Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2217 (12.5.1967)
- Date
- 1967-05-12
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — *2 de May* de W67 <«»ncn WftciiMciái I*W». tfi *m Ereignisse der Woche Der bmemnmister antwortet I>er Innenminister (lei Republik Aigent.inien. Herr Dr Guillei mo A Boida hat der DA1A folgende Nachricht übermittelt: „Buenos Aires den 27 April 1967 An «len Herrn Präsidenten der DA JA. Don Isaat Goldenbug Pasteur 633. Capital Federal Ich habe die Ebie. Ihnen den Empfang Ihrer Note vom 18 ds. Mts zu bestätigen, in welraer Sie Ihre Be-orgivs iih r einige Vorkommnisse eusdriicken, die eine Manifestation lassi.stischer Empfindungen da'stellen würden — Dieses Ministerium teilt Ihre Eesorgnis über dieses Verhalt! n de Extremisten und wird alle Massnahmen ergreiRn. d.e geeignet sjnd um den inneren Frieden des Ijandes aufr, chtzuerbalten. Ich begrüsse den Herrn Präsidenten hochachtungsvoll! gez. Guillermo A. Borda.“ Nicht nur die Juden, sondern alle Bürger des Landes, denen an der Erhalt ung des geselle. Lat fliehen Friedens im Lande gelegen ist. erwarten mit einer gewissen Spannung und mit höchstem Interesse die Massnahmen, die vom Innenminister Dr. Borda in Aussicht gestellt wurden, um die Extremisten in ihre Schranken zu verweisen sowie die Ru. he und Sicherheit der Bevölkerung zu garantieren — Dritter Segler Die Durchführung eines „Dritten Sedtrs" war für un sere Gefühle und Eanplindungen etwa.» Neues. Eigenartiges, vielleicht sogar etwas Prof»ijuieiendes. Aber es ist für jeden interessant einma; einen solihen Dritten" Se der mitzuerleben, ein n Se der. der ausserhalb der alt hergebrachten Ordnung für diese Nacht ..modernisiert1' Kinder und Jugendlichen, die entweder einzeln oder meist im Chor mitwi-rken. übermitteln jedem die Gewissheit der Fortsetzung unseres jüdischen Lebens trotz aller Schwierigkeiten, trotz aller pessimistischen Prognosen und sonstigen Belastungen di« ohne Zweifel vorhanden sind, aber überwunden wer. den können. Inzwischen haben wir auch eine eigene Hagadah der Gemeinde in San Paolo gesehen die für einen „Dritten Seder'1 ihrer Jugend herausgegeben wurde. Der Gedanke eine neue Ordnung für einen solchen Jugend-Abend zu schaffen. ist also selbst von unseren Gemeinden aufgenom men worden. Da Hierdurch ein neuer Seder eingeführt wird ist die Tradition durchaus beachtet, sodass man diese Einrichtung, die keine Verletzung unserer Tradition ist, brgrtissen muss, zumal sie geeignet ist auf eine be- -- i sondere Art und Weise eine , , , , _ . . weitere Brücke zu unserer ist. um auch durch den Tex Vergangenheit herzus*rllen der vorgetragenen Gebete j und damit zur Festigung und Vertiefung unseres gegenwär. Bücher, «ht in herausgegebeo und Gesänge sowie durch sonstige Darbietungen die Verbindung zwischen der Vergangenheit u d dem Heute — nicht nur symbolisch — sonder n ausges orocbenermassei zu dokumentieren. Wie das beim Dritten Seder der Mapai und am folgenden Abend bei der Achduth Awoda g;- mac'h; wurde, hat etwas Ergreifendes an sich. Denn die POPULÄR JUDÍA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial CORRIENTES 1979 BUENOS AIRES Colección? HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA 1 Mena jem Borc-isho: LA HISTORIA DEL IDUSOH 2 Teodoro Hczl: EL PRIMER CONGRESO SIONISTA 3. Abraham