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Jüdische Wochenschau · 1967-05-26 · 2219 (26.5.1967) · p. [Seite 8]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2219 (26.5.1967)
Date
1967-05-26
Page
[Seite 8] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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O CQ c FRANQUEO PAGADO Concesión 908? C < ü TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Año xxvin. BUENOS AIRES, VIERNES 2« DE MAYO DE 1981 N? BÍ19 Ei EJEMPLA en toda la República : 20.- PUEYRREDON 2190 1» laq. Buenos Aires T.E. 83 - 2613 Die Krise in Mittelost firassf„í*® ™feiter$ (Schluss von Seite 5* die Regierungen von fünf afrikanischen Ländern, die er über die Krise im Mitteiosten unterrichtete. Wie es aus glaubwürdigen Quellen hiess setzte er die Präsidenten von Guinea Mali, Mauritanien. Tanzanie» und Kongo (Brazzaville) davon in Kenntnis dass ..Israel im Rahmen imperialistischer Pläne Syrien zu provozieren versucnt' . EIN ANTRAG BRASILIENS Rio de Janeiro. — Das brasilianische Aussenministeriura ersuchte die UN, beim Rückzug ihrer Truppen aus dem Mittelosten Würde zu wahren. Diesem Kontingent gehören 432 Brasilianer an. I THANT FLIEGT NACH KAIRO Vereinte Natione. — UN- Oeneialsekretär U Thant kündigte an, dass er nach Kairo re.sen würde. In einem getrennten Schreiben an den Sichet heitsrat erklärte er ferner. dass die Lage im Mittelosten heute ..bedrohlicher1* ist. a.:. sie es seit dem Suez- Kon nikt im Jahre 1956 je war. U Thant unterhielt sich 99 Minuten lang mit dem kanadischen Aussenminister Paul Martin über die Mittelostkrise und seinen bevorstehenden Besuch in Kairo. Martin erkläite später den Journa listen die Vereinten Nationen hätten die Aufgabe, bei det Wiederherstellung des Gleichgewichts im Mittelost. i" eine wichtige Rolle zu spielen. I mus und den die arabische Freiheit bedrohenden arabisehen reaktionären Kräften die Stirn zu bieten.“ BOTSCHAFT AUS CHINA ■ Kairo. — Rotchma schal- ■ tete sich direkt in die explosive Situation im Mittelosten ein und sandte eine Botschaft, in der es seinen Anschluss an die V9R in ihrem Kampf gegen Israel zum Ausdruck bringt. AN DFN GRENZEN Jerusalem t22. Mai). — Aus Jerusalem wurde Ruhe an allen Grenzen gemeldet, an denen das israelische Verteidigungsheer bereit steht um irgendeinen Angriff der VAR oder Syriens abzuwehren Autorisierte Kreise sagten voraus, dass der Druck in den nächsten Tagen nachlassen müsse, falls inzwischen kein Funken die Krise entfacht da kein arabisches I<and auf längerer Zeit imstande sein würde, die Spannung auf dem Höhepunkt zu halten. GESTOERTES GLEICHGEWICHT Jerusalem. — Ministerpräsident Levi Bshkol erklärte den Augenblick für gekommen, in dem Israel auf seine eigene Kraft vertrauen müsse, nachdem das Gleichgewicht durch den Abzug der UN-Truppen erschüttert wurde. Von ägyptischer Seite wurde angekündigt, dass diese M iSÄnahme nur der erste Schritt war, um all da« zurückzugtwinnen. ,,was Israel im Sinai-Peldzug erobert Position der USA Washington. _ im Namen des USA-Präsidenten Johnson erklärte ein offizieller Sprecher des Weiäsen Hauses: ,,Die USA haben selbstverständlich die Verpflichtung auf sich genommen, für die Aufrechterhaltung des Friedens in Mittelost einzutreten. Dies war durch Jahre hindurch unsere Position. Diesen Standpunkt nehmen wir weiter ein.11 Er fügte hinzu, dass die USA mit allen in den Konflikt verwickelten Regierungen den Kontakt aufrecht erhalten, lehnte jedoch ab, sich zustimmend oder verneinend zn der Nachricht zu äussern, dass Johnson ein persönliches Ersuchen an Moskau