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Jüdische Wochenschau · 1967-06-09 · 2221 (9.6.1967) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2221 (9.6.1967)
Date
1967-06-09
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Viernes, 9 d«- Jani« de 1Í(S7 J I) D I 8 C B B WOCHENSCHAU AA* XXVIH IW tai Unser Recht verteidigen (Schluss von Seite 1) delt, die mehr odtr weniger verstaatlicht worden sind, braucht nicht besonders her vorgehoben zu werden. Der irakische Präsident, General Abdel Rahman Are* hat die Konferenz eröffnet, an der viele Repräsentanten der verschiedenen Länder teilnahmen, unter anderen Aegypten, Saudi Arabien, Algier, Libyen und Kuwait Kein Land wird beliefert werden, das sich ,,am israehseben Angriff beteiligt odedie israelische Aggression unterstützt1* Das Problem ist ebenso wenig neu, wie die Drohungen überraschend sind die schon in früheren Jahren immer wieder als Druckmittel gegen die westlichen Länder benutzt worden sind gleichgültig welches politische Ziel von den Arabern gerade durchgesetzt werden sollte Andrerseits können die westlichen Mächie diese Drohur gen nicht einfach iibeihören, jedenfalls werden sie es nicht tun, obwohl es auch nicht an Stimmen fehlt, dass man die. se Konferenz in Bagdad nicht zu ernst nehmen dürfe. Immerhin bezieht der Westen etwa 50 Prozent seines Petroleums aus arabischen Ländern. Wenn man auch dam5t rechnen kann, dass andere Petroleumquellen oder Lieferanten den Ausfall aus dem Mittleren Osten ersetzen könnten, ist dies ..nit erhebliehen Umste.lungen, Schwierigkeiten und Kosten verbunden. Aus diesem Grunde soll man diese Akrion nicht unterschätzen Bis Degen im wesentlichen zwei Vorschläge vor. Die Syrer verlangen die Zerstörung aller Anlagen, die westliche Ijänder (oder Gesellschaften) in arabischen Landern unterhalten, Kuwait dagegen will Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Speziaiqeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49.5850 PR0PIEDADES FRANKENBERG 8. ft. L berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf odei Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DE1 PINO «262 T. X 73-7887 ledigbeh die Petroleumzufuhr an diejenigen unterbinden, die Israel unterstützen. Aegypten ist fiir die Annahme des Vorschlags aus Kuwait, der gegenüber der syrischer Zerstörungswut als gemässigt angesehen wird. Die verschiedenen Drohurgen dürfen, so bedeutsam sie auch sein mögen, durchaus nicht übertrieben werden. Denn durch die Zerstörung der Anlagen werden rocht nur die ausländischen Produzenten geschädigt sondern auch die arabischen ihrer wesentlichen Einnahmequelle»' beraubt. Eis muss bezweifelt werden, dass die arabischen Länder wirtschaftlichen Selbstmord begehen werden. Das internationale Interesse, das politische Gewicht dieser Staaten beruht zu einem guten Teil auf ihrem Petroleum - Reichtum. Wenn sie ihn selbst zerstören, sind diese Länder nur nc»ch -n einem weit geringerer Umfang „interessant“ Ausserdem wird es durch, aus nicht so einfach sein, andere Abnehmer als den Westen zu finden. Wer wird das Petroleum kaufen und so gut bezahlen wie die Amerikaner oder die Europäer? Auch diese Frage fällt ins Gew cht. Bekanntlich hört der Patriotismus der Osl-Scheiche dort auf, wo ihr vitales Wirtschaft liches Interesse beginnt. In diesem Zusammenhang durfte noch ein Hinweis von sachlicher Bedeutung sein- Iran (Persien) nimmt an der Konfe;enz in Bagdad nicht Anteil Im Jahr 1966 lieferte Iran mehr als ein Drittel des in EJuropa benötifien Petro leums, in diesem Jahr stieg der Prozentsatz auf 58,4 Prozent. Im übrigen beliefern auch diejenigen arabischen Petroleum.Länder, die sich einer Freundschaft mit Russland rühmen, gewaltige Mengen dieses schmutzigen Goldes an die Amerikaner für deren Vietnam-Krieg, der von den Kommunisten als abschrekkendes Beispiel für imperia listische Politik gebrandmarkt wird Bisher haben aber alle Waffen, und Petroleumlieferanten ihre ideologisenen und sonstigen Ueber Zeugungen, soweit sie solche haben, preisgegeben, sobald es um ihre Geschäfte ging. IV. Eshkol an Kosygin Der israelische Premierminister Levi Eshkol wandte sich;n einem Schreiben an den sowjetischen Ministerpräsidenten Alexei Kosygin, in welchem er den israeli. sehen Standpunkt wiederholt, dei für eine Normalisierung der lüge beachtet werden müsse Das sind Israels Bedingungen für eine friedliche Lösung des Konfliktes im Mittleren Orient: 1. ) Die arabischen Staaten müssen die territoriale Inte grität des States Israel und seine heute bestehenden Grenzen anerkennen. — 2. ) Die feindlichen Handlungen und Uebergriffe auf israelisches Gebiet haben so fort aufzuhören. Die Blorka de des Golfes von Akaba ist mit sofortiger Wirkung einzustellcn. 