Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2213 (14.4.1967)
- Date
- 1967-04-14
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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semana israelita Año XXVHI. — N* 2213 — «ÎÏ >í. > ■íí; e>- oetíi *[blic* 11 vo0 «nea w öie ^htii »d«re ÜC(J ief die «Ikon *?be- Grj.!«n. ■ die 8Pra. Nen Shiû Na. •& i¡«in «sin. ^GKSsTT^Se'ÄEiSr^Tsw I A Sa. Sen Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) seine antijüdische Vorfälle, die sich letztens an verschiedenen Orten ereigneten, und machten den Vorschlag, dass derartige Vorkommnisse ständig der DAIA gemeldet werden sollen, damit diese laufend unterrichtet sei und für die Abwehr jeglicher Angriffe auf die Juden sorgen könne. Allgemein wurde dem Wunsch Ausdruck verliehen, des öfteren Sitzungen mit Repräsentanten aus dem Innern z. B. allmonatlich, abzuhalten. Ueber diese Anregung soll in Bälde ein endgültiger Beschluss gefasst werden. Weizmann-Institut ehrt Prof. Houssay Anlässlich des 80. Geburts tages von Prof. Bernardo A. Houssay, der vor nunmehr 20 Jahren mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde, besuchte eine Delegation des Argentinischen Comités des Wissenschaftlichen Weizmann-Instituts den Jubilar. Die Delegierten, an deren Spitze der Präsident des Comités. Bseribano Abraham Maler, stand und zu denen der Kulturattaché der Israel- Botschaft Arieh Bustan und die Professoren Enrique Strajaan und Isidoro Ricardo Steinberg sowie Dr. Mauricio Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ GENERAL OVANDO CANDIA, der Oberbefehlshaber der bolivianischen Streitkräfte teilte mit, dass der Widerstand der Guerilla-Krieger gebrochen sei. — GABRIEL VALDES, Chiles Aussenminister, wird dem Antrag widersprechen, dass die Präsidenten-Konferenz sich mit dem Problem der Guerilla-Krieger beschäftigt, die angeblich in verschiedenen amerikanischen Ländern tätig sein sollen. — DIE UN-Delegation zog sich aus Aden zurück und beschuldigte Grossbritannien, Schwierigkeiten gemacht zu haben. — HUBERT H. HUMPHREY, der amerikanische Vizepräsident, der verschiedene europäische Länder besuchte, wurde in Paris besonders unfreundlich empfangen. — EINE NEUE politische Linie der Vietnam-Politik werden die kommunistischen Länder auf einer Konferenz in Karlsbad festlegen. — U THANT, Generalsekretär der UN, hatte eine erneute Rücksprache mit dem Papst. — GEORGE POMFIDOU steht auch an der Spitze der neuen französischen Regierung. — DIE UNTERSUCHUNG des Staatsanwaltes Jim Garrison über die Ermordung des Präsidenten Kennedy zieht immer weitere Kreise. — DIE AFRIKANISCHEN Nationalisten forderten, wie Kairo mitteilt, schärfere Massnahmen gegen die Regierung Ian Smith in Rhodesien. — GENEARL GESTIDO der Präsident Uruguays, forderte alle Bürger des Landes auf. bei der Ueberwindung der bestehenden Schwierigkeiten zu helfen. — MAO TSE TUNG, der oberste Leiter des Roten China, macht die letzten Anstrengungen, um Liu Shao Chi zu eliminieren. — DHE KAEMPFE in Vietnam haben in der vergangenen Woche an Heftigkeit zugenommen. — SULE1MAN DEMIREL, türkischer Premier, präsentierte dem Präsidenten Cevdet Sunay sein zweites Kabinett. — HOLLAND hat nach siebenwöchiger Krisis eine Koalitionsregierung, an deren Spitze der bisherige Verteidigungsminister Piet de Jong steht. — FUER DEN ERNSTFALL sei Rotchina nicht vorbereitet, stellte das bekannte Strategische Institut in London fest. — IN INDONESIEN werde es keine Militärdiktatur geben, erklärte der interimistische Präsident General Suharto. — ERSTMALIG seit der Revolution von 1917 dürfen sowjetische Kinder biblische Geschichten lesen. — AUCH IM brasilianischen Urwald werden jetzt Guerilla- Krieger gesucht. — CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzad» legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch; STAMPS CENTER »4 Allenby R4. — TEL AVIV — P.O.B. 4444 Kohen gehörten, beglückwünschten Prof. Hous6av zu seinem doppelten Jubiläum. Gleichzeitig teilten sie ihm mit, dass das Wissenschaftliche Weilzmann-Institut in Rechowot in seiner letzten Sitzung einstimmig den Beschluss fasste, ihm den für das Jahr 1967 bestimmten „Preis für Wissenschaften und Humanismus“ in Aner kennung seiner langjährigen und hervorragenden Verdienste für den Fortschritt dei Wissenschaft zu verleihen. Technion