gerichtet habe, eine gemeinsame Aktion zur j Wahrung des Friedens | einzuleiten. kündigte an. dass Ostdeutschland Waffen zu schicken plant wodurch die in diesem Sinne umlaufenden Gerüchte Bestätigung finden ABSAGE AN ODD BULL Jerusalem. — Wie es hiess informierte Israel den UN- Schlicnter General Odd Bull, dass es nicht daran denkt wieder in die gemischte israelisch-ägyptische Waffenstillstands-Kommision einzutreten. BLOCKADE MELDUNGEN AUS KAIRO Kairo. (22. Mai) — Die VAR mobilisierte ihre sämtlicher. Reserven. Ein Spre Cher teilte mit dass der „Krieg mit Israel in jedem A.ü ier,blick ausbrechen kann“. G.eichzeitig erklärte Shukeiry der Kommandant der araö.s-her Befreiungs-Armee ebenfalls, dass der Konflikt mit Israel „in jedem Augenblick ausbrechen könne und forderte die Intensivierung der von Kommandos durchgetHörten Ueberfälle auf der jüdischen Staat. Der Befehl Kairos zur total“» Mobilmachung die auf diam 14. und 16. Mai verfügte teilweise Mobilmachung folgte, erhellt den Ernst mit dem die VAR die Lage oetrachtet. Nasser berie' sein Oberstes Exekutiveomhe, um über die bisher gerro;;enen Kriegsmassrahuier zu berichten. Diesem Coimte gehören die vier Vizepr deuten der Republik ui 3 Aussenminister Soliman an Die. ägyptische Nationalversammlung nahm einstimmig eine Resolution an, in det der Regierung das Vertrauen für ihre Entschlossenheit be der Ergreifung militärischer und politischer Ma nahmen ausgesprochen wird um „der Bedrohung durct den englischen Imperialismus der von den Amerikan.-rn angezettelten Verschwörung, dem Weltzionisbat“. In den Städten Israels hatten die Bewohner ein wenig von ihrer Ruhe verloren. Immer mehr Reservisten wurden zu den Fahnen gerufen. Autobusse und Taxis wurden von der Arme requiriert und transportierten Menschen in improvisierte Feldlager. Der Wandel im täglichen Leben ist augenfällig, aber die Cafés und Strände sind überfüllt, und Väter führen ihre Kinder in der Frühlingssonne spazieren. Zum ersten Mal liegt es nicht in der Hand Israels, den Augenblick und den Ort für seine Verteidigung zu bestimmen. ZWISCHENFALL UNTER ARABERN Jerusalem. — Zehn Menschen fanden den Tod und zwanzig wurden verwundet als in Transjordanien in der Nähe der syrischen Grenze eine Sprengladung explodier te, wie Radio Amman meldete. Dies ereignete sich, als transjordanische Polizei wie üblich ein aus Syrien kommendes Taxi mit drei „Touristen“ untersuchte. WOHER KOMMEN DIE WAFFEN? Bonn. — In einem aus Bagdad televisierten Interview versprach der ostdeutsche Aussenminister Otto Winzer, dass sein Land die Organisation für die Befreiung Palästinas unterstützen wird. Er Kairo. — Nasser gab bekannt, dass ägyptische Einheiten die Verbindungen Israels mit dem Roten Meer blockiert haben. Er bestritt Israels Recht, diese Massnahme als Grund zum Krieg anzusehen, denn sie bezwecke nichts anderes, als den Transport .strafegischen Ma. terials' nach Elat zu unterbinden, selbst wenn dieser durch Schiffe erfolgten sollte, welche nicht unter israelischer Flagge fahren FRKI.AERUNG SHAZARS Ottawa. — Staatspräsident Salman Shazar soll, wie berichte: wurde dem kanadischen Premiierminister Lester Pearson die Hoffnung ausgesprochen haben, dass Kana, da die Initiative ergreifen werde sich zusammen mit anderen Ländern für die Unterstützung der Sicherheit Israels und die Wiederherstellung des im Jahre 1957 geschlossenen ägyptisch-israelischen Waifenstillstandes einzusetzen. Gleichzeitig dankte Shazar Pearson, welcher beim offiziellen Empfang des Staatsgastes aus Israel energisch versichert hatte: .Israel hat den Willen zum Leben und es besitzt das gleiche Recht auf ein Leber in Sicherheit und Frieden wie jeder andere Staat.“ LETZTE NACHRICHTEN Tel Aviv. — Infiltranten, die anscheinend aus dem Gaza-Streifen eindrangen, steckten am Sonntag Nachmittag die Ernte auf den Feldern in der Nähe von Nirim in Brand, ohne grösserer Schaden anzurichten. Ein offiziel.' Impreso es la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 881 Registro de la Propiedad Intelectual N? 009.491 / ler Kommentar erfolgte nicht Tel Aviv. — Piloten, die in Lod landeten, berichteten, sie hätten Schiffe der VI. USA-Flotte auf der Fahrt nach Zypern gesehen. Wie man an nimmt, wurden diese Schiffe an strategische Punkte beordert, falls die diplomatischen Bemühungen zur Entspannung der Mittelostkrise ergebnislos bleiben und Washington sich zu einer Intervention entsch Hessen sollte Vereinte Nationen. — Israel-Botschafter Guideon Raphael setzte dem Generalsekretär U Thant vor dessen Abreise nach Kairo in einer längeren Unterhaltung den Standpunkt Israels auseinander. U THANT IN KAIRO Kairo (23. Mai). — Der Generalsekretär der UN traf :n Kairo zu Besprechungen mit Nasser und anderen ara bischen Führern ein. Ueberraschnd war auch der Ministerpräsident von Syrien erschienen, der bei seiner Ankunft wüste Drohungen ausstiess U Thant unterhielt sich u. a. mit General Rikhye, dem Kommandanten der UNE5F- Truppen, die auf Verlangen Nassers vor einigen Tagen von ihren ihren Positionen an der ägyptisch-israelischen Grenze zurückgezogen wurden, und mit dem UN- Schlichter Odd Bull. WASHINGTON APPELL AUS Washington. — Präsident Johnson erklärte, dass die arabische Blockade gegen israelische Handelsschiffe „illegal und unglückselig für die Sache des Friedens“ ist, da diese Massnahme der Krise eine neue und ernste Wendung gegeben hat. Er mahnte alle Parteien zur Mässigung. In seiner Erklärung bedauerte er auch den „übereilten Rückzug“ dei UN- Streitkräfte. BROWN IN MOSKAU Moskau. — George Brown, der englische Aussenminister traf in Moskau ein, um die Mitwirkung der sowjetischen Regierung bei der Erhaltung des bedrohten Friedens im Mitteiosten zu erreichen. Zwei Stunden vor seiner Ankunft hatte der Kreml jedoch ein offizielles Commwnique veröffentlicht in de« er den arabischen Ländern entschiedene Unterstützung versprach. UNEINIGKEIT UNTER ARABERN Amman — Trans jordanien brach die Beziehungen mit Syrien ab. Die dipdomatischen Vertreter Syriens in der transjordanischen Hauptstadt und im arabischen Sektor von Jerusalem wurden zum /erlassen des Landes aufgefordert. Als Grund wurde angegeben, dass das sozialistische Regime Syriens auf seiner „aggressiven Haltung gegen das konservative Regime Husseins beharrt“ und unentwegt das Volk zur „Ermordung des Königs“ aufwiegelt. Die Transjordanier gaben die Schliessung der Grenze mit Syrien bekannt Alle Syrer, die seit weniger als einem Jahr in Transjordanien achten. Hitlers Gauleiter am Niederrhein und et^na^ Reichsverteidigungskommissar Friedrich Karl Florian hat erneut die Aufmerksamkeit auf sich gerichtet. Zweihundert ehemaligen politischen Leitern der NSDAP hat er zur „Wintersonnen- und Jahreswende“ die besten Grüsse über, nwttelt und gleichzeitig seine alten Kämpfer darum gebeten, ihn mit „historischem Material“ über die Nazizeit zu beliefern. Er wollte .so heisst es ln diesem Gruss-Schreiben dieses Material an das Hauptstaatsarchiv des Landes Nordrhein-Westfalen weiterleiten. Wie inzwischen festgestellfc worden is;, wurde Florian tatsächlich um eine solche Hilfe ersucht. Florian benutzte diese ihm einmalig gebotene