Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2215 (28.4.1967)
- Date
- 1967-04-28
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vlernefi, 28 de Abril de 1967 LA SEMANA ISRAELITA Ane XXVIII. — N* 2215 Das Fest des „Ersten Schnitts ii Da« Jüdische Volk war ein Völk von Bauern und Hirten, aber auch von Handwerkern, nicht jedoch von Händlern, wie man es später uns so häutigvorzuwerfen versuchte. Der Handel lag damals in den Händen der Phönizier, die an der Küste wohnten. Dass das Leben des Volkes sich um die Landwirtschaft bewegte, beweisen auch unsele jüdischen Pesttage, die drei grossen Wallfahrtsfeste (schalosch regalim), die alle Erntefeste waren und diesen Charakter sich bis heute erhalten haben. Das Pessach-Pest Ist das erste dieser drei Erntefeste mit dem Beginn des ersten Schnitts des Wintergetreides, besonders der Gerste. Die neue Gerste wurde als „Omer“ in den Tempel in Jerusalem gebracht. Dieses in der Thora (III. M. 2, 14 und II. 23, 10 und ff.) angeordnete Erstlingsmehlopfer vom Gerstenschnitt (Minchat bikkurim) wurde nach der Ueberlieferung am zweiten Tage des Festes dargebracht und dem Schnitt des Omers durfte kein anderer Getreideschnitt vorangehen, auch durfte vor der Darbringung des Omer noch nichts von der neuen Ernte genossen werden. Auch heute wird in vielen Kibbuzim das „Omersch neiden“ festlich begangen. Wie in alten Zeiten herrscht dabei fröhliche Stimmung mit Gesang und Tanz. Da« zweite Erntefest folgt nach sieben Wochen dem Ende der Zeit des „Omerzählens“, das Pest der Getreideernte oder besser das Pest der Erstlinge, mit deren Darbringung die Getreideernte ihren Abschluss findet. Die Sliazar nach Kanada Der israelisehe Staatspräsident Salman Shazar wird im Monat Mai einen offiziellen Staatsbesuch in Kanada absolvieren, um dort den Hundert-Jahr-Feierlichkeiten beizuwohnen. Präsident Shazar sowie seine Gattin werden am 21. Mai in Ottawa eintreffen und eine Woche im Lande verweilen. Sie werden an dem aus Anlass der Weltausstellung in Montreal stattfindenden Israel-Tag teilnehmen und auch den Städten Toronto (Und Quebec einen Besuch abstatten. .Kongress in Israel Tel Aviv. — Der Internationale Kongress der Zei. tungsverleger wird im Juni dieses Jahres in Israel abgehalten. von Dr. KORT 0TTENS00SER (Israel) alte Tradition der Darbrin-1 inenden Platz einnehmen gung der Erstlinge hat ihren können. Das Bemerkenswerte neuen Ausdruck heute wieder i aber ist. dass die Landwirtgefunden, in dem die Jugend Israels in fröhlichen Aufmärschen diese Erstlinge dem Keren Kajemet, dem Jüdischen Nationalfonds darbringt. Durch diese Umzüge wird auch den Stadtkindern etwas von diesem Rhythmus vermittelt, wird auch dem Schulkind Natur und Landwirtschaft nahegebracht. Natürlich ist auch hier die Feier in den landwirtschaftlichen Siedlungen eindrucksvoller als in der Stadt, und wer an solchen Feiern dort teilnehmen kann, sollte es nicht versäumen. Es ist rührend, wenn die Kleinen etwa ein von ihnen mit aufgezogenes Lämmlein mitführen andere wieder die ersten Erträgnisse aus den von ihnen gepflanzten und betreuten Gemüsegärten. Stolz werden aber auch preisgekrönte Kühe, andere Zuchttiere und Ernteprodukte im Umzug gezeigt. Das dritte und letzte Erntefest ist dann Sukkot, das „Pest des Einsammelns“, mit dem die Gesamternte des Landes ihren Abschluss findet. insbesondere das Einbringen der Obst- und Weinlese gefeiert wird. Dies galt unseren Vorvätern als das Haupterntefest, und die Wogen des Volksjubels gingen hier am höchsten. Auch die Thora und unsere Gebete sprechen von diesen Elrntetagen nur von dem Fest der Freude. Die drei Erntefeste gehen zweifellos auf sehr alte Traditionen zurück und dürften von Israel bei der Einwanderung nach Kanaan und beim Uebergang zum Ackerbau übernommen worden sein. Neben ihrer allgemeinen Bedeutung erlangten sie aber auch grosse Wichtigkeit vom nationalen Standpunkt aus, wenn zur Zeit der Feste das Volk zusammenströmte zur gemeinsamen Feier. Mit den Opfern waren dann auch Preudenopfer-Mahlzeiten verbunden, bei denen Reigentänze üblich waren, wie dies auch das Wort Chag (Pest) erkennen lässt, das von chagag (tanzen) abgeleitet ist. — Zu diesen Wallfahrtsfesten sollte niemand mit leeren Händen an der heiligen Stätte erscheinen, und so hat auch die schöne jüdische Tradition des Spendengebene hier ihre Wurzel. UND HEUTE? In Israel hat die Landwirtschaft wieder den ihr zukom- CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE [srael-Briefmarken Beratung durch: STÄMPS CENTER 94 Allenby Rd, — TEL AVIV — P.O.B. 4444 Schaft heute in der Lage ist. bis auf Brotgetreide praktisch alle Bedürfnisse der Bevölkerung an Nahrungsmitteln zu decken. Sorgen macht dagegen auch weiterhin die Wasserversorgung des Landes. Wie auf dem Gebiet der Finanzwirtschaft, haben die Israelis auch auf diesem Gebiet über ihre Verhältnisse gelebt und die Wasserreserven stark ausgenützt. Jetzt gilt es für die nächsten Jahre weitere 100 Millionen Kubikmeter Was ser zu finden, bis dann Wasser aus der Entsalzung gewonnen werden kann. Man hofft überdies auf den Himmel, nämlich aus den Wolken und 15 Prozent mehr Regen durch „Beschiessung“ gewinnen zu können. Nachdem man diesen Versuchen einige Zeit etwas skeptisch gegenüberstand, hat man jetzj wieder erneutes Vertrauen zu dieser Methode gefunden, und zwar keineswegs nur in Israel, sondern auch in den USA geht man mit Energie an diese Art der Regengewinnung heran. Eiine weitere Erhöhung des Wasserpotentials soll durch das Auffangen von Wasser, bevor es ins Meer abströmt, erreicht werden. Schliesslich soll aber auch die Landwirtschaft auf solche Pflanzungen umgestellt werden, die einen verhältnismä ssig geringen Wasserverbrauch haben. Der Hauptak zent wird ferner auf den Anbau von Pflanzen, die industriell verwertet werden können und auch für den Ex. port geeignet sind, gelegt. Ziehen wir Israelis an diesem Fest des .ersten Schnitts1 eine Bilanz unserer Landwirtschaft, so haben wir trotz einiger Rückschläge und trotz der Dürre, von der besonders der Negew und die Bet Schan-Senke betroffen wurden, allen Grund, dem Himmel dankbar zu sein und mit den Landwirten zusammen froh das „Omer“ in der traditionellen Form an diesem Gedenktage unserer Befreiung aus der Knechtschaft darzubringen. Riffe um Nichteinmischung Mexico City. — Eine Resolution, die die Bitte entnält, jüdische Organisationen aus dem Ausland sollten von einer Einmischung in Angelegenheiten Abstand nehmen, welche die mexikanische jüdische Gemeinschaft angehen, wurde vom Jüdischen Zentralcomite, der Repräsentanz der organisierten Judenheit Mexikos, gefasst. Die Resolution richtet sich im besonderen an jüdische Organisationen in den USA, die sich bei der mexikanischen Botschaft in Washington über den angeblichen Antisemitismus in Mexiko und den Verkauf antisemitischer Bücher beschwert hatten. Das Zentralcomite erklärt, die jüdische Kollektivität des Landes sei reif genug, um sich um ihre eigenen Interessen zu kümmern. (ITA) Angriffe gegen Kiesinger München. — Die „Deutsche National-und Soldaten - Zeitung“ hat Bundeskanzler Kiesinger kürzlich angegriffen, weil er „projüdische und proisraelische Erklärungen“ abgegeben habe. ABBA EBAN IN BONN Jerusalem. — Aussenmlnister Abba E!ban reiste nach Bonn, um Israel bei der am vergangenen Dienstag .stattgefundenen Beisetzung des Altkanzlers Dr. Konrad Adenauer zu vertreten, der in der vorigen Woche im Alter von ßl Jahren verschied. Vor seiner Abreise kündigte Eban an, dass er bei dieser Gelegenheit mit dem deutschen Aussenminister Willy Brandt Zusammentreffen -werde. Dies wird die erste Aussprache zwischen den Aussenmini. stern Israels und der Bun desrepublik sein. (ITA) Todesnachricht j Tel Aviv. — Bin sefardi* scher Rabbiner, Chaoham Chai Wassal, der ein persönlicher Freund Herzls war, starb im Alter von 104 Jah* ren in Tiberias. Rabbi Wassal stammte aus Tunesien und unternahm viele ausgedehnte Reisen, so auch nach Wien, 'WO er die Bekanntschaft Theodor Herzig machte. Seine Korrespondent mit Herzl wird in den zioni* stisohen Archiveri aufbe» I wahrt. (ITA*) DEPOSITOS en DOLARES con INTERESES COMPENSATORIOS l HVOULiO* *u 0«»TV P„oC o '.Tíifewjfev: F 3218TWO G WAHHlNCftltírlM). 8 idfifeon) r Ii ISSI r 32387360 G 6 6*Mwr aw NrrrtAt/yt/ikr /> Wfttrrt .\Mr. m \ y 11 o w W- ViTi Depósitos en dólares a plazo fijo, con intereses compensatorios? Operaciones con el exterior en dólares. Compra de dólares y venta de dólares. Los miembros del Directorio, del Banco Comercial de Buenos Aíres, le asesorarán sobre cual es su mejor operación. OPERACION DOLARES: un servicio ton “algo más" del Banco que siempre ofrece “algo más” BANCO COMERCIAL DE BUENOS AIRES Casa Central: Corrientes 2037 Agencia N9 1: Av, San Martin 1951