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Jüdische Wochenschau · 1967-03-31 · 2211 (31.3.1967) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2211 (31.3.1967)
Date
1967-03-31
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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JÜDISCHE UIOM PUEYRREDON 21«0 — 1* i«». JfcJènuuïaJsA/ielUa T. E. 83 - 26 1 3 Ano XXVIII. »uenos .unes, viernbs st de marzo de i<w7 N" 2211 Im Labyrinth des Wahnsinns Durcheinander Es muss immer wieder der Vers<>ch unternommen werden. einen Weg; aus der Verwirrung der Geister in den vergangenen Jahrzehnten zu finden. Denn nur auf diesem Wege werden wir die Rückkehr TM radikalen, extremen und totalitären Vorstellungen und von diesen Ideen belebten Bewegungen vermeiden können. Zwei Begebenheiten der letzten Monate dürften gera. de auf diese Erscheinungen die allgemeine wie vor allem auch unsere eigene Aufmerksamkeit gelenkt haben, die in ihrer Art sehr verschieden sind, aber wahrscheinlich in einem viel stärkeren Zusammenhang miteinander stehen, als man dies auf den ersten Blick wahrhaben möchte: Die Erstarkung der NPD, der Natioualdemokratischen Partei Deutschlands, und das merkwürdige Gespräch, das »wischen einem Kardinal und einem Rabbiner in Köln geführt worden ist. Obwohl es sich hier um völlig voneinander verschiedene Begebenheiten und Erscheinungsformen des gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens handelt, werden beide Ereignisse durch die allgemeine Verwirrung der Begriffe, durch die fehlende Grundlage zur Beurteilung der Situation und durch das mangelnde Verständnis für die bewegenden Kräfte einer vermeintlich uutergegangeneu Zeit gekennzeichnet. ©s gibt eine Fülle anderer Beispiele, dass der Boden, auf dem die europäische Gesellschaft steht, wankend geworden oder geblieben ist. Di« Desorientierung der Jugend, ihre eigenartigen Versuche, neue Wege für das menschliche Zusammenleben zu finden und neue gesellschaftliche Werte zu schaffen, haben zu Erscheinungen geführt, die man selbst bei wohlwollender Beurteilung nur als die Verirrungen einer Zeit betrachten kann, die ihre Vergangenheit nicht zu überwinden vermochte. Das Chaos der Kriegsjahre, durch welche die bis dahin gültigen Werte in den Beziehungen der Menschen untereinander entweder erschüttert oder gründlich zerstört wurden, ist noch nicht durch eine alte oder neue Ordnung oder durch eine klare Zielsetzung abgelöst worden. Die europäische Jugend trägt das Antlitz einer degenerierten. von JE HU DA GOTTHEIMER entwurzelten, hemmungslosen, verzweifelten und zweifelnden farblosen Generation. die weder alt noch jung, weder männlich noch weib. lieh, weder entschlossen noch energielos. weder gläubig noch glaubensfeindlich ist, weil die ältere Generation nicht nur im Krieg oder in der Zeit vor der Zertrümmerung Europas versagte, sondern weil diese Gesellschaft der Erwachsenen nicht verstand, auf den Trümmern ihrer eigenen Gegenwart wenigstens eine Basis für die Zukunft einer anderen Jugend zu schaffen. In dieser zügellosen Richtungslcsigkeit liegt die Gefahr für Anarchie und Chaos oder für Diktatur und Faschismus, welche nur die entgegengesetzten Pole der glei ohen Dekadenz eines Zeitalters sind II. Doctor nazi causa In einer Schriftenreihe ,,Braune Universität“ erschien jetzt ein Baud über ,,Doktorarbeiten im Dritten Reich“, der nur beweist, wie weit