DUESSFLDOR 1933: Na h der Machöib’riiati’we Hit'ers begann der Terror unter Gauleiter Florian am Nied^rrhent ¡■¡flaMMii Chance, mit seinen alten Leuten in Verbindung zu treten und den Nationalsozialismus als „einzig vertretbare Ideo logie“ hinzustellen. Selbstverständlich ermunterte er die Empfänger seines Schreibens, erneut ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus abzulegen, soweit es überhaupt erforderhoh war. derartige „Ermunterungen“ auszusprechen Wer ist und wer war dieser Gauleiter Florian der immerhin von 1929 bis 1945 diese Funktionen i>m NS-Marhtbereich auageübt hat und mit einem rücksichtslosen Terror wütete. Vor einiger Zeit stand Florian erneut im Bliokpunkt der Skandale, als er gemeinsam mit seinem Rechtsanwalt, einem ehemaligen (bonner) CDU.Kultusminister, die Geschichtsschreibung zu korrigieren versuchte. Nach der Auffassung Florians sowie derjenigen seines Exkulturministers und Verteidigers waren, wie wir dem Bericht einer deutschen Zeitung entnehmen in einem Buch des Stadtarshivars von Düsseldorf Florians Rolle als Staatskommissar 1935 und seine Teilnahme an den Todesurteilen gegen fünf Widerstandskämpfer, die die bedrängte Stadt 1945 kampflos übergeben wollten, nicht richtig dargestellt... Der ehemalige Gauleiter beanstandete an dem Buch, die Todesurteile seien als rechtswidrig bezeichnet worden... Eist als der Druck der Öffentlichkeit stärker wurde, die über das Verhalten Florians empört war zogen er und sein Verteidiger ihre Klage einstweilen zurück. Die Gelegenheit, aus der einstweiligen Klageeinstellung wieder zur Aktivität überzugehen, sah F’lorian offenbar mit der Aufforderung des Hauptstaatsarchivs gekommen. Jetzt soll die Staatsanwaltschaft erneut ein Verfahren gegen Florian eingeleitet haben, doch wird das in vielen Kreisen nicht ernstgenommen. Zu oft schon hat Florian seine Haut gerettet, auch damals, als er die Widerstands kämpfer erschiessen liess um dann schliesslich selbst unversehrt in britische Gefangenschaft zu wandern Als man Florian vor wenigen Jahren über die Vertreibung der Juden aus „seinem Gau“ befragte, benutzte er auoh diese Gelegenheit zu einer ungehemmten Hetze gegen die Juden. Aber auch diese Aeusserungen durfte er ungestraft, tun Im Rahmen des zu Unrecht so genannten Euthanasie- Pwgramms soll Florian ebenfalls mitgewirkt haben, ohne hierüber bisher auch nur befragt worden zu sein Dass von einer städtischen Behörde ein solcher Mann mit der Beibringung „historischen“ Materials beauftragt wird, muss Befremden hervorrufen — leben erhielten Befehl, das Land zu verlassen. IM SICHERHEITSRAT Vereinte Nationen. — Dänemark und Kanada ver langten die dringende Einberufung des Sicherheitsrates der voraussichtlich in aller Kürze zusammentreten wird Zu gleicher Zeit wurde mitgeteilt dass die UN-Generalversammlung noch zwei Wochen lang ausserordentliche Sitzungen abhalten wird Da diese Versammlung im Jahre 1956 für die Schaffung der UNEF-Armee stimmte, hat man diese Körperschaft seither als speziell für die Erhaltung des Friedens zwischen Israel und den Araberstaaten verantwortlich betrachtet ★ Nachbemerkung der Red : Die Situation ist unklar, da die Nachrichten sich vielfach widersprechen. Während Aegypten behauptet, die Durchfahrt durch den Golf von Akaba gesperrt und sogar miniert zu haben wird auf der a-.ideren Seite gemeldet, dass ein israelisches Schiff unbehindert durch den. Golf gefahrm ist. Im Zeitpunkt des Redaktionsschlusses (Mittwoch, den . 24 Ma>) sind weitere Meldungen nooh nicht eingetroffen

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