Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2223 (23.6.1967)
- Date
- 1967-06-23
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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JÜDISCH* WOCHENSCHAU Año 'XXVIII. — Nt 2323 4 — Viernes, 23 de Juni ode 1967 Ereignisse der Kinus der Magbit Am ’etzten Sonntag fand im überfüllten Saal der AMIA «ine ausserordentliche Ver e&inma.ng aller Mitarbeiter der Magbit (Einhe tskampague) in Argentinien statt, an der die Delegationen a!l?r Comités aus der Stadt Buenos A res. Gran Buenos Aires, dei Provinz, aer ..comité idomäticos“ also auch das zentraieuropä ist he Comité der Füthverbände (grem’osi, der Kooperativen usw. teilge nomme.n haben. Die Versammlung wurde vom Prisidenter der Magbic in Argentmien. Dr. Hardi Swarsenky. mit einer kurzen einleiten ien Rede eröffnet, der anschliessend das Wort dem Inge, nieur 'Nachman Radichowsky, dem Vorsitzenden des Emer gencv-Comités. übergab, der einen Kurzen Utberblick über die A.beit und die Notwendigkeiten des Augenblicks gab. Sodann lasen zwei Kinder einer hebräischen Schule, ein Junge und ein Mädchen, iPsalme und ein hebräisches Gedici.t von Bialik vor. Ein Chasan, begleitet am Harmonium vom Maes‘ro Feuer, sprach einen Psalm, sagte das Kaddisch-Gebet und sang BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial CORRIENTES 1979 BUENOS AIRES Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1. Mena jem Boreisho: LA HISTORIA DEL IDT3CH 2. Teodoro He>zl: EL PRIMER CONGRESO SIONISTA 3. Abraham Flatkm: LA HISTORIA DEL HEBREO Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Roüansky SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang- YEHUDA HALEVI 3. Simja Sneh: SCHMUEL IOSEF AGNON 4. Leon Dujovne: MAIMONIDES 5. Nahum Goldmann: TEODORO HERZL 6. Scna:om Rósenoerg- FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgis: STEFAN ZWEIG 8. Dav*d Elnecavé: JEREMIAS 9. León Dujovne: MOISES HESS EN PREPARACION: Hardi Swarsenskv: WALTHER RATHENAU Mark. Turkow: JANUSZ KORCZAK Bibliografía de Temas Judíos en Castellano Bestellungen dieser hochinteressanten Serie direkt im Büro des Jüdischen Weltkongresses (T. E.: 49-2817) das El mole rachamim, das von den hunderter Deleeierten schweigend und tief bewegt ¿ehört wurdt Als nächster Redner ergriff, von den Anwesender, jubelnd begrüsst, der israelische Botschafter in Argentinien, Don Moshe Alon, zu einem ausgezeichneten Referat i das Wort, in welchem er auf I die Lage einging und zugleich unterstrich dass Is- I raels Kampf um sein Rech- I noch nicht beendet sei. Die beiden Sekretäre der I Einheitskampagne Dr. Raul j Muiimowka und Ricardo j Gordon erstatteten kurze Be- I richte über den Verlauf der ' Arbeit in der Stadt und in j der Provinz. Oberrabbiner Dr. Kahaue und Moshe G tld- | stein, der Delegierte des Keren Hajessod aus Jerusalem, würdigten den historisci en Augenblick und unterstrichen die Aufgaben, die von den Juden in den Ländern der Zerstreuung erwartet werden. Nachdem eine Proklarrati. on an die argentinischen Juden u id die Resolutionen bekannt gegeben worden waren, schloss der Vars Jzende die eindrucksvolle Versamm'ung mit dem Hinweis, dass die Verdoppelung unserer Kräfte die zweite Phase Israels begleiten muss, di. bedeutet nach dem Triumph der Waffen nunmehr den Frieden für Israel und das ganze jüdische Volk z,u gewinnen Fritz Schwarzschild Am 8. Juni dieses Jahres verstaib Fritz Scnwarzsc: ild der nur siebzig Jahre alt