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Jüdische Wochenschau · 1967-06-23 · 2223 (23.6.1967) · p. [Seite 8]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2223 (23.6.1967)
Date
1967-06-23
Page
[Seite 8] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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FRANQUEO PAGADO o °a Concesión 908 <D +J O « t. 4 O t. c < TARIFA REDUCIDA o Concesión 1629 SEMANA ISRAELITA Ano XXVin. BUENOS AIRES, VIERNES 23 DE JUNIO DE 1967 N° 2223 EL EJEMPLAR OH en toda ia República PUEYRREDON 2190 1a ¡zq. Buenos Aires T.E. 83-2613 IJedesch Machi in deté UN Freitag, den 16. Juni Paris — Der sowjetische Premierminister Kosygin wirr* aut Semem Flug nach New York in Paris Station machen und mit Präsident de Gaulle über die gegenwärtige Lage -ir Mittelsten beraten. Paris — Frankreich kündigte an. dass es die Annexion eroberter arabischer Gebiete lurch Israel nicht anerkennen wird weil eine Aendeiung des Status quo im Mittelsten nur durch Verhandlungen zwi Xilien den Gegnern und mit Eif ver- -ständi.is der Weltmächte geschehen könne — Washington. — Wie man annimait, dürften Präsident Johnson und der Russe K.rygin pr.vat Zusammentreffen, um ihre Ansichten über die Probleme auszutau.-chen. — Jerusalem — Israels Aussenm.nister Abba Eban wird die Delegation Israels anführen, falls die von Sowjetrussland beantragte Generahersammf'ung der UN zustande komme. Kairo. — Laut Aussage ägyptischer Gewährsleute hat die Sowjetunion der VAR die Lieferung von 200 Mig-F'ug zeugen versprochen, um die Verluste der ägyptisenen Luftwaffe im Krieg gegen Israel auszugleichen. E ilige dieser Apparate so’len bereits in Aegypten eingetroffen sein. Jerusalem. — D>e israelische Regierung unternimmt die notwendigen Schritte, um die Altstadt von Jerusalem formell ihrem Territorium einzugliedern. — Buenos Aires — Der argentinische Aussenministei Dr. N’oanor Costa Méndez gab bekannt, dass Argent nien nicht das sowjetische Ver1 angelí nach Einberufung einer Generalversammlung der Ver. einten Nationen unterstützt, weil sie nicht der Meinung sei, dass der Sicherheitsrat schon alle seine Mittei zur Lösung der arab¡sch-israeli senen Krise erschöpft hat- — Jerusalem. — Aus Regierungskreisen verlautete, dass Israel un Rahmen eines Friedensvertrages mit se! nen Feinden bereit sein würde, die arabischen Flüchtlinge zu entschädigen. — Israel machte den Vorschlag. durch Vermittlung des Internationa.en Roten Kreuzes die Gefangenen mit der VAR auszutauschen Es würde sich um 9 ägyptische Generale, 10 Obersten und andere 300 Offizier* handeln, die bei den Schlachten in Siria, gelangen wurden. Insgesamt nahmen die israelischen Truppen 4.500 Aegvpter gefangen, während nir 9 Israeli« in ägyptische Getangenschaft gerieten — Tripolis. — Die libvsi he Regierung forderte die USA und England offiziell aut, ihre Militärbasen in Libyen zu räumen. — Sonnabend, den 17. Juni UN — Genera1 sekret"'r U Thant berief die von der Sowjetunion beantragte Generalversammlung ein, zu 1er, mit. Ausnahme de» Verewigten Staaten und Israel, 73 Lände1 ihre Zustimmung erteilt hatten. — USA - Botschafter Arthur G- .dberg sprach die Hoffnung aus, dass alle von der Krise im Mittelosten betroffenen Länder vor diesem Forum Gelegenheit haben viirden, die dem Konflikt zugrundeliegenden P. oblen » zu klären und eine Basis fü' einen dauernden und gerechten Frieden zu schaffen — Paris — Nach seiner Unterhaltung mit Präsident de Gaulle erklärte der sowjetische Ministerpräsident K >sygin, er beabsichtige, durch seine Anwesenhei. bei der UN-Generalversammlung ,,zu einer friedlichen Lösung beizu tragen“. New York. — Ein Aufgebot von tausend Polizisten wurde zum Schutz Kosygins und seiner 50 Begleiter verfügt London. — An die Spitze der englischen UN-Delegation wu'de Aussenministe George Brown berufen Premier Haroln Wilson entsciüoss sich, ebenfalls nach New York zu fliegen, vorher jedoch mit de Gaulle in Paris zu konferieren. Kairo. — Nach einem zweitägigen Besuch bei Boumedienne in Algier traf der sy rische Präsident Al Atass* überraschend in Kairo ein, um sich mit Nasser zu beraten. Kuwait. — Die Aussenminister der der Arabischen Liga angeschlossenen Länder trafen in Kuwait ein, wp die arabische ,,Gipfe’konfer«nz“ zur Beschlussfassung über „Repressalien“ gegen die USA und England tagen wird — Jerusalem. — Aussenminister Aoba Eban appellierte an die soajetischen Machthaber, sich der Einmischung in die Friedensverhandlungen Israels mi1 den Arabern zu enthalten, und eine „gerechtere“ Politik im Mittelosten zu verfolgen. — Jerusalem. — Israelische Brigaden durchkämmen weiter d.e Sinai-Wüste auf der Suche nach verstreuten ägyptischen Soldaten, die eine „Gefanr“ darstellen So explodierte vor einigen Tagen eine Mine, die drei Israelis tötete. Andere Gruppen dieser Fanatiker schiessen auf israelische Fahrzeuge auf einsamen Wegen. Sonntag, den 18. Juni UN — Die ausserordentliche s fzung der Generalversammlung wurde in Anwesenheit des russischen Ministerpräsidenten Kosygin, der ihr als einziger Regierungschef beiwohnte, in New York eröffnet Sie verlief ruhig. Es kam nur zu einem Wortwech. sei zw.sehen USA-Botschafter Goidberg und dem transjordanischen Delegie 'ten. Nach 41 Miauten wurden die B°ra tungen abgebrochen, ohne dass ein klares Arbeitsprograirnn aufgestellt worden war. Mir die Montagssitzung wurde eine Red. Kosygins angesagt. Bei dieser Gelegenheit werden, wie man erwar tet. auch der Vize-Ministerpräsident der VAR Mahmud Fawzi und Israels Aussei.minister Abba Eban sich zum Wort melden. London. — Harold w<ison, Englands Premierminister, oeschloss, am Montag mit Präsident de Gaulle in Paris über die Krise kn Mittelsten zu verhandeln. — Montag, den 19. Juni New York — De un unter bcochene Ankunft von Diplomaten die an der ausserordentli 't.en Generalversammlung der UN teilnehmen werden. wird gemeldet Zu den Botschaftern, die dir Erscheinen zugesagt haben, gehören die Ministerpräsidenten von Jugoslawien, Dänemark, Bulgarien Mongolien und die Aussenminister von Frankreich, Indien, Israel und aller arabischen Länder sowie der ägyptische Vize-Min.ster- Präsident. — UN. — Ein UN-Sprecher gab bekannt, dass Syiens Präsident Al Atassi seine An wesen oeit bei der UN-Ceneralver,Sammlung angekündigt hat. — Kuwait. — Die Aussen minister der 13 arabischen Staaten, die siet, zu e’ner Konferenz in Kuwait trafen, beschl.-ssen, ihre Beratungen abzubrechen und ausnahmslos auf der in New York ta genden Generalversammlung der Vereinten Nationen zu erscheinen. Tibarias. — De Regierung Israels gab bekannt da.,s syrische Panzereinheiten die israelischen Truppen in Kuneitra, e.ner in der Vorwoche von den Israelis eroberten syrischen Position, angegrffen haben und dass der Angrift abgeschlagen worden ist — London. — Wie hier verlautete. haben zehn Angestellte der Israel-Botschaft in Moskau mit ihren Familien Russland ver'aasen, um per F.ugzeug nacr Tel Aviv zurückzukehren — Tel Aviv. — Israelische Beamte enthüllten dass grosse Mengen von Waffen chi.iesischer Fabrikation in den Zitruspf.snzungen im Gaza- Streifen gefunden wurden — New York. — De jüdischen Gemeinden in den arabi-; sehen Ländern richtete»> einen Appell an eine grosse jüdische Organisation sich für ihre Rechte als Bürger und Menschen einzusetzen, d* sie seit Ausbruch de arab'schisraelLchen Konflikts G^äienstand von schweren Veifol gungen sind. Dienstag, den 20. Juni Washington. — Während in New York die Generalversamm'ung der UN zu'Ammen trat, hielt Präs dent Johnson über das nationale Fernseimebz eine grosse aussen politische Rede in der er beide Gegner irr» Mittelost. korflikt für den kriegerischen Zusammenprall verantwortlich machte und aufforderte, mifeinander über einen dauerhaften Frieden zu verhandeln. — UN. — Der sowjetische Ministerpräsident Kosygin beschuldigte vor der UN Versammlung Israel der .Aggression“ gegen seine arabischen Nachbarn und forderte, es solle die eroberten Gebiete sofort räumen. Er betonte dass die Sowjetunion Frieden wolle. — Als nächster Redner wies der israelische Aussenmini- I ster Abba Eban die gagen sein Land erhobenen Anklagen zurück. Inzwischen hatte Kosygin den Sitzungssaal ver. lassen. — Moskau. — Das Zentral«) mité der Kommunistischen Parte trat zu einer zweitägigen Plenarversammlung zusammen, um über Mitteiostprobleme zu beraten. — Tokio. — Das japanische Aussenministerium kündigte an, dass Japan sich bei -Jen Diskussionen in den UN neutral zu verhalten gedenkt Amman. — Hussein erklärte in einer Pressekonferenz, dass Transjordanien keine Peweise für eine Unterstützung Israels durch amerikanische und eng1-sehe Flugzeuge bei den Kampfhand lungen gegen die Araber besitzt. — Tel Aviv. — Der Presse wurde eine Ausstellung zugänglich gemacht auf der hochmodernes russisches Kriegsmaterial gezeigt wird, das von den Aegyptern auf ihrer Fluch1 zurückgelassen wurde Buenos Aires — Die Abreise des argentinischen Aussenmlnisters zu der Generalversammlung der UN in Jew York wurde bekanntgegeben Versailles. — De Gaulle und Wilson haben ihre Aussprache über die Lage im Mittelsten begonnen, über deren Verlauf bisher nichts verlautete. — Mittwoch, den 21. Juni UN. — USA-Botsohaftei Arthur Goldberg ersuchte die UN-Generalversammlung. den von Präsident Johnson vo»-geschlagenen 5 - Puckte- Plan *iir den Frieden im Mitte losten anzuneluttçn. Er Soldaten singen die HATIKWA an der Klagemauer r I , ÄÄi a?-. # ï »W i jâfÿfip Ben Gurion an der Klagemauer Kurze Zeit, nachdem die Klagemauer in israelischer Hand war, begab sich Ben Gurion in Begleitung semer Frau an die Klagemauer, wo er von den Zahal-Soldaten mit grossem Enthusiasmus begrünst worden ist. Ben Gurion war sichtlich erregt, als er sich langsam, aber stolzen Schrittes über die engen Steinstufen in die Gasse der Klagemauer begab, in der sich zur Zeit nur wenig? Besucher befanden, da die Besuche in der Altstadt kurz vorher eingestellt worden waren Am der Ferne hörte man. wänrend BG in stiller Andacht versank, tatsächlich das Tik Tak von auomatischen Waffen, mit denen Zahal-Verbände gegen Scharfschützen vorgingen. Ben Gurion verblieb jedoch nur wenige Sekunden allein, denn wie ein Blitz hatte sich die Nachricht verbreitet, dass „der Alte Mann“ an der Mauer sei. Zahlreiche Soldaten umgaben ihn sofort, offensichtlich bemüht, BG zu beruhten, oder sogar zu umarmen Immer wieder ertönte der Ruf: „Bravo, David“. Auf unsere Fragen wie er sich an der Klagemauer fühle, erwiderte BG, d;es sei der zweitgrösste Moment se’nes Lebens, der dem ersten Moment, seiner Ankunft in Erez Israel, nicht an Bedeutung nachstehe. Er sei sicher, dass ihn die selben Gefühle erregen, die nunmehr auch vom ganzen jüdischen Volk geteilt werden Das jüdische Volk und besonders das Volk in Zion sei noch nie so vereint gewesen, wie in diesen Tagen, wobei sich erneut erwiesen hat, dass die Einheil und der innere Wert des Volkes wichtiger sind als die Quantität von Waffen oder Männern die uns der Feind gegen überstellen kann. BG betonte, der jetzige Sieg sei besonders wichtig, weil wir ihn