Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1967-07-14 · 2226 (14.7.1967) · p. [Seite 7]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2226 (14.7.1967)
Date
1967-07-14
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9616703-9615794-9616024--4907-9616031
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Viernes, 14 de Juli® de 1967 LA SEMANA ISRAELITA Añe XXVIII. — N 2Í.’6 — 7 DAIA zum 9 de Julio Der Jahrestag der UnabhiingigkeitserKlärung ist ein Pest der Freiheit, an dem sich das patriotische Empfinden aller Argentinier noch stärker beweist und durch «las Verständnis der Bedeutung der historischen Versammlung vom Jahre 1816 eine Läuterung erfährt. Auf dem Kongress von Tuoumän wurden die hehren (Prinzipien verkündet, auf die sich die Nation und Jas demokratische leben der Republik Argentinien als unabhängiges, von freien Bürgern bewohntes Land gründet, deren völlig« Gleichheit als Menechen und vor «lern Gesetz durch keine Form der Diskrimination, sei -diese rassisch, religiös oder anderer Art, abgewandelt werden kann. Die jüdische Gemeinschaft Argentiniens erklärt am 151. Jahrestag der argentinischen Unabhängigkeit durch den Mund ihrer repräsentativen Dachorganisation, der DAIA. ihren aufrichtigen Anschluss an das grosse Nationalfest, an dem die heiligen Ideale, welche die argentinische Einheit geschmiedet haben, ihre begeisterte Bestätigung finden. Gemeinden und Vereine (Fortsetzung der Vereinsnacnrichten von Seite 6) Sport wieder aufgen immen Rn Turnier aller Beteiligten ist in Vorbereitung. Einschreibungen möglichst bald erbeten. JUGEWDGRÜFPE: Unsere Jugendgruppen treffen sich jeden Samstag Nachmittag und Sonntag Vormit tag im Gemeindehaus. CONFITERIA: Unsere Confitería ist Diene tag. Mittwoch, Donnerstag und Sonntag ab 15 Uhr ge off net. VERMIETUNG UNSERER SAELE: Zur Ausrichtung von Fa milienfesten stellen wir gre ese oder kleine Säle unseren Freunden zur Verfügung. L. L F. A. ARAOZ 2*54 — Buenos Aires Meisterschaft 1967 Ana Sonntag, den 16. Juli, finden folgende Spiele der zweiten Runde (Klassifizierung) statt: Sportplatz Fénix; Bet lsaet — Atiba. SI JA — Bar Kochba Sportplatz Lamadrid: CASA — D. Wolffsohn Macal» Hazair — Bet AM. Lands Sportplatz Villa Lynch: Macabí — J. N. Bialik NCI — J. Weizmann Beginn: 13.15 txzw. 14.45 Uhr.! Juli um 20 Uhr 45 findet diese Veranstaltung :n den R iumen der N.C.I.. Arcos 2319. statt. Dr. Pinkus wird üoer das Thema . Eine neue Epoche?“ ein Referat halten. KEREN HAJESSOD CAMPAA'A UNIDA: Dr. Hardi Swarsensky, Präsident des Keren H-njessod in Argentinien, der soeben aus Israel zurückkehrte, spricht am Montag, den 17. Juli, um 20 Uhr 30 im grossen Saal der ACIBA, Araoz 2854. auf einer vom Zentraleuropäischen Comité der Kampagare organisierten Veranstaltung über ..Israel nach dem Krieg“ Wir erwarten zu diesen Veranstaltungen unsere Mitglieder und FTeunde. I A. C. I. B. A. ARAOZ 2854 Tel : 71-9059 — 72-2725 BRIDGE-TE l>ZP BBI DEH- und SCHWESTERNSCHAFT am Sonnabend den 22. Job: U' ser traditioneller Bridge- Té findet am Sonnabend, Jen 22. Juli, in unserem Heim statt. Wie im