geworden ist Die umfangreiche jüdische Tätigkeit dieses lebhaften geistreichen und aufrechten Menschen ist aus den Geschuhte der deutschen Judenheit in den letzten Jahren und Jahrzehnten vor dem Zusammenbruch nicht wegzuaenken. Er gehörte zu den Gründern oder führenden Männern des Verbandes der jüdischen Jugend - Vere;ne (Neutraler Verband), dem er mit der Kraft seiner ganzen Persönlichkeit diente. In späterer Zeit war Fritz Schwarzschild für die aus Wanderung der Jugendlieben aus Deutschland mit gurem Erfolg tätig. Auch diejenigen, die nicht all seine Auffassungen teilten, waren von dem Elan und der Tatkraft Schwarzschilds beeindruckt, der vielen und auch mb ein guter Freund war, der nichf vergessen werden wird, (h.s.) Wissenschaft in Israel Das argentinische Comité des Wissenschaftlichen Weizmann-Instituts hat eine weitere Nummer seiner Zeitschrift veröffentlicht, die sich durch Vielseitigkeit auszchnet und einen lebendigen Einblicke in die Tätigkeit des Co. mités und des Instituts vermittelt. Es wird über eine Reihe wichtiger Untersuchungen und Fortschritte auf dem. Gebiet der Wissenschaft unterrichtet die vom Weizmarn- Institut in Reehowoth in der letzten Zeit erreicht wo: den sind. — Kurt Grossmann wurde 70 Vor wenigen Tagen w’rde Kurt Grossmann unseren Lesern aus einer Reihe von Beiträgen bekannt in New York 70 Jahre alt was man schwer glauben kann, wenn man diesen dynamischen Menschen und Kämpfer fürs Recht kennt. In den letzten Ä ,10*! il ESTUDIO PASTEUR 254 . 2* y 5pisos HL 48-7166 . >372 ÍUENOS AIRES ciencia* económica* contador** públicos nocional«* consultores de -empresa* ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS süiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiimmiiiiiiiimiiiiiiiiimiimiiiimiimimiiimimmiiiimimmiimiiiiimr. SilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUII? IRIAS DE C A FORESTA Aufruf der Einheilskampagne An die jüdische Gemeinschaft Argentiniens: Die entscheidenden Tage für den Staat Israel sind noch nicht vorüber. Gewiss hat der erdrückende Sieg der Israelischen Armee über die Feinde des Staates Israel zur Be-uhigung der unruhigen Geister beigetragen. Wir sind stolz auf unsere Brüder in Israel, deren Heldenmut die Bewunderung der ganzen Welt verdient, aber wir können l icht einen einzigen Augenblick lang die schweren Gefahren verkennen, die noch drohen, bis der endgültige Frieden in Kraft treten wird Der Opfergeist, den das jüdische Volk in seinem Bemühen der Solidarität mit Isiael bewiesen nat, ist ein gültiger Beweis für das unzers1 örbare Band zwischen Israel und dem ganzen jüdischen Volk in der Diaspora, ohne jegliche Ausnahme. Auch in Argentinien hat die Einheitskampagne — Keren Hajessod — eine DRINGLICHKEITSAKTION proklamiert. Mit echter Bewegung haben wi. gesehen, dass die Gemeinschaft vo einem tiefen jüdischen Empf.nden durchdrungen und bereit ist, in kürzester Zeit die Pflichten der Solidarität zu verwirklichen Vo:i dieser Tribüne der Ausserordentlichen Versammlung der Repräsentanten des Keren Hajessod in Argentinien aus in Anwesenheit von Hunuerten von Delegierten aus Buenos Aires und dem Landesintiern, richten wir an alle Juden den Ruf, ihre PLichtei in grösster Eile zu erfüllen. DIE ANTWORT EINES JUDEN SOUL WUERDIG UND VERANTWORTUNGSBEWUSST SEIN! Wir erklären gleichzeitig, dass die jüdische Gemeinschaft des Landes von ständiger Bereitschaft erfüllt sein wird, um mit allen ihren Möglichkeiten Israel ihre