Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2222 (16.6.1967)
- Date
- 1967-06-16
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viera«*. W de Juni« de 1967 LA 8EMANA ISRAELITA Añ« XXVIII. — N" 2222 — 7 ■ stwt Beduinen gegen den Terror ohi. Sn^¡u'tler4«l»n -"W' arabische prominente Pe ersohu n «lichkerten nahmen küi -*1- Alle * ‘■»■ssv* wir aa Steile. tii-F, t ‘bet. r*u&nran« und io *""*«n der ’"«• beschi. i 21 rT'^n, (C eh®itt»gnL8eW8rt*n 1 «wlf w- *?*nen Bet°r bUher ai^enverlcauf aus Israel l!lDd be. 'den. veit«rgeiei. «M* » fcitaJï niCM v aporte sod Jal! ntudl Dr. Benjamin Ben Assa ist s „Arzt der Beduinen des igew“ in weiten Kreisen b3mnt. Sein Name ging auch irch die Presse, als er den bert-Schweitzer - Preis erelt. Dr Ben Assa und »ini- Per- ^tchie""1 «liohkerten nahmen kürz- 84,1;h an einer Tagung im telüver ,,Zawta‘‘- Klub teil, 3 über die Beduinen des Ne- *w gebrochen wurde. Mussa El Atauna, eine der arkantesten Gestalten des egew, Scheich und Führer anderter Beduinen, erklär- : im Rahmen eines Refeits: „Die Beduinen des Nebw widersetzen sich nachriicklich jeder Terror-Tätig, eit der „Al Fata‘-Terrororanisation und anderen dem taate feindselig gesinnten truppen an den Landesgren-;n. Allerdings, so meinte der eh ei eh, „sind die Probleme nseres Bodenbesitzes noch icht einer Lösung zugef ihrt orden. Diese offene Wunde •hmerzt und muss geheilt erden. Sie wird nicht ver. arben, solange man den Beduinen den Boden, den lan 'hnen nach Beendigung es Freiheitskrieges verprach, nicht zurückgeben Vir werden uns auch mit an- 1 *rer Ackererde oder mit jjntscuädigungen zufriedentellen“, fügte er hinzu. Grosses Interesse erregte lie Bemerkung des Beduilenscheichs, „die Beduinen vürden sich nach jahrhunlertelanger traditioneller Wanderung in der Wüste jndlich an einem festen?unkt ansiedeln lassen“, ioch komme auch dies nicht in Fr ege, so lange die den Beduinen gehörenden Böden .rieht zurückerstattet sind.'* Er fuhr fort- „Was die Erziehung der Beduinenkinder betrifft, klafft noch ein grosser Abgrund zwischen uns und unseren jüdischen Mitbewohnern“. Er bedauerte, dass .roch kein einziges Beduinenkind an der Mittelschule in Beer Schewa lernt. Der Scheich beeindruckte die Zuhörer, als er auf den erzieherischen Wert gemeinsamer Klassen für jüdische und arabische Mittelschüler hinwies und forderte. Beduinenkinder mit jüdischen Schülern in Beer schewa lernen zu lassen. „Dies würde zu gegenseitigem Verständnis und zur Freundschaft zwischen beiden Volksgemeinschaften im Lande erheblich beitragen“, betonte er und schloss mit den Worten: „Ehe Araber dieses Landes stehen zu Israel, können sich jedoch niemals mit Benachteiligung abfinden.“ Dr. Benjamin Ben Assa, der das Geld, welches er al6 Albert-Schweitzer - Preis erhielt, für die Palästinaäusserte sich sehr zynisch und deprimiert über die Lage in den arabischen Bezirken nach Abschaffung der Militäradministration. „Nichts hat sich geändert. Alles ist beim alten geblieben“, rief er aus. Er wandte sich auch dagegen, dass man in jüdischen Kreisen die Araber als . Fremde“ in diesem Lande ansieht. „Sie sind im Lande geboren und ihre Eltern und Grosseltern leben hier seit Historische Staette Wien. — Mehrer», Gruppen jiidiscner Touristen besuchten Prag und die dortigen historischen Stätten der Judenheit, darunter Schüler israelischer Lehrerseminare. •UROPEO NIDA (l H.J m. Í /1 Flüchtlinge in Transjordanien gespendet hatte, setzte sich für besseres Verständnis zwischen Juden und Arabern ein. „Wenn wir in den Mittleren Osten, in unsere alte Heimat zurückgekehrt sind, müssen wir uns den alten Bewohnern anpassen deren Sprache und Sitten kennenlernen und respektieren. Mit ihnen Zusammenleben und mit ihnen für eine bessere Zukunft kämpfen, ist nur auf der Grundlage gegensei. tiger herzlicher Freundschaft möglich“, meinte er. Er machte den Vorschlag, in die vorderste Linie des Kampfes um die Freundschaft der arabischen Mitbürger Juden aus den arabischen Ländern zu stellen. „Sie kennen die arabischer Nachbarn besser, verstehen ihre Sprache und sind ihnen in ihrer Mentalität näher als wir. Darum sollen sie sich in den Dienst dieser für den Staat wichtigsten Aufgabe stellen.