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Jüdische Wochenschau · 1967-03-17 · 2209 (17.3.1967) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2209 (17.3.1967)
Date
1967-03-17
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUEYRREDON 2190 — 1* i*q. Júzjfe*n£iH£iDkACi£¿UcL 83 - 2613 T. E. Año XXVIII. BUENOS AIRES, VIERNES 17 DE MARZO DF 1967 NV Aus Gefaelligkeitgewaehrt Der Bericht der in Düsseldorf erscheinenden jüdischen Zeitung über ein Gespräch, das Rabbiner Dr. Max Nussbaum als Vorsitzender der nordamerikanischen Executive des Jüdischen Weltkongresses mit dem Kardinal Joseph Frings, Brzbiscnof von Köln, über verschiedene Fragen geführt hat, erregte die breite Oeffentlichkeit die jüdische in der ganzen Welf und die deutsehe. Der Kardinal hatte einige Aeusserungen gemacht, die das Erstaunen des Rabbiners auslösten weshalb fr sich zu seinen Inform atiori^n an die Presse veranlasst sah. Die Differenz, die sich aus dieser Unterhaltung ergab zeigt die schwere Problematik deutsch-jüdischer Beziehungen und chirstlich-jüdiseher Verständigung. Beide Themen werden seit Jahren intern und ausserhalb der jüdischen Gemeinschaft mit steigender Lebhaftigkeit diskutiert. Das sogenannte deutsch-jüdische Problem, die Beziehung des jüdischen Volkes zum heutigen Deutschland, trat erst auf der Brüsseler Weltkonferenz des Jüdischen Weltkongresses in seiner ganzen Schwere in Erscheinung. Dass es heute noch keine Basis für ein echtes Gespräch zwischen Juden und Deutschen gibt, bewiesen der Verlauf und die Reden der deutschen wie der jüdischen Sprecher, die in Brüssel zu Wort kamen, nachdem durch die Intervention von Dr. Nachum Goldmann die Debatte überhaupt statt finden konnte. Dass das jüdische Volk niemals eine blutige Auseinandersetzung mit der Kirche oder mit dem deutschen Volk gesucht und gewollt hat, ist sicher. Bisher wurde dies auch nicht behauptet Dass aber die jüngste Geschichte die grössten Verbrechen an Juden durch die Deutschen gebracht hat, steht ebenso ausser Diskussion. Wir verkennen auch keinesfalls, dass die Initiative des Papstes Johannes XXTII eine Möglichkeit zur Ueber- Windung alter Gegensätzlichkeiten und Vorurtei’e gebo ten hat, die von verschiedenen Kirehenfiirsten, von Kardinal Bea, einem deutschen Jesuiten, und von Kardinal Henriquez in Sant ago de Chile, mit Eifer und Ernst aufgegriffen wurde Dass der Ausgang des Konzils die Erwartungen dieser „fortvon JEHVDA GOTTHEAMER schriftlichen“ Kirchenfürsten enttäuscht haben mag, ist verständlich. Wir haben dieses Resultat nur zur Kenntnis nehmen können, denn die Debatte über die jüdische Schuld am Kreuzlgingstod Christi liegt völlig ausserhalb jeder Diskussionsmöglichkeit für uns. Hier können wir nur belehren, aber nicht debattieren. Wir bestreiten auch nicht, dass es Deutsche gibt, die weder an den Schrecken der Hitlerzeit beteiligt sind noch sie billigen; es gibt auch solohe, die ihre Schuld eit .sehen und bereuen. Diese beiden Gruppen bemühen sich um ein ,,deutsch-,jüdisches Gespräch", wobei nicht gesagt sein soll, dass es nicht auch Juden gäbe, die hieran (geistig) interessiert, sind. Aber wie zwei Kardinale keine judenfreundliche Ki’Che formieren können, so können einige Dutzend Deutsche nicht im Wege noch so gut gemeinter Deklarationen ihr Volk ändern oder di« Verorechen der Nazis, die u.a. sechs Millionen Juden ermordet haben ungeschehen machen. Es muss wahrscheinlich sehr viel Zeit verstreichen bevor sich solche Wunden schliessen können. Dieser Prozess hängt auch, aber nicht nur vom guten