Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2213 (14.4.1967)
- Date
- 1967-04-14
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Viernes, 14 «le Abril de 1967 JllDISCBk W O C H E N g C H A li An« XXVIII. — m »13 Ereignisse der Die Brücke zur Zukunft Wenn hier bereits in de: vergangenen Woche an ged utet wurde mit welchem Enthusiasmus der letzte Kinus (Konvention^ der argentinischen Einheitskampacne eröffnet und durchgeführt wurde. so stehen selbst die ge übten Beobachter vor der Frage worauf diese Brgeisterung zurückgeführt werden muss. Waren doch im Gesen •»atz zu früheren Jahren Tau sende erschienen, um bei der Eröffnungsveranstaltung an wesend zu sein, auf der Bot Schaffer Alon und Rabbiner Kirschblum sprachen. S:= ianden ein begeisterungsfähi »es und zur Begeisterung be leites Publikum vor. das ihren Ausführungen mit der gebotenen Ruhe folgte, obwohl Hunderte in den Gangen stehen mussten und dort stundenlang geduldig ausharrten. Noch überraschender war der Kinus selbst, der a;n Sonntag (vor acht Tagen, bei einem sintflutlichen Wetter vor sich ging. Wenn über 600 Delegierte und Gäste bei solchem Wetter nach Ramos Mejia gekommen waren, so dürfte allein diese Tatsache beweisen, mit welchem Ernst W)n den Verantwortlichen die Aufgabe der Einheitskampag- »e aufgenommen w rd. Die Berichte, die Debatte Und die sonstigen Reden standen auf hohem Niveau und spiegelten die Besorgnis wider. die Arbeit durch geeignete Methode zu intensivieren und zu einem grösseren Erfolg zu führen. Die Teilnahme jüngerer Menschen dürfte ebenfalls als erfreulich verzeichnet werden. fieue Leitung Die Wahlen brachten die einstimmige Annahme der neuen Leitung, die sich wie folgt zusammensetzt: IVäsident: Dr. Hardi Swarsensky ¡Vizepräsidenten: Julie Kleiman, Federico tJachimowicz, Jacques Misra hi, Saul Patrich und Isaae Mißrach. — St relär: Dr. Raul Malimovca Prosekrefäe: Samuel Kivatinetzund Meer Aizenberg Sekretär fiir die Provinz; Ricardo Gordon Prosekretäre fiir die Provinz: Isaac Pojomowsky und Alejandro Gutentag Schatzmeister; Moisés Lebendiker Abraham Talkowski und Salomon Katz Stellvertr. Schatzmeister; Moisés Reist, León Rabinovich und M. Soherbakowsky. Beisitzer: Isaak Levin, Escribano Abra harn Maler. Dr. Juan Klepetar. Isaac Bennek. Isaac Tussie. ein Vertreter der DESA. Nataniel Gorenberg, Ei' co Neuberger. Salomon Finkeistein. Salomon Burbinsky David Kulakowski, Marcos! Daien Julio Spitzmann, Bo- { ruch Ismach. Salomon Gutman. Moisés Lifsz.vc. Naum Rosenblat. Ing. Saul Rabinovich, Enrique Himmelnlau. Kurt Hamburger, Menachem Borger. Jacobo Wais. Aron Knobel und Leiba Szmukler. Kassenrevisoren: Dr. Moisés Kötzer. Simon Wilhelm und Max Starkman. Besonders Eingeladene: Dr. Gregorio Topolewsky, Mark Turkow, Sam Mallaii. Emilio Gutkin und als Delegierter der Jew.'sh Agency, Iser Ben Zwi. — Der alte Präsident wurde vom Tagespräsidenten, Dr. Tobias Kamenszain, sehr herzlich verabschiedet, der neue Präsident mit Worten der Anerkennung beglückwünscht. Wenige Tage nach dem Kinus fand die Amtsiibergabe statt. Die Arbeit Bei dieser Gelegenheit führte der neue Präsident der C. U. in Argentinien u. a. folgendes aus: In der Einheitskampagne sind alle vereinigt Menschen verschiedener politischer Gruppierungen und Parteien, Menschen verschiedener Sektoren und Interes Woche sen, Menschen verschiedener ideologischer Richtungen, aus allen Kreisen und Berufszweigen. Alle dienen nur dem einen Ziel, der Einheitskampagne. dem Keren Hajessod. der ein Arm der Zionistischen Bewegung ist. mit dessen Hilfe das grosse Ideal seine Verwirklichung erfah. ren soll. Deswegen ist die Einheitskampagne weder ein Unternehmen noch eine Bank, sondern eine Bewegung, eine Volksbewegung die in alle jüdischen Häuser der Republik den Gruss, die Nähe die Wirklichkeit utü den Ruf Israels bringen soll. Die Einheitskampagne ist nicht nur ein Instrument de.: I Zionistischen Organisation zum Sammeln von Fonds, sondern sie ist ein Instrument der Zionistischen Bewegung, jeden Juden zur Mitarbeit an den jüdischen Auf gaben unserer Zeit zu ermahnen und Jiidischkeit m jedes jüdische Haus zu bringen. In diesem