“ Der arabische Journalist Ibrahim Sc-habat aus Nazaret Generationen, rhe Juden sind in vielen Ländern der Welt seit Jahrtausenden eine nationale Minderheit gewesen und müssen es erst lernen, wie sie sich als Majorität zu der Minderheit in ihrem eigenen Lande zu benehmen haben Aber auch wir Araber sind über Nacht aus einer Majorität zu einer nationalen Minorität geworden und müssen uns der neuen Lage allmählich anpassen. So haben beide Bevölkerungs gruppen dieses Landes ihre speziüschen Probleme, die sie bewältigen und mit denen sie im gegenseitigen Interesse fertig werden müssen“, er klärte der Sprecher. „Was nicht unsere Vernunft macht wird in dieser Beziehung die Zeit machen, aber wir soll ten der Zeit mit unserer Intelligenz und unserem Willen zu gegenseitigem Verständnis voranhellen.“ Inteiessant waren auch die Ausführungen des jungen Sohnes des Wüstenscheichs aus dem Negew, Daham el Atauna. Er berichtete über die Beduinen-Jugend, die in den Städten bei den Juden ar - beitet und nicht mehr in der Tradition ihrer Väter lebt. „Ich befürchtete, dass diese Jugend gottlos werden und alle traditionellen Sitten und Gebräuche vergessen wird Deshalb sollte die Regierung Israels für Arbeit und Erziehung unserer Jugend im Heime ihrer Eltern sorgen“, schloss der junge Beduine seine Ansprache. Der Abend war für viele Zuhörer ein unvergessliches Erlebnis. Man ging unter dem Eindruck auseinander, in den Abgrund tiefster Probleme einen Einblick gewonnen zu haben. Nur wenn dieser Abgrund überbrückt werden wird, dürften Friede und Ruhe im Land einziehen. , K£A£n K-AyemEt C££Sft¿lE£ ijvnvp « '3NhVW*> COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 El Keren Kayemet participa en la labor de defensa Soüdaritaet mit Israel ¡ER erweisung i n wolle» TOOr n/fl m/n I.0ú0cm/a W®'*- •«fi ,lnf¡rl)te la»!»®6 Auf einen Aufruf des Comites .Französische Solidarität mit Israel“, das der Heros von Ihr Hakein, General Koenig, präsidiert, versammelten sich in Paris in einem beispiellosen und spontanen Elan rund 30.00t Pariser und Pariserinnen auf der Place Israel unweit der Metro Wagram vor der israelischen Gesandtschaft, um gegen die Bedrohung des jungen jüdischen Staates durch Nasser und seine Satelliten zu protestieren Mehr als die Hälfte dieser riesigen Masse, die den weiten Platz wie ein wogendes : Meer erfüllte, waren Nichtjuden, oarunter viele Intellektuelle. Zahlreiche Transparente, Banderolen und Fahnen, französische wie israelische, mit dem Davidstern, wurden in der riesigen Kundgebung getragen. „Israel — unsre Freund, unser Alliierter!“ konnte man in riesigen Buchstaben auf den Transparenten lesen und zah reiche andere. die Nasser als „Mörder“ und „Kriegshetzer“ verurteilten. Die arabischen Extremisten und Fanatiker wurden ‘als die „Nazis des Mittleren Orients“ bezeichnet immer wieder brach die Menge in Sprechchöre: „Israel! Israel!“ aua Abwechselnd wurden die Marseillaise und die Hatikwa, die israelische Nationalhymne, gesungen. Als dei General Koenig auf dem Balkon der israelischen Gesandtschaft erschien, brach die Menge in brausende Hochrufe aus. „Frankreich mit uns!“ schrie die Menge und „Es lebe Koenig!!“ Grosse Abordnungen der ehemaligen Frontkämpfer und der Widerstandsverbände waren mit ihren Fahnen erschienen. Die Ueberlebenden der T'deslager waren in Ihren gestreiften Lagerkleidern der Häftlingsjahre gekommen. In der Gesandtschaft drängten sich politische Persönlichkeiten. Universitätsprofessoren, bekannte Ar ästen, um ihre Solidarität mit Israel zu demonstrieren. Gaullistische und antigaullistische Parlamentarier traten gemeinsam auf den Balkon und wurden alle mit dem gleichen brausenden Beifall bedacht. Den Stare des Theaters, des Fernsehens, de« Fnms und der Musik galt der besondere Enthusiasmus der Menge. Da waren Guy Beart, Mne Renaud, Luis Mariano, Enrico Nacias. Richard Anthony, Adamo, Johnny Hallyday, der bekannte Chansonnier Pieriv Dac, der Filmregisseur Claude Leloueh. der grosse Pianist Arthur Rubinstein uno viele andere Die israehsche Chanteuse Rika Zarai dirigierte einer improviserten israelischen Chm-, während sie die vor Enthusiasraus rnenüe Menge mit „Schalnm! Schalom!