Plafkin: LA HISTORIA DEL HEBREO Co.eccüón: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO laniuel ROilansky SCHOLEM ALEIJEM ¿. Natan Gesang- YEHUDA HALEVI 3. Simja Sneh: SCHMUEI. IOSEF AGNON 4 Leo* Dujovne: MAIMONIDES 5. Nah um Goldmann: TEODORO HERZL 6 Scnaom Rósen oerg- PILON DE ALEJANDRIA 7. Flügen Relgis: STEFAN ZWEIG Bibhcgvafír de Temas Judíos en Castellano Bestellungen dieser hochinteressanten Serie direkt im Büro des Jüdischen Weltkongresses (T. E.: 49-2817) tig n jüdischen Lebens beizutragen. Samuel Eichelbaum Der bekannte jüdisch-argentinische Dichter Schriftsteller und Dramaturg Sa muel Eichelbaum, der sich des höchsten Ansehens aller Kreise erireute, ist im 79. Le bensjahr gestorben. Die argentinische Presse Presse widmete dem Verstorbenen lange und herzlich gehaltene Nachrufe, in denen sefenctoenen Argentinien worden. —- Vertrag Amirans Wir berichteten bereite über den Besuch, den Professor Dr. David Amiran. Vizepräsident der Hebräischen Universität in Jerusalem, einigen siidamerikanischen Lindern, unter ihnen Argentinien, abgestattet. hat. Prof. Amiran hielt hier einen viel beachteter. Vortrag auf der landwirt sohaft liehen Fakultät der Univ« rsität Buenos Aires über sein Spezialthema: I5rsehliessung von Wüstengebieten. Prof. Amiran ist bereits wieder nach Jerusalem zurückgekehrt. CENTRA Krise? In der letzten Zeit wurde häufig von einer Krise der Centra gesprochen. Mit R ücksicht auf die Bedeutung, die diese zentrale Organisation aller jetzigen oder früh» ren zentraleuropäischen Gemein den und Organisationen unseres Spraehkreises gehabt hat und auch heute haben könnte, dürfte eine genaue Untersuchung angebracht sein, ob die Behauptung „Centra befände sich in einer Krisezutrifit. Hierzu wäre eine genaue Kenntnis der Tätigkeit und der Arbeiten erforderlich, die von der Centra in der letzten Zeit geleistet worden sind Ueber diesen Aspekt der ..Krise" wol len wir nicht sprechen, da hierzu eine detaillierte Information der Leitung in Montevideo erforderlich sein dürfte. Sicherlich ist es immer — und nicht nur bei der Centra _ von grosser Bedeutung. wenn eine Leitung mehrere oder sogar viele Amtsperio die Lebensarbeit Eichelbaums den hintereinander tätig gewürdigt und voll anerkannt wurde. — Buchausstellung Im Klub Las Heras wurde bleibt. So sehr diese mehr als zehnjährige Leitungsfolge eine gew see Stabilität der Arbeit garantiert, so viele Nachteile muss dieser Nichtdie I- Bucha us$ pell ui ig eröfj- Wechsel mit sich bringen. In net, die von der Vereinigung1 der sefaroischen Gemeinden organisiert wurde. In einer Ansprache des Vorsitzenden dieser Organisation, Dr. Jacobo Aljadeff. wurde zugleich ein Ueberblick über die Entwicklung dieser Gemein, schafc. der Ssfardim spanischer Zunge, gegeben, wobei interessante Einzelheiten aus dem Leben der sefardischen Juden hervorgehoben worden sind. Die Ausstellung umfasst vor allem alle spanisch geöeawegen primitiv, weil bbmi den Wert einer geseilschaft. liehen und einer kommunalen, jüdischen Arbeit nicht danach Bemessen kann und darf, wae nun die einzelne Gruppe „davon bat1. Gemeinden und Organisationen sind keine kommerziellen Unternehmungen, bei denen das ,,do ut des‘'-Prinzip (ich ge be, damit du gibst) angewandt werden könnte. Schon der Gedanke, alle Gemeinden und Organisationen unseres j Sektors