Feuereinstellung zwischen Israelis und Aegyptern in der Mitte des Suezkanals verläuft und Israel das Recht hat, seine Seite der Wasser strasse zu benutzen, während Kairo drohte, gegen israelische Schiffe zu schiessen, die das von den Israelis besetzte Ostufer des Kanals befahren würden. Stambul. — Drei sowjetische Kriegsschiffe passierten den Bosporus zur Verstärkung der Sowjetflotte, welche während des arabisch-israeli sehen Krieges in das Mittelmeer einfuhr. Dienstag, den 25. Juli AEGYPTISCHE SPARMASSNAHMEN Kairo. — Nasser und sein Kabinett beschäftigten sich mit der endgültigen Fassung eines „Budgets der Einsparungen“, durch das die durch den Krieg verursachten schweren wirtschaftlichen Verluste gemindert werden sollen, und verfügten neue Steuerlasten für das Volk. Aus dem Umstand, dass in diesem Plan die Reorganisierung der Armee an letzter Stelle figuriert, glaubt man in gewissen Kreisen folgern zu dürfen, dass Nasser trotz seiner am Vortag ausgespröchenen Kriegsdrohungen vielleicht doch zu einer friedlichen Lösung seines Konflikts mit Israel neigen dürfte. ZUR LAGE London. — Israels Aussenminister Abba Eban erklärte hier auf der Rückreise nach Jerusalem, dass die Sowjetunion anscheinend schon die Hälfte der von den Aegyptern verlorenen Flugzeuge und Tanks wieder ersetzt hat und kündigte an, dass Israel in diesem neuen Rüstungswettlauf nicht im Hinterterffen bleiben werde. Er bestätigte. Vereinte Nationen. — Die aussergewöhn Liehe Tagung der UN-Vollversammlung, die auf Antrag der Sowjetunion einberufen wurde, um Israel als „Angreifer“ zu verurteilen und den bedingungslosen Rückzug der israelischen Truppen zu bescnliessen. endete mit einem Beschluss, in dem der Sicherheitsrat ersucht wird, die Nahostfrage wieder in seine Hände zu nehmen. Die Versammlung akzeptierte den abgeänderten Beschluss, weichet von Finnland, Schweden und Oe- / - reich vorgeschlagen wurde und in Wirklichkeit die Unfähigkeit der Vollversammlung zugibt, angesichts der stark divergierenden Meinungen der Araber auf der einen und der Mehrzahl der übrigen Länder auf der anderen Seite zu einem für alle annehmbaren Kompromiss zu gelangen. Der Beschluss, der gefasst wurde, erteilt dem Generalsekretär U Thant Auftrag, die Protokolle dem Sicherheitsrat zuzuleiten, damit diesem „die Wiederaufnahme seiner dringenden Funktion in der gespannten Lage im Mittelosten erleichtert wird.“ Die Abstimmung ergab 63 Stimmen für diesen Beschluss gegen 26 Stimmen bei 23 Stimmenthaltungen.. Vorher hatte der Präsident der Versammlung, Pazhwak, festgestellt, dass die Sitzungen auch einige positive Resultate gezeitigt hätten, darunter die Resolution über Jerusalem und eine andere über das Elend der neuen arabischen Flüchtlinge Der russi.se ne Delegierte Gromyko, der nach Kosygins Abreise in New, York blieb, erdass die Wiedervereinigung Jerusalems endgültig ist und das einzige schwebende Problem in der Einrichtung eines geeigneten Systems zur Verwaltung der heiligen Stätten besteht. Mittwoch, den 26. Juli GEFAEHRDETE FEUEREINSTELLUNG Jerusalem. — Laut Aussagen glaubwürdiger Kreise hat Aegypten neue Tanks und Kanonen am Westufer des Suezkanals aufgestellt. Diese militärische Konzentration im Kanalgebiet wird von den Israelis als die konkrete Reaktion Nassers auf die Bemühungen des UN-Schliehters General Odd Bull betrachtet, welcher in Kairo weilte, um den Aegyptern das recht heikle Problem der Feuereinstellung an dieser Front klarzumachen Radio Kairo wiederholte dass Aegypten entschlossen ist, Israel die Benutzung des Suezkanals nicht zu erlauben. General Bull wird in Jerusalem mit Verteidigungsminister General Mosche Dajan verhandeln. Die beiden Alternativen für Israel sind folgende: Den Suezkanal trotz der Proteste der Aegypter zu befahren und den Ausbruch neuer Feindseligkeiten zu riskieren, oder eine Wartezeit einzuhalten, in der beide Teile diese Wasserstrasse nicht benutzen, bis die Frage geklärt sein wird. klärte nach der Abstimmung, dass der Fehlschalg mit der sowjetischen Resolution „auf