Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2218 (19.5.1967)
- Date
- 1967-05-19
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Haben sie hier und anderswo willige Ohren und Helfershel. fer gefunden, die vielleicht die Tragweite der Dinge nicht erkennen, für die sie missbraucht werden? Die Zeitungen berichten des öfteren, dass rechtsextremistische Organisationen diese Zwischenfälle organisieren, die offensichtlich darauf abzielen, die Ruhe und die Ordnung zu stören, um damit die von der Regierung pro. klamierten Absichten der inneren Befriedung und Stabilisierung des Landes bewusst und zielgelenkt zu durchkreuzen. Die Prensa hat bereits hierüber einen Leitartikel geschrieben, ohne dass hier, durch eine Aenderung er reicht worden ist. Warum müssen wir wieder erleben, dass unsere Kinder in der Schule judenfeindJieher Propaganda begegnen, die ihr Gemüt belastet? Haben vielleicht doch die nazistischen Aktivisten einen unmittelbaren Kontakt mit jenen Unbelehrbaren, deren Thesen ohne weiteres kopiert worden sind? In einem freien Land, das bisher von derartigen Auseinandersetzungen und von Ras- Botschaft des Sfaatspraesidenfen Seine Botschaft am 19. Unabhängigkeitstag Israels richtete Staatspräsident Salman Shazar an alle Bürger des Landes, gleich welchen Glaubens oder Herkunft, an alle in der Welt verstreut lebenden Juden und alle jene, welche für Gerechtigkeit und den Frieden der Menschheit kämpfen. Ei sprach den Wunsch aus, dass der Frieden an Israels Grenzen einkehren möge, und dankte dem Verteidigungsheer für seine ständige Bereitschaft die gegen Israels Territorium geführten Aggressionen abzuschlagen. Er sprach über die heutige Wirtschaftslage und die Bemühungen, der im letzten Jahr aufgetauchten Schwie rigkeiten Herr zu werden. ..Trotzdem“, so fuhr Shazar fort, ..wird Israel auch in diesem Jahr nicht vergessen, die Alija zu fördern, die zwar eine Verlangsamung erfahren habe, deren Ueberwindung jedoch bevorsteht. Anzeichen einer ökonomischen Belebung machen sich bemerkbar. Die Zahlungsbilanz wurde verbessert. Die Ausfuhr beginnt die Einfuhr einzuholen, ur.d die ausländischen Märkte cer israelischen Produkte wurden erweitert. Die Bedingungen für den Ackerbau sind bessere. Die Mechanisierung wurde vervollkommnet, die Produktivität erhöht, der Fremdenverkehr wuchs. Der Fortschritt umfasst alle Zweige des wirtschaftlichen Lebens. Die gleiche Entwicklung ist auf dem Gebiet der Erziehung und Kultur zu beobachten, und die Anstrengungen des Landes werden auch weiter dahin gehen, allen Schichten der Bevölkerung eine systematische Erziehung zu sichern, ihnen die Kultur unserer Vorfahren zu vermitteln und die geistigen Werte des Judentums zu vertiefen. Präsident Shazar bezog. sich im weiteren auf Israels Beziehungen mit den jüdischen Gemeinden in der Welt, die erweitert werden konnten und noch grösserer Intensivierung bedürfen, um die Bedrohung durch Assimilation und Gleichgültigkeit zu bannen. ,,Wir müssen den Juden in der Diaspora durch die Verbundenheit mit Israel eine Stütze geben", führte Shazar aus. .,Der Unterricht im Hebräischen. die religiöse und nationale Einziehung verfolgen dieses Ziel. Die Zahl der Schüler, die aus allen Ländern der Diaspora nach Israel zum Studium kommen, ist stän. dig im Steigen begriffen. Die israelischen Experten, welche in Dutzenden von Entwicklungsländern wirken, erfreuen sich der Achtung und Sympathie, und die israelischen Wissenschaftler, die ihrer stillen Arbeit in den Laboratorien und Forschungszentren obliegen und in diesem Jahr auf in Israel abgehaltenen Kongressen auftraten, gereichen ihrem Volk und sich selbst zur Elhre. „Die hebräische Literatur durchbrach die Grenze ihres ¡Vaterlandes und gelangte in Uebersetzungen