3. ) Jeder Versuch der Ein mischung in interne Angelegenheiten des Staates Israe hat auiZuhören — Schliesslich bat Eshkol den russischen Regierungschef, seinen Einfluss auf die arabischer Länder zur ESleicnterung der Spannungen im Mittleren Osten geltend zu machen. Aus dieser Erklärung wie aus allen Manifestationen der israelischen Regierung spricht die Entschlossenheit, Israels Rechte zu verte.digen und keiner Drohung zu weiche n. Der israelische Verteidigungsminister xVioshe Davan, der „ruhmreiche Sieger des Sinai-Feldzuges“, wie ihn die Weltpresse bezeichnet, erklärte lakonisch. Israel sei allein stark genug, um ohne jede ausländische Hilfe jedem Angriff erfolgreich Widerstand leisten zu können. Dayens Mitteilung ist eindeutig und kristallklar. Jeder Kommentar wü-'de diese Feststelluiig abschwächen. V Ein Brief Eänem Brief aus Israel, geschrieben von einem mobilisierten Reservisten entnehmen wir folgendes- ,Die allgemeine Situation ist schwierig. Jeder Tag bringt andere Neuigkeiten. Aber einer Sache sind wir sicher; wenn es zu kriegerischen Auseinandersetzungen kommt, wir werden siegen! „Eis ist erstaunlich, wie die Menschen ihre täglichen Probleme und kleinen Sorger zurückstellen und sich ganz zur Verfügung halten uro auch eine Hilfe zu lejsten. Jugendliche von 15 Jahren arbe’ten in den Nachmittagsstunde als Hilfskräfte in Hospitälern, machen Sandwiches, arbeiten als Milchausträger, als Hilfsbrief träge: reiroger die Strassen. Männer und Frauen zwischen 50 uno 65 Jahren haben sich als Hilfs kräfte in Büros, als CI auffeure, als Verkäufer usw. zur Verfügung gestellt Die Privatautos nehmen jeden nit, vor allem Soldaten. Den Soldaten bringt man Eissen, man gibt ihnen zu trinken, bietet ihnen an, sich zu Daden, mit einem Wort: es ist nicht vor. zuetePen, wie weit die allgemeine Hilfs- und Einsatzbereitschaft geht. Jeder wül helfen, mit allem, was e»• kann. „Die Stimmung der Truppen ist gut. Wir sind alle sehr zuversichtlich Wir sind gut vorbereitet. Mir selbst geht es ausgezeichnet. Naturlieh sh d wir nicht zu Hause, haben unsere Frauen und Kinder zurückgelassen, auf denen nun die Last der täglichen häuslichen Probleme al- ’ein i'uht. Aber hin und wieder erlaubt man uns, für einige Stunden nach Hause zu fahren oder anzurufen. „Könnt Ihr Ekich vorstellen: Zwei Araber in Israel Confitería NIZA Servicios de lunch de categoria SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CON1H 76-0286 73-104b haben mehr als 1.100 IL ans Verte, cügungs - Ministerium geschickt!..." VI. Wer ist gleichgültig Die Juden in allen Ländern sind aufgeregt aufgesehrokken, empört Und nicht nur die Juden. So einfach soll es sein, das Lebensrecht eines Volkes, einer alten, jungen Nation aufs Spiel zu setzen1* Wo sind die UNV Wo bleiben die Grossmächte? Wo bleiben die viel gerühmten moralischen Kräfte der zivilisierten Welt? Gewiss, niemand ist gleichgültig. Aber worin besteht die sichtbare Reaktion der Regierungen? Haben sie es immer noch nicht verstanden, dass die Gewalten der Reaktion, der Zerstörung, des Hasses wieder, wenn auch in einer anderen Form, ihr Haupt erhoben haben? Welt, worauf wartest du? Wer kann daran zweifeln dass es sich nicht nur um das Schicksal eines kleinen Volkes handelt, das immer und heute das Banner der Freiheit und der Gerechtigkeit für alle Menschen getragen hat. Ehe Gefahr bedroht nicht nur ein kleines Land, sondern alle Völker, die S’ch einem Dritten Weltkrieg gegenübersehen, einem Krieg, der die Stellungnahme und das Be<enntnis aller verlangt, der über Sein und Nichtseiu aller