Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2219 (26.5.1967)
- Date
- 1967-05-26
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/9616703-9615794-9615961--4844-9615968- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vie«*», 2« d* ***y« de *967 CA SIMARA IBRA Soehne der Verdammnis U 99 Besprechung der Tinrles — London (6. IV. 67) zu d*m Buch: Moritz Samuel. „Blutaiiklage“ — Die Geschichte des Falle* Beilis — Verlag Knopf, New York, 1967 — PetiMHft fällt auf Ende April Angeblich haben die Moskauer Juden hierfür 100 Ton. nen Mazzoth auf gespeichert, nachdem eie kürzlich der Re gierung die Erlaubnis zu entringen vermochten, wonach die Synagogengemeinden ih jre entsprechenden Aufträge privaten Bäckereien vergeben durften. Vor nur einem halbîn Jahrhundert war das Backen von Mazzotb ein weit riskanteres Unterfangen. Denn die Behauptung. wonach das Reaept die Verwendung chrietftehen Blutes vorsah, war offiziell bekräftigt. Als Heine bu Ohren kam, die Juden in Damaskus hätten das Blut eines älteren Mönches getrunken, kommentierte er nur- „chacun a son goût!" — Im Mäiv, Wll fand man in Kiew die verstümmelte Deiche eine» Jungen namens Andreas Yusehjnsky. Eis erhob sich die Anschuldigung, er sei rituell yon Juden ermordet worden. Die auf Teufelsweik hinzielende Meinung, die Juden als Zauberer betrachtete und ihnen Durst nach Ohristenblut nachsagte, galt, ganz selbstverständlich, als ehrwürdig und war von einigen der besten Schriftsteller gepredigt worden. Professoren und Ideologen hatten eine bedeutende Rolle dabei gespielt, solche Anklagen zu fördern, und di« Art und Weise, in der die Behandlung der Ermordung Yuechinskys aufgezogen wurde, enthüllt die ständige Verantwortlichkeit der Gelehrten, deren Rolle bei der Anstiftung zu Pogromen und bei der Entstehung des Nazismus kürzlich untei sucht worden ist. Norman Cohns Werk ^Ermächtigung zum Genocide“ („Warrant for Genocide") belegt, wie in eben diesen Kreisen der Blickpunkt vom Teufelswerk sich wandelte zu dem der „Verschwörung“, wie ihn die „Protokolle der Weisen von Zion" wiedergetoen. Ein Beobachter, den Norman Cohn anführt, beschreibt den Gelehrten Serge Nius wie er über dem Material brütet, das für seine Ausgabe der „Protokolle“ diente, die 1911. im gleichen Jahre des Mordes an Yuschinsky, herauskam: „Nilus setzte mir auseinander, wie das Zeichen der , .Söhne der Verdammnis" jetzt alles infiziert, dass es sogar aus détails an Kirchenornamenten hervortrete und aus den Verzierungen an dem grossen Ikon hinter dem Altar in der Kirche der Hermitage (6t. Petersburg). Ich spurte eine Art Furcht. ES war fast Mitternacht; sein Bück, seine Stimme, seine Gebärden alles an Nilus liessen mich spüren, dass wir auf dem Rande eines Abgrundes wandelten und dass sein Verstand im nächsten Augenblick in Irrsinn zerfallen könne.