zur Kenntnis der jüdischen und nicht jüdischen Leser jenseits der Meere. In diesem Jahr empfing zum ersten Mal einer ihrer ■würdigsten Vertreter den Nobelpreis. „Das kommende Jahr wird ein Jahr bedeutender historischer Jubiläen sÄln. Zum 70. Mal wird sich der Tag jähren, an dem der Schöpfer der Idee des jüdischen Staates, Theodor Herzl, in Basel den erstell Zionistenkongress einberief. Wir werden der 50. Wiederkehr der Balfour-Deklaration gedenken, die den Auftakt zur Massenalija und dem grossen Werk der Kolonisation bildete. Das zweite Jahrzehnt seit der Gründung der ersten elf Siedlungen in der Negew-Wüste wird sich in diesem Jahr runden, und am darauffolgenden Tage werden die Feiern des 20. Jahrestages der W’ederaufrichtung des Staates Israel ihren Anfang nehmen. „Möge uns das Beispiel unserer Pioniere bei der Weiterführung unseres Werkes stärken, und mögen wir unsere Herzen der Vereinigung unseres Volkes und der gegensei. lögen Achtung zwischen allen seinen Teilen öffnen. Trotz aller Probleme unserer Sicherheit und unserer damit zusammenhängenden Verteidigung reichen wir unseren Nachbarn mit Wünschen für Segen und Frieden unsere Hand. Möge das kommende, zwanzigste Jahr seit Gründung des Staates Israel uns dem so heiss ersehnten Frieden näher, bringen!“ DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Alienby Rd — TEL AVIV — P.0.B, 4444 senhass unberührt war, müssen solche Erscheinungen doppelt die Aufmerksamkeit der verantwortlichen Kreise hervorrufen, gewiss auch die Aufmerksamkeit der verantwortlichen jüdischen Instanzen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Interessen und die Rechte der jüdischen Bevölkerung zu wallren und zu verteidigen, sobald das notwendig ist. Internationale des Hasses Dass es eine Internationades Hasses, eine Internationale des Hakenkreuzes gibt daran hat niemand einen Zweifel. Politische, wirtschaftliche und sonstige Interessen werden unter dem Vorwand ..Die Juden sind unser Unglück!" ausgetragen Die braune Spinne hat ihr Netz weit ausgebreitet. Nazistische Literatur wird infiltriert. Es ist so einfach, die Gefühle einer unzufriedenen Menge auf den klassischen Schuldigen zu richten, was mit allen Methoden geschieht. Gesetzliche Handhaben gegen den Hass sind nur in wenigen Ländern vorhanden. Aber gegen die Unruhestifter könnte man doch überall energisch vorgehen. Hierfür gibt es Gesetze und Polizei- Verordnungen, die ausreichen würden, um mit diesem Spuk Schluss’ zu machen und da mit eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Herstellung normaler Verhältnisse zu schaffen. Das ist nicht nur, aber auch unser Problem. Es ist das Problem aller Menschen und Völker, die endlich zu einer inneren Befriedung der Welt zu gelangen wünschen. Sicherlich* setzt sich immer stärker die Ueberzeugung durch, dass die gewaltigen Schwierigkeiten, die durch die Entwicklung ausgelöst worden sind, die Zusammenfassung aller'Kräfte erforderlich machen. Das war einer der Grundgedanken, die vom Papst Johannes XXIII. mit grosser Energie vertreten worden sind, und die auch von bedeutenden Kirchenkreisen heute geteilt werden. Gerade in den südamerikanischen Ländern ist der kirchliche Einfluss wirksam. Aber gerade in den rechtsextremistisehen Kreisen versucht man den Eindruck zu erwecken, dass die Kirche ihr Treiben duldet. Da die Kurie z. B. zum nazistischen Aufmarsch in einer der bonaerenser Kirchen nicht Stellung genommen und eine Anfrage der DAIA unbeantwor. tet gelassen hat, gewinnen die Extremisten die Hoffnung, ihre Aktionen würden nicht’ ungern gesehen wer den. Wir können nur vermuten, dass sie damit Unrecht haben. Mit dem hasserfüllten Kampf gegen die Juden hat es schon einmal vor einigen Jahrzehnten begonnen. Die