Geist und mit! diesen Absichten und Zielen forderte der neue Präsident die zahlreichen Anwesenden zur aktiven Mitarbeit auf. Jetzt seien genug Worte gewechselt und genug Reden gehalten worden, die Zeit für die Schaffung von Tatsachen sei gekommen: Vom Gefühl für Israel soll man zum Opfer gelangen, von der Sympathie zur Identifikation vom Wort zur Tat. In diesem Sinne und unter diesen Pa rolen werden wir den argentinischen jüdischen Jischuw mobilisieren, damit auch er eine Brücke zu Israel und damit zu einer glücklichen Zukunft schlage. — Inzwischen wurde die prak tische Arbeit aufgenommen Veranstaltungen in der Bun i Zu Beginn des Zweiter Weltkrieges wohnte:, etwa 50.000 Juden in Tripolis; die meisten Vorfahren waren im 17. und 18. Jahrhundert aus Livorno gekommen. Vor ihnen hatten spanische Juden die wegen der Inquisition ihr Land verlassen mussten, hier Aufnahme gefunden Di:se beiden Gruppen gingen im Laufe der Jahrhunderte in einander auf. Muttersprachen sind meist italienisch und arabisch. Oberrabbiner isf Baruch Baranes. Die Juden in ganz Libyen sind in Tripolis konzentriert, heute insgesamt 5.000. Sie sind Bürger zweiter Klasse. Sie können keine neuen Geschäfte erwerben, es sei denn ein Libyer habe einen kontrollierenden Anteil; sie können keine Beamte werden und kein öffentliches Amt bekleiden. Libyen gehört zur Arabischen Liga und unterhält deshalb keine Beziehungen zu Israel, jedoch werden teil, an denen insbesondere der Gast des argentinischen Judentums, Herr Rabb. Dr. Kirschblum, teilgenommen hat. — 50 Jahre BalfourDeklaration Anlässlich des bevorstehenden 50. Jahrestages der Balfour-Deklaration, durch die Grossbritannien das Recht des jüdischen Volkes auf Errichtung seiner nationalen Heimstätte auf dem Boden seiner Vorfahren anerkannte und die die Grundlage für die Gründung des Staates Israel bildete, hat das Argentinische Comité für das Wissenschaftliche Weizmann-Institut Edwin Samuel, den Sohn des ersten britischen Hochkom. missürs in Palästina, Lora Herbert Samuel, nach Argentinien eingeladen. Der Gast wird im Juni in Begleitung seiner Gattin hier eintreffen, um an einem zu diesem Jubiläum eigens vorbereiteten Programm teilzunehmen. Viscount Samuej kam zum ersten Mal im Jahre 1917 als Chef der Artillerie nach Palästina. Später diente er bei Beziehungen mit Bonn trotz des gegenteiligen Beschlusses der Liga aufrechte» halten. Die Bundesrepublik ist nämlich der grösste Abnehmer des libyschen Gels. Als Libyen am 18. Dezember 1951 durch einen UN-Beschluss gegründet wv-de. stimmte Israel dafür. Damals wanderten etwa 30.000 Juden nach Israel aus. Als im Jahre 1956 der Sinai-Feldzug geführt wurde, setzte zufolge des arabischen Fanatismus eine weitere Auswanderungswelle ein. Rabbi Baranes, der diesen Auszug damals organisierte, wurde vor Gericht gestellt und erhielt eine bedingte 5jährige Gefängnisstrafe. Die Auswanderung ist heute noch möglich, aber ohne jede Mittel und jedes Gepäck. Da Juden aber Unternehmer und Vertreter sind und ihre Unternehmen im ölreichen Gebiet tielweise florieren, haben sie keine Lust, das Land „nackt" zu verlassen. Die erfolgreicheren Familien unterstützen die ärmeren, so dass auch diese bleiben. Mit Hilfe der bemittelteren Kreise wird jetzt eine Synagoge gebaut die aber keinerlei äussere Anzeichen einer solchen haben darf Es ist keine Schule und auch keine Bibliothek im neuen Gebäude vorgesehen. Ete gibt in Tripolis weder eine Jeschiwa noch eine Religionsschule oder überhaupt jüdische Sozialorganisationen. Das jüdische Gewissen ist gering, da es nur eine Anzahl Privatstunden für die Barmizwa gibt. Mischehen sind beinahe unbekannt Die drei Synagogen der Stadt haben einen geringen Besuch bis auf die Hohen Feiertage Es gibt aber sechs Koscher- Lebensmittelgeschäfte und das allgemeine Leber geht in einer gewissen Toleranz vor sich. Edwin Samuel zur Schaffung der Jüdischen Legion bei, in der auch Jizohak Ben Zwi, Dtavid Ben Gurion und Levi Eshkol kämpften. In den britischen Kolonialdienst trat der Viscount im Jahre 1920 ein und gehörte ihm 28 Jahre lang an. Nach seinem Austritt widmete er sich dem Lehrberuf und ist gegenwärtig Professor für politische und verwaltungstechnische Fragen an der Kaplan-Schule für Oekonomie und Sozial- Wissenschaften in Jerusalem. Er ist auch der Verfasser ver schied euer Bücher über politische Administration und ökonomische Probleme Israels und andere mit seiner Spezialität im Zusammenhang stehende Themen. Von der DAIA Die Exekutive der DAIA hielt eine Besprechung mit den Vertretern ihrer Zweigstellen in Bahia Bianca, Cordoba Corrientes, Tucumán, Mar del Plata. Monte Grande, Paraná. Rivera, Rosario, Santa Fe und Zarate ab. Bei dieser Gelegenheit wurd«3 über die Arbeit im Landesinnern und die ersten organisatorischen Massnahmen für die baldige Territorialkonven tion der Dachorganisation beraten. Einleitend berichtete der Präsident der DAIA, Dr. Isaae Goldenberg, über die Schabbat Hagadol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7 Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken an den Aufstand im Warsohauei Ghetto (27. Nissan) Vom Haatzma’ut Lag Se’Omer Erew schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiva assar b’Tamus Erew rischa be’Aw Fasten Tischa be’Aw Erew Rosch Haschana gegenwärtige Lage und ihren Einfluss auf das jüdische Leben im Lande. Er bedauerte, dass bei weitem die meisten jüdischen Führer ihre Augen vor der Realität verschliessen und diese zu ignorieren bemüht seien. Sekretär Herzl Gesang gab einen Ueberblick über die in letzter Zeit von der DAIA unternommenen Schritte und erwähnte die Aufnahme engerer Kontakte mit internationalen jüdischen Organisationen, insbesondere mit. der Bne Brit. Nach einer längeren und angeregten Debatte über die bevorstehende Territorialkonvention wurde einstimmig beschlossen, diese in Alta Gracia in Cordoba abzuhalten. Zur Wahl der Themen, die bei dieser Tagung zur Sprache gelangen sollen, wurden verschiedene interessante Vorschläge unterbreitet. Die Versammelten waren sich einig, dass die Veran. staltung der einzelnen Gedenkfeiern für den Aufstand im Warschauer Ghetto, die in diesem Jahre im Landesinnern geplant sind, möglichst am 7. Mai (27. Nissan) stattfinden sollen, um den Eindruck dieser Kundgebungen zu verstärken. Die Vertreter aus den Provinzen informierten vor Abschluss der Sitzung über einiFortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) Sonnabend, den 22. April Montag, den 24. April Dienstag, den 25. April Mittwoch, den 26 April Montag den 1. Mai Dienstag, den 2. Mai Sonntag, den 7. Mai Montag, den 15. Mai Sonntag, den 28 Mai Dienstag, den 13. Juni Mittwoch, den 14. Juni Donnerstag, den 15 Juni Dienstag, den 25 Juli Montag, den 14. August Dienstag, den 15 August Mittwoch, den 4. Oktober BIBLIOTECA POPULAR JUDÍA Publicaciones del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Munndial CORRIENTES 1979 BUENOS 4IRES Colección: HECHOS DE LA HISTORIA JUDIA L Menajem Bore-isho: LA HISTORIA DiEL IDT3CH 2. Teodoro Herzl: EL PRIMER CONGRESO SIONISTA Colección: GRANDES FIGURAS DEL JUDAISMO 1. Samuel Roilansky: Scholem aleijem 2. Natán Gesang: yehüda halevi 8. Simia Sneh: SCHMUEL IOSÍEF AGNON é. León Dujovne: MAIMONIDES 8, Nahum Goldmann: TEODORO HERZL fl. Schalom Rósenberg’ FILON DE ALEJANDRIA Bibliografía de Temas Judíos en Castellano iiiiiiiiiiiiiiiiHHumimiiiimmmiiiimimimmmiimnmiimimumimmwimmiimmmii mías di & der politischen Spionageab- . , , , , , wehr und schliesslich in der deshauptstadt und Provinz | Armee des berühmten Gene durchgeführt und in PriyaJj; rals Aüenhv häusern Empfänge abgehal- I Im ersten Weltkrieg trug Die Juden in Tripolis GABRIEL HORENCZYK dankt auch im Namen seiner Eltern allen Freunden herzlichst für die ihm zu seiner Bar Mizwah so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten. Neuerscheinungen des Verlages „OLAMENU“ TEL AVIV POB 3o02 SOEBEN ERSCHIENEN: HUGO GOLD: Geschichte der Juden in Wien. Das Standardwerk der Jüdischen Geschichte Wiens. Hunderte Illustrationen. Grossoktavformat.us$ 20.— K. J BALL-KADURI' Vor der Katastrophe. Das Leben der Juden in Deutschland (1934 bis!939).US$ 5,— Dr. E. J GOERLICH: RUTH, Geschichte eines Wiener jüdischen Mädchens ..... 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