auf dem Kontinent i im Rehmen einer Dacborga- | nisat.ion zu vereinigen, ist | heute so wichtig, wie er vor- . dem wichtig gewesen ist. | Sicher ist, dass die Ge rneiuden in Bu.nos Aires, um ein Beispiel herauszugreiien. möglicherweise die Centra — jedenialK in ihrer heutigen Struktur — nicht sc stark „gebrauchen", wie kleinere Gemeinden in Kleineren, isolierten Oi tschaften auf die Centra angewiesen sind. Aber darauf kann es nicht enkom men. denn der Wert einer zentralen Institution hängt nicht von der Bedeutung ab. die eine Gruppe ihr beimisst, sondern die ihr objeKtiv zukommt. In dieser Hinsicht hat die Centra auch heute nichts an Bedeutung eingebüsst. Wer mit der Arbeit der Centra nicht zufrieden ist, soll sich für eine Aenderung oder Verstärkung der Centra einsetzen. nicht aber uninteressiert beiseite stehen. Dass einige Gemeinden in finanziellen Schwierigkeiten sind, ist die Konsequenz unseres Hauptproblems: des Mangels an geeigneten Menschen, die in der Führung unserer Gemeinden und Organisationen eingesetzt werden könnten. Finanzfragen sind aber .relativ leicht zu lösen, jedenfalls viel einfacher als die Fiihrungsfrage. Leideist es unseren Organisationen und Gemeinden, jedenfalls einigen von ihnen, nicht gelungen, die Menschen | für die Arbeit zu interessieren und heranzuziehen die sc-woh. die menschlichen wie die jüdischen Voraussetzungen für eine solche Aufgabe erfüllen. Der gute Willen allein genügt nicht. Darüber sollten wir uns im Klaren sein. Ein Weg aus dieser Krise, die niemand bestreiten kann, würde in der Zusammenfassung der Kräfte und in der Fusion einiger Gemeinden lieder argentinischen Verfassung ist z. B. vorgesehen dass eine Wiederwahl des Präsidenten nach einer be stimmten Amtsdauer nicht möglich ist. Der dieser Bestimmung zugrunde liegende Gedanke ist gesund. Aber nicht immer werden Verfassungen — oftmals zum Nachteil der Bevölkerung oder einer Organisation nicht ein- | gen, was bis heute nicht zu gehalten. Neue Leute bringen realisieren gelungen «st. PASTEUR 254 . Î' y 5? pisos fit 48-716* . 1371 » fUENOS AIRE* ciencias económicas contador** públicos nacionales consultores de'empresmS ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS 11 IA f0#ííh US DI meist neue Ideen mit sich, und die Gefahr einer Routine-Arbeit wird gebannt. Aber auch hierüber soll nicht gesprochen werden Wenn man sich über eine Krise der Central unterhält, sollte man als erstes die Frage untersuchen, ob es sich wirklich um feine Krise der Centra oder um eine Krise der oder einiger ihr angeschlossenen Organisationen und Gemeinden handelt. (Theore tisch ist auch die Möglichkeit vorhanden, dass sich sowohl die Centra wie die ihr angeschlossenen Vereinigungen in einer Krise befinden...) — Gemeinde-Krise? Sicherlich kommt man dem Problem der Centra - Krise schon näher, wenn man sich die Frage vorlegt, worauf eigentlich die Schwierigkeiten zurückzuführen sind, mit denen viele Gemeinden zu ringen haben. Soweit es sich um Gemeinden ausserhalb Argentiniens handelt, wollen wir diese hier nicht in Betracht ziehen, obwohl sich deren Situation keineswegs im Grundsätzlichen von der hiesigen Lage unterscheidet Zwei Hauptprobleme erschweren und belasten die heutige Arbeit: Problem Nr. 1 ist die menschliche Frage, wenn diese auch mitunter hinter das Problem Nr. 2 gedrängt