“ Jetzt also waren Juden Geschöpfe des Teufels und zudem noch Umstürzler und alle, die sich daran machten, die Ermordung dieses Knaben auszumünzen, bildeten ein Gemisch von verderbten Bürokraten, besessenen Autokraten, Verrückten von der Art eines Serge Nilus und Betrügern schlechthin. Wegen des Mordes wurde ein jüdischer Arbeiter, Mendel Beiliss, verhaftet und eine Verschwörung wurde gesponnen, um ihn zu beschuldigen und zwar eine Verschwörung von örtlichen Antisemiten und Petersburger Bürokraten. Der Zar sah dem wohlwollend zu. Diese Verschwörung aber wurde ernstlich blockiert durch die Hartnäckigkeit zweier Detektive, die eine Diebeshöhle entdeckten, die von Vera Cheberyak, einer leibhaftigen ..Lady Macbeth von Kiew" geleitet wurde — (Am d. Uebers: ..Lady Macbeth of Kiew“ ist von der „Times“ gebraucht in Anlehnung an „Lady Macbeth of Minsk“, einer berühmten Novelle von Nikolaus Leskov, die eine Mörderin schildert; sie wurde von Shostakovich zu einer Oper „Katharina Ismailova“ vertont, in Prag und Barcelona gegeben und wird jetzt als russischer Film in Cannes erscheinen, nachdem Stalins Verbot beseitigt wurde.) Zu dieser Bande gehörten fast sicher die Mörder und die Urheber der rituellen Ausdeutung des Mordes. Diese Detektive wurden aus der Untersuchung entfernt und mit falschen Unterlagen als vertrauensunwürdig abgetan („framed“). Aber dank den Verteidigern und einigen Freiwilligen taten sie genug, um die Cheberyak-Auslegung unhaltbar werden zu lassen. Am Vorabend selbst der Gerichtsverhandlung war es ein antisemitischer Zeitungsherausgeber Shulgin, der diese Verschwörung offenlegte (Shulgin erzählte kürzlich seine Erinnerungen als Ueberlebender dieser Geschehnisse im russischen Fernsehen). Wiewohl die Geschworenenbank von der Regierung absichtlich vorwiegend rrät simplen Bauern besetzt war. den war, als es — 2 Jahre nach dem Mord — zur Verhandlung kam, wurde Mendel Beiliss freigesprochen. Die führenden Zeitungen Archaeologische Ausgrabungen In Beer Schewa wurde ein unterirdisches Gewölbe entdeckt, das wahrscheinlich aus dem 3. Jahrhundert stammt. Die drei Grabräume sind aus schweren Steinblöcken errichtet. Hier entdeckte man einen kleinen Kopf aus EHfenbein, mit einem Kreuz geschmückt, sowie Messer Münzen, Tonscherben und einige menschliche Gebeine. An den Mauern sind noch unklare Darstellungen knie ender Menschen und ein Kreuz ersichtlich. Die Stätte wurde wahrscheinlich während der Türkenherrschaft Anfang dieses Jahrhunderts beim Bau der Stadt zerstört, wodurch auch viele andere Reste der byzantinischen Epoche vernichtet wurden. Eine sechswöchige Grabesaison wurde an der Stätte der biblischen Stadt Dan im Norden des Landes durch die Regierungs-Abteilung für Archäologie durchgeführt Hier fand man eine In schrift in hebrä isoh-phünizl scher Schrift des 8. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung auf einem Tonscherben, die den Namen Amo oder Amassia nennt. Die Gründung der Stadt scheint der Welt berichteten genau über den Fall, der auch in einigen Ländern Protest-Versammlungen auslöste sowie Protest-M&nifestos; da« englische trug die Unterschrift des Erzbischo fs von Canterbury, von Balfour und Ramsay MacDonald; in der Albert-Hall und am Trafalgar- Square fanden die Protest- Versammlungen statt. Diese Verschwörung diente dazu, den Zerfall des zaristischen Regimes aufzuzeigen; dem Freispruch folgte bald genug die Revolution selbst und sodann ein Staatswesen, in dem willkürliche Verhaftung mehr als je gang und gäbe wurde und in dem Mazzoth ein Streitpunkt blieb. (Eingesandt und übersetzt von Dr. Walter Mieses) . Keucn K3*yem£T| CEISft'fiEC PP COMITE CENTKOEUROPEO Corriente« 2294 — VI. Stock — X. E. 48-3695, 48-5683 Inaugurado el Bosque Winston Churchill en Israël El Bosque Winston Churchill, compuesto de 300 000 árboles plantados cerca de Nazareth, fué consagrado en solemne ceremonia el pasado 6 de abril de 1967. la misma tuvo lugar en la plazoleta y antfiteatro natural que se encuentran en predios del joven bosque. En ella participaron destacados personalidades entre las cuales son de mencionar los hijos del célebre estadista, Sr. Randolph Churchill y Sra. Mary Soames; el ministro de relaciones exteriores de Israel, Sr Abba Bban; el embajador de Inglaterra en Israel, Sr. Micbael Hadow y una delegación de líderes del Keren Kayemet en Gran Bretaña e Irlanda. E3 acto fué presidido por el Sr. Jacob Tsur, director del Ejecutivo Mundial del Keren Kayemet. quien leyó mensajes especiales del presi- K E N I L L A Mentag, den 29. Mai, um 22 Uhr Eonsext dec beriihmten nsraelischen Saengerin Hana Acharoni 1M CINE-THEATER OPERA ZU EHREN DES JOM HAAZMAUT UMik'4« 4er KebHIa trMten im Sekretarlat in Acr Pastern 644 Efotrittsfcarten mil 96 Pmat Rabatt dente de Israel, Sr. Zalman Shazar y del primer ministro, Sr. Levy Eshkol. El Sr Randolph Churchill relató algunas de las actividades de su padre en favor del establecimiento de un estado judío Dijo también que una de las cosas más positivas que puede hacer la humanidad es la de plantar árboles. Tras ser leídos algunos extractos de los discursos de Sir Winston Churchill, el Rabino Dr. Isaac Levy, director del KKL de Gran Bretaña e Irlanda, pronunció la oración del plantador. Seguidamente los miembros de la familia Churchill plantaron dos árboles de cedro y la Sra. Mary Soames cortó la cinta del memorial colocado a un lado de la plazoleta. En este memorial hay una escultura de la cactza de Winston Churchill, elaborada por el famoso escultor inglés, Oscar Nemon. Debajo de ella un inscripción reza “Tributo del judaismo británico". Blumenabloesung in Form von Glückwunscb- sowie Trauer - Te legra rumen und Baumdiplomen bei jeder Gelegenheit bitten wir unter folgenden Telefon-Nummern aufzugeben: 70-4696 Sr. Blument-hal 11—13 Uhr 64-296** Sra. Lubascher 54-3290 Frl. Wertheimer 48-5683 Sekretariat 4« 3995 * auf die Hyksoszeit zurückzugehen. Aus der kanaanitlschen Zeit, also dem 12. oder 11. Jahrhundert fand man mit einer Aschenschicbt bedeckte Ruinen von Wohnhäusern, eine Tatsache, die den Bibelbericht von der Eroberung des Landes durch Josua zu bestätigen scheint. Zur Zeit der israelitischen Könige scheint die Stadt neu errichtet worden zu sein und eine Zeit des Wohlstandes erlebt zu haben. In den Dünen von Aschdod am Mittelmeer fanden Forschungen statt, die eine grosse Anzahl von Tonscherben aus prähistorischer Zeit zutage förderten. H. P. Eimer Ries gesterben London. — Der bekannte nordamerikanisohe Dramaturg und Schriftsteller Eimer Rice verschied kürzlich in einem Krankenhaus in Southampton an einer Lungenentzündung. Er hatte an Bord des Dampfers „France“ einen Herzanfall erlitten und musste in Southampton an Land gebracht und interniert werden. Eimer Rice, einer der Schöpfer des modernen Theaters in den USA, wurde im Jahre 1929 mit dem Pulitzer. Preis ausgezeichnet. Rice, der in New York als Sohn von Jacob und Fanny Reizenstein geboren wurde, verliess das Gymnasium nach zwei Jahren, um erst als Verkäufer in einem Geschäft und dann in einem Anwaltebüro zu arbeiten. Später besuchte er die Fakultät für Rechtswissenschaften und machte das Abschlussexa-men. Er üb- Nachrichten aus Israel EINWANDERER- VOHSTAEDTE Die Jewish Agency plant die Errichtung besonderer Vorstädte für verschiedene Gruppen von Einwanderern. So ist eine „Kiriat Tunisia“ in Vorbereitung, die 100 Familien tunesischer Juden, die sich gegenwärtig in Frank reich befinden, aufnehmen soll. In dieser Vorstadt soll es auch eigene Wirtschaftsunternehmen geben. Ferner sind geplant eine „Kiriat Kanada" in der Umgebung von Natania und eine Vorstadt für Invaliden der Naziverfolgungen. die sich jetzt in den USA für die Alija organisieren. sowie Vorstädte für die Anhänger des Rabbis von Umsdorf und des Rabbis Krieger, beide aus den Vereinigten Staaten. SUESS WASSERFUNDE Bei Bohrungen, die von der Gesellschaft „Mekorot“ in der Nähe von Karmiel in Galiläa vorgenommen wurden, stiess man auf reichliches Vorkommen von gutem Süsswasser, das sich für Bewässerungszwecke und auch zurr. Trinken eignet. Es dürfte für die Trinkwasser-Versorgung von Karmiel genügen, und es mag sogar sein, dass ein Teil dieses Wassers auch einigen te seinen Beruf als Anwalt jedoch nicht aus sondern begann zu schreiben. Nach seinem ersten Buch änderte er seinen Namen. Er verfasste 50 Romane, vier Noveilen, ein Buch über das Theater und viele Kurzgeschichten, Artikel, TV-Theaterstücke und eine Autobiographie. <ITA) Dörfern der Minderheiten in t der Umgebung zugute kommen wird. , , , , „ ©€'i einer Versuchsbohiung in der Nähe von Nachal Ze elim, nördlich von Massada. stiess man in der Tiefe von 450 Metern auf Süsswasser Die Fachleute der Gesellschaft „Tahal“. die diese Bohrung geplant hatte sind der Ansicht, dass dieses Was. ser als Grundlage zur Erschliessung des umliegenden Gebietes dienen kann, da es zehn Mal süsser ist als das Wasser, das man bis jetzt dort gefunden hat. NEUE SIEDLUNG Eine neue Siedlung, Merome Sade. wird an der Grenze zwischen Israel und Libanon, unweit der libanesischen Städtchen Mis-a Gebel und Blida, in Bälde errichtet werden. Zu diesem Zweck wurde bereits vom KKL eine breite Zugangsstrasse in der Länge von 61 i km gebaut. Für die neue Siedlung, die hauptsächlich von Söhnen und Töchtern aus alten Genossenschaftsdörfern in Galiläa bewohnt sein wird, wur. de das Baumaterial bereitgestellt und der Boden vor“ bereitet. Er schliesst sich den von libanesischen Bauern bearbeiteten Feldern an. Die Erschliessung des Gebietes von Merome Sade war j aus Sicherheitsgründen dringend geboten. Der Ort liegt I 700 Meter über dem Meeree- ' Spiegel. Daher werden sich j die Siedler dort mit jenen | Zw:eigen der Landwirtshaft i befassen, welche sich fiir Gebirgsgegenden am besten eig. nen. TH G 3et Israel VERANSTALTEN AM DONNERSTAG, den 1. Juni» um 21 Uhr pktl. im Gemeindehaus Bel bratl, Oramer 2070 EINEN Inf ormations - Abend BEI DEM DIE HERREN Herzl Gesang und Dr. Hardi Swarsensky SPRECHEN WERDEN. — Es wird um pünktL Erscheinen gebeten. ERH0EHTE SPANNUNGEN AN DEN GRENZEN ISRAELS ERH0EHTE BEREITSCHAFT IH DEN LAENDERN der GALUT EINHEITSKAMPAGNE COMITE CENTR0EUR0PE0 DE LA CAMPAÑA UNIDA fKeren Hajessod) SARMIENTO 2376. KL — T. E. 47-3820