Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2223 (23.6.1967)
- Date
- 1967-06-23
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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! 2 — Vie»»«*, 23 de Junio de 19£7 J ü D I 8 CB B WOCHENSCHAU Año XXVIII — N» 2223 Die heiligen Staetten Zion war ursprünglich nur die Bezeichnung tür emen der Hügel Jerusa’eme und die aui ihm angeegte Bergfeste, die von Dav’d erobert Wurde Mit der Erweiterung der Stadt nach Norden wurde Auch der Tempelberg mit dem dort befindlichen Zentralhedigtum Zion genannt. (Sehr oald aber wurde Zion eine dichteris-.-he Beze ch - »ung für ganz Jerusalem (Arnos 6, 1) und schliess ich im das ganze Land Seit langem symbolisiert Zion die Sehnsucht und die Hoffnungen unseres Volke« auf seine Bef re ong. Die Klagemauer ikotel ma’- arawii ist die Westmauer des Tempelplatzes. Die Maue ■ ist 4® m lang und 18 m hoch. Sie reicht, wie tna,. annitnnt, noch weit unter iie augenblickliche Oberfläche des vor der Mauer liegenden Hofes. Es gilt als sicher dass zumindettens die unteren Lagen, die aus grossen Quadern bestehen no^h aus heredianischer Zeit ßtammen Die Klagemauer .si die zentrale jüdische heilige Stätte im aictn Jerusalem, da sie als der einzige nie Zeiten überdauernde Tei. des salo- «nonis hen Tempels angesehen werden kann. — Schon zur Mandatszeit war das Recht auf die Klagerr auer umstritten. Eine Lösung wurde von der britischen Mandatsmacht nir-ht geiunden. Der Besitz der Klageroauer führte des öfteren zu heftigen und blutigen Zusammenstößsen Nach dem Befreiungskrieg haben die Vereinten Nationen eine ,,Interna iäGnalisieri'ng-‘ der Heiligen Stätten vordenomimen und damit den freien Zutritt allen Gläubigen der verschiedenen Glaubensbekenntnisse zu ihten Heiligen Stätten zugesichert. Die territorialen Rechte standen damals (nach 1948) den Transjordaniem zu. die jedoch nur den verschiedenen christbchen Be- Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. ■Mhm. 16—19 Chr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Speziajgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49.5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf odei Verkam von GESCHAFFTEN WOHNUNGEN HAECSERN VTRREY OKI PINO 2263 T. E. 73-7887 von B. B. SAMVEL kenntirssen den freien Zutritt Dei bestimmten Anäissen gestatteten nicht aber 'len Juden, ganz zu schweigen voi den Bürgern Israels, obwohl dies im Waftenstil.- stand und den Abmachungen unter der Kontrolle und von (ien UN zugesichert worden war. — Die Befreiung Jerusalems durch die siegrev he Israel- Armee hat die Herzen aller Juden höher schlafen las ,en. als sie erfuhren, dass nunmehr endlich der freie Zutritt /,nr Klagemauer und in das a.ie Jerusalem gesic* ert ist Tausende Juden piigerten dorthin, nachdem die Grenzpfähle gefallen die künstliche Mauer zerstört und die Einheit der Stadt wiederl er. gestei t warsie zogen an die Klagemauer, um dort zu be ten und zu danken dass nunmehr vollendet werden kennte. was mit der Errich'ung des Staates Israel geschaffen worden ist. Es wai ein überwältigender Eindruck mit an - Zusehen, wie der lange ind breite Zug der Pilger aus der neuen in die alte Stadt zur Klagemauer strömte, alte und junge, bärtige und moderne, religiöse und freidenkende Bürger Israels, um nicht nur ihre eigenen Gefühle ausuzdrücken, sondern der ganzen Welt zum Bewusstsein zu bringen, dass Jerusa.em, das ewige Jerusalern, Das bis gestern nur unser gvstiges Eigentum war, nunmehr und fm die kommenden Zeiten auch im füg liehen Leben der Mittelpunkt unseres Volkes ist. Sehr bald nach der Eroberung der Jerusalemer Altstadt meldete sich die Stimme di.s Papstes der um den Schutz der Heiligen Stätten und die Internationalisier Jng der Heiligen Stadt bat. jdiese päpstliche Intervemion musste nicht nur Erstau> en sondern auch Befremden bervorrufen. Seit 19 Jahren staatlicher Eixistenz befinden sich zahlreiche christliche Heilige Stätten und zahlreiche christliche Gemeinschaf, ten auf dem Boden Israels, ohne dass es auch nur einmal zu einer ernsten Klage oder Beschwerde wegen der Verletzung der Rechte Andersgläubiger gekommen wäre Mit der selbstverständlichen Würd_ eines KulturvoUets haben die Juden immer Respekt vor dem Denken und Fühler* anderer Nationen oder Konfessionen bewiesen. Aus welchem Grunde musste Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76-5842 JUDIYH SCHENKOLEWSKI Kultusstickereien Schabbosdeckec TaUiebeutel Käppchen Max zot-Tascben ■ Handanc Maschrienstickerej von Bett- und nscnwäsche Dr. P- L RIVERA 258t (fr Bebedero) V. E 13-4155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76.0286 73-1049 der Papst also gerade in dem Augenblick, als Jerusalem befreit wurde, die Internationalisierung verlangen? Haben wir nicht ein Recht zu fragen warum er dies 19 Jahre hindurch unterliess. als die T-ansjordanie» trotz ihrer internationalen Verpflichtungen den Juden und Israelis den Zutritt zu it rer heiligen Stätte versagten? Israel hat die Stimme des Papste«“ ignoriert. Die Intervention war unglücklich und unangebracht Sit war zugleich ein Unrecht, denn der Papst hat nicht nur die Er fahru>ig von 19 Jahren, sondern die Gewisshe’t, dass die Regierung Israels st^rk genug ist, um den heii-.gen Stätten aller Rel monen die erforderliche Sicherheit und. den notwendigen Schutz zu gewährleisten. Premierminister Eshkol hat inzwischen die geistlichen Würd?nträger der verschiedenen Religionen zusammengerufen, unter 5hnen auch Mons. George Hakim, der. Chef der christlichen Or'hodoxen Kirche denen er der Schutz aller heiligen Stätten zusagte Die Klagemauer wurde unter die Aufsicht des Oberrabbinats gestellt, die heiligen Stätten des Is’am eirer Kommission aus hohen islamischen Würdenträgern übergeben, die heiligen Stätten des Christentums wurden einer Kommission aus hohen christl chen Priestern unterstellt. Eshkol schloss seine Bekanntmachung an die geistlichen Würdenträger mit diesen Worten: „Md der Hilfe des Allmächtigen. des Gottes Israels und Befreiers »eines Volkes richte ich. aus Jerusalem, der Heiligen Stadt dem Symbol des Friedens durch alle Jahrhunderte, deren Ruhe zu rückgekehrt ist, einen Aufruf zum Frieden und huffe gemeinsam mit Euch und allen Menschen guten Wihens auf den Wohlstand der Völker dieses Gebietes und der ganzer. Erde“ — Wie offiziell mit«V»teilt worden ist, steht an der Spitze der muselmaniscren K>mmissior. für die heiligen Stät ten des l6lam der Knesset- Delegierte Seif el Din Zuab: Makatii. Der israelische Militärgouverneur der besetzten und eroberten GeDiete in Trans jordamen, General Chaim Hertzog, teilte mit, dass Kirchen, Moscheen rder sonstige heilige Stätten bei den schweren Kämpfen keinen Schaden erlitter haben. Ebensowenig wurden Priester verletzt General Hertzog berief alle religiösen Würdenträger, unter ihnen den päpst.iehen Nuntius, zu S’ch, um den Kontakt mit den Militärbehörden herzustellen. Mons. George Hakim richtete eine Botschaft an Eshkol, in der es u. a heisst- „Wir müssen Sie den Pre- JAC0B LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2637 4* B 46-1716 und 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Widerstandskaempfer schaemen sich Tel Aviv. — Die Israelis, die in den Reihen der tschechischen Widerstandsbewegung gegen die Nazis kämpften und Medaillen füi ihre Tapferkeit empfingen, beschlossen, alle diese Medaillen an die tschechische Regierung zurückzuschicken und auf diese Weise dagegen zu protestieren, dass die CSR in den Tagen des arabisch-israelischen Krieges ihre Beziehungen mit Israel abbrach. Die Mitglieder der tschechischen Abteilung der israelischen Kämpfer gegen den Nazismus sammelten die Medaillen ein und schickten sie in einem einzigen Paket nach PTag. Sprecher des Verbandes erklärten der Presse, es sei eine „Schande“, dass eine Regierung, die so Schweres unter der Naziokkupation gelitten hat, einen Diktator wie Nasser unterstützt, dessen Angriffsabsichten über jeden Zweifel hinaus bewiesen werden sind. UTA) mierminister sowie die ganze israelische Verteidigungsarmee dazu beglückwünschen, dass die Kämpfe in Jerusalem e.ngestellt worden sind A.s ein Mann, der zwanzig Jahre in Freiheit in Israel gelebt hat. hoffe ich, dass dieselbe Freiheit auch in ien jetzt Israel hinzugefügten Gebieten bestehen wird“ _ Der Scheich Amin, das religiöse Oberhaupt Akkos, er klärte „In meinem Namen sowie im Namen aller Muselmanen und Arabe gebe ich meine Zufriedenheit über Israels Sieg bekannt Wir sind für den wiederhergestellten Freden dankbar. — Diese und viele andere Einzelheiten weisen darauf hin. dass der religiöse Frieder; in Israel wie bisher gesichert ist. Zu einer Internationalisierung der HeiPgen Stadt oder der heiligen Stätten besteht nicht die geringste Veranlassung. Denn die Methode. durch Spaltung oder Internationalisierung einen Eine Wahl Sao Paulo. — Zum Sekretär des neuen Gouverneurs von Sao Paulo wurde Oscar Klabin Segall, ein führendes Mitglied der jüdischen Gemeinde, gewählt, An der Einführung des Gouverneurs in sein Amt nahmen auch zahlreiche Mitglieder der jüdischen Gemeinde teil. Immer mehr deutsche Touristen Nürnberg. — Schätzungsweise 13 000 Touristen aus der Bundesrepublik waren im vergangenen Jahr in Israel Das teilte der V^edirektoi des staatlichen israelischen Verkehrsbüros, Gideon Gal- Or, vor kurzem in Nürnberg mit. Damit stehe die Bundesrepublik in der touristischen Statistik von Israe: an dritter Stelle in Europa nach Grossbritannien und Frankreich. Irr Vergleich zu 1965 entspreche das einer Zunahme um zehn Prozent (AWZ) ESTANCIERA mit Chauffeur für Fahrten aller Art BILLIGE PREISE pro Stunde, Tag oder Monat. 78-8202 — (naeh 21 Uhr) Dr. Bernardo SCHWARC2 ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-820 RATOS X PARADENTOSE TEUBF. 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