Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2218 (19.5.1967)
- Date
- 1967-05-19
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vien**, I» de May« de J967 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVH1. — N® 2218 — k dar «H* <*** •W tWk (te; **** ,8a %ner Wi*. a«a^ cVt* feia J»hr* c**d>- «üüe. A8« a* (ter Ai Qeri ach!* Ü >■ 9 i »• h Musik in Buenos Aires EAHTOKmEMlKRIE UND nenu8r. im couw Der Ml in Ungarn gebomie Brite Bartok gehörte zu den wenigen Komponisten, in denen »cti Ehrtichkeii und Anstand des Menschlichen twtd -des Künstlertums zu idealer Synthese vereinigten Mm guter Teil der Formierung zeitgenössischer Musik getit aui das Konto jenes Grossen, dessen Ballett ..Der Wunderbare Mandarin“ kur? nach «einer kölner Uraufliihvung vom Bürgermeister — er hie** Konrari Adenauer — wegen „Obszönität “ vom Bptetpton verschwinden musste (1936), der 1636 bei der Nato regiert) ng dagegen protestierte, dass «eine Werke bei der Düsseldorfer Ausstellung „«ntartete Kunst“ neben B“hönberg> Strawinskv und Mithaud nicht auch besudelt winden, und der 1646 im newyorker Beil in entsetzlicher Armut starb, tmtzdem Ural seine inzwischen kommunistisch gewordene ungarische Heimat goldene Briikken Wir Heimkehr baute,., HBRZOG BLAUBARTS DttKG Ist Bartoks Oper — 1911 entstanden und 1918 in Budapest uraulgeführt. und blieb seine efntoge — die von uns anlässlich ihrer Wiederaufnah. me in den Ooiön -Spielplan 1964 ausführ lieh besprochen wurde. Leider stand die heutige Reprise in vokaler Hinsicht nicht auf der damaliger Höhe. Die uns von der Platte her als grossartige Mozartsängerin bekannte Sporanistin Irmgard Seefried hatte als , .Judith“ wenig glückliche Momente; das Lyrische ihrer bestechenden Partie dramatisierte sie bei wiederholtem .Abgleiten zum Sprechgesang, darstellerisch gab sie sich für die neugierig.ängstliche neue Blaubart-Gattin allzu energisch und dramatisch. Kieth Engen in der Titelrolle war ein unpersönlicher, wenn auch voll und korrekt ,-singender ..König“ mit sicher bedeutender Zukunft. Der uns nun seinen dritten Besuch ahetattende tschechi. «ehe Dirigent Vaclav Smeta. «■ek konzertierte die anspre eilende, wenn auch noch keinen persönlichen Bartokstil Verratende Partitur mit Tem i i«***«.!;; •••«•*•**»•*••»•••*••eeé*< t•***»*••#«*»#«•«*••*•■*••< ' ■ . t W V*- - , « :; ■ ■ ‘ λ : [ . ■- . ';*-/ J w \ 1 ■ . ... ■ T- 3 ■ ¡!. ' ....; •;* ' "-r! <; ' ' ' + ~ 'X> >, «**» i'i»n mxtnfvrt ui* . * uv -, :! MM»*««. -ßLr.- to**-*** » * JOJSWWrjm, *7 X < :wT ♦ *’* * V *. » jf»' »#««»* JX7J1 JOM HAAZMAUTH 1967: Neue Serie onlässUch de« israelischen Unabhängigkeitetage«, bestehend au« drei Briefmarken mit Flugzeug- und Landachaftsmotiven in den Werten von 15, 30 und 80 agurot. Gedenkfeiern in aller Welt Braamfonteyn (Südafrika!. _ Vor 5.000 Personen sprach auf der Veranstaltung zum Gedenken an die Helden des Warschauer Ghetto vor dem Monument auf dem Westpark-Friedhof der Präsident des Board of Deputies, D. Schneider. Er mahnte, die von Hitler entfesselte Katastrophe niemals zu vergessen Er erwähnte auch die kürzlic-hen Zwischenfälle in einem Bierlokal, die erklärlich seien, da die jüdische Jugend nazistische Herausforderungen nicht dulden könne. Der Presse-Attaché der Deutschen Arthur Miller: Nach dem Sündenfall Arthur Miller hat mit „Hexenjagd“ und , Tbd des Handlungsreisenden“ berechtigten Weltruhm erworben. ESheiratete nach jüdischem Ritual den noch berühmteren Filmstar Marylyn Monroe und schrieb, abgesehen von einem perament, Feingefühl und Hingabe, deren szenisches Geschehen nach de,- Regie Karlheinz Haberlands und im fensterlos-dunklen Schlossbild Hainer Hills ablief. DER. WUNDERBAR« MANDARIN, dessen Konzertfassung hier Wiederholt zu hören war. erlebte in der zwar originellen,, jedoch dem Tanzbuch ent fremdeten Choreographie von Oscar Araiz seine argentinische szenische Uraufführung Die Poesie ging hierbei auf Kosten allzudramatisch-sinnlieher Auslegung; „Die Frau“ wurde von Norma Fontenla, „Der Mandarin“ von Gusta. vo Mollajoli akrobatisch Sacher und viel Spürsinn für die von Araiz beabsichtigte Breitwirkung getanzt; sie durften zusammen mit den drei „Zuhältern“ Guffani. Franco und Milian Rey enormen Beifall hinnehmen. Smetacek dirigierte auch dieses Opus mit der ihm eigenen Dramrtik und Einfühlung in das seinerzeit avantgardistische Bartok . Fentagmmm (Bild und Kostüme: Luis Diego Pedreira). Der Bartok-Abend errang vielen, freundlichen Beifall. Cwrt B. M. WeMastein , tiÊAen KAyemET CEtSK-ft££ COMITE ¿•mentes 2294 — VI. PP proip. CENTROEUROPEO Stack — 1-, E. 45-3495. 48-SCêS WA USURADO EL BOSQUE JANUS' KORCZAK K1JUAT ANAVEM Comenzaron los trabajos de plantación de un Bosque en honor de Janus Korczak, el pedagogo judío-polaco que escxgió morir en el campo de concentración de Treblinka, junto a «us alumnos huérfa. »os. W Bosque Janus Korczak tOMÜate de 12.000 retoños y esta situado cerca de Kiriat Anavím. Este proyecto fué auspiciado por el Ministro de Educación, Sr. Zaltwan Aranne quiñi encabezó un comité público para tal fin. Bn la ceremonia inaugural hicieron uso de la palabra el í?r. Jacov Sarid, Director General del Ministerio de Educación quien se refirió a la obra educacional de Janus KolKaak y la Sra. Bella Myodovsky, en nombre de los exalumnos de Korzczak. Aus uaterer Arbeit: »este «labe bueghsen IM MONAT ABRIL: Dr. Garlos Bauer, ,,Beth Hanüdrasch“, otto Blumenbaum, Ruth Boehm. Sigfrido Bustin, Colegio ..Tarbut“, Dr, Alejandro Bhrenfe o, Enrique íüehe, »na Goldblum, Federico Griinwald, Tekla Gut- »«*«, Rafo. H Harff, Ana Jacobson, Max Juda. Gusta Kalb, Pa bk) Kiesel Norberte Korn, Familien Latzer und Loewy, Dra. Hedi Mayer Marta Müller, Ernesto Neumaiin, Julio Rosenthal, Rudi Schmul Alfred Simons Fand, lien Stern und Nathan. Egon Strauss, Federico Strauss, Günther UUmann, Emesto Weisz, Ida Wetzler, Alexander Wohlgemuth. Wir danken allen unseren Freunden. Blumenabloesung in Form von Glacicwunsch- sowie Trauer-Telegrammen und Baumdiplomen bei jeder Gelegenheit bitten wlt untei folgenden Telefon-Nummern aufzugehen; 73-9026 Sra. Weinstein 64-2966 Sra. Lubascher 54-3209 Frl. Werthenner 46-5683 Sekretariat 48-3695 — :o:— PFLANZT BAEUME IM „BOSQUE INDEPENDEN- CIA ARGENTINA* ALS UNSEREN BEITRAG AN- LAESSLICH DES ..SES QUICENTENARIO“ DER 159-JAHRFEIER DER UN- ABHAENGIGKEITSEB- KLAERUNG ARGENT1. NIENS — 1916—1966. massigen Filmmanuskript für seine Frau, neun lange Jahre hindurch nichts mehr. Später schied er sich von Marylyn, Man beschuldigte Ihn öffentlich, er habe sie in Ihrer seelischen Not verlassen und damit zum frühen Selbstmord getrieben. Der Dichter verteidigte sich als solcher mit „Nach dem Sündenfall“. Er ist ein zu guter Dramatiker, um in Schware- Weiss-Manier zu