Willen ab, der sich an den Verstand, jedoch niemals ans Gefühl wenden kann. Jahrhunderte mussten vergehen, bevor die spanischen Juden bereit waren, wieder spanischen Boden zu betreten, obwohl sie die Schlüssel ihrer Häuser mitgenommen haben, als man sie vertrieb. Wir leben in einer weniger romantischen Zeit, unsere Hausschlüssel blieben meistens mit unseren Hoffnungen, unseren Lebenserwartungen und sonstigen geistigen und materiellen Bindungen zurück. Diese wenigen Andeutungen legen ein beredtes Zeugnis für die Schwierigkeiten ab, die jede Betrachtung dieser beiden Problemkreise m»t sich bringen muss. Dabei wissen wir, dass weder die Kirche noch die Deutschen unsere Gesichtspunkte übernehmen. Wir gestehen ihnen das Recht zu, nach ihrer Mentalität und Ueberzeugung zu den Fragen der Welt Stellung zu nehmen, verlangen aber diese Toleranz auch uns gegenüber. KEINE HAKENKREUZE ' Jerusalem. — Das israelische Parlament nahm einen Antrag an, alle Nationen zum Erlass von Gesetzen aufzufordern, durch die die öffentliche Verwendung; von Hakenkreuzen in gleich welcher Form verboten wird. Den Antrag stellte der Führer der Cherut, Menachem Begin, nachdem die Knesset durch ihre Kommission für auswärtige Angelegenheiten und Sicherhei. einen Bericht vorlegte, in welchem alle Völker, die unter dem Nazismus gelitten haben, ersucht werden, wachsam ein Wiederaufleben des Neonazismus zu verhüten. Die Kommission wandte sich gegen die von Abba Bban vertretene Auffassung, dass die Bedeutung der kürzlichen Wahlsiege der Nationaldemokratischen Par tei in Deutschland nicht übertrieben werden dürfe Die Kommission erinnerte an die jüdische historische Erfahrung, dass die Appelle an die öffentliche Meinung, diese Gefahr nicht zu überschätzen, nur dazu dienen das Gewissen der Oeffentlichkeit einzuschläfern. Die Parlamente in der Welt werden ersucht, da<s Hakenkreuz zu verbieten, denn ,,dieses Emblem, das Symbol Nazideutschlands, welches das furchtbarste aller Verbrechen den Völkermord, beging, wird in allen Ländern mit den grauenhaften Verbrechen gegen die Menschheit identifiziert und seine Verwendung ist daher gleichbedeutend mit der Aufforderung zu ähnlichen Delikten.“ (ITA) Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte der Beziehungen von Menschen untereinander, dass der Inhalt eines Gesprächs von seinen Partnern verschieden wiedergegeben oder gar interpretiert worden ist. Hierfür hat die deutsche Sprache ein besonderes Wort; Missverständnis. Oder wird einer der Partner sagen wollen, dass hier eine absichtliche Entstellung erfolgte? Diese Möglichkeit dürfte man ausschHessen, wenn man die ho he Intelligenz und den hohen Bildungsgrad der beiden Wortführer berücksichtigt. Nussbaum hat der Presse gegenüber unter dem frischen Eindruck des Gesprächs, das ihn erschüttert«, die Punkte herausgehoben, die ihn zu Erstaunen und Kritik herausgefordert haben. Da Nussbaum ein Verfechter der christlich-jüdischen Verständigung ist, dürfte man auch von vornherein die Mögbch keit eliminieren, dass er etwas in die Worte seines Gegenübers hineininterpretieren wollte, was vielleicht besser in sein eigenes Konzept hineinpasste. Nussbaums Reaktion ist nicht ungewöhnlich als er seine Enttäuschung mitteilte, denn er führte keine Geheimverhandlungen Kardinal Frings füh te sich durch die Presseäusserungen angegriffen. Das ist seine Sache, sozusagen es ist sein Recht. Er erwidert Auch Hieran ist nichts auszusetzen. Er schlägt zurück, weil er sich geschlagen fühlt. Auch hierfür haben wir volles Verständnis. Aber