Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2222 (16.6.1967)
- Date
- 1967-06-16
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes. 16 de Jumo de lf«7 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Afi* xxvm. — n« an Ereignisse ¿er Woche H. .Sw.: — In den letten Wochen stand das Leben der Juden in allen Ländirn der Diaspora im Zeichen der schweren Krise im Mittleren Orient, und der kr’eeerisrhen Auseinandersetzungen die Am Montag, den 5. Juni, ihren Anfang nahmen In eine’ Reihe von Veranstaltungen ■war zuvor über die Situation berichtet worden, w>bei auf die vielen privaten Naehrichten hingewieser woiden ist die aus Israel kamen, und deren übereinstimmender Tenor var: wir sind ruhig und ssuvers:chtlieli, es besteht kein Grund, sich zu beunruhigen. Das war tvpis.-h für Israel und seine Menschen: sie, die im 'i;ttel'.unkt der Gefahren leben um stehen, beruhigen d!e , uden der Grillt und flössen ihnen Vertrauen ein. Bereits vor dem Beginn der blutigen Auseinandersetzungen ergriff eine innere Unruhe die luden, die .hre policarität mit Israel und ih ren Abscheu gegen die niederträchtigen arabischen Verleumdungen und Lügen zum Ausdruck bringen wollten. Als denn der Krieg begann waren unzählige Manifestationen der Solidarität mit Israel 'n allen nidisi-her Vereinigungen festzuste’len Au"h diejen’gen, die 19 Jahre abseits standen entdeckten plötzlich ihre Ptlicht, manche vn ihnen kamen, um gute Ratschläge zu geben, adere um zu helfen Mit Stolz und Gi nugtuung können wir fe tste len, dass das alte Wort KOL JTSRAEL CHAWERIM in riesen Ta. gen «eine Bestätigung gefunden hat. Alle Jaden sind Brüder, und alle haben in diesen ernsten Tagen der Krise ihren Wi len bekundet, ihren Beitrag zur Ueberwhidung der S'-hwierigkeite.i zu leisten. Aber dmse Solidarität ist einfach nichts anderes als eine Selbstverständlich, keit Denn jede’- Jude hat mit Recht das Gefühl’ gehabt, dass c.iesei Kampf und dieser Sieg Israels sei” eigenes Prestige gehoben hat. labe dieser k eine Jude wo er volle in dieser weiten Welt Auch diejenigen die Israel diesen Triumph nient gönnten haben die Entschlossen, heit, nie Kraft und den Heldentum dieses klein :n Landes bewundert, das seine Feinde in kurzen Tagen besiegt hat. Dass Juden so reagierten, wie sie reagiert bacen, ist für uns selbstverständlich Dass viele getaufte Juden den Weg zui ückgefuoder haben, wenigstens bis an die Tische, wo man seinen Be’trag abzuliefern hatte ist auch nicht BIBLIOTECA POPULAR JUDIA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial CORRIENTES 1979 BUENOS AIRES Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1. Mena jem Boreisho: LA HISTORIA DEL IDT3CH 2. Teodoro He>-zl: EL PRIMER CONGRESO SIONISTA 3. Abraham Platkin: LA HISTORIA DEL HEBREO Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Rodansky: SCHOLEM ALEIJEM 2. Natan Gesang- YEHUDA HALEVI 3. Simja Sneh: SCHMUEI IOSEF AGNON 4. León Dujovne: MAIMONIDES 6. Nahum Goldmann: TEODORO HERZL 6. Scnalom Rósenoerg- FILON DE ALEJANDRIA 7. Eugen Relgis: STEFAN ZWEIG 8. Dav’d Elnecavé: JEREMIAS 9. León Dujovne: MOISES HESS EN PREPARACION: Hardt Swarsensky: WALTHER RATHENAU Mark Turkow: JANUSZ KORCZAK Bibliografía de Temas Judíos en Castellano Bestellungen dieser hochinteressanten Serie direkt im Büro des Jüdischen Weltkongresses (T. E.: 49-2817) sonderlich überraschend. In welcher sympathischen und ergreifenden Form aber weite Kreise der N.ehtjuder. reagiert haben, kann uns mit einem Gefühl der Genugtuung und des Stolzes erfüllen, wobei wir sehr wohl w’ssen, dass dieser Respekt und Hiese Solidarität weniger den Juden in Argentinien ah dem kämpfenden Israe’ gilt Nicht mehr vereinzelte, sondern in ihrer Ze.nl r^cht erhebliche Beisteuerurge” gingen ven Argentiniern ein, die auf Lese Weise inre Solidarität mit Israe und der von Israel vertretenen gerechten Seche bekunden wollten ¡So hat dies ..in Unbekannter ausgedrthkt, der sagte, ich bin zwar kein Ju- | de sondern ein Katholik, aber als Argentinier möchte ici mit meinem E^ürog nicht fenlen, wo es tm eine gerechte Sache geht Die gerechte Sache Dass es um eine gere.-nte Sache geht, zeigt die absolute Einmütigkeit, in der alle Kreise reagierten. Wir sprachen schon von den Juden am Rande und den Gekauften. Wir müssen auch von denen Sprecherdie auf der anderen Seite stehen, die sich nicht unter die hlauweisse sondern unter eine einfarbige Fahne gestellt haben, die aber wie ihre Gesinnung-genossen in der KP in Israel ein Bekenntnis für das Ret ht abgelegt und gegen die kommunistische Zentrale in Moskau Stellung genommen haben. Vielleicht muss man vor diesen Menschen grosseren Respekt haben, weil sie vor einer po1 tischen Linie und Gesinnung abrdrkteu, die ir.a - be’ den Getauften w -hl schwerlich voraussetzen warf Solidaritäts - Bekundungen dieser Art sind ’n allen Ländern und niciri nur von Juden beobachtet worden. Auch das Bekenntnis eines Sartre J zur gerechten Sache Israels dürfte von der Welt nicht überhört werden. Wc’cne Bedeutung h? een alle v.iese spontanen Erklärung'n und DokumentaUoneu o.er Solidarität der Identifizierung der Mitempfindung mit dem Leiden, dem Opfer, den Zielen, die von Israel verfolgt werden, mit einem Wort: mit der gerechten Sache, die lsraal und mit ihm gemeinsam m eher un- ESTUDIO PASTEUR 254 . 2’ y 5° pisos (£1, 48-nftS . 137J « fUENOS AÍRE} •conómicas contador»s públicos national»* consultoté* de :»mpr»sai * m ESPECIALISTAS SM SOCIEDADES „i ANONIMAS' J liimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiifiimiiiimiHiiimiiiiimiimmiiiiiiiimimiiimiiiiiiiimiiiir. Hl 1 ff lösbaren Verbindung und Eirigkeit das jüdische Volk in der ganzen Welt vertreten. Die Frage ist, ob es bei diesen einmaligen und spontanen Akten der Solidarität und der Solidaris’erung bleiber soll oder ob zumindestens die Juden endlich begreifen werden, dass man für eine gerechte Sache immer und ununter brochen arbeiten muss und nicht nur dann. W'enn Blut fliesst,. dass man nicht nur AkLonen machen muss, wenn Krieg st, dass man auch bereit sein muss, wenn es gilt den Frieden zj sichern und das Land zu bauen, dass man auch zur Stelle zu sein hat, wenn es gi't, zu nauen und zu verteidigen, was i an --rreicht hat dass es nicht genügt, mit Stolz und Genugtuung darauf n.nzu' .eisen, wes andere vollbracht haben, dass man für eine gerechte Sache überall, ständig ui.d ohne zu eimüden einzutreten hat, wenn man se’ne Pf.icht als Jude und als Mensch erfüllen will. Auf der Strasse Der Krieg im Mittleren Osten wird nicht auf den Sbiassen von Buenos Aires oder anderen Galut S+ädten entschieden. Das soll man mit aber Deutlichkeit denjenigen sagen, die glauben, ihre Gesinnung auf den Strassen argentinischer Ort sciaften demonstrieren zu müssen. Weder Aufzüge vor den Botschaften anderer Länder noch die rüden ai'tijüdischen Kundgebungen werden einen Einfluss auf den Gang der Ereignisse haben. Mfen dar* damit rechnen, dass die zuständigen Polizeibehörden die erforderlichen Mistel