Verblendung, Hass und opportunistische Spekulationen die „geistige Elite“ der deutschen akademischen Jugend in jenen Jahren des Verfalls getrieben haben. Zu der Frage, ob die Aberken nung der mit solchen Arbeiten zugesproehenen Doktortitel heute noch zweckmässig und berechtigt ist, wollen wir nicht entscheiden. Wenn man aber liest, welchen Schmutz manche Doktoranden produ ziert haben, kann man das Für Auslieferung Stangls Jerusalem. — Israels Regierung hat die Regierung Brasiliens ersucht, einem der drei Begehren auf Auslieferungdes Kriegsverbrechers Franz Stangl nachzukommen, der unter dem Naziregime Kommandant der Todeslager Sobibor und Treblinka gewesen ist. Dies teilte Ministerpräsident Levi Eshkol dem Kabinett mit. Das Ersuchen, dass Brasilien einem der von Oesterreich, Westdeutschland und Polen, unterbreiteten Auslieferungsanträge stattgeben solle, wurde nach Bshkols Aussage während einer Unterredung zwischen dem israelischen Botschafter S Di von und dem brasilianischen Aussenminister vorgebracht. Brasilianische Anwälte haben allerdings Zweifel geäussert, dass Stangl an irgendein Land ausgeleiert werden könne, da in Brasilien für alle Verbrechen eine Verjährungsfrist von 20 Jahren gilt. (ITAl Gruseln bekommen und tiefen Abscheu empfinden. Man braucht nur die „Arbeit“ einer Frau, namens Elisabeth Frenzei über ,,Die Gestatt des Juden auf der neueren deutschen Bühne“ zu lesen, um den geistigen Tiefstand der damaligen Zeit zu erkennen. Bin anderer Doktor. der es in der SS- und NSDAP-Hierarchie ziemlich weit gebracht hat, schrieb u. a.: „Der Qstgaiizier, der dikke. fette Jude, der Bonze, die Ballonmütze des Sozialdemokraten und das Grinsen des kommunistischen Untermenschen hatten sich dank der zielbewussten Aufklärung der Nationalsozialisten bald in das Gedächtnis der Massen eingegraben.. .“ Das ist nur eine Stilblüte Solcherart sind sehr viele, die in der Schriftenreihe „Braune Universität“ wiedergegeben werden. Auch die Doktorarbeit des späteren Bundesministers Dr. Hans-Joachim von Merkatz (Kabinett Adenauer) stellt eine bedingungs'txse Verherrlichung des Führers und seines Unrechtsstaates dar, obwohl Ton und Form im Vergleich zu anderen Elaboraten dieser Zeit gemässigt sind. Von Merkatz ist nicht der einzige braune Doktor, der in der Republik hohe Stellungen be kleidet hat. Natürlich handelt es siet nicht nur um die Kandida ten, die damals ihre Doktorarbeiten vorlegten, Sonden um die Professoren, die sie annahmen und befürworte (Schluss auf Seite 2) Hochkommissar für Menschenrechte Inditns Israel Politik New Delhi. — Die neue indische Regierung, deren Mehrheit nach den letzten Wahlen erheblich zurückging, dürfte Schwierigkeiten haben, um ihre gegen, wärtig anti-israelische Politik während der bevorstehenden aussenpolitischen Debatte im Parlament zu rechtfertigen. Aus gutinformierten Kreisen in Indien verlautete, dass die Oppositionsparteien eine Revision der Betrachtung der mit der Lage im Mittelasien zusammenhängenden Probleme verlangen dürften und es möglicherweise zur Wah' eines heuen Aussenministers kommen werde _ (ITA) Genf. — Vor der UN-Kom mission für Menschenrechte trat Israel für die Ernennung eilnes „Hochkommisärs für Menschenrechte“ ein. Das Verlangen stellte Israels Oberster Richter, Chaim H. Cohn, der in seiner Rede die „Politik der erzwungenen Assimilation“ verurteilte, ohne allerdings die Sowjetunion