die Feindseligkeit der USA gegen die arabischen Staaten und ihre Unterstützung Isra. eis“ zurückzuführen sei. USA- Botsc-hafter Goldoerg entgegnete, „Gromyko wisse mehr als irgendein anderer Delegierter, dass Amerika alle seine Bemühungen darauf verwandte, um eine Einigung der Geister herbeizuführen“, damit eine Zweidrittelmehrheit zustande käme. Gewissen Informationen zufolge sollen die Amerikaner und die Russen sich in letzter Minute auf ein Projekt geeinigt haben, das den israelischen Rückzug mit einer Anerkennung Israels durch die Araber in Verbindung brachte, die arabischen Delegierten diesen Vorschlag jedoch empört abgelehnt hätten. In seiner Schlussrede versprach Goldberg dem Mittleren Osten die Hilfe der USA und hob hervor, dass „die vielversprechende Nutzung der Atomenergie für friedliche Zwecke“ auf die kritischen Probleme dieser Region angewandt werden könne, so z. B. zur Bewässerung der wasserarmen Wüstengebiete. Israels Aussenminister Abba Eban wiederholte, dass „Israel bereit ist, mit Aegypten, Transjordanien, Syrien und Libanon über den Frieden zu verhandeln, wobei es allen Parteien freisteht, Vorschläge zu machen, um zu einer gegenseitiger. Verständigung zu gelangen“ Eban bemerkte, es bestehe „kein Grund, un» das Ergebnis der UN-Generälversammlung als ein Scheitern zu betrachten, denn die Zurückweisung ungerechter Ankla- UNERWÜNSCHTE EINMISCHUNG Jerusalem. — Das israelische Aussenministeriurfi liess den persönlichen Repräsentanten des UN-General. Sekretärs U Thant im Mittelosten, Nils Goran Gussing. wissen, dass Israel es vorziehen würde, wenn sich die UN-Beamten nicht in Dinge einmischen, die sie nichts angehen, und baten im besonderen, dass sie Israel nicht öffentlich kritisieren sollen. Gussing ist von U Thant beauftragt worden, sich um die durch den Krieg verursachten humanitären Probleme zu kümmern, zu denen die Sorge für die Flüchtlinge vom westlichen Jordanufer die allgemeine Lage der Zivilbevölkerung und die Beobachtung der Genfer Konvention über Kriegsgefangene gehören. Der israelische Einspruch richtete sich nicht gegen irgendeine Erklärung Gussings, sondern bezog sich auf den UNRWA-Chef J Reddaway, der in einer kürzlichen Pressekonferenz in London äusserte, dass sowohl die Araber wie auch die Israelis ein parteiisches, entstelltes Bild der Lage geben und die Wahrheit sich irgendwo in der Mitte der von beiden Parteien gemachten Aussagen befindet. Gussing wurde aufmerksam gemacht, dass derartige Bemerkungen nicht dazu geeignet sind, die Zusammenarbeit zwischen Israel und den internationalen Vertretungen, die in Israel arbeiten, positiv zu beeinflussen. (ITA) weitergeht und das Heer zu Die letzte UN-Abstimmung von ARIE ASHKENAS erforderliche Macht verfügten, ihre ..Gegner, die nicht ao dachten wie sie, einfach eliminierten. Bi gab Religionskriege, die von Anhängern verschiedener Glaubensbekeontiiusse geführt worden sind. Es gab sogar solche Religionskriege, die von den Völkern verschiedener christlicher Konfessionen untereinander ausgetragen worden sind, z. B in oen Zeiten der Reformation. Mit der Zeit schwächte die Bedeutung der Religion im Völkerleben ab. Man hatte andere, realere Motive, um sich gegenseitig zu bekämpfen. Die religiöse Unduldsamkeit wurde durch wirtschaftliche Interessen in den Hintergrund gedrängt, wobei allerdings auch schon in früheren Epochen die verschiedenen Ursachen, die zu einem Kriege führten, niemals ohne einen wirtschaftlichen oder sonstigen materiellen Hintergrund waren und in dem Morastboden machtpolitischer Bestrebungen ihre Wurzeln hatten. Die Juden haben in der langen Zeit ihrer Zerstreuung unter die vielen Völker der Erde niemals die Gelegnheit gehabt, ihre eigene Toleranz gegenüber der Unduldswnkeit der anderen unter Beweis zu stellen. Sie hatten nicht die Macht dazu, intolerant zu sein. Aber sie haben in den noch nicht 20 Jahren ihrer staatlichen Selbständigkeit bewiesen, dass sie die immer wieder an die Welt gerichtet» Forderung der Toleranz bereit sind, in vollem Umfang zu erfüllen, nachdem sie die Macht und die Möglichkeiten dazu hatten, in ihrem eigenen Lande gegenüber den Gemeinschaften anderer Religionen intolerant zu sein. Israel, seine Bevölkerung und seine Regierungen waren es nicht, sondern hielten sich an das Recht und die Freiheit seiner Bürger zur unbehinderten Religionsausübung. Irgendwelche Klagen der führenden und anerkannten Persönlichkeiten anderer Glaubensbekenntnisse, des Islam oder der verschiedenen christlichen Kirchen, sind nicht erhoben worden. Obwohl Israel immer viele Probleme hatte, dieses Problem bestand nicht. Nach dem von den Arabern vorbereiteten und provo- 7'erten Krieg, der glücklicherweise in wenigen Tagen mit dem Sieg der israelischen Waffen beendet werden konnte, traten eine Reihe von Fragen in den Vordergrund, die unabhängig von ihrem politischen Aspekt, den sie auch tragen, religiösen Charakters sind, zumindest aber die grossep geistlichen Potenzen angehen wie die Katholische Kirche u. a. Hier soll nicht auf die Diskussion über die Heiligen. Stätten der Christenheit in Jerusalem eingegangen werden, deren freier Zugang allen, die dorthin pilgern wollen, durch den Staat Israel garantiert ist. Man darf erwarten, dass auch der Vatikan einer Regelung zustimimen wird, die zumindest seinen Interessen im bisherigen Umfang gerecht wird. Inzwischen wurde bekannt, dass das berühmte Santa Katharina Kloster im Sinai dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Germanos unterstellt wurde, das bisher zum Patriarchen von Alexandria gehörte. „Das ist für uns ein grosser Tag“, rief der Patriarch aus. Auch der Erzbischof Vassilius, der Stellvertreter des Patriarchen Germanos, war hocherfreut, der nun zum ersten Mal das Kloster besuchen konnte. Beide segneten den Sicherheitsminister Dayan, weil sie ihm dieses grosse Ereignis verdanken. Bei der feierlichen Uebergabe des Klosters an den Patriarchen Germanos waren auch Patriarch Davidorian von der Armenischen Kirche und Erzbischof Aschmijan zugegen. In den letzten 400 Jahren hatte kein einziger geistlicher Armenier das Kloster betreten. Vom jerusalemer Flughafen Kalandia aus fuhren die vier Geistlichen in ihren schwarzen Ornaten in Begleitung des Generals Herzog als dem Repräsentanten Dayans in die Sinai-Wiiste zum Kloster, wo sie mit feierlichem Glockengeläut begrüsst wurden, vor allem Patriarch Germanos. dem nun neben Syrien, Libanon Israel und Transjordanien auch der Sinai unterstellt ist. Die Mönche des Klosters ersuchten General Herzog um ständigen Schutz der israelischen Armee vor etwaigen Belästigungen durch Beduinen. gen gegen einen Mitgliedstaat kann als wohlerwogenes Urteil betrachtet werden Hätte der öffentlich verkündete Plan zur Vernichtung Israels Erfolg gehabt, so wäre den UN praktisch kein Thema zur Diskussion geblie ben! Israel wurde hier von seinen Gegnern angeklagt, weil es sich energisch zu sterben geweigert hat.“ Eban betonte, dass die Araber. Russland und seine Alliierten versucht hätten, die Begriffe Rückzug und Frieden voneinander zu trennen, während fast alle anderen Staaten diese beiden Fragen als unlöslich miteinander verbunden ansahen. Als einzigen Grund für den Ausgang der Sitzungen bezeichnete Eban die Weigerung der Araber, irgendeiner auf den Frieden gerichteten Resolution zuzustimmen. Zugunsten der Resolution stimmten u. a.: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Bulgarien, Bielorussland, Kanada Kolumbien, Costa Rica, die Tschechoslowakei Ungarn, Indien, Mongolien, Nicaragua, Trinidad Tobago,, die Ukraine, die Sowjetunion, England, die USA und Uruguay. Auch die Mehrzahl der afrikanischen Staaten stimmten für die Resolution. Dagegen stimmten; Albanien, Cuba, Malasia, Mali und alle mohammedanischen Länder Der Stimme enthielten sich Frankreich, Ecuador, E2 Salvador, Guatemala. Guayana. Honduras, Iran, Israel, Panama, Südafrika, Spanien, die Türkei, Venezuela und Jugoslawien. (ITA) tmpreao an la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavüa 83 > Registro de ía Propiedad Intelectual N» 909 49’