allein, ohne jede fremde Unterstützung errungen haben. Deshalb werde er auch unsere Stellung auf diplomatischem Gebiet stärken. Auf eine Frage ob nunmehr bessere Aussichten für einen Frieden zwischen Israel und den arabischen Staaten bestünden, erwiderte BG, er sei davon nicht überzeugt. Andererseits betrachte er es als sicher, dass unser jetziger militärischer Sieg un.ere Sicherheit für viele Jahre gewährleisten wird, weil Aegypten es in absehbarer Zukunft kaum wagen wird, uns nochmals zu provozieren oder anzugreifen. Ben Gurion liess dann, bevor er die Klagernauer ver. liess, von einem Soldaten die arabische Inschrift auf dem Strassenschild an der Klagemauer zierschlagen, we’1 es nicht duldbar sei, dass arabische Schriften sich auf diesem jüdischen Heiligtum befinden. In Begleitung von BG hatten sich an der Klagemauer MdK Schimon Peres, der Befehlshaber der Luftwaffe Aluf Mordechai Hod. der Leiter der Stabsabteilung im Generalsiab Aluf Eser Weizmann, der Bürgermeister von Jerusalem Teddy Kollek und die Barone Edmoni und Elie de Rothschild, die beide ebenfalls sehr erregt waren, eingefunden. lehnte namens seiner Regierung die Zustimmung zu einer von der Sowjetunion, unterbreiteten Reso.ution ab, die den Abzug der israelischen Truppen aus den besetzten arabischen Gebieten fordert und Israel zur Zahlung von Entschädigungen an die Araber für Kriegsschäden verpflichten soll. Noch bevor Goldberg die Position der USA darlegte, ergriff überraschenderweise UN-Generalsekretär U Thant zu einer „Richt’gsteTung“ das Wort, um sich gegen den von Israels Aussenminister Abba Eban erhobenen Vorwurf zu wehren, er labe „übereilt“ den Rückzug der UN-Truppen aus dem Gaza- Streifen angeordnet. Washington. — Das Wdsse Haus gab zu. dass Präsident Johnson den sowjetischen Premierminister Kosyg>n zu sich eingeladen hat Kosvgin soll, wie es hiess, diese Einladung abgelehnt haben Sharm El Scheik — Bei einem Besuch in sharrr El Scneik machte Israels Ministeppräsident Levi Eshko! den arabischen Staatschefs den Vorscalag, sich mit Israel auszusöhnen und auf einer gerne'iisamen Gipfelkonferenz die Bedingungen für « ren dauernaften Frieden festzulegen. Donnerstag, den 22. Juni UN — Englands Premier minister George Brown regte die Aufstellung einer neuen UN-Truppe an. die den Wiederausbruch von Feindseligkeiten zwischen Arabern und Israelis verhindern soll. Er forderte Israel auf. die eroberten Gebiete wieder herauszugeben und mahnte die Vereinten Nationen, zu einer Lösung des arabisch-israelischen Konflikts zu gelangen, der die Gefahr einen Atom, krieg zu entfesseln, in sich berge. Paris. — Präsident de Gaulle bezichtigte Israel der Schuld am Krieg im Mittelosten den er als natürliche Folge der militärischen Intervention der USA in Vietnam bezeichnet«. UN. — Der Aussenminister Argentiniens erklärte, das» die Unparteilichkeit seiner Regierung im Mittelostkonflikt auch die Haltung vieler anderer Mitgliedstaate 1 kennzeichnet. Der italienische Aussenminister Aldo Moro forderte vor der Generalversammlung den Rückzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten und die Anerkennung des Staates Israe’ durch die arabischen Länder. Kairo. — Der Präsident der Sowjetunion Nikolai Podgocny traf in Kairo zu Bespre chungen mit Nasser über neue russische Militärhilfe für die arabische Welt ein. Wie gleichzeitig enthüllt wur de, befindet sich auch der Chef des sowjetischen Generalstabs Marsohall Zakharow an det Spitze einer Militär, mission in der VAR. (Redaktionsschluss Donnerstag, den 22. Juni 15 Uhr» Impreso in la Imprenta POLIGLOTA — Rivadsvl* S31 Registro do iS Propiedad Intelectual NV #09.

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