vorigen Jahr wird ausser oem Café-Geoeck ab 16 IThr gegen 20 Uhr ein kal tes Abendbrot gereicht, sodass das spiel dann am Abend fortgesetzt werden kann. — Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr diese Neuer mg bei unseren Mitgliedern und Freunden Anklang finden wird. Der Kartenverkauf hat bereits begonnen und wir hit ten alle diejenigen, die bis.ier ihre Tisthbestellungen noch nicht vorgenommen haben, dies unverzüglich in unserem Sekretariat zu tun Gemeinsame Kulturveranstaltung am Donnerstag, den 2®. Juli, um 20 Uhr 45 in den Räumen der Nueva Comunidad Israelita, Arcos 2319: Eis spricht: Herr Rabbiner Professor Dr. Fritz Pinkus anlässlich seines Besuches in Argentinien über das Thema- „Eine neue Epoche?“ Wir bitten unsere Mitglieder, diesen Vortrag, der bestimmt sehr interessant sein wird, recht zahlreich zu besuchen VORTRAG Dr. HARDI SWARSENSKY Am Montag, den 17. Juli, HARDI SWARSENSKY: Walther Rathenau (LEBEN, WERK UND WOLLEN) , tf£R£n KfiyemET C.EÍSR31EC PP COMITE CENTROEUROrt« Corrientes 2294 - VI. Stock — 1. E. «-3695, «5683 fltosqvt de les Avwd*re*e» la Regie« de Mediin En la región de Mochín del té público para la plantación CCMTRO HANNA SZENES teilt seinen Mitgliedern und Freunden mit. dass der alljährliche Brdige- und R«miwy-Tee am Mittwoch, den 26 J»li, um 4 Uhr im Salon VI- «1*1 2049 stattfindet. Karten Mwd bei den Damen der Kommission zu erhalten. THEODOR HERZL GESELLSCHAFT Gemeinsame Veranstaltung ■rit Oberrabbiner Dr. Fritz Fink tu-, Sao Paolo, Brasilien Am Donnerstag, den 20 Norte de Judea. se ha d-ado comienzo a una plantación que será conocióa como e1 Bosque de loe Aviadores. La misma tendrá eventualmente un número de 100.000 árboles jr conmemorará a los oficiales judíos de aviación caídos durante la II Guerra Mundial, durante la Guerra de Independencia de Israel y en acciones en que ha participado la F’uerza Aérea durante los 19 años dei estado. Se ha constituido un eomide este bosque. Si mismo está encabezado por el Sr. Dan Tolkowsky. el Sr. Shimón Peres, miembro del Parlamento y el General M. Hod, coi mandante de la F’uerza Aérea j Israelí. El Sr. Zalman Shazar,; presidente de Israel ha dot.aj do la suma correspondiente a : la plantación de 200 árboles, i Un bosqueeillo será plan*a- 1 do también, en honoi a ,os tres astronautas que desaparecieron durante una sesión de entrenamiento para el vuelo espacial dei “Apolo I”. (4. Fortsetzung) IV. Hoere Israel Am 6. März 1897 also kurze Zeh nach dem Erscheinen von Herzls J.nlenstaat, cischien in der „Zukunft“, einer damals sehr einflussreichen und bekannten Zeitschrift des jüdischen Schriftstellers Maximilian Harden (eigentlich Witxowsui), ein Aufsatz aus der Feder Waithei Sathenaus unter dem Titel ..Höre Israel!“ Die Wahl dieser beioen Worte, mit dem das „jüdische Glaubensbekenntnis“ eingeleitet wird, steht allerdings mit dem Inhalt des Aufsatzes in einem nicht zu vereinbarenden Gegensatz Rathenau selbst hat sich später von diesem Pamphlet distanziert, das von seinen Kritikern als Ausdruck jüdischen Se'bsthasees bezeichnet wurde. Immerhin beginnt Rathenau seme Ausführungen m;t dem Satz: „Von vornherein will ich bekennen, dass ich Jude bin' Der Rathenau-Biograph Harry Graf Kessler bemerkt hierzu: „Bitter klingt dieser Satz und schicksalsschwer wie das Eängangsmotiv einer tragischen Symphonie; denn Rathenaus Judentum war sein Untergang.