wird: die finanzielle Frage. Die meisten Mitglieder der verschiedenen Vorstände argumentieren bei der Betrachtung der Centra-Arbeit mit der eigentlich recht primitiven Gegenfrage: was bietet uns die Centra dass wir für sie so viele Gelder mobilisie ren sollen? Diese FYage ist Möge die Arbeit der Centra gut ©bei weniger befriedigend nein in erster Linie handelt es sich bei dem hier behandelten Problem nicht um ein* Krise der Centra, sondern um eine solche ihrer bonaerenser Mitglieder. In jedem F*all aber sollten alle bedenken dass es viel bequemer ist. sich einer Verantwortung zu entziehen odej »u entledigen als eine Verantwortung zu übernehmen. Immer ist es leichter zu zerstören als aufzubauen. Immer ist es einfach«, Kritik zu üben als besser zu machen. Des sollten alle bedenken, die Organisationen, die Gemeinden, die Vorstände und «He Mitglieder — Erinnerung an Ghetto Aufstand Zum 24. Male jührte «ich der Tag. da sich die Juden des Warschauer Ghetto gegen die deutschen Unterdi iicker und Mörder erhoben, die >m Verlaufe von z/wei Jahren und sechs Monaten die Zahl der Juden in diesem grössten Ghetto, das es jemals g*geben hat, von einer halben Million auf etwa 50.000 tiuich Mord, Aushängern, Krankheiten und Deportationen reduziert hatten. Das eine Opera reichte kaum aus. um den vielen, die gekommen waren, um an dieser Freier teilzuoehmen, Platz zu bieten. Aber es reichte nur „kaum11 aus, denn es gab noch Plätze die frei geblieben waren. Und das ist Veranlassung, darüber nachzudenken, wie viele schon wieder vergessen haben, lieber „ins Fleie“ fahren oder sieb aus anderen Gründen nicht entscbliessen können, bei einer solchen erhebenden FYüer anwesend zu sein. Dass aus diesem, unserem Sektor noch nicht einmal die verantwortlichen Mitar beiter der Gemeinden und Organisationen kamen, ist beinahe schon zu einer betrüblichen Gewohnheit geworden, obwohl doch diese Ghetto Feier aller umgekomjnenen Juden gedenkt, aller, woher sie aue-h immer von den Nazis geschleppt wurden und wo sie auch immer ermordet oder auf andere Weise ums Leben gebracht worden sind. Während der Freier selbst wurde selbstverständlich auch aller unserer Toten unterst hi« dlos gedacht, aber nicht nur aller unserer Toten, sondern auch (Fortsetzung der Faeignisse der Wcche auf Seite 6) Unseren Heben Eltern, Gross- und Uigrosseliern GUSTAV DURLACHER und Frau EMMA geb. ilTZSGHE gratulieren herzlich st zu ihrer GOLDENEN HOCHZEIT, welche s.G.w. am 2. Juni stattfindet Arturo Bärmann u. Frau Trudel geb. Durlacher Dr. E. Martin Barmann u. Frau Bianca geb. Bourgoing und Arturo Martin Barmann Empfang: 3. Juni, ab 16 Uhr, Cap. Gwynn 1253 Asunción, Paraguay LUACH — (KALENDER) Freitag, den 12. Mai Sonnabend, den 13. Mai Schabbat EMOR Lev. 21—1 — Haftara: Ezechiel 44, 15—31 Sonntag, den 14 2. Ijar 3. Ijar 4. Ijar Mai JOM HASIKARON Gedenktag an die Gefallenen des israelischen Befreiungskrieges Montag den 15. Mai JOM HAAZMAUT 19. Unabhängigkeitstag Israels Dienstag, den 16. Mai Mittwoch, den 17. Mai Donnerstag, den 18 Mai Freitag den 19. Mai Sonnabend, den 20. Mai Schabbat BFJ1AR Lev. 25:1 — Haftara: Jeremias 32, 6—23 Sonntag den 21. Mai Montag, den 22. Mai ** ~'a*. Dienstag, den 23. Mai Mittwoch, den 24. Mai \ Ijar 6. Ijar 7. Ijar 8. Ijar 9. Ijar 10. Ijar 14. Ijar %b%!7U!"*)*%""! "!!" """ " ""! "!" "!!!!" "" " "