malen, er verteilt Licht und Schatten. Das Theaterstück ist gut; doch seine Verteidigung (ich stelle mich bewusst gegen die Meinung vieler Kritiker) ist Miller kaum gelungen. Er wollte gegen sich selbst gerecht sein und biieb oft nur selbstgerecht, was etwas völlig anderes ist. Miller ist schwer in Szene zu setzen, weil reale Gegenwart und gedachte Vergangenheit dauernd durcheinanderfliessen. Dem Regisseur Walter Cz&sehke gelang es. beide Welten auseinanderzuhalten. Die ehelichen Auseinandersetzungen waren brillantes Theater. Reinhold Olszewski stand vom ersten bis zum letzten Wort dauernd auf der Bühne. und fast unaufhörlich •gierend. & gab Quentin durch logisch* Zergliederung 1 aller Gedanken geistige Bedeutung und vermied klug alle Selbstgerechtigkeit, indem er_trotz des betonten ICH! — «eine Rechtfertigung so gestaltete, als ob ein geschick ter Anwalt seine Sache ver teidigte. Menschliche Gefüh le konnte Olezewski seinem Quentin nicht geben. Daran scheiterte auch ein Grösse rer: Arthur Miller. Hanita Hallan spielte ir Buenos Aires noch nie so gut. Ihre Maggie sah aus. ohne die Monroe zu kopieren, und sprühte voll Leben. Sie war rrat Charme vulgär und gestaltete als Trunkene und Süchtige eine erregend lebenswahre Figur. Von den vielen durchweg guten Chargen fielen auf Wiltrud Tschudi, eine ausge zeichnet pointierende Sprecherin, Christion Borck als an geklagter Kommunist durch Temperament, Rudolf Geske als kranker Vater, Hannelore Schönfeld in der bewegten Erinnerung an Konzentrationslager und Ulla Harnisch in der wirkungsvollen Zeich. nung von Quentins stet* gekränkter und unzufriedener erster Frau. Die Aufführung riss mit Das ergriffene Publikum spendete reichen Beifall. Dr. Karl Kost I.*.***» »•*« HB»*.*;»* », » j# * Bücher - Zeitschriften - Dokumente - Broschüren Entscheid ungsjahr 1932, Zur Judenfrage in der Endphase der Weimarer Republik, 2. Auflage, Ein Sammelband herauegegeben von Werner Mosee unter Mitwirkung von Arnold Pauker, J. C. B- Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1966. — Dieser Sammelband, der che jüdische Situation in allen ihren Aspekten im Jahr der Entscheidung 1932 daretellt. enthält eine Fülle wichtiger und wertvoller Arbeiten, die im wesentlichen vom Kreis der Standard-Autoren des Leo Baeck-Instituts geliefert worden sind. Einige Aufsätze sind wertvoll, andere weniger wichtig und inhaltsreich. Das Gesamtbild ist rin ausgezeichnetes, rin Bild der Bemühungen und des Versagens, der Aspirationen und der Warnungen, der Rechtfertigung und der Anklage, der künstlich wachgehaltenen Illusion und der Ausrichtung auf eine wirklich-jüdische, nationale Zukunft. Herausgeber und Historiker Werner E. Messe, ein Gelehrter von Rang, schmiedet die mitunter so unterschiedlichen Aufsätze zu einem Gesamtbild zusammen, ohne dass dadurch die Schwächen eines solchen historischen Werkes, das nicht aus einem Guss ist, vollend« überwunden werden. Unter allen möglichen Titeln und Verkleidungen werden durch das Leo Baeck- Institut immer wieder die gleichen alten CV-Autoren mit ihren mehr oder weniger auf gebügelten Ideologien präsentiert, deren Aufsätze und Erkenntnisse aus einer ganzen Reihe solcher Publikationen bereite bekannt sind. Durch die ständige Wiederholung wird weder die Ideologie richtiger, noch werden die alten Fehler verständlicher oder verzeihlicher. Wie eine Wohltat wirkt der Artikel von Robert Weltsch, der vom Herausgeber geachickterweise an den Schluss Marke mm Erinnerungstag 1967 im Werte von 55 agurot dieses Buches gestellt worden ist. Denn er war der Mann, der als Chefredakteur der , .Jüdischen Rundschau“ in Berlin in den kritischen Tagen des deutschen Judentums nicht nur das richtige Wort fand, sondern als der Repräsentant der zionistischen Bewegung den Weg in die Zukunft gewiesen hat, die unsere Gegenwart geworden ist. Die kritischen Bemerkun gen, die hier gemacht worden sind, sollen durchaus nicht den Wert dieser Publikation verkleinern, die auch dann noch bedeutsam ist, wenn man mit manchen der vorgetragenen Auffassungen weder damals noch heute einverstanden sein kann. (H. Sw.) L« O-E.A. y los Derechos Humanos, Band 8 der Colección Derechos Humanos, Ediciones DAIA, Buenos Aires, 1967. — Das kleine Heft enthält eine Reihe wichtiger Hinweise zum Thema, einige Reden, die bei verschiedenen Anlässen gehalten worden sind sowie das Ergebnis einer Ab Stimmung. Botschaft bedauerte den Vorfall. Sao Paulo. — Der Gouverneur von Sao Pauk), Roberto Abreu, verurteilte energisch jegliche Diskriminierung Er richtete seine Worte an 3.000 Menschen, die den Saal der Hebraioa am Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto füllten. Er gab der Erwartung der öffentlichen Meinung Brasiliens Aus druck dass Stangl ausgeliefert werden wird. Vizebürgermeister Figueiredeo Ferra z kündigte an. dass -ine Her Strassen von Sao Pauk) den Namen ..Rua dos heroes de Varsovia“ tragen wird Rio de Janeiro. — Gouverneur Negrao de Lima vom Staat Guanabara und ein Repräsentant des Präsidenten Costa e Silva befanden sich unter den 2 000 Besuchern der Gedenkfeier für die Helden des Warschauei Ghet. to. Israel.Botschafter Schmuel Di von und Rabbiner Rachmiiel Blumenfeld, welche die Ansprachen hielten, erwähnten das Ersuchen Oesterreichs, Westdeutschlands und Polens zur Auslieferung des Nazis Franz Stangl, der als Kommandant der Todeslager Treblinka und Sobibor den Tod » vieler unschuldiger Menschen verschuldet hat. Jerusalem. — Präsident Salman shazar nahm zusammen mit Tausenden von Israelis an den Feiern teil, die auf dem Zionsberg zum Andenken an die im Zweiten Weltkrieg von den Nazis ermordeten sechs Millionen Juden stattfanden. In seiner Rede betonte Erziehungsminister Salman Aranne. dass die. ses Geschehen „niemals der Vergessenheit anheimiallen darf“. Viele ähnliche Veranstaltungen fanden an zahlreichen Orten im Lande statt. Bei einer dieser Feiern aut dem Friedhof von Nachlat Jitzchak in der Umgebung von Tel Aviv warnte Ministerpräsident Levi Eshkol vor dem Wiederaufleben des Nazismus an vielen Orter« der Welt. Er unterstrich dass Israel allein nicht als Schutzwall {-egen den Antisemitismus dienen könne. Eshkol heftete Medaillen auf die Brust von hunderten Kämpfern gegen den Nazismus. Montreal. — Im israelischen Pavillon auf der Weltausstellung 1967 wurde der Tag der jüdischen Märtyrer feierlich begangen, und in einem besonderen Raum, der dem Andenken der Opfer gewidmet ist, eine Blumenspende niedergelegt. Der Pavillon blieb an diesem Tage geschlossen. (ITA) ERH0EHTE SPANNUNGEN AN DEN GRENZEN ISRAELS ERH0EHTE BEREITSCHAFT IN DEN LAENDERN der GALUT EINHEITSKAMPAGNE C0MITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAnA UNIDA (Keren Hajessed) SAFMIENTO 2376. HI. — T. E. 47-3626