Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2208 (10.3.1967)
- Date
- 1967-03-10
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 10 de Marzo de 1967 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVIII. — N» 3208 — 7 Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) ren Gebieten, und man kann nur etwas erreichen wenn man Zusammenarbeiten Ein weiteres Problem ist das der Kaechrut, das viel Kopfzerbrechen bereitet, dem die religiösen Juder wenig Aufmerksamkeit widmen und für das weit mehr getan werden könnte. Die Kehilla hat ein viel zu grosses Aufgabengebiet. um alles allein bewältigen zu können. Vom Jüdischen Weltkongress Der Präsident der siidameribanischen Exekutive des JWK, Dr. Moses Goldman sprach zu den Vertretern der jüdischen Presse über die geleistete Arbeit. Bei der jetzt in Buenos Aires stattg' fundenen Konferenz der OEA i Organisation der amerikanischen Staaten, war der Jüdische Weltkongress als Beobachter zu den Sitzungen der Kommission für Menschenrechte eingeladen und beteiligte sich durch Delegierte des JWK und der DAIA an den Beratungen Diese Kommission nahm bisher nur einen untergeordneten Platz in der OEA ein und soll jetzt weiterhin als eine dei wichtigsten Abteilungen dieser Weltorganisation ausgebau* werden, was für uns Juden von grosser Wichtigkeit ist. Die südamerikarrsche Exekutive wird sich an dtr Konferenz der südamerikanischen Gemeinden beteiligen, die vor allem eine engere Zusammenarbeit schaffen soll die bisher nicht erreicht werden konnte. Zu dieser Konferenz wurde Dr. Nachum Goldmann als Hauptreferent eingeladen. Im April wird in Buenos Aires ein hebräischer Kongress unter dem Protektorat des JWK stattfinden, dem Vertreter aller late’oameri kanischen Länder und Vertreter der israelischen Botschaft sowie Gäste aus Israel beiwohnen werden. Wir haben in Lateinamerika zehn tausende Juden, die diese Sprache sprechen und akt’v pflegen. In Argentinien gib* es zahlreiche hebräische Vereine und Schulen, und die hebräische Monatsschrifu ,.Darom“, die vom argentinisch-israelischen Kulturinstitut herausgegeben wird, erscheint regelmässig Anschliessend sprach der Sekretär der Exekutive. Herr Turkow, über die Schaffung einer jüdischen Volksbib’iothek in spanischer St.rache, die die einzige Möglichkeit darstellt, die jüdische Jugend, welche kein Jiddisch mehr spricht, zu erfassen. Seit 20 Jahren wurden keine Bücher vom Jüdischen Weltkongress herausgegeben, bi5, er sich jetzt wieder hierzu entschlossen hat. Der Editorial Candelabro unter der dynamischen Leitung de* Herrn Dr Ascher Mibashan, hat den Vertrieb übernommen, da man auch die nicht jüdischen Kreise erfassen will. Es sind bereits vier Bücher erschienen, die ca. 70 Seiten stark sind und Persönlichkeiten, Geschichte und kulturelle jüdische Probleme schildern. Es wird jetzt eine Abhandlung über die PRESSEKONFERENZ New York. — Ben Gurion empfing die Vertreter de<- Presse, zu denen er über seine wiederholten Vorschläge zur Kolonisierung und Ent Wicklung der „Sümpfe“ in der Negew-Wüßte sprach. Er beantwortete Fragen, die sich auf alle möglichen Themen vom Frieden im Mittelosten bis zum russischen Judentum und der Neubelebung des Neonazismus in Westdeutschland erstreckten. Ueber den Mittelosten äusserte er, in der Region würde erst dann der Frieden einkehren, wenn die Sowjetunion und die USA ihre Rivalität im Nahen Osten beilegen. Im allgemeinen, so erklärte er, müsse das ukrainischen Massenmörder und Petljura erscheinen, der von argentinischen ukrainischen Kreisen als Nationalheld gefeiert und zu antijüdischer Propaganda verwand*- wird. Diese Broschüre soll als positive Gegenpropaganda gegen die Naz lügen benutzt werden. Gemeinde Montevideo Die Gemeinde ,,Nueva Congregación Israelita de Montevideo“ hat ihr ..BoDtin Informativo“ umbenanni, das jetzt unter dem Titel „La Voz Semanal de la Nueva Congregación Israel-ta de Montevideo“ erscheint Das Nachrichtenblatt veröffentlicht vier Seiten in spanischer Sprache, die sich in erster Linie an die Zweite Generation wenden. Die publizierten Aufsätze behandeln aber keineswegs Fragen dieser Zweiten Generation sondern Fragen allgemeinen Interesses. Es ist zu hoffen, dass durch diese Umstellung das Interesse der Zweiter Generation an den Arbeiten der Gemeinde ebenso wie an den allgemeinen jüdischen Problemen waehgerufen wird. Dieser Initiative wünschen wir vollen Erfolg. Judentum einse’nen, dass Israel keine wirkliche politische Unabhängigkeit“ haben könnte, solange es nicht wirtschaftlich sich se bst genügt. ,,lm Mittelosten wird Frieden herrschen“, unterstrich er, „wenn Russland und Amerika dies wünschen" Ben Gurion bedauerte die Diskriminierungen in der So wjetunion, die den Juden das Recht verweigern, eigene Schulen zu besitzen, in denen Hebräisch und Jiddisch gelehrt wird. Er fügte hinzu, dass allerdings gewisse Erleichterungen bestehen, die eine begrenzte russische Aus Wanderung, einschliesslich einige Reisen nach Israel gestatten. Er wandte sich ge gen die Behauptungen, dass Deutschland wieder zi.m Nazismus zurückkehrt und ver sicherte, dass die Regierung in Bonn „bestimmt antinazistisch“ ist und man die Sünden der Väter den Söhnen nicht zur Last legen dürfe. Er forderte schliesslich die jungen Juden in der, USA auf, sich im Negew niederzulassen und bei der Entw’ck lung dieses Gebietes zu helfen. ROCKEFEiLER BESUCHT B.G. New York. — Der Gouverneur des Staates New York. Nelson Rookefeller, suchte den früheren israelischen Ministerpräsidenten in seinen Räumen im Waldorf Astoria Hotel auf. Rockefeiler erschien in Begleitung hoher Staatsbeamter. Der Gouverneur wird der Hauptredner bei dem Bankett sein, das Ben Gurion zu Ehren veranstaltet wird. Bei dieser Gelegenheit wird B.G. der Herbert-Lehman-Preis überreicht werden, der gleichzeitig ein Geschenk zu seinem 80. Geburtstag darstellen soll. Dieser Preis, welcher kurv nach dem Tode von Exgouverneur Lehman geschaffen wurde, besteht aus einer bronzenen Medaille, die vordem unter anderen dem Präsidenten der Universität New York verliehen wurde. IN MIAMI Miami. — Ben Gurion lehnte es entschieden ab, sein Versprechen zu brechen, welches er vor der Abreise aus Israel gab, nur „von der Zukunft“ zu sprechen und jede Diskussion über die heutige Regierung Israels und ihre Politik zu vermeiden. Er erschien in einem staatlichen Programm, das „Begegmm- 1 rjmi Nach langer“, schwerer Krankheit ist meine liebe Frau, mein© gute Mutter, unsere Tochter, Schwester, Schwaegerin und Tante, Frau Ilse Urwand geb. Strohmberg im 49. Lebensjahr gestorben. In tiefer Trauer: Mateo Urwcmd Leopold WartenbergerUrwand Fritz und Lotte Strohmberg Familie Riegner Familie Flohr Die Beisetzung hat bereits stattgefunden. Pluschow 222 Lamas del Palomar Unser lieber Vater. Schwiegervater, Grossvater, Urgrossvater und Onkel, Herr ANTON SCHWARZ ist Mn 6 März 1967 kurz nach seinem 9©. Geburtstag von uns gegangen. In tiefer Trauer im Namen aller Hinterbliebenen Br. BERNARDO SCHWARCZ Die Beisetzung hat bereits stattgefundeii. Estomba 2283 Die Grabsteinsetzung für unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau FRIEDA SILBERMANN geb. FLEISCHER findet am Sonntag, den 19. März, um 11 Uhr in Tablada (Manzana 18 tbl. 589 sep. 42) statt. Im Namen der Familie: ANNI WEISS geb. SILBERMANN Amenabar 2255 Bei Regenwetter findet die Grabeteinsetzung am kommenden Sonntag statt. BEN GURION IN NORDAMERIKA In einer Versammlung der Nationalen Demokratischen Partei (NDP)# die in einer Münchner Bräustube abgehalten wurde, kann man einen der neuen „Führer" beobachten, der aui einen erhofften Erfolg der Neonazis anslösst. mm mm WM: PPP MM. iüllii mm siiüaiiila gen mit der Presse“ betitelt ist. Lawrence Spivak, der das Programm leitet, versuchte auf die verschiedenste Art und Weiee Ben Gurion zu Aeuseerungen über die heute in seinem Lande bestehende Situation zu veranlassen. Das einzige, wozu er Ben Gurior bewegen konnte, war eine Antwort auf die Frage, wie viele Parteien es heute in Israel gibt. B.G. betonte, er ziehe das englische politische System vor. nach dem Israel nur zwei Parteien mit den Religiösen als dritte Partei haben würde. Heute sind 12 Parteien im israelischen Par lament vertreten. Auf andere Fragen entgegnete er, er erwarte nicht dass Tausende von nordamerikanischen Jugendlichen nach Israel gehen würden. Er glaube, dass im Falle einer Besserung der Beziehungen zwischen den westlichen Ländern und der Sowjetunion sich mehr Menschen als bisher dazu entschliessen würden, in Israel einzuwandern Er befürwortete ferner ein Waffenembargo für die arabische» Länder und auch für Israel, hob jedoch hervor, dass ein solches Embargo rieh auf konventionelle Waffen ebenso wie auf Atomwaffen erstrecken müsse. Hierzu kön- Stadtvaeter blieben hart Die Stadt Hildesheim hat sich geweigert, die städtische Sporthalle für eine Kundge bung der NDP zur Verfügung zu stellen. Sie widersetzte sich damit einem Beschluss des Landesverwaltungsge - richts Hannover, der sie unter Androhung eines Zwangsgeldes von 1.500 DM verpflichtete, der NDP ¿ine Ver Sammlung in der Sporthalle zu ermöglichen. Die Halle blieb geschlossen, die Versammlung fand nicht statt. Auch die Stadt Stuttgart will der NPD keinen städtischen Saal zur Verfügung stellen. Oberbürgermeister Arnuf Klett hat Anfang Januar einen Antrag der NPD. ihr einen städtischen Saal zu vermieten, im Einvernehmen mit dem Gemeinderat abge- ■ lehnt. Die NPD will die Stadt durch eine Verwaltungsklage zur Freigabe des Saales zwingen. Der Oberbürgermeister erklärte dazu, er habe seinen Entschluss trotz entgegenstehender Gerichtsurteile nach reiflicher Ueberlegung gene die Sowjetunion beitragen, indem sie sich weigern sollte, denen Waffen zu liefern, die „Israel vernichten wollen“. fasst. Die Stadt föhie sich nicht zuletzt wegen ihrer gu-; ten Auslandsbeziehungen ver- | pflichtet, gegenüber einer I Partei an deren demokrati- 1 scher» Zielen man Zweifel ha- I taen könne, einen proioneieri ten Standpunkt zu vertreten <db> NS-Verbrecher Bochum. — In Bochum stehen zehn Mitglieder des Polizeibataillons 316 mit der Anklage auf Massenmord in Polen und Russland vor Gericht. Sie haben nach der Anklageschrift 9.000 Juden S hei Bialystoek, Baranowice, | Mohilev, Bobruisk und Chelm um gebracht. 250 Zeugen und zu dem Prozess vorgeladen, der neun Monate dauern wird, Denkmale für Naziopfer Wien. — In Kowno wurden i Vorbereitungen getroffen, urr. ein Denkmal für die 50.00© Juden der Stadt, die von den Nazis umgebracht worden! sind, zu errichten. D*c Fonds hierfür wurden von der Regierung der litauischen Republik zur Verfügung gestellt. In anderen Orten Litauens wurden bereits Monumente, wenn auch in bescheide lem i Umfange, errichtet. C0MITE CENTROEUROPEu DE LA CAMPANA UNIDA (KEREN HAJESSOD) Generalversammlung und Proklamiernng der Aktion 1967 am MONTAG, DEN 27. MAERZ, 20.30 UHR IM SALON ACIBA, Araoz 2B54 ALLE ZAHLER FÜR DIE EINHEITSKAMPAGNE UND IHRE DAMEN SIND ZU DIESER GESELLSCHAFTLICHEN VERANSTALTUNG EINGELADEN wird gebeten, die Quittung der Kampogne -1966 Tonuzeigen.