Kardinal Frings oder seine Umgebung tat noch ein Uebriges er liess erklären, wie sehr er es bedauert, „dass aus einem Gespräch, das der Kardinal einem führenden Rabbiner aus Gefälligkeit gewährt hatte, in entstellender und tendenziöser Weise Sätze herausgewählt und ohne Rücksicht auf den Zusammenhang wiedergegeben worden" seien Unterstellen wir, nicht Nussbaums Version, sondern die des Kardinals sei richtig. Der Rabbiner habe wirklich Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und in entstellter Form wiedergegeben, obwohl kein Grund für eine solche Annahme ersichtlich ist. Suchen Nussbaum und der Weltkongress, suchen Juden überhaupt Streit mit der Kirche? — Das wird wohl niemand mit gutem Gewissen undüberzeugenden Gründen dartun können. Diese Eventualität scheidet vö'dg aus Aber wir unterstellen trotzdem, dass Nussbaum einem Irrtum unterlag. Rech .fertigt dieser hier nur für einen Augenblick unterstellte Fehlei Nussbaums diese erzbischöfliche Reaktion? Wir sind der Auffassung dass hierfür keine Rechtfertigung möglich ist, and wir werden diesen Standpunkt begründen. Hätte der Kardinal Nussbaums Darstellung energisch zurückgewiesen, wäre eine Grundlage für die ruhige Feststellung vorhanden, wer sich im Recht befindet An einer solchen Klärung besteht durchaus ein öffentliches Interesse, wenn man die Bedeu tung der beiden Representan ten, des einen, der die Kirche vertritt, des anderen, der ein Sprecher des Judentums ist. berücksichtigt. Aber der Kardinal blieb nicht sachlich, indem er selbst sagte odeduroh seine Amtsstellen mitteilen liess, er habe das Gespräch einem führenden Rabbiner aus „Gefälligkeit .gewährt“. Die Wahl dieser beiden, hier in Anführungszeichen gesetzten Wörter ist beleidi gend und herausfordernd Welche Gefälligkeit muss Rabbiner Nussbaum von ei nem Kardinal entgegennehmen? Hat der Kardinal nicht auch ein (unpersönliches) Interesse an einer Unteraaltung mit einem führenden Rabbiner, der seine Besorgnis über das Wiedererwachen des Nazismus und der antijüdischeu Hassbewegung zum Ausdruck bringen wollte? Kann man in der „Gewährung“ einer solchen Besprechung iine Gefälligkeit erblicken? War nicht der Inhalt des Gesprächs ein Thema gemeinsamen Interesses? Dass Rabbiner Nussbaum den Kardinal für einen Mann gehalten hat, der durch seine Vergangenheit seine Geg nerschaft zum Nationalsozialismus bewiesen hatte, darf man ohne weiteres anrehnien. Denn sonst hätte er sich einen anderen als den Kölner Kardinal zum Gesprächspartner ausgesucht. Dass er aber gerade von einem solchen Mann diese Antworten erhalten hat, (oder erhalten zu haben glaubt), das war fiii Nussbaum ein erschütternde® Erlebnis. Wir nähern uns allmählich dem Fragenkreis, der vor wenigen Monaten noch dte Oeffentlichkeit tief aufgewühlt hat und der vom deut sehen, protestantischen Dich- (Sehluss auf Seite 2) Der Führer in Aktion von HORST WINCKLER Aus mehreren Nachrichten, die aus verschiedenen Quellen stammen, ist auf eine ernsthafte Auseinai*dersetzung innerhalb der Nationalderrokratischen Partei Deutschlands zu sch Hessen. Sicherlich sind derartige Krisen in allen Parteien von Zeit zu Zeit zu beobachten wenn sie auch nicht so häufig sind wie;n den rechtsradikalen Parteien, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik tätig war ii. Im übrigen sind derartige Krisenerscheinungen keineswegs bereits ein Beweis dafür, dass die Partei ausgespielt habe. Man soll sich deshal nicht darauf verlassen, dass derart:ge Zwistigkeiten der Erfolg der NPD unterbrechen müssten. Die weitere Entw ckHmg der NPD und ihrer Splittergruppen muss mit aller Vorsicht und Genauigkeit beobachdet werden. Man wird sich daran erinnern dass auch nach dem Ersten Weltkrieg die Rechtsradikalen zunächst Jahre Hindurch die parteipolitische Form suchten, die ihnen die Möglichkeit zur Machtübernahme geboten hat. Eine ganze Fülle von Splitterparteien mit ihren grösseren und kleineien Führern berunruhigten das politische Leben und das Strassen bi id deutscher Städte, bis schliesslich die NSDAP die anderen aufsog und zur grössten Partei der Weimarer Republik überhaupt wurde. ES? gibt keine Sicherheiten dagegen, dass sich nicht auch in dieser Hinsicht die Geschichte wiederholt, die heute so viele Vergleichsmöglichke ten zu Öen Geschehnissen zwischen Weimar (1919» und Potsdam (1933) bietet. Der frühere Landesvorsitzende der NPD in Bayern. Herr Florian Winter aus Tegernsee, erwägt bereits die Gründung einer neuen Partei. E* könne sich der Zuschriften und Bestürmungen von Mitgliedern der NPD nicht wehren, ei klärte er der Deutschen Presse-Agentur, die von hm die Bildung einer „gemässigten“ National-Partei ver.angen würden. Sehr viele Kreisverbände der NPD würden, wie Florian Winter glaubt, schnell zu ihm und seiner neuen Partei hin ii bei schwenken. Der in Aussicht gestellte Namen der neuen Partei ist zugleich ein Programm: Deutsche Republikanische Partei in Europa... Winter ist bereits vor einigen Monaten aus der NPD ausgeschieden, weil sich dort Elemente in den Vordergrund schieben würden, die „nichts vergessen und nicht hinzugelernt“ hätten. Dass iereits gewisse Zerfallserscheinungen zu beobach ten sind, beweist die Reaktion des Parteiführers Frit; Tnie-!cn, der kurz entschlossen seinen Stellvertreter Adolf von Thadden sowie weitere sieben führende Parteibonzen wegen „parteischädigenden Verhaltens“ aus der NPD ausgeschlossen hat. Dabei hatte von Thadden gerade von sich reden gemacht, als er den amerikanischen Kontinent mitseinem Besuch heimsuchte, allerdings in den USA nicht sprechen durfte. Als Grund gab Führer Thielen an, er habe nur die Konsequenz aus dem Urteil eines Bremer Gerichts gezogen, das die Wahl von Thaddens zum Sektions- Chef der NPD als unkorrekt bezeichnet hatte. Da ias Gericht eine kleine Gruppe um von Thadden beschuldigt habe, gegen Verfassungsgrundsätze verstossen zu haben, hätte Thielen die notwendigen Folgerungen aus dieser Entscheidung ziehen müssen, um .jeden Zweifel an dem demokratischen Charakter unserer Partei zu zerstreuen“ — Führer Thielen trat in Aktion und beteuerte, iin Demokrat zu sein. Auch die Nazis legten grössten Wert darauf, „legal“ an die Macht zu gelangen, wobei ihner allerdings jedes Mittel genehm war. Zwischen damals und heute hat sicii in der Mentalität und im Weltbild vieler Ehemaliger nur wenig geändert. Wer heutzutage alles .«häuftet, Demokrat zu sein.., — (Nachbemerkung d. Red.; Inzwischen heisst es, dass nicht Thielen den Unterführer von Thadden, sondern v. Thadden den Chef Thielen gestürzt habe, woduroh die obenstehenden Ausführungen nur unterstrichen werden.) — Geissel der Menschheit Die führende Tageszeitung „La Prensa ‘ (Buenos Aires» veröffentlichte den nachstehenden Leitartikel, der für alle demokratisch gesinnten Menschen, insbesondere aber für die Juden, von grossem Interesse ist; „Aufmerksame Beobachter und diejenigen, weiche frisch in der Eirinnerung bewahrt haben, was für die Menschheit die Geissel des Nazismus bedeutet hat, haben begonnen, in der ganzen Welt angesichts der Reorganisierung und Stärkung der nazistischen Bewegung in Deutschland zur Wachsamkeit zu mahnen. Unter dem Schutz der demokratischen Garantien, die sie stets ver’eugnet haben, entwickeln die Anhänger dieser Ideologie eine intensive Aktivität ' Hierzu gehört die Elinweihung zahlreicher Parteilokale, zahlreiche Publikationen der verschiedensten Art darunter einige wichtige Zeiium-en, öffentliche Veranstaltungen, häufige Auslandsreisen, etc. All dies hat ihnen gestattet, einen relativen Wahlerfolg im vergangenen November zu erlangen, nämlich 23 Sitze in den Staatsparlamenten von Bayern und Hessen N.-.ch autorisierten Meinunger wird der Zulauf zu der Nationalen Demokratischen Partei, wie sie paradoxerweise oenamt ist, weiter steigen und sich in kurzer Zeit im Staatsleben fühlbar machen. „Der Nazismus war der Anlass zu tiefem Leid für die Welt und eines furchbaren Unglücks für Deutschland. Das Volk genas dank den vereinten Kräften der in dem Krieg siegreichen Länder, welche die Freiheit verteidigten, und der in den Antinazikämpfern verkörperten moralischen Reserven des deutschen Volkes. Deutschland erlebte auf diese Weise fast zwanzig Jahre einer ausseror deutlichen Blüte auf allen Gebieten; aber in letzter Zeit haben verschiedene Faktoren, die mit der politischen Aktivität Zusammenhängen, einige Schwierigkeiten hervorgerufen, und die wirtschaftliche Situation erlitt eine gewisse Erschütterung. Unter diesen Umständen sind es gerade diejenigen, die das Unglück verursachten, welche die Schwierigkeiten, im besonderen die Arbeitslosigkeit, Weniger Arbeitslose Tel Aviv. — Arbeitsminister Jigal Alon der ini vergangenen Monat der Knesset berichtete dass es 96.000 Arbeitslose in Israel gibt, teilte nunmehr mit, dass diese Zahl in letzter Zeit sich um 6 700 verringert habe. Von der Gesamtzahl der registrier ten Arbeitslosen, d;e 35.000 beträgt, sind 630 Akademiker und 4.000 Jugendliche. Der Minister fügte seiner Ankündigung hinzu. dass die Regierung ihre Staatspläne für die Schaffung neuer Arbeiten, die sich auf 16 000 belaufen, weiter ausgedehnt und 1.000 Arbeitsplätze für Jugendliche eingerichtet hat. (ITA) I bemängeln und ausbeuten und sich wieder einmal zu Rettern eines Volkes machen wollen, das sie vor etwas mehr als zwei Jahrzehnten in eine beispiellose Tragödie geführt haben. „Aber der Nazismus ist nicht nur ein deutsches Problem. Er hat auch ar anderen Orten, einschliesslich in Argentinien, Anhänger. Vor einigen Tagen versammelte sich eine Gruppe uniformierter Jugendlicher, die die Hand zum Nazigruss erhoben, im Vorhof einer im Zentrum gelegenen Kirche, vor den Televisions-Kameras und vor den zustimmenden Blicken der Polizei. Zehn Strassen blocks entfernt verfassten die Aussenminister der OEA Erklärungen über die Meri; schenrechte. Diese jungen Leute, die Verbindungen mit der zweiten Tyrannei unterhalten, welche die Republik Argentinien erlitt, verkünden ebenfalls Argumente zur Rettung. „Diese seltsame Geschichte ist also auch bei uns in Argentinien wohlbekannt, und im allgemeinen gesehen in der ganzen Welt. Im Grunde scheint sie eine universelle unveränderliche Grösse zu sein. Die Tyranneien verschwinden, aber wollen zurürkkehren, und hierzu bedienen sie sich des unglaublichen geschichtlichn Gedächtnisschwundes an dem ausgedehnte Sektoren leiden und den verschwindend kleinen Minderheiten anwenden. Aus diesem Grunde ist Wechsamkeit geboten, hier und dort und überall, um Vorgänge zu verhüten, die unausweichlich zu neuen ind un nötigen Leiden für aile führen müssen. —,

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