volle Solidarität zu leihen, solange der Frieden nicht gesichert ist. — Jahre der Weimarer Republik war Kurt Grossimann Generalsekretär der Deutschen Liga für Menschen, rechte und als solcher einer der mutigsten Männer, die sich der braunen Welle '-ntgegengestellt habec. Im letzten Augenblick k jnnte sich Grossmann der von den Nazis als einer der Haupt leinde betrachtet wurde nach Prag retten, wo er sofort ein Comité zur Hüfe für die Opfer des Dritten Reiches schuf Es war für ihn eine Selbstverständlichkeit, dass er sich nach dem Krieg den P-oblemen der Wiedergutmachung widmete, für die er sich mit seinem grossen Können einsetzte. Grossmann ist auch als Journalist und Schriftsteüer hervorgetreten In zah’rei. chen Artikeln in der deutschen und der jüdischen Pres- | se behandelte er die ihn besonders interessierenden Zeitprobleme, immer mit grosser Umsicht, mit Talent und einem Einsatz, der hinter jedem Wort die Persönlichkeit erkennen Hess die sich bedingungslos den allgemeinen Interessen zur Verfügung stellte Sein Buch über Car1 von Ossietzky war ein ernziger Appell für Recht und Menschenwürde. Mehrere Jahre hindurch leistete Grossmann auch als Mitarbeiter der Jewish Agency in New York im Rahmen des Büros von Nachum Goldmann wertvolle Dienste, vor allem für die Fragen der Wiedergutmachung und anderer Problem, d.e mit der deutschen Politik in Zusammenhang stehen. Noca viele Jahre ungebrochener Schaffenskraft wünschen wir dem Me 'sehen und Freunce Kurt Grossmann, dem oescheidenen aber wir kungsvollen Kämpfer für das Recht der Menschen, insbesondere der Verfolgten und der Schwachen für die er eine bessere Zukunft durch seinen Einsatz und durch seine Avoeit erstrebt (h. s.) Sonderbotschafter Am Anfang dieser W’che weilte *ür einige Stunden als Sonderbotschafter des P 'äsidenter. Israels, Sa.man ohazar, Herr Jakob Tsur in Buenos A.res, der heutige Präsident des Keren Kajemeth Leisrael und Präsiden*- des Spanisch - Israelischen Kul turinsrituts mit Sitz in Jerusalem Botschafter Tsur war der erste israelische Botschaftei in Argent nien *1948 bis 19E4) und erfreut sien in ganz i^teinameriaa besonderer Wertschätzung und grosser Sympathien. In einem kleiner Kreis berichtete Tsur übei die Lage in Israel, das er am letzten Freitag verlassen batte Das Leben kehrt allmählich zum gewohnten Alltag zurück. Mit dem Wiederaufbau der Schäden wird sofort begonnen. Tief bewegt schilderte Botschafter Tsur seine Besuche an der Klagemauer, zu der an einem einzigen Tage 200.00) Juden aus allen Teilen des Landes gepilgert waren. Mit einer ausserordentlicher Zuversicht blickt Israel in seine Zukunft und mit Gelassenheit sieht es den Verhandlungen in den UN entgegen, die zum Zeitpunkt seines Berichtes bevors‘anden. Grosses Verständnis hat Tsur beim Präsidenten Prasiliens gefunden, den er fags zuvor in Brasilia besucht hatte Auch die Unterredung mit dem Präsidenten Argentiniens, Generalleutnant Ongania, verlief zufriedenstellend. Botschafter Tsur überbrachte den Präsidenten der lateinamerikanischen Länder die Grüsse des Präsidenten Shazar und schilderte die Position Israels in der gegenwärtigen Situation Die Besprechungen Tsurs gewannen im Hinblick auf die Unterhandlungen bei den UN besondere Bedeutung. — Antisemitische Attentate Ausser den antisemitischen Attentaten in Cordoba, über die wir in der vorigen Wo che berichtet haben, ereigneten sich Ausschreitungen in Buenos Aires. Mit dem Ruf „Tod den Juden“ verrammelter sich etwa 300 Personen vor der syrischen Botschaft in Buenos ñires. F’ugblätter mit der Unterschrift des „Movimiento Nacionalista Tacuara“ und , Frente Argentino Antisionis+a“ und beleidigenden Inhalts für die jüdisene Kollektivität wurden verteilt. Sprechchöre traten in Aktion, die u. a. „Nasser y Perón, un solo corazón" schrieen Augenzeugen berichteten, dass es zu Schlägereien kam’ als Passanten gegen die Demonstranten einzußchreiten versuchten. Ano yme Attentäter scihleu. derten sogen. Molotow-Bomben gegen die Eingangstür der Asociación Israelita Argentina Bet-Am in Lands Este. Es entstand ein Biand der jeooch sofort von der inj Gebäude anwesenden Mitgliede n gelöscht werden konnte. Bei der Polizei von Lands wurde Anzeige gegen unbekannt erstattet und um polizeilichen Schutz gebeten. Protest der DATA Gegen die in den letzten Tagen verübten antisemitischen Attentate richtete die DAIA einen Protest an den Innenminister, Dr Giullermo A Boi da. In ihrem Schreiben erinnert die DAIA an die Zeiten des traurig berühmten Hussein Triki. al_ Elemente der Arabischen Liga sich bemühten, die Antisemiten in Argentinien gegen die Ju^en aufzuhetzen. Sie bezieht eich auf die vom Innenminister am 27. April ergangene Versicherung,, die „Massnahmen für die Erhaltung des sozialen Friedens“ in Aussicht gestellt hat. Dem Schreiben der DMA wurde eine Liste der begangenen Attentate beigefüge. Communiqué der NATO Luxemburg. — Die Aussenminister von 15 Ländern, welche der N4TO angeschlossen sind, beendeten ihre zweitägige Ratssitzung mit der Hera’isgabe eines Communiqué', in dem sie ihre Befriedigung über die im Mittelosten erzielte Feuereinstellung erklären und auf die Dringlichkeit von humanitären Massnahmen zur Linderung der durch den Krieg verursachten Leiden hin weisen. Der französische Aussenminister Couve de Murville betonte, dass die Lage noch nie so ernst gewesen sei und die Zeit gegen eine friedliche Lösung arbeite, sodass wenig Hoffnung ^auf eine Einigung in cen UN besteht. (ITA) Haifa der Zukunft Haifa. — Zu Beginn der Achtzigerjahre wird Haifa voraussichtlich 310.000 Einwohner und der ganze Bezirk mit den Krajot eine halbe Million Bewohner zählen. Bis zum Ende dieses Jahrhunderts rechnen die Stadtplaner der Stadt selbst mit einer Bevölkerung von 430.000 und im ganzen Bezirk von 750.000 Seelen. Darauf muss bereits die Planung hinzielen. Die Hälfte aller Einwohner Haifas wird in Zukunft auf dem Carmel wohnen, und es ist damit zu rechnen, dass die grossen Schikun-Gesellschaften mehr als die Hälfte aller Neubauten durchführen werden. LUACH — (KALENDER) Freitag, den 23. Juni 15. Siwan Sonnabend den 24 Juni 16. Siwan Schabbat SHELACH LECHA (Num. 13:1) Haftara: Josua 2:1—24 Sonntag den 25. Juni 17. Siwan Montag den 26 Juni 18. Siwan Dienstag, den 27. Juni 19. Siwan Mittwoch, den 28. Juni 20. Si war Donnerstag, den 29. Juni 21. Siwan Freitag den 30. Juni 22. Siwan Sonnabend, den 1. Juli 23. Siwan Schabbat KORACH Nüm. 16 1 Haftara- 1. Buch Samuel 11. 14, 12- —2S Sonntag, den 2. Juli 24 Siwan Montag den 3. Juli 25 Siwan Dienstag den 4. Juli 26 Siwan Mittwoch, den 5. Juli 27 Siwan Donnerstag, den 6 Juli 28 Siwan Freitag den 7. Juli 29 Siwan Sonnabend, den 8. Juli 30. Siwan Schabbat CHUKAT (Nüm 19, 1— 22) Schabbat Rosch Chodesch (Nüm. 28, 9—15) Haftara Jesaja 66, 1—24 Sonntag, den 9. Juli 1. Tamus Argentinischer Nationalfeiertag Montag den 10. Juli 2. Taunus 13^^5172^384^233945091360237904334