“ Dann gibt Rathenau eine Schilderung der vornehmen jüdischen Gesellschaft des damaligen Berlins, der er selbst durch Rang, B’>dung, Vermögen und gesellschaftliche Position angehörte. Aehnlich wie bei anderen, sUh in Selbsthass verlierenden Juden (oder Abkömmlinge von Juden wie Karl Marx) finden wir dort seltsame Sätze seltsam jedenfalls aus dem Munde eine» Judtn. Eine dieser Entgleisungen lautet- „G'änzen 1 und selbstgefällig staffiert (ist diese Gesellschaft ton Juden), von hessblütig beweglichem Gebahren. Auf märkischem Sand eine asiatische Horde... Tn engem Zusammenhang unter sich, in strenger Abgeschlossenheit nach aussen: so leien sie in einem halbfreiwilligen, unsichtbaren Ghetto, kein lebendes Glied des Volkes, sondern ein fremder Organismus in seinem Leibe.. Erstaunlich und Befremdend wirken diese Sätze nicht nur heute. Schon damals lehnten die meisten Juden diese Abführungen an die deutlich erkennen hessen, aass hier ein zwar nach Erkenntnis ringender Jude, der seinen Standort nicht findet, nach einem Weg au^ dieser engen Verschlungen heit schicksalsgebund?- ner Probleme sucht dass diese’ Verzweifelte jedoch in einer gegen sich selbst hasserfüllten Form die Argumente seiner eigenen Gegner benutzt, um eine Lösung aus dem Zwiespalt zu erreichen Rarhenau war sich dessen bewusst, dass er keinen Widerhall finden werde. „Doch ich weiss, so schreibt er weiter, es sind einzelne unter euch, cie es schmerzt und beschämt. Fremde und Halbbürger im Lande zu sein, und die sich aus der Ghettoschwiile in deutsche Waldes- und Höhenluft sehnen. Zu ihnen allein spreche ist.“ Und dann spricht Rathenau in seinen weiteren Aus. fiihrungen von der .Tragödie des arischen Stammes“, die den Inbegriff der Weltgeschichte, ja der Menschheitsgeschichte bilden würde. An weil wandte sich Rathenau mit diesen Vorsteüungen, an die „aus dem Osten strömenden hosen verkaufenden jüd;scheu Jünglinge“, an die fanatischen Zionisten, an die orthodoxen Kreiae, die von einer Assimilation nichts wissen wollen? Durchaus nicht: er wandte sich an d’e deutsc jüdischen Geheim- und Kommerzienräte an die deutsch-jüdischen Studenten, Kuufleute, Akademiker, die bereits gewaltige Abstriche von ihrem Judentum gemacht hatten, um auch von der Umweh als Deutsche akzeptiert zu werden. Rathenau aber genügte das alles nicht. SEIN Problem liess ihn nicht los, die simple Tatsache, das* er als Jude geboren worden war. — „Mein Volk sind die Deutschen niemand sonst. Die Juden sind für mich ein deutscher Stamm, wie Sachsen, Bi-verr oder Wenden...“, schreibt er späte- Immer tiefer wurde er davon überzeugt, dass die Juden nur wollen gölten, nur wollen müssten, dann könnten sie durch die „bewusste Seltsterziehung zur Aroassuog an das Deutschtum“ auch selbst , ganze“ Deutsche werden. Rathenaus Tragödie gip: leite darin, dass gerade diejemgen, deren Vorstellungen er sich nahe fühlte, ihn schliesslich ermordeten, (wird fortgesetzt) um 20 Uhr 30 in unseren Räumen im Rahmen der Einheitskampagne spricht -1er Präsident de« Keren Hajessod, Herr Dr. Hardi Swarsensky, der soeben aus Israel zurückgekehrt ist, über das Thema: „Israel nach dem Krieg“. Der Redner w>rd über seine Eindrücke berichten, und wir erwarten zu diesem ausserordentlichen Referat den zahlreichen Besuch unserer Mitglieder und Freunde. UNSER JUGENDDEPARTF.- MENT TEILT MIT; Achtung — Jugendliebe unter 13 Jahren! Wir teilen allen Jugendlichen unter 13 Jahren mit das* im Gegensatz za unseren Mitteilungen vom letzven j Sonnabend, die Tätigkeit die- | ser Gruppe normal stattf>ni det. Alle zu dieser Gruppe gehörigen Jugendlichen können deshalb kommen. OEKONOMIE: Unser Oekonom empfiehl! 6ich zur Ausrichtung vor Festlichkeiten sowohl in unserem Heim als auch in Ihrer Wohnung. Lieferung von Tor. ten. Kuchen und Canapés und kalten Platten Ebenfalls jeden Sonntag Mittagstiseh von 12—14 Uhr, AUS UNSERER ARBEIT Die Theodor Herd Gesell. I •ehaft pflanzte 70 Bäume zur! Ehrung von Herrn Curt Wilk | anlässlich seines 70. Geburtstages. Des gleichen pflarzte der Vorstand des KKL 7# Bäume aus diesem Anlass auf den Nawraen seines langjährigen, verdienet vollen Vorstandsmitgliedes und ehemaligen Präswlenten. Herrn Curt Wilk. AntasoHeb der Feier seines JOVENES! Escuchad la palabra del Dr. HARDI SWARSENSKY Presidente del Iteren Hajessod de la Argentina Israel después de la guerra... EL DIA LUNES, 17 DE JULIO, 20.30 bs. EN ARAOZ 2854 /Venid y demostrad vuestra solidaridad con Israel en esta Lora kisto rica! Proyección de un noticiario recién llegado de Israel sobre los acontecimientos bélicos. COMITE CENTROEUBOPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA (Aeren Hajessod) 70. Geburtstages, zu der Herr Curt Wilk seine F'reunde eingeladen hat, wurden durch die Mitarbeit der Dannen: Frau Hochberg und Frau Werberg S 28.700.— für Jen KKL gesammelt: auf den Namen des Jubilars werden Bäume im „Bosque Independeuc-ia Argentina“ gepflanzt-. Anlässlich der Brith Mü.ah bei der Familie Dr. Tomäs! Silber und Frau wurden durch die Mitarbeit von Frau Cohn und Herrn Nadelreich f 25.600.— zu Gunsten Jes KKL gesammelt; das Kind, DANIEL, wird im „Sefer Hajeled“ eingetragen. Frau Sein» Lichtstem spendete anlässlich ihres 76. Geburtstage® * 3.000—; auf ,hren Namen werden Bäu nie gepflanzt. Wir danken allen nnse-rn Freunden und M'tarbertem. Pflanzt Bäume bei jeder Gelegenheit aus Solidarität mit Israel im „ßosgue Independeneia Argentina“! Blumenab loesuBg ‘n F*>rm vom Glückwunsch- sowie Trauer . Telegramme» und Baumdiplomen oei jeder Gelegenheit bitten wir unter folgenoen Telefon-Nummer» aufzugeben: 76-4696 Sra. Blumenthal 11—13 Uhr 64-2966 Sra. Lubascher 54 326C Frl. Wertav-imei 48-5683 Sekretariat 48 3«!» Nach dem KRIEG Ls muss der FRIEDEN gewonnen werden Vergesst das nicht!! CD NUTE CEMTRDEUROPED DE LA CAMPAAA UNIDA (Karin Hajtssod) SARMJENTO 2376. III. — T. E. 47.3820

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.