Die argentinische Organisation der Freunde des Haifaer Teohnions verschickte eine instruktive Nummer ih- -rer Zeitschrift, die in Israel erscheint und einen Einblick in die vielseitige Tätigkeit dieses bedeutsamen und für den Aufbau Israel überaus wichtigen Wissenschaftlichen Instituts gibt. — Nähere Informationen erteilt die Asociación Argentina Teenion, Paraguay 1535, in Buenos Aires. Bikur Joilim Die jüdische Hilfsorganisa. tion zur Betreuung von Kranken „Bikur Joilim“ hat einen neuen Jahresbericht vorgelegt, den zu lesen für die gesamte Kollektivität interessant ist. Bikur Joilim, eine Organisation, die bereits über 70 Jahre besteht und ein Werk der Hilfsleistung für diejenigen, die es benötigen, vollbringt, darf die volle Anerkennung und Unterstützung aller Kreise für sich beanspruchen. Ueber alle Ein zelheiten informiert der Bericht des Präsidenten der Institution und die übersichtlichen Bilanzen. — Empfang im Weltkongress Die Lateinamerikanische Exekutive des Jüdischen Weltkongresses führte einen Empfang zu Ehren des Gastes des argentinischen Judentums. des Herrn Rabbiner Mordechai Kirschblum, durch, zu dem auch Vertreter der jüdischen Gemeinde aus Montevideo erschienen waren. Mit geistreichen und herzlichen Worten der Begriissung schilderte der ständige Delegierte des Kongresses in Lateinamerika, Mark Turkow, den Anteil an der Arbeit des Weltkongresses, den Rabbiner Kirschblum nimmt. Er berichtete u. a. von seiner Begegnung mit Dr. Kirschblum in der Synagoge von Helsinki, um zu zeigen, ^welche Tätigkeit Dr. Kirsdh- *blum überall ausübt, wohin er kommt. Rabbiner Kirschblum selbst unterstrich in seinen Ausführungen die Bedeutung, die dem JWK zukommt, der einzigen demokratischen Weltorganisation des jüdischen Volkes ausser der zionistischen Bewegung. Er ermunterte die Anwesenden, sich für die grossen und schwierigen Aufgaben einzusetzen, deren Lösung vom jwk erwartet wird. Gedenkstunde Am Montag, den 17. April, am Jahrzeittag des verehrten ¡Rabbiners Dr. Hermann Klein findet in der Synagoge der Achdus Jisroej (Moldes; das traditionelle Lernen aus den Werken des Herrn Rabbiner Klein um 20 Uhr 30 statt. Im Anschluss daran wird der Rabbiner Oppenhei mer des vor 25 Jahren am gleichen Tage ums Leben gebrachten Hamburger Oberrabbiners Dr. Josef Carlebach gedenken. Medizinische Fakultaet in Buenos Aires Die Vereinigung graduierter Aerzte der medizinischen Fakultät in Buenos Aires führt einen Kurs „Herzkrankheiten und Kardiologie“ unter der Leitung von Prof. Dr. Isaak Berkonsky, dem Chefarzt der Abteilung für Herzkrankheiten des Jii dischen Hospitals Bsra durch Die theoretischen und praktischen Kurse finden im Jüdischen Hospital statt. Die Kurse werden von ken Aerzten Prof. Dr. Isaak Berkonsky, Dr. J. Basenberg, Dr. J, Berkonsky, Dr. A. Bronstein, Dr. H- Drelitschmann. Dr.. Favelukes u. a. abgehal ten werden. Ausserdem betei ligen sich die Chirurgen Dr. M. Kaplan, Dr. Leiro und Prof. Dr. Seiapetti als Vortragende. Jüdisches Hospital Im Jüdischen Hospital wurde eine neue Abteilung für Orthopaedie unter der Leitung von Prof. Dr. Blumen feld eingeweiht. Diese Abteilung mit den modernsten Apparaten ausgestattet, ist eine Stiftung der sefardischen Familie Levi gemäss eines Testaments ihrer Eltern Rafael und Baruchel Levi, die jahrzehntelang eine der aktivsten Mitarbeiterinnen der Frauengruppe des Hospitais Esra war. Durch diese Stiftung war es auch möglich andere Bauarbeiten durchführen zu lassen. An der Feier beteiligte sich der Kultur-Attache der israelischen Botschaft. Dr. Arie Bustan, der schöne Worte füi diese edle Tat fand. Die Station wird mit den modernsten Apparaten ausgestattet und hat eine Aufnahmefähigkeit von 23 Betten, die immer zu zweit in jedem Zimmer zur grösseren Bequemlichkeit der Kranken aufgestellt sind. Alle notwendigen medizinischen Instrumente zur Behandlung orthopädischer und traumatologischer Kranke sind vorhanden. Die Kosten der Bauten und Apparate belaufen sich auf einige Millionen Pesos. Musik in Buenos Aires Brand London. — Zehn Mitglieder der zionistischen Arbeiterjugend Bewegung Habonim mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden und 23 wurden leicht verletzt als ein Autobus in Brand geriet,, der die jungen Leute von einem viertäg'gen Besuch in einem zionistischen