namentlich zu erwähnen. „Ein Hochkommissar für Menschenrechte wäre in der Lage, die geeigneten Untersu. ohungen anzustellen und gegen die Verletzungen gewisser Rechte und Freiheiten einzuschreiten, für welche im letzten Weltkrieg gekämpft worden ist. Mit dem Sieg der ver einten moralischen Kräfte der Grossmächte über die deutschen Uebermenschen hätte man annehmen dürfen dass die Diskriminierung gegen die Juden zu etwas Verächtlichem und Lächerlichem geworden sei. Doch diese Vor urteile blieben bestehen, trotz jeglichen energischen Einspruchs. Der Beweis hierfür :st derart eindeutig, dass kein Zweifel hieran aufkommen kann“, führte Oberrichter Cohn aus. „Ich beziehe mich nicht auf die physische Unterdrük kung“ fuhr er fort, „sondern auf den kulturellen Druck auf ein Volk. Man kann eine Diskriminierung auf sozialen- und wirtschaftlichem Gebiet vermeiden aber trotzdem Rechte und Freiheiten ver netzen, wenn einem Volk nicht erlaubt wird, seine eigene Kultur zu entwickeln, seine eigene Sprache zu sprechen. seine eigene Religion auszuüben und seine Schulen zu unterhalten. Die Propaganda ist derart erdrückend, dass man nicht durch Ueberredung wirkt sondern Furcht erzeugt, nicht Ueberzeugung sondern Panik hervorruft, kein freiwilliges Nachgeben erzielt, sondern nur erreicht dass die Menschen sich dem Druck beugen. Wir, die wir in dieser Kommission versammelt sind, müssen die Mittel und Wege finden, damit alle Nationen, auch die mächtigsten und angesehensten, wissen sollen, dass die Rechte aller Minderheiten von einer internationalen Gemeinschaft in Form eines Hochkommissariats überwacht werden.“ (ITA) DIE ABSTIMMUNG Trotz der hartnäckigen Opposition der Sowjetunion, deren Delegierter sich neuerlich antisemitischer Bemerkungen, im besonderen gegen den nordamerikanischen Delegationschef, Morris B. Abram, als Argument bedien te, nahm die UN-Kommission für Menschenrechte den Vorschlag an, das neue Amt eines Hochkommissars für Menscnenrechte anzuregen. Auf eine Debatte, die einen ganzen Tag lang währte, folgte die Abstimmung, die 20 gegen 7 Stimmen bei à Stimmenthaltungen ergab.Die USA, England und Israel stimmten mit der Mehrheit. Der sowjetische Block, der sich aus Russland, Polen und der Ukraine zusammensetzt, stand mit Jugoslawien, Irak, Indien und Aegypten in der Opposition. Frankreich und Nigérien enthielten sich der Stimme. Die Kommission zählt 32 Mitglieder. Die Resolution empfiehlt die Einsetzung eines Hochkommissärs für Menscher rechte Sie ist an den Sozial und Wirtschaftsrat der UI gerichtet, der sie seinerseit gutheissen und an die UN Generalversammlung verwei sen muss, damit dieser si endgültig in Kraft 3etzei kann. Im Laufe der Debatte grif der sowjetische Delegierte Ja kub Ostrowsky wie schon ei nige Tage zuvor den Che der USA-Delegation, Morri Abram, an und behauptete dieser würde in seiner Eigen soh&ft als Präsident des Arne rican Jewish Committee di- Interessen der Zionisten un< der Juden seines Landes ver treten, so dass er „Diene: zweier Herren“ sei. Abran stellte in seiner kurzen Ent gegnung nur fest, dass siel in den 2o Jahren, seit di; Kommission besteht, niemali ein ähnlicher Vorfall ereig nete und kein Delegierter j< auf die „religiöse Zugehörig keit“ eines seiner Kolleger verwiesen habe. Der Russe Ostrowsky wai nicht der einzige, der dai Wort Jude in die Debatt« warf. Der irakische Delegier te zog 45 Minuten lang geger das israelische Kommissions Mitglied, den Oberrichte, Chaim Cohn, zu Felde. Ei legte Cohn zur Last, dasi seine Regierung die Minderheiten anderer Länder be Schutzen wolle, während in Israel die arabische Minorität „unterdrückt* wird Oberrichter Cohn, der von Italien und Argentinien in diesem Falle unterstützt auf die Vorwürfe antwortet«, gab das- Versprechen ab, „dass Israel, im Gegensatz zu anderen Ländern, einem sol Die Rede des Kardinals r.m SKU IKCd) Das Gespräch, das Rabbiner Dr. Max Nussbaum mit dem Kölner Kardinal Frings geführt hat. stand im Mittelpunkt. lebhafter Auseinandersetzungen. Inzwischen hat der Kardinal auf einer Veranstaltung im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit eine lange Rede gehalten, die dem Thema „Das Verhältnis der Kirche zu den Juden im Lichte des II. Vatikanischen Konzils“ gewidmet war, und da« vom Kardinal mit äusserster Gründlichkeit behandelt worden ist. Gleich eingangs sagte er nach einer kurzen Wendung an die evangelischen Christen zu den Juden folgendes: „Und unsere jüdischen Brüder werden verstehen, das» wir Christen iti disem Land zugleich als Deutsche zu ihnen sprechen, dass atso eine doppelte Las) auf uns liegt: die Last dessen, was Christen — und vermeintlich sogar oft im Namen Christi — an ihnen gesündigt haben, und die Last dessen, was von Deutschen und im Namen des deutschen Volkes den Juden an unsagbarem Leid zugefügt worden ist.“ — Daun ging der Kardinal mit souveräner Sachkenntnis und nüchternen Darstellungen auf das Thema ein, auf di« Diskussionen, Erläuterungen. Feststellungen. Meinungsäusserungen und Ergebnisse der Beratungen des II. Vatikanischen Konzils, was selbstverständlich eine interne kirchliche Angelegenheit ist, die von den Juden nur zur Kenntnis genommen werden kann. Wir Juden haben natürlich zu den aufgeworfenen Fragen unsere eigene Stellungnahme, z. B. zur These von der religiösen Freiheit, über die Kardinal Frings interessante Ausführungen machte, mit denen wir allerdings nicht einig gehen können, soweit behauptet wurde, die Kirche sei immer für religiöse Freiheit eingotreten. De- Kardinal holt weit aus und berichtet von Kirchenvätern und Schriftstellern, die schon im 3. Jahrhuudert für die religiöse Freiheit eingetreten sind; er vergisst nur hinzuzufügen, dass die Christen damals in der Minderheit waren und für sich die Rechte reklamierten, die alle religiösen Minderheiten schon vor dieser Zelt verlangt haben. Dass jedoch die Kirche diese religiöse Freiheit den Juiien weitgehend vorenthielt, sagte der Kardinal schon nicht mehr. D*e von ihm zitierten päpstlichen Urkunden, die sich auf die Juden in Köln beziehen und die aus dem Jahr 1246 stammen, stellen doch eindeutige Ermahnungen des Papstes dar, es mit der religiösen Intoleranz nicht zu weit zu treiben... Der Kardinal übersieht natürlich diese Fakten nicht. Aber dass es nicht auf gelegentliche päpstliche Interventionen, sondern auf gelebte Toleranz, also auf die Praxis und nicht auf die Theorie ankommen muss, dürfte selbstverständlich sein. Was ist geschehen, und wa» geschieht heute, um mit dem kirchlichen Antisemitismus endlich Schluss zu machen?, das ist die einzige Frage, auf die es ankommt. — Die Antwort auf diese klare Frage steht noch aus. Für uns handelt es sich hierbei keineswegs um eine Polemik, sondern um die Sicherung der jüdischen Existenz in jenen Ländern, in denen der kirchliche Einfluss gross oder gar entscheidend ist. Äus einem Briefwechsel New York. — Der Negerführer Bayard Rustin hat den Ersten Sekretär der So. wjetbotschaft in Washington beschuldigt, „aus dogmatischen Gründen die unleugbare Diskriminierung gegen die Juden in der Sowjetunion zu bestreiten*. Diese Anklage ist in einem Briefwechsel zwischen Rustin, dem Präsiden ten der ad hoc-Kommission für die Rechte der sowjetischen Juden, und Igor D. Bubnow von der Sowjetbotschaft, welcher im Rang gleich nach dem Botschafter kommt, enthalten. Am 5. Dezember 1966 hatte Rustin dem sowjetischen Botschafter Anatol F. Dobrynin Abschrift eines Berichtes obgenannter Kommission übermittelt, der sich auf dokumentarische und analytische Studien sowie auf öffentlich gemachte Zeugenaussagen über die Lage der Juden in der Sowjetunion stützen. Dieses elf Seiten lange Dokument, welches .Urteil der ad hoc-Kommission“ betitelt ist, fordert die sowjetischen Füh rer auf, die kulturellen und religiösen Rechte der russischen Judenheit voll wiederherzustellen und den sowjetischen Juden die Auswanderung nach Israel zu gestatten. Bubnow antwortete im Namen von Botschafter Dobrynin am 30. Dezember. Er stellte die Behauptungen der Kommission in Abrede und erklärte: „Wenn nicht Sn diesen Brief geschrieben hätten sondern irgendjemand anders, so wäre er nur als ein neuer Vorstoss in der Routine der antisowjetischen Aktivitäten aufgefasst wor den, deren sich gewisse Gruppen in Amerika befleissichen Hochkommissär seine Tore öffnen werde, damit dieser alles sehen könne, was er sehen wolle, und Israel bereit ist, den Ratschlägen des Hochkommissars sorgsam Folge zu leisten.“ (ITA) gen.“ Er nennt die Feststellungen der Kommision „Teil einer Kampagne, die nicht» anderes bezweckt als das Bild der Sowjetunion vorsätzlich in den Köpfen der Amerikaner zu entstellen und ihr« Energien und Aufmerksamkeit von den wirklich der Mühe werten Problemen abzulenken“. Am 1. Februar 1967 forderte Rustin den sowjetischen Sprecher in einem Brief von 600 Worten auf, „den Inhalt seines vorhergehenden Schreibens seinen Vorgesetzten und dem sowjetischen Volk“ wörtlich zur Kenntnis zu bringen. Der Negerführer schrieb u. a. folgendes: „Weder der Ton noch der Inhalt diese« Memorandums hat auch nur im entferntesten irgendetwaa mit antisowjetischen Aktivitäten zu tun. Er beweist vielmehr Anerkennung für die Evolution des sowjetische» Lebens sowie die zuversichtliche Erwartung, dass die zwischen unseren Völkern schwebenden Fragen ihrer Lösung entgegengehen und somit ein grosser Schritt dem Weltfrieden und der internationalen Stabilität entgegen vollbracht wird.“ Rustin weist die Beschuldigung, dass „gewisse Gruppen eine Kampagne" in den USA führen, rundweg ab. „Die Identität solcher Gruppen bleibt für mich ein Mysterium“, schreibt er. „Ich möchte gern erfahren, worauf Sie diese Behaup tung gründen, und Einzelheiten hierüber von Ihnen erfahren.“ Auf dieses Schreiben vom 1. Februar erhielt Rustin keine Antwort. Die Bekanntmachung dieser Korrespondenz wurde zurückgehalten. um dem sowjetischen Diplomaten Gelogenhei* zu einer Entgegnung zu geben. Nunmehr aber, nach sechs Wochen, ist der Briefwechsel von der Konferenz über die sowjetische Judenheit, welche die ad hoc- Kommission gebildet hat, veröffentlicht worden. (ITA)

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