Nationen entscheidet. Niemand braucht sich urr. die jüdische Sache zu kümmern, niemand braucht sich unserer anzunehmen. aber jeder so'l sich dessen bewusst sein, dass es sich auch um seine Freiheit, nm sein Recnt, um se>- ne Zukunft, um seine Ebtistenz handelt, jeder, gleichgültig wessen Volkes Schn er , ist. — keiner Kraftprobe kommen wird. Denn Israel, ads bereit ist. sich zu verteidigen, erblickt seine Aufgabe nicht darin, einen Krieg zu führen, sondern Werke des Friedens und des Fortschritts zu vollbringen, die Wüsten zu beleben, sich und dem jüdischen Volk zu helfen sowie für jede Nation bereit zu sein, um ihr bei ihrem friedlichen Aufbau zur Seite zu stehen, wie dies in den vergangeren Jahren bereits geschah Mit dem selben Glauben an unsere Zukunft,. mit der gleichen Zuversicht, die Gefahren des Augenblicks zu überwinden wie im Befreiungskrieg und beim Sinaifeldzug steht unser Volk bereit, um seine Kräf e für sein Leben und seinen Frieden einzusetzen, die es erst vor wenigen Jahrzehnten mobili- LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aperece los Viernes Eklit&do por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 19 izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: f 1.000,— pro Jahr Ausl. $ 1.500.— jährl. sierte, als trotz aller Widerstände und Schwierigkeiten der Staat Israel errichtet worden ist. Und wir JACOB LAPIDUS dipl- Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4* B 46-1716 und 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES - ELEFON: 78-4784 Das jüdische VoL ist dabei, eine würdige Antwort in dieser für uns tragischen Situation zu geben. Tragisch des wegen, weil wir fiir die Abwendung von Gefahren arbeiten müssen anstatt uns den vielen konstruktiven Werken zuwenden zu können, die von Israel bereits vollbracht worden sind. Aber heute können wir mit einem neuen, sich erneuernden jüdischen Volk rechnen, das bereit ist, für seine eigene Sache jedes Opfer darzubringen. Wir können auf jede Appelle verzichten. Denn jeder oder beinahe jeder Jude kommt allein, er ist von heiliger Unruhe erfüllt, er fühlt sich selbst angegriffen, er meint nicht mehr, nur der andere ist in Gefahr, er identifiziert sich vollkommen mit seiner Gemeinschaft, mit seinem Volk, mit Israel. Und jeder Jude soll be greifen, was Dayan gesagt hat. Welche Sicherheit, weiche Menschenwürde, welcher Stolz liegt in seinen Worten: Israel, das kleine Israel, der Staat im Aufbau, das Volk im Aufbau, das Land im Aufbau fühlt sich allein stark genug, um den grossen Gefahren des Augenblicks zu be gegnen. Wir alle hoffen dass es zu Dr. Bernardo SCHWARC2 ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-82D RAYOS X PARADENTOSF IKLEF VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicber MALERARBEITEN HF1.GUERA 1915 — T. E. 58-4052 Dra. Juana Nevler de Neuburger MEDICA DEL HOSPITAL SA LA BERRY ENFERMEDADES DE SEÑORAS GINECOLOGIA — NUTRICION ENFERMEDADES GLANDULARES TUCUMAN 141 - Piso 3? Oto. H. T. E. 31-3889 y 69-8477 Consultas: Martes. Jueves y Sábados de 15 a 19 horas CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeM (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología de) Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Cfendat Médicas de Buenos .4 ir es UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES I. £. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47-5875 Dr. DERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73 8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag ke<ne Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P 9298 Sarmiente 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN L * P N I Z K Y ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN - KIE- FERCHIRl'RGIE — REGULIERUNG DER ZAHN- STELUNG — KIEFEROETHOPAEDIE Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorherige: Vereinbarung TOSE HERNANDE2 2518 LE. 76-8673 u. 73-050C Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag, Dienstag, Mittwoch U Freitag von 15—19 Ohl Es wird gebeten neto vorher telefonisch an zu melden SANTA FE 1391 t. fi. 44-9493 o. 44-1542

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