Zerstrümmerung der halben Welt war das Ende. Mag die Schmiererei in einer Schule ein unwichtiger und nichtssagender Zwischenfall gewesen sein, ein Einzelfall ist es nicht. Derartige Symptome sind Alarmzeichen, die niemand überhören oder übersehen sollte. Jom Hasikaron Wie in jedem Jahr fand in der Botschaft Israels eine Ge denkstunde an die Gefallenen des Befreiungskrieges und die SUCHE ZEUGEN für dit Verfolgungen gegen Juden im Juni 1941 in TIMISOARA, Rumänien. TOMAg SCHWARTZ Arenales 3569, 4, B 86-7201 Zur Ehrung Israels erschien der argentinische Äussenminister Dr. Costa Mendez zum diplomatischen Empfang in der Israel-Botschaft. Helden der Hagana statt, in deren Mittelpunkt eine ergreifende Rede des Oberrabbiners Dr. David Kahana stand. Diese Feier hatte den Charakter einer Seelenfeier und wurde mit dem gemeinsamen Kaddisch abgeschlossen. Der Jom Hasikaron geht bekanntlich dem Jom Haaz mauth unmittelbar voraus und wird in Israel und allen Ländern der Galut beachtet. Die diesjährige schlichte Feier in Buenos Aires wurde mit dem Entzünden der Lichter durch den Botschafter, Don Moshe Alon. eingeleitet. Empfaenge zum Jom Haazmauth Traditionsgemäss veranstaltete der israelische Botschaf ter Don M. Alon in den schönen Räumen der Botschaft einen Empfang für die befreundeten Diplomaten, der in diesem Jahr durch den Besuch des argentinischen Aussenministers, Dr. Costa Mendez und des Oberkommandierenden der argentinischen Streitkräfte, Generalleutnant Julio Alsogarray eine besondere Note erhielt. Unter den Erschienenen sah man u. a. den kirchlichen Würdenträger Mons. Segura, hohe Offi ziere, die Botschafter aller befreundeter Staaten und die führenden Persönlichkeiten unserer Kollektivität Allgemeiner Empfang Am letzten Dienstag fand ein Empfang für die jüdische Kollektivität anlässlich des Jom Haazmauth in der Bot f schaff statt, der sehr stark i besucht war. Präsidenten und j einige Vorstandsmitglieder j der jüdischen Vereinigun- | gen. Gemeinden, Organisatioi nen und Institutionen waren erschienen, um an diesem | Tage dem Botschafter Glück- \ wüsche auszusprechen und; ihre Solidarität zu bekunden I Feiern j Unter den zahlreichen Feii ern, die zum 19. Jom Haazj mauth veranstaltet wurden,; seien an dieser Stelle nur zwei erwähnt. Vor einem vollbesetzten Haus begeisterte auf einer gut gelungenen Veranstaltung in der NCI. die von dieser Gemeinde gemeinsam mit der Leo Baeek-Synagoge durchgeführt worden war, nach einleitenden Worten des DAIA-Sekretärs Jterzl Gesang der Vizepräsident der DAIA. Dr. Sion Cohen Irr ach die Zuhörer, während auf der überfüllten Veranstal. tung in Bet Israel, die von der ACIBA, der WIZO, dem KKL, Bet Israel und der THG gemeinsam abgehalten wurde, die Redner des Abends, unter ihnen Dr. Leon Perez über die Bedeutung dieses Tages sprachen. Gute Darbiclungen und vor ailem zwei Israel-Filme schufen eine festliche Stimmung bei einer Veranstaltung, die von den Teilnehmern nicht so schnell vergessen werden wird, Attentat auf einen Tempel In Mar del Plata wurde gegen den Gabriel-Tempel vor einigen Tagen eine Bombe geschleudert, die geringen Schaden verursachte. Das Attentat rief allgemeine Empörung hervor. Der Tempel gehört der sefardischen Gemeinde in Mar del Plata Die Polizei befasst sich mit der Aufklärung des Verbrechens. CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Airea T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAV ANDAR el calzado legítimo de espuma de goma Á ESTUDIO PASTEUR 254 .?' y 5? pisos TÍW 48-M6S- »37* « ftlENOS AÍ*fí lili» •comunicas contadores públicas nacional«* consultoras do'omprosmS ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS Fiambres Finos ~ “FRIGUINCIA ” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA