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Jüdische Wochenschau · 1967-03-31 · 2211 (31.3.1967) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2211 (31.3.1967)
Date
1967-03-31
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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VfeMMU. *1 ét> ét ‘Um LA I E 16 A ft A IBKAELIT Añe XXVIII. — N« »11 — 5 Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) «egkeit in der jüdischen Geschichte erkennen, weil wir verstehen, dass unser jüdisches Dasein klaren Gesetzen unterworfen ist deswegen sagen wir JA zu diesem Schicksal und spenden nicht in frommer Einfalt oder in gnädiger Mildtätigkeit, sondern leisten unseren ernsten Beitrag im vollen Bewusstsein, dass wir damit zur Sicherung unserer jüdischen Existenz ■wo immer sie sich a-bspiele und entwickle, in derjenigen Form beisteuern, die uns durch äusserste Anstrengung unserer Möglichkeiten geboten und gegeben ist. Hätten die Juden seiner zeit den Ruf Herzls verstanden und ihn nicht als einen Träumer verspottet,, das jüdische Schicksal in Europa und der Welt wäre ein anderes gewesen. Es ist auch unsere Schuld, dass das europäische Judentum unterging. Diese Katastrophe wäre — zumindest in ihren ungeheuerlichen Ausmassen — zu verhindern gewesen, hätten die Juden die notwendigen Lehren und Konsequenzen aus ihrer eigenen Geschichte gezogen. Sie taten es nicht. So nahm das Verhängnis seinen Lauf. Gewiss hat sich die Welt grundlegend geändert. Aber weder sind die bewegenden Kräfte andere geworden, als sie vordem waren, noch haben sich die Leidenschaften abgewandelt, die seit Jahrtausendden die Triebfehdern liir menschliches Tun und Geschehen sind. Warum sollten also die Regeln und Gesetze nicht gelten, die mit Unerbittlichkeit zwischen den beiden Weltkriegen ihren Lauf nahmen? Sollen die Juden in det Welt verstehen, dass es auch heute in ihrer Hand liegt, unsere Zukunft auf sichere Grundlagen zu stellen. Je stärker der Staat Israel ist desto sicherer ist das Leben der Juden in dex Galut. Nicht das mächtige Amerika wird die Juden verteidigen, — und selbst unter Roosevelt wurde ihnen gegen Hitler von dieser Seite keine Hilfe, — sondern, das kleine Israel! Dieses Gesetz zu begreifen, ist das Gebot der Stunde! So sagte es der Dichter In Goethes Gedicht „Das Göttliche“, das mit den unvergänglichen Versen „Edel sei der Mensch, hilfreich und DAIA an Kardinal Caggiano Im Zusammenhang mit einer kürzlichen Kundgebung von Mitgliedern der Tacuara im Vorhof der Basilika San Francisco richtete die DAIA ein Schreiben Mi Kardinal Dr. Antonio Caggiano, in dem eingangs dem Erstaunen Ausdruck verliehen wird, dass eine derartige Veranstaltung, in der zu Hass und Gewalt aufgefordert wurde, vor den Toren eines Gotteshauses stattfinden konnte. Weiter heisst es u. a. in diesem Schreiben: ..... Wenn jemals eine ausgesprochene Inkongruenz zwischen dem Katholizismus und dem Nazismus bestand, so trat sie durch die Verfolgungen, welchen die Kirche zu wiederholten Malen seitens der Nazis ausgesetzt war, klar zutage. Es konnte kein Zweifel bleiben. dass die christliche Lehre die nazistische Brutalität nicht gutheissen konnte, und doch hat das II. Vatikanische Konzil es für notwendig erachtet durch eine Stellungnahme zu gewissen Punkten der Rassenlehre und der religiösen Verfolgung hierauf hinzuweisen. Die Kirche ergriff durch ihre höchste Autorität die Initiative, um ein für alle Male Missverständnisse auszuschalten, die nichts anderes waren al6 Triumphe des Glaubens an das Böse über den Geist des Guten. Eis wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Christentum unter dem Vorwand von Verschiedenheiten des Ursprungs oder der Religion keine Unterschiede aus Gründen der Rasse oder mit der Würde eines Menschen unvereinbaren Ideen predigen darf ..Daher erscheint uns ein Vorgang unwahrscheinlich. welcher zwar aus einem Dokument ersichtlich wird, nämlich aus einem Foto, das von verantwortlichen Presseorganen verbreitet worden ist. Die Zeitung „La Prensa“, die in einem Leitartikel (vom 12. 3. 67) das Wiederauftauchen der Nazis in Deutschland kommentierte. unterliess nicht, auf das Echo hinzuweisen, das diese Erscheinung in Argentinien findet. Das Foto bestätigt nur diese Voraussagen sowie die Unruhe, welche die Rückkehr zu Szenen hervorruft, die die Erinnerung an Episoden weckt, durch die ein schwarzes Kapitel der Geschichte der Menschheit, das diese so viel Schrecken und Blut kostete, gekennzeichnet ist...“ Die DAIA spricht schliesslich die Gewissheit aus, dass die Kirche Mittel und Wege finden wird, die antisozialen Elemente zu desavouieren, welche unter dem Mantel der christlichen Religion zu Hass und Gewalt aufrufen, und die Wiederholung derartiger Vorgänge zu verhindern. Das Schreiben trägt die Unterschrift des amtierenden Vizepräsidenten der DAIA, des Herrn Gregorio Fein.uersch, und ihres Sekretärs Herzl Gesang. gut!“ anfängt, finden wir die beiden Strophen: „Nach ewigen, ehrnen Grossen Gesetzen Müssen wir alle Unseres Daseins Kreise vollenden. „Nur allein der Mensch Vermag das Unmögliche: Er unterscheidet, Wählet und richtet; Er kann dem Augenblick Dauer verleihen“. — Das entspricht der grandiosen jüdischen Ideenwelt von den Möglichkeiten, die dem Menschen gegeben sind, von seinem freien Willen, das Gu- CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 j 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma te, das Richtige, das Bleibende zu wählen. Ist nicht in der Schaffung des Staates Israel die Wahrheit der Verse zu erkennen; „Nur allein der Mensch vermag das Unmögliche“. Der Idealismus, der Wille, der tiefe Glauben unseres Volkes an sich selbst, an sein Recht, an seine Zukunft Hessen das Unmögliche möglich, das Unwirkliche Wirk lichkeit werden, denn wir sind nach ehrnen Gesetzen angetreten und haben unsere Aufgaben als Menschen dadurch zu erfüllen, dass wir ihnen als Juden gerecht werden. DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd — TEL AVIV — P.O.B. 4444 Musik in Buenos Aires 2 KURZOPERN IM COLON Weniger verhei6sungsvoll als die Konzertsaison wurde die Opernspielzeit gestartet. Das „Intermezzo in 2 Akten“ — „La Serva Padrona“ (die Magd als Herrin) — ist ein reizvolles Werk aus der Feder des nur 26 Jahre alt gewordenen Giovanni Battista Pergolesi, (Anfang 18. Jahrhundert) , welches in seiner Streicherbesetzung mit Cembalo auch heute nicht seine Wirkung verfehlt, wenn ... ja wenn es sich um eine erstklassige Aufführung handelt, was hier nicht gegeben war. Walter Maddalenas üppiger, jedoch unkontrollierter Bariton („Uberto“) traf sich nur höchsc gelegentlich mit dem Orchester, Susana Roucos nicht immer frei fliessender Sopran („Serpina“) vermochte keinen Schwung aufkommen zu lassen. Die Regie von Constantino Juri war, wenn überhaupt wahrnehmbar, höchst dürftig, dagegen die Dekors und Kostüme von Hugo de Ana geschmackvol’ und farbenfreudig (Virgilino Tavim war ., Vespone“, der stumme Diener). * „II Signor Bruschino“ wur- Neue Israel-Briefmarken .íSr •hNTltiU •♦#»*4***« cty* 0f z+tx**** ‘ ’«.»'ft * "iss »»»»»•«*•*••** VS'PSifilHf-'; :lir > ■ Ein Satz, bestehend aus drei Werten zu 15, 40 und 80 aguroth zeigt die alten Häfen ron Akko, Caesarea und Jaffa. Mosche Stekelis gestorben Jerusalem. — Mosche Stekelis, ein berühmter Archäologe, welcher an der Hebräischen Universität einen Lehrstuhl für prähistorische Archäologie innehatte. verschied im Alter von 69 Jahren. Ek hat in Israel viele prähistorische Stätten ausgegraben. (ITA) de von Gioacehino Rossini 3 Jahre vor dem unsterblichen „Barbier von Sevilla“ komponiert, ebenfalls in wenige'1 Tagen. Wenngleich viele göttliche Funken darin aufblitzen, weist das zweiaktige Opus wenig Wertvolles auf. Auch hier muss eine hinrei chende Einstudierung die Schwächen überbrücken, was leider nicht der Fall war. Wenngleich die Regie von Onofre Lovero viel Schwung hatte und Bilder und Kostüme von Carlota Beitia — von den modernen Spielzeugbäumen abgesehen — anspra- , eben, war Maddalena auch hier („Bruschino Padre“ > nicht voll auf seinem Posten. „Gaudencio“ wurde von Ricardo Catena ebenso tonschön interpretiert, wie es Renato Sassola („Florville‘ i tat. Nilda Hufmann sang ■ und spielte eine kokett-neckische Sofia“, die beste Lei stung des Abends. Die klei-! neu Partien ausreichend besetzt. Das recht sauber klingende Colönorchester wurde von Enrique Sivieri in beiden Opern sehr zuverlässig diri : giert, der wiederholte Unstimmigkeiten mit den Voka listen überbrückte. Die Seccoi rezitaiive jedoch waren ex- : trem anggezogen und beeinträchtigte die Kontinuierlichkeit der Aufführungen. Es gab langen, freundlichen Beifall. Curt B. M. Weissstein 4L f UNEAS AEREAS OE ISRAEL Durante -su viaje en el exterior utilice la$ conexiones diarias de EL4L desde Nueva York a Europa, desde ' Nueva York a Israel, desde Europa a Israel, y viceversa Consulte a su agente de viajes o a EL 4L Representación o»r« Sudaménc*: Ma.pú 464 3® piso - Tel. 31-6937/7658 - Buenos Aires 1 PASTEUR 254 . 2' y 5“ pifo$ «L 4«-716».t373 f fllENOS AÍRES CI9IKI«S económicas, contadores pvbíttot natío na/es consultores de empretmt ESPECIALISTAS CN SOCIE0AÜE5 " ANONIMAS -„JA Fiambres Finos -v “FRIG UINCIA ” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA

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