“ begrüsste. KURT KAISER-BLUETH En el curso de una semana, el potencial físico y humano de Israel fué eficientemente movilizado para nacer frente a la amenaza de un ataque. De esta manera, algunas actividades de desarrollo de la tierra, adelantadas por el Keren Kayemet Leisrae! fueron casi paralizadas por completo debido a la mmilización de los trabajadores ocupados en proyectos forestales .. de desarrollo. En la segunda semana de la crisis, el KKL fué llamado a prestar vitales servicios en varios sectores del panorama defensio nacional y no ha vacilado en responder a tales llamados, ya sea que estos provengan de los consejos municipales o del Ministerio de Defensa. Al mismo tiempo y a pesar del reducido personal y de las dificuldades concernientes al equipo, el Keren Kayemet, está esforzándose por -vleanzar los logros más esenciales para la seguridad de poblados y pro. yectos de desarropo. La actividad especial de defensa requerida por poblados, aldeas y ciudades y aun por el gobierno nacional, incluye la preparación de refugios y trinchera^ para los civiles como protección contra bombardeos » fuego de artillería, la reparación y extensión de caminos de acceso a apartados poblados y a lo largo de las fr Joteras, la limpieza de la maleza que crece alrededor de refugios ya existentes y en áreas posiblemente minadas Sólo en unos jocos casos Jos trabajos de rehabilitación de tierras han continuado y la rutinaria tarea de forestación ha sido reducida a un mínimo. Este mínimo consiste del patrullaje de los bosques a fin de localizar incendios forestales y de la iirapieza de los senderos contra el fuego a fin de prevenir la expansión de las llamas. También se ha considerado esencial cuidar de los siete millones de retoños que se encuentran en ’os 12 viveros del KKL a fin de que haya una cantidad suficiente de ellos para ser plantados el próximo año Stangl wird ausgeliefert Brasilia. — Der brasilianische Oberste Gerichtshof beschloss die Auslieferung des NS Verbrechers Franz Stangl an Westdeutschland. Die Auslieferung war auch von Polen und Oesterreich begehrt worden. Da nach brasilianischem Recht Verbrechen nach 20 Jahren verjähren wurde die Auslieferung an Deutschland verf'igt. weil dieses Land vor Ablauf dieser Frist Ank'age gegen Stangl erhoben hatte. Der einstimmige Spruch der 14 Mitglieder des Obersten Gerichtshofes erfolgte aufgrund des ccn Richter Victor Nunas Leal präsentierten Untersuchungsberichtes. Die Anklage lautete auf Beihilfe zum Völkermord in Herl heim (Oesterreich) im J" re 1940. und später in den Ausrottungslagern von So r und Trebrnka. „Es ist unmöglich, die genaue Zahl er Opfer anzugeben“, heisst es in dem Bericht. „In Sobibor starben 250 000 und in Treblinka 700.000 Häftlinge.“ Das Gericht bescinoss ferner, dass falls der heute 63jährige Stangl die Strafe, die Bonn verhängen wird, überlebt, seine Auslieferung an Oesterreich geschehen soll, damit er dort nochmals abgeurteilt wird. Stang1 war nach seiner Flucht aus einem österreichischen Gefängnis nach Brasilien gelangt. Obwohl in dem Urteil nichts über das Datum der Auslieferung gesagt wurde, nimmt man an dass Stangl sofort den bundesdeutschen Behörden übergeben wird. Gegen das Urteil, das vom Präsidenten des Oberster Gerichtes verlesen wurde, ist keine Berufung möglich, und se'bst der Präsident Brasiliens kann es nicht abwandeln. Gedenkfeiern Wien. — Gedenkfeiern für d’e Opfer der Naziverfolgungen und Deportationen wurden kürzlich in den tschechischen Städten Kosice, Zilina, Bratislava und Tsrezin veranstaltet. In Koir.arno fand ein jüdisches Jugendtreffen statt. Unser lieber Vater, Grossvater und Onkel- Herr Julius Salomon ist heute im Alter von 87 Jahren Gestorben, Alfred Salomon Miriam K. de Salomon Bs. Aires) Oskar Salomon u. Frau Anna (Chikago) Emma, Silvia, Luis und Jerry Felix Kaufmann u. Frau Buenos Aires, 15 Juni 1967 Andonaegui 2130 Dep. G Die Zeit der Beerdigung zu erfragen unter T. E. 51-7324. Die Grabsteinsetzung für unsere innigst geliebte Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter. Frau CAMILLA ESSENFELD geb. ROSE findet am Dienstag, den 20. Juni um 11 Uhr *n Tablada statt. (Manzana C tablón 7. sepultura 30). Die Grabsteinsetzung findet auch bei Regenwetter statt. JOSE HUEBSCHER und Frau LIZZI geb. ESSENFELD und Angehörige T JETZT... Verwandeln Sie Ihre bisherige „Spende* in eine würdige SELBSTBESTEUERUNG und zahlen Sie SOFORT! COMITE CENTR0EUR0PE0 DE LA CAMPARA UNIDA (Keren Najesstd) SARMIENTO 2376. ÜL — T. E. 47-3820