Schulungslager nach Hause beförderte. Die Schwerverletzten wurden mit 15 Ambulanzen in die Hospitäler von drei Städten g? bracht, wo ihr Zustand als „nicht besorgn serregend“ be zeichnet wurde Der Zwischenfall ereignete sich in Westmoreland auf dem Wege von der Farm Da vid Eder in Sussex nach Glasgow. Augenzeugen be- MENOTTIS „KONSUL“ WIEDER IM T. COLON Wir alle kennen sie. jene Magda Sorel, die im Konsulat Tag für Tag von der hartherzig-uninteressierten Sekretärin abgewimmelt wird, die seit Monaten vergeblich den Konsul selbst zu sprechen versucht, deren Name täglich neu gefragt wird deren Angelegenheit in der Kartothek zwischen Sarenson, Seligman. Sokoloff ruht, die Formulare über Formulare stets neu auszufül en hat, und die schliesslich in einem ohnmächtigen Verzweiflungsausbruch ihre Daten der Sekretärin ins Gesicht schreit: Name? Frau! — Alter? Jung noch! — Haarfarbe? Grau! — Augenfarbe? Tränenfarbe! — Beruf? Warten, warten, warten... Der Dichterkomponist Gian Carlo Menotti, Italo-Amerikaner und Nichtjude, flog kurz nach Kriegsende von Rom nach New York. Neben ihm sass eine verängstigte alte Frau, deren Haut so dunkel war wie die Erde ihrer si zilianischen Heimat. In der Hand hielt sie einen zerknitterten Brief, welcher sie ans Sterbebett ihrer Tochter nach den Staten rief; verängstigt, scheu, weltfremd, hockte sie, und niemand verstand ihren Dialekt. Wegen fehlender Papiere wurde sie dann von der Einwanderungsbehörde zurürkgehalten. — Menotti beschloss, das Lied dieser nn beholfenen Greisin zu singen deren Schicksal ihn zutiefst aufgewühlt hatte. Zum Sicheinleben in das Ambiente richteten, dass der Autobus plötzlich in Flammen und Rauch stand. Die Jugendlichen zertrümmerten die Fenster und sprangen ins Freie, einige von ihnen mit brennender, Kleidern und Haaren. Diejenigen, die Verletzungen davontrugen, wurden in einem nahe gelegenen Anwesen von dessen Besitzerin Harriet Steel verbunden, die B:ttiicher zerriss. deren Streifen sie als Verbandstoff benutzte. Die Frau erzählte später, der Anblick der Jungen in den brennenden Anzügen sei entsetz'üch g-wesen. (ITA) setzte er sich zwischen die Bittsteller in einem Konsu. iat. Und dort erlebte er wissentlich zum ersten Mal das schreiende Unrecht. das überall in dieser Weit den Verfolgten, Mittellosen und Entrechteten beschieden ißt. Der Künstler sang nicht nur das Lied jener alten Sizilianerin er sang unser aller Schicksal. Noch 16 Jahre nach seiner Uraufführung springt uns dieser „Konsul" fürchterlich und grausam an. Leider ist die Musik einem so starken, dramaturgisch gesehen enorm tlheaterwirksamen Libretto nur teilweise gewachsen. Die Partitur ist oft billigen Mitteln wird eingeschickt und originell, aber mit.telmässig komponiert. Mit drucksvoller Verismus beschworen, im Gegensatz zu den Linien des Textbuches wurde das Pentagramm oberflächlich beschrieben: immerhin ist die Synthese geglückt. Sofia Bandin in der Hauptrolle der von der Gestapo schikanierten „Magda Sorel“, die das rettende Visum nicht erhält und den Gashahn aufdreht, wurde von Sofia Bandin — unbegreiflicherweise mehrere Jahre vom Colon abwesend — sich in die tragische Rolle restlos einfiihlend, ganz herveragend gesungen. Sie hatte minutenlangen Applaus auf offener Bühne. Isabel Casev war die kalte, abweisende Konsulatssekretürin in Wort und Ton , par excellence“, Luisa Bartoletti als Mutter Angel Mattiello („John Sorel“) Ricardo Catena (Agent der Geheimpolizei) und der Zauberer von Hunberto Di Toto waren gleichgut in ihren Rollen, und die episodisrhen ausreichend besetzt Cecilio Madanes führte log sch durchdachte Regie innerhalb der schon bekannten Szeno graphie von Hector Basaldua, und Juan Erilio Mailini am Pult war dem wohlklingenden Colönorchester und den Solisten ein zuverlässiger, anspornender und temperamentvoller Dirigent. Diese zweifelsohne bisher toste Opernaufführung der Herbstsaison errang sich von Akt zu Akt steigernden Beifall. Curt B. M. Weissstein M A11P JUAN JULIUSBURG 73 1148 BLANCO ENCALADA 1648 ESTUDIO PASTEUR 25'4 . 2? y 5“ pisos uv, ««-m# tan » «uenos aires ciencms económicas contador** públicos nationale* consultores de 'empresmi ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES J ANONIMAS -i Fiambres Finos “FRIG UINCIA ” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA