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Jüdische Wochenschau · 1967-04-07 · 2212 (7.4.1967) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2212 (7.4.1967)
Date
1967-04-07
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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i it Afcrfl âe Año XXVIII. — N’ 2212 — J LA REMARA ISRAELITA Ereignisse der Woche ♦Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) aus den von den Gemeinden und Organisationen ernannten Delegierten. OSE Argentina Die OSE-Schule für Krankenschwestern, die vom zuständigen Ministerium (Minis, terio de Asistencia Social y Salud Püblicca de la Naciön) anerkannte Diplome ausgeben darf, nimmt noch junge Männer und Mädchen auf, die sich dem Beruf der Krankenpflege widmen wollen. Nähere Auskünfte erteilt die OSE, Pringles 774 (T, E. 86-9098). — Ehrung der Nobelpreistrae ge r Der Nobelpreis für Literatur wurde im vergangenen Jahre zwei jüdischen Dich- ^>i*n und Schriftstellern zugesprochen, wobei bei der Preisverteilung ausdrücklich hervorgehoben wurde, dass in diesem Jahr absichtlich diesen beiden Juden der Preis zugesprochen worden sei. Die Preisträger waren bekanntlich der israelische Dichter Agnon und die aus Deutschland stammende, in Schweden lebende Dichterin Nelly Sachs. Die Verleihung des Nobelpreises an zwei so hervorragende Persönlichkeiten war Veranlassung genug, dass die Gemeinden und Organisationen unseres Sprachkreises eine gemeinsame Sonderveranstaltung durchführten, um sich selbst durch diese beiden Dichter zu ehren. Als Redner über Agnon war der israelische Botschaftsrat und Kultur-Attache Arie Bustan gewonnen worden, während Prof. Günter Ballin über Nelly Sachs sprach. Beide Ansprachen standen auf einem hohen Niveau. Die Redner sprachen in der Landessprache, sodass man hätte erwarten dürfen, dasss die Beteiligung der „zweiten und dritten“ Generation stärker gewesen wäre. Es ist bedauerlich, dass die Eltern und Aelteren nicht genügend Einfluss auf ihre Kinder zu nehmen imstande sind, damit sie wenigstens zu solchen wertvollen Vortragsabenden erscheinen. Schliesslich geht es auch unsere Jugend an, wenn zwei Juden mit dieser höchsten Auszeichnung geehrt werden. Mary Chwat s. A. ■In der vergangenen Woche verstarb nach längerer Krankheit Frau Mary Chwat, deren Tod in allen Kreisen eine tiefe Teilnahme gefunden hat. Mit ihr ist ein Mensch dahingegangen, dessen Leben im Dienst für seine Gemeinschaft gestanden hat. Seit ihrer frühen Kindheit setzte sie sich für die zionistischen Ideale ein. denen sie bis ans Lebensende treu gedient hat. In ihrem Wesen liebenswürdig und bescheiden, war sie immer zur Stelle, wo der persönliche Einsatz eines Menschen gebraucht wurde. Der JKG-ACIBA galten ihre Interessen von den Jahren der Gründung an. Sie war dabei, als das erste zentraleuropäische Comité des Jüdischen Nationalfonds geschaffen worden ist, an dessen Arbeiten sie unermüdlich teilnahm. Mary Chwats Namen ist ebenso mit dem Aufbau der zentraleuropäischen WIZO aufs engste verbunden. Sie war eine geraume Zeit hin. durch die Vizepräsidentin dieser Organisation, für deren Ziele und Aufgaben sie sich unermüdlich eingesetzt hat. Ihr tiefgehendes menschliches Verständnis für alle nationalen Fragen des jüdischen Lebens, wurzelte in einer echten Religosität, die auch die Quelle ihrer Hilfsbereitschaft und ihres bedingungslosen Einsatzes für Israel und den Zionismus gewesen ist. Sie wird allen fehlen. Ihre beispielhafte Arbeit wird nicht vergessen werden. Geschenk für Krankenhaus Das Jüdische Krankenhaus in Buenos Aires erfreut sich in weitesten, auch nichtjüdischen Kreisen der grössten Anerkennung. Viele Argentinier besuchen das Hospital und die Poliklinik, um Heilung zu finden. Das Hospital, eine der grössten jüdischen Institutionen des Kontinents, wird durch die Beiträge der Mitglieder und Protektoren erhalten. Eine grosse Anzahl von Mitarbeitern sind ständig um die Aufbringung der sehr erheblichen Mittel besorgt, die für das Hospital notwendig sind. Vor kurzem erhielt das Jüdische Krankenhaus die Spende des Herrn Alejandro Leonsky, der auf diese Weise seine Anerkennung der jüdischen Kollektivität und dem Hospital zum Ausdruck bringen wollte. Herr Leonsky schenkte ein Foto-Mikroskop für die Abteilung für Hautkrankheiten, die unter der CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 -1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd — TEL AVIV — P.O.B. 4444 Leitung des bekannten Arztes Dr. Aron Kaminsky steht. Die Schenkung entspricht etwa einem Wert von einer Million Pesos. Hierdurch wird durch den argentinischen Wohltäter vielen jungen Aerzten eine Möglichkeit für ihre Forschungsarbeit gegeben. Die Leitung des Krankenhauses hat in einer Sondersitzung Herrn A. Leonsky ihren Dank für die Stiftung ausgesprochen. Sefer Tora für Asuncion Wie auch an dieser Stelle seinerzeit gemeldet wurde, brannte der Aron Hakodesch der Synagoge in Asunción ab In den Flammen sind alle Tora-Rollen verbrannt oder beschädigt worden, deren Re ste in einer feierlichen Zeremonie auf dem Friedhof in Asunción beigesetzt worden sind. Für den Neubau trugen zahlreiche Gemeinden auf dem Kontinent bei, unter ihnen auch die CENTRA und die ihr in Buenos Aires angeschlossenen Organisationen. Inzwischen hat . auch der Waad Hakehillot ein Sefer Tora zur Verfügung gestellt, das von Rabbiner Shlomo Hamui und dem Sekretär des Waad Hakehillot, Herrn Hirsch Trivaks, persönlich nach Paraguay gebracht worden ist, wo es der Gemeinde übergeben wurde. Konzert Hilde Mattauch Am Montag, den 10. April, vormittags um 10 Uhr 45 wird über LRA — RADIO NACIO¬ NAL «ui Lieder-Reeital von Hilde Mattauch begleitet von der Pianistin Olga Kaplan übertragen, dessen Programm drei Uraufführungen jüdischer Künstler enthält.: Zwei L eder nach Gedichten der Nobelpreisträgerin Nelly Sachs, von Eva Sc'norr. Weiler (Gewinnerin des 1. Preises im internationalen Wettbewerb 3963 für Kom.ponistinnen (ausgeschr eben von Helene Rubinstein) und ein Lied von Erich Wolf (hier lebender Musikwissenschaftler und Organist), nach ei nem Gedüht von R. M. Rilke. Ausserdem stehen auf dem Programm Lieder von Hilda Dianda (Argentinien), Jan Mul (Holland) und Alban Berg (Oesterreich). Das Konzert wird vom „Círculo Musical Santa Cecilia“ veranstaltet. Der Kinus Trotz des furchtbaren Unwetters, das während des ganzen sonntags über Buenos Aires und Umgebung niederging, waren mehr als 500 Delegierte zu dem Kinus der Vereinigten Kampagne in der Schule Ramat Schalom, die sich in Ramos Mejia befindet, zusammengekommen, um die Probleme zu besprechen., mit denen sich diese Institution zu beschäftigen hat. Einzelheiten werden noch mitgeteilt werden. Zum Abschluss des Kinus wurden eine Reihe von Resolutionen angenommen, der vorgelegte Bericht und Finanzbericht bestätigt und die neue Leitung einstimmig gewählt. Zum Präsidenten der Kampagne in Argentinien wurde Dr. Hardi Swarsensky, zu Vizepräsidenten die Herren Julio Kleinman, Isaac Misrach, Saúl Patrich und Federico Jachimowiez gewählt. Generalsekretär wurde der Rechtsanwalt Dr. Malinowka Die weiteren Namen der Mit glieder des Präsidium des Zentralcomites werden wir in der nächsten Woche veröffentlichen. Blick in den Versammlungsraum der Konvention, die von der Vereinigten Kampagne in Argentinien am vergangenen Sonntag durchgeführt wurde. Musik in Buenos Aires ' ,ur TRIPTY CHON IM COLON „Die Kluge“ ist das uralte Märchen von dem König und der klugen Frau, welches Carl Orff durch seine bekannte linientreue Kraftdurchfreude-Musik — man muss die Dinge beim Namen nennen! — sterblich gemacht hat. (Uraufführung 1943 in Frankfurt!) Die an sich reizvolle Handlung ist viel zu lang ausgesponnen und ermüdet, wozu die platte eintönige Ostinato . Partitur nicht wenig beiträgt. Die Aufführung selbst (für Buenos Aires Premiere) liess nichts zu wünschen übrig. ..Der König“ fand im prachtvoll singenden Angel Mattiello einen glaubhaften Ausdeu ter. „Des Bauern Tochter (Die Klugewurde von Susana Rouco charmant gespielt und ausreichend gesungen. „Der Mann mit dem Esel“ war der glänzend interpretierende, musikalische Eugenio Valori. und nett die drei Vagabunden und kleinere Rollen. Die sehr originelle und flüssige Regie Martin Eislers betonte den hurnor vollen Märchencharakter d: s Machwerkes und fand in Rosalia Porto eine phantas e. volle, mit grossem Theaterspürsinn begabte Bühnen- und Kostümbildnerin Ebr-n. Roberto Kinsky waltete zuverlässig und tiberlegen am Pult und gab der italienisch gesungenen langatmigen Angelegenheit — soweit möglich — Schwung. Im geistreichen Sketoh „Hin* und Zurück“ ist Paul Hindemith vor 40 Jahren ein grossartiger musikalischer, verjazzter Scherz gelungen. Eine belanglose Kurzhandlung, die den eifersüchtiger. Gatten zu Mord und Selbstmord treibt, wird vom „Weisen“ (als „deus ex machi na“) gestoppt und bagatellisiert. Er fordert alle Beteiligten auf, den Gang der Ereignisse rückwärts zu erleben, was dann auch zum Gaudi des Auditoriums geschiert. „Robert“ (Eugenio Valori) und „Helene“ (Olga Chevaline) waren die hervorragenden Protagonisten der von Kinsky mit Schmiss und Verve dirigierten Aufführung. die Martin Eisler ge-ist- und humorvoll einstudiert hatte. (Gelungene Ausstattung; Sauio Benavente). Beiae Stücke wurden durch den unverwüstlichen „II Maestro Di Capelia“ von Dornenico Scarlatti - Cimarosa verbunden. Der „Dirigent“ fand in Walter Maddalena einen gut singenden, jedoch gehemmt agierenden Ausdeuter. Kinsky dirigierte als Schafsmilch Das israelische Mutterschaf hat mit einem Jahresdurchschnitt von 331,5 Liter rim Jahre 1966) den Weltrekord der Schafsmilch-Produktion erzielt. Dies erklärte der Vize-Generaldirektor des Land Wirtschaftsministeriums, M. Schalev, in einem Referat über die Tendenzen der Viehzucht in Israel Gegenwärtig gibt es 180.900 Schafe im Lande, davon 120.000 im jüdischen Sektor. Die Zahl der Ziegen beträgt 130.000, davon 100.000 im arabischen Sektor. Im vergangenen Jahr wurden 45 Millionen Ziegen- und Schafsmilch produziert. Ferner wurden 7.000 Tonnen Schafsfleisch produziert und 400 Tonnen Schafswolle gewonnen. wirklicher Leiter das auf den Brettern postierte, den ganzen Abend gut spielende Colönorehster aus dem Graben „von unten“ mit grosser. Umsicht. — Das Publikum, kalt bei Orff und freundlich bei Cimarosa, taute erst bei Hindemith richtig auf und überschattete die Künstlerschar mit Beifall. (Curt B. M. Weissstein MALERARBEITEN JUAN JULIUSBURG 73-1148 BLANCO ENCALADA I64C ESTUDIO PASTEUR . 2* y pito* US 48<m9 ■ 137J feiiNQi éifelî contadores públicos national** consultóte» de 'empresmi ESPECIALISTAS EM : : SOCIEÙADES ANONIMAS Æ Fiambres Finos -, “FRIGUINCIA MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD ff FRIGUINCIA 37^^^6301073349^ 74599995

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