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Jüdische Wochenschau · 1967-02-24 · 2206 (24.2.1967) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2206 (24.2.1967)
Date
1967-02-24
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Vteme«, 24 de Febrero «*e Mfi7 •VIM. — N“ 220« — 7 Ami X israelita LA SEMANA Ein Schriftmuseum in Tel A ,,Frankiort stickt voller Merkwürdigkeiten“, das bedeutendste frankfurter Kind, Goethe, hat diese Worte von seiner Heimatstadt geprägt Wahrscheinlich kann man es auch auf andere Städte, junge und alte, mit ihren schroffen Gegensätzen anwenden Dieser Gedanke kam mir in den Sinn, als ich aus der telaviver Tschemichowskyßtrasse mühselig ungefähr dieissig Stiegen hinauf in die stille Bialikstrasse ging, um eine fast völlig unbekannte ßtätte zu ..entdecken“: Das schon seit 1965 unter voUom Ausschluss der Öffentlichkeit in Benutzung genomme ne Schriftmuseum. Die Stelle, an der es untergebracht Ist, ist der denkbar beste Plate, um jede Beachtung auszuschliessen; Im stillen Winkel der Bialikstrasse, die abgeschlossen wird von einen: •unscheinbaren Haus, welches vordem das Rathaus von Tel Aviv beherbergte. Hier ¡herrschte früher wenigstens etwas Leben, Autos fuhren und parkten. Aber dieses Haus war fiir eine Kleinstadt gedacht und nicht für eine Grosstadt, der nicht mehr ■Viel an einer halben Million Einwohner fehlt. Und nachdem das Hochhaus am Kikar •M&lche J Israel (Platz der Könige Israels) das Rathaus «mit sämtlichen über viele Strassen vertrauten städtischen Behörden aufgenom - ¡men hatte, blieb das bescheidene Haus einsam zurück. Es ist noch ruhiger in dieser Sackgasse geworden, in der einst der grösste Dichter von Tel Aviv, Chaim Nach man Bialik. gewohnt hat. Und ausgerechnet hier in von Rabb. Dr. Neufeld diesem versteckten Winkel, fristen seit vielen Jahren zwei Museen ein trauriges Dasein, das historische Museum der Stadt Tel Aviv und bis vor kurzem ein Museum i mit jüdischen Kultgegenständen (freilich nicht zu vergleichen mit der ehemaligen! Gieldzinsky - Sammlung in Danzig), das an eine besser gelegene Statte, nach Ramac! Aviv, in den Rahmen der \ neuen Universitäts-Stadt verlegt wurde. An seine Stelle ist im zweiten Stockwerk des von der Industriellen-Familie Schenkar gestifteten Gebäudes das schriftmuseum getreten, eine Institution, einzigartig in der ganzen Welt, das uns zuriickführen soll zu den Anfängen unserer Kultur, als die Menschheit erstmalig anfing, irgendwie zu schreiben, in Höhlen irgendwelche Zeichen in Steine einzuritzen, dann ihre Gedanken in Bildern, in Runen, in Hieroglyphen ausdrückte und schliesslich Zeichen erfand, die den Lauten unserer Sprache und den von unseren Lippen, Zungen und Gaumen geformten Mitlauten (Konsonanten) entsprach Den weiten Weg von den ersten Anfängen bis zur vollen Ausprägung des Alphabets zeigt diese Sammlung, das Lebens werk von Prof. Dr. David Düringer, früher Universitätsprofessor in Florenz, jetzt in Cambridge, der diese Schätze samt seiner Bibliothek dem telaviver Landesmuseum (Museum Ha'anaz) gestiftet hat. Wie eine Familientafel, so K£A£n KAyEmeT CEtS(Ml££ ‘jft'iW1» COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, «8-5683 DIE UNBELEHRBAREN (Aus einer deutschen Zeitung/ Grandes tagras dal KKL an les últimos años Durante los 3 años 1963— 1965, ha reclamado el KKL 43.336-dúnamee de t¿er*a para nuevas poblaciones en la Galilea, Samaría, Judea, en el Wéguev y Valle de la Aravá, y otros 30.360 dúnamee para ampliar las posibilidades de las colonias ya existentes, de acuerdo con un resumen publicado recientemente por la Dirección de Fomento Agrario del KKL. Entre los nuevos puntos de desarrollo se encuentran Biranit Zarit. Bhetulá, Netuá y Iaouinton soto« la frontera liban esa; 2 poblados cerca del Monte Jazón en la Galilea Este; Tsur Natán en la parte este de la llanura del Sharón; Modiim y Decir en Judea y varios pue^os de avaneada a lo largo de la frontera en la Aravá. ai tí mismo período, construyó el KKL 532 kilómetros de nuevos caminos, de ellos 335 en el norte y 197 en ei sur del país. Fueron instalados 138 kilómetros de presa de drenaje y se plantaron 14.600.000 árboles, ampliando así el área de bosques en Israel en 68.000 dun ames adicionales. AUS UNSERER ARBEIT 8ra, Fola ¿e Fotiner überbxachte uns den Betrag von ♦ 30.000.—, gesammel* bei der Hochzeit Srta. Elena Jakubowite und Sr. David Cantarovlei Spendern und Mitarbeitern MITTEILUNG DES SEKRETARIATS: Unser Büro ist im Monat 6 mili OE. V. »Iiwiruanuv a«a aaaa v; das Brautpaar wird in Februar nur nachmittags von e-u-~-14.30 bis 19 Uhr geöffnet. wird hier die Sprachentafel der Völkerfamilie durch ei nen Baum illustriert, der mit seinen Zweigen und Aesten die Entwicklung der Sprache zeigt. Es mögen Jahrhunder te, vielleicht Jahrtausende gewesen sein, bis die Menschheit von Hieroglyphen und Bildern zum Alphabet gekommen ist. das ja im He bräischen und Griechischen, aber auch in anderen Sprachen auffallende Aehnlickeiten aufweist. Ueber die Frage welches Volk das Alphabet erfunden hat, herrscht noch keine Einigkeit. Manche glauben, dass die Phoenizier, wie so vieles andere auch das Al phabet erfunden und es den Griechen und Römern weitergegeben haben. Tacitus verlegte den Ursprung des Alphabets nach Aegypten. Plinius, der Aeltere, nach Babylonien. Diringer glaubt, dass wir Juden es gewesen sein könnten. Elias Auerbach in seinem, bekannten Werk: „Wüste und Gelobtes Land“ erklärt mit aller Bestimmtheit, dass wir Juden das Alphabet erfunden haben. Auch Thomas Mann beschäftigt Grenzwacht in Israel sich mit dieser Frage in seiner Novelle „Das Gesetz“. Moses hat die Tafeln des Gesetzes nicht in den Schriften ausgemeisselt, die er in Aegypten gelernt hatte, nicht in der „schmuckhaften Bild- Schrift Aegyptens oder dem keilig - heiligen Dreieeksgedas Goldene Buch eingetra gen. Bei den verschiedenen Feiern des Chamischa Asar b’- sohwat, auf den uns dafür freundlicherweise zur Verfügung gestellten Wo che nen dplätaen, wurden folgende Summen gesammlet- ACIBA, Banfield: 27.000.-— Pesos, gesammelt von Frau Ilse Weinstein und mehreren Damen der ACIBA. ACIBA, Olivos, $ (3.300.— gesammelt von Frau Littmann, Herrn Wilk Herrn Sigfrido Barueh; HCl, Olivos $ 13.500.— gesammelt von Frau Edith und Herrn Milton Michel: Bet Israel, Los Poivorines $ «000.—; Bar Kojba, Moreno 5.300.— Pesos, gesammelt von den Damen Evi Schacfamann und Rotstta Gottlieb. Wir danken allen unseren Blick in die Welt vorn HAROLD SCHWARCZ DIE REBELLION in China soll sich ständig weiter ausbreiten, wie insbesondere aus Hong Kong gemeldet wird. — DER RUF NACH Freiheit wird im Spanien Francos immer lauter, da sich Studenten, Arbeiter und sogar Teile der Priesterschaft zum Kampf gegen die Diktatur zusammengefunden haben. — MOSKAU drückte sein Befremden darüber aus, dass sich die Amerikaner zu neuen Bombardements gegen Vietnam entschlossen haben. — EISAKU SATO wurde vom japanischen Parlament erneut zum Ministerpräsidenten gewählt. — . EL DIA, führende Zeitung Uruguays, setzte sich energisch für die Pressefreiheit ein. — SUKARNO. der Präsident Indonesiens, soll im März abgesetzt werden. — GROSSE GESOHAEFTE machte Ohile mit dem kommunistischen China, dem erhebliche Mengen von Salpeter verkauft wurden. — HAROLD WILSON berichtete dem Unterhaus über seine Besprechungen in Bonn und meinte, dass England vorerst nicht der EWG bei treten werde. — EINEN TURBULENTEN Abschluss fand eine Tagung der afro-asiatischen Staaten, die in Nicosia (Cypern) stattgefunden hatte, infolge der russisch-chinesischen Gegnerschaft. — DER kremt, beschuldigte den Chi na-Veteranen Mao Tse Tung, ein Terroristenregiment wie Hitler zu führen. DIE STREIKWELLE!, die Uruguay erfasst, erfasst nun auch die städtischen Krankenhäuser, deren Wärter beschlossen, keine neuen Kranken mehr aufzunehmen, — IN TTRFT wurde der Ausnahmezustand verhängt. — EIN TOTER und mehrere verwundete Studenten, das war das Fazit eines neuen Zussammenstosees mit der Polizei in Santo Domingo. — WILLKUER herrscht in Brasilien, nachdem der (nicht gewählte) Präsident Castello Branco Bürgerrechte nach Belieben aufhebt. — IN ITALIEN konnte eine Krise des Kabinetts Aldo Ktoro überwunden werden. — ARABISCHE TERRORISTEN ermordeten in Aden fünf Engländer. — PAPST PAUL VI. sprach sein Bedauern über die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten in Vietnam aus. — IN WARSCHAU wurde eine Kommunisten-Konferenz einberufen, an der alle europäischen kommunistischen Parteien, auch aus Westeuropa, teilnehmen sollen. GEGEN EL HOU, Chef der Organisation der ..Palästina-Flüchtlinge“ im Libanon, wurde ein Attentat verübt, weil er gegen den Chef dieser Terror-Organisation Ahmed Shukeiry konspiriert habe. — dränge der Mesopotamien noch in der primitiven Schrift der Sinaibewohner“, sondern in der von Mose selbst erfundenen und auf die spreche seines Volkes abgestellten Alphabe teohrift. H»fM Aufbau Ashdot. — Zwei zusätzliche Quais werden dem Hafen von Ashdori im kommenden Jahr zu den sieben bestehenden zugefügt werden. Protest gegen Neonazis Toronto. — Der deutsche Konsul in dieser Stadt erklärte dass die Mehrheit der Deutschen über das Wiederaufleben des Neonazismus besorgt sei. Er empfing eine Delegation in Vertretung von 6.000 Personen, welche eine Deklaration unterfertigt hatten. Diese war auf einer Kundgebung gegen die Neonazis verlesen worden und forderte energische Massnahmen der bonner Regierung zur Verhütung der Verbreitung nazistischer Ideen in Deutschland und im besonderen die Bekämpfung der NDP und ähnlicher Verbände. Der deutsche Konsul versi cherte der Delegation, dass er „die Bedenken, die nicht nur jüdische Kreise sondern, auch die ganze Menschheit, beunruhigen, vollauf verstehen könne.“ Toronto. — Wenn die neue Partei der Neonazis, die NDP, die Verfassung verletzen sollte, so wird sie „verboten werden“. DÜes teilte die Regierung der Deutschen Bundesrepublik dem Comité der Bürger von Toronto mit. das in einer Massenversammlung, an der 6.000 Personen teil nahmen, gegen das Erscheinen von Rudolf von Thadden, des Vizepräsidenten der NDP, in einem Programm des kanadischen Rundfunks protestiert batte Der energische Einspruch zwang die Canadian Broadcasting Corporation, dieses Programm abzusagen und an eeinerstatt ein in Deutschland aufgenommenes interview mit von Thadden zu senden. Die westdeutsche Regierung teilte mit. dass die Neonazi-Partei bisher vermieden habe, „sowohl in Taten wie auch in Worten“ die Verfassung zu verletoen. „Wenn jedoch die Partei“, so heisst es in dem Communiqué aus Bonn, „Absichten hegen sollte die Verfassung zu brechen, so wird sie unverzüglich vom Verfassungsgericht-shof verboten werden.“ Die Kanadier haben herbe Kritik an der vom Staat betriebenen Canadian Broadcasting Corporation geübt, dass sie überhaupt ein Interview mit von Thadden arrangiert hatte. Die in Sarnia;m Staat Ontario erscheinende Zeitung „The Observer“ schrieb in einem „Kanadische Bes tzer von Fernsehapparaten brauchen von Thadden nicht“ betitelten Programm offen, dass das Publikum in