ergreifen werden, um Uebergriffe wie in Cordoba und anderwärts wo Gebäude jüdischer Institutionen angegriffen wurden, im Keim zu ersticken Auch die Demonstratior.tn vor d?o Konsulateil od'-v Botschaften arabischer Li ndei w’urden von der Polizei cisher verhindert, da diese Demonstrationen von den extremen Unruhestiftern zugle’ch zu ank; jüdischen Kundgebungen ausgenutzt worden. Wieder einmal hat | es sich gezeigt dass die Nationalisten und Anticemiten kn ec gen Kontakt mit den! Kommunisten stehen, densel- I ben Kommunisten deren Bej fehlsg ¿ber die arabischen Re-! gienmgen unterstützen i.nd '. zum Krieg ermuntert haben. j „Theodor Herzl” in i Buenos Aires Vor einigen Tagen traf das ZIM-Sc-hiff ..Theooor Herzl“, das am 19. Mai von Haifa ausgelaufen war mit 160 Pasagieren an Bord im Hafen von Buenos Aires ein. Auf einem Deck des Schiffes hatte sich eine Gruppe junger Menscnen zusamnengefun. den, die zur Begleitung einer Musikkapelle israelis'-he Volkslieder sangen. Auf der „Theodor Herzl“, die inzwischen die Rückfahrt nach ihrem Mutterbafen angetreten hat, schifften sich argentinische jüdische Freiwillige zusammen mit 50 Freiwilligen aus Montevideo ein, die nach Israel reisen, am dort Zivildienste zu leisten Verfahren gegen NS-Gauleiter In Deutschland und Oesterreich leben noch heute mehr als zehn ehemalige Gauleiter der Nationalsozialistischen Partei, gegen die trotz der Ausübung ihrer damaligen „Pflichten“ unter dem NS-Regime niemals eine Anklage erhoben worden ist. Dies wurde anlässlich der Tatsache bekannt, dass der ehemalige Gauleiter von Düsseldorf, der jetzt 73 Jahre alte Friedrich Karl Florian jetzt wegen seiner Naehkriegstät’gkeit von der Staatsanwaltschaft in Düsseidorf in ein Verfahren verwackelt ist. Er hat nämlich an seine „früheren Mitarbeiter“ und Bekannte in einem Rundbrief im vorigen Jahr erklärt, sie sollten ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus ablegen, denn dies sei die einzig vertretbare Ideologie. Von NS-Kriegsverbrecben ist Florian vor mehreren Jahren freigesprochen w'orden. Unter dem Verdacht an NS Verbrechen mitgewirkt zu haben, wird gegenwärtig in Duisburg ein Verfanren gegen den ehemaligen Tiroler NS Gauleiter Franz Hofer geführt, der jetzt in Mühlheim a. d. Ruhr als Geschäftsmann lebt. Die Informationsstelle der Käthelischen Aktion in München hatte vor einiger Zeit schwere Beschuldigungen wegen seines Wirkens m Tirol — kn Zusammenhang mit der Verhaftung und dem nachfolgenden Tode zahlreicher Personen — erhoben rael ,den guten Willen niemals vergessen wird“. Demonstration Am Dienstag Abend rotteten sich etwa 100 Menschen vor der Israel-Botschaft zusammen. Sie trugen ein Plakat, auf dem gegen „die Juden“ and den „Imperia’ismus der Yankees“ gehetzt wurde und stiessen feindselige Rufe gegen die Mitglieder der Botschaft aus. Laut Polizeibericht wurden die Demonstranten zerstreut, ohne dass rs zu Unruhen oder Verhaftungen kam Attentate in Córdoba Vor einigen Tagen wurden zu nächtlicher Stunde zwei Attentate gegen jüdische Institutionen verübt. Am Portal der Sefardischen jüdischen Gerne.rde im Zentrum der Stadt explodierte ein dort niedergelegter Sprengkörper und richtete erheblichen Schaden an. Eine zweite Bombe explodierte in der Nähe des Banco Israelita. An den Tatorten fand man Flugzettel mit antisemitischen Drohungen gegen Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft Wie in Erfahrung gebracht wurde sind die B >mben aus einenschwarzen Auto, das sofort die Flucht ergriff, geschleudert worden. In der Bank wurden nur einige Fenster zeH-rümmert, doch der sefardische Tempel erlitt schwere Beschädigungen. DA1A protestiert Die cordobeser Zweigstelle der DAIA beschwerte sich telegrafisch beim Präsiden ren I Argentiniens und beim Gou- " verneur der Prov’nz Oöidoba und verlangte eine schwere Bestrafung der für die wiederholten Attentate gegen jüdische Institutionen verantw'oitlichen Elemente. Noch ein Attentat Eine weiteres Attentat wurde aus Cordoba gemeldet. An der Eingangstür zu dem Haus, das der Präsident der Filiale der DAIA in Cordoba, Dr Jaime Pompas bewohnt I Dankesbotschaft Levi Eshkols Die Israel-Botschaft in Buenos Aires gab eine Botschaft des israelischen Ministerpräsidenten Levi Euhkol bekannt in der er die spontane Mitarbeit von Juden und Nichtjuden dankbar anerkennt die in den letzten Ta gen ,„n fast allen Gegenden der Erde in dem Konflikt Israels mit den arab-schtn ländern ingeboten wurde, um uns Hilfe und Mu* zu bringen“. Eshkoi weist daiauf hin dass der geschwinde Gang der Ereignisse die Annahme dieser Solidari'ät unnötig gemacht habe doch 1s- Jahrbuch Wien. — Unter dem Titel Godischnik“ hat der Kultur- und Sozialverband der Juden in der bulgarischen Volksrepublik ein Jahrbuch der jüdischen Gemeinde des Landes veröffentli 'ht Es ist das erste Mal, dass eine solche Publikation erscheint. Das 232 Seiten starke Jahrbuch enthält neben den üblichen kalendarischen Informationen eine Reihe von Artikeln über Probleme aus der Geschichte und dem Leben der Juden Bulgariens und der Balkanstaaten. Es ist in der I,andessprache gedruckt, enthalt aber für die Leser im Ausland Zusammenfassungen in englischer, französischer, deutscher und spanischer Sprache. (AWZ) Kandidaten für den Leninpreis London. — Unter den fünf, zehn offiziellen Kandidaten für die Leninpreise im Jahre 1967 befinden sion wie verlautet drei Juden- Micha1’ Swetlow war ein ukrainischer Poet, der während der Zeit Stalins nichts veröffentlichen durfte. Er wurde später rehabilitiert, ist dann gestorben; der Leninprais würde ihm eine nachträgliche Anerkennung bringen Jewgenj Gawrilowitsch ist ein Film- Schriftsteller, der früher jüdische Interessen hatte. Sergej Jutkewitsch ist ein Filmregisseur, der in uen Janren I 1949 b s 1953 als „wurzelloser I Kosmopolit“ angegriffen wur-! de. | Posthume Ehrung > Wi“n. — In der russischen Stadt Brisk ist eine Strasse nach Ohaim Porr.yn, einer führenden Persönlichkeit des sowjetischen Widerstandes im Zweiten Weltnrieg, benannt worden. Pomyn, ein Jude, fiel im Kampf um die Festung (Brisk). (ITA) gelangte eine Sprengladung zur Explosion, die einige Scheiben zum Platzen brachte, ohne jedoch weitere Schäden zu verursachen. LUACH — (KALE Freitag, den 16. Juni Sonnabend, den 17. Juni Schabbat BEHAALOTCHA < Haftara Zacharia 2, 1—17; 3, Sonntag, den 18. Juni Montag, den 19. Juni Dienstag, den 20. Juni Mittwoch, den 21. Juni Donnerstag, den 22. Juni Freitag, den 23. Juni Sonnabend, den 24. Juni Schabbat SHELACH LECHA Haftara; Josua 2:1- Sonntag den 25. Juni Montag den 26. Juni Dienstag, den 27. Juni Mittwoch, den 28. Juni Donnerstag, den 29. Jur, Freitag den 30. Juni Sonnabend, den 1. Juli Sonntag, den 2. Juli Montag den 3. Juli Dienstag den 4. Juli Mittwoch, den 5. Juli -24 ER) 8. Siwan 9. Siwan 8, 1) 4, 1- 7 10. Siwan 11. Siwan 12. Siwan 13. Siwan 14. Siwan 15. Siwan 16. Siwan . 13:1) 17. Siwan 18. Siwan 19. Siwan 20. Siwan 21. Siwan 22. Siwan 23 Siwan L 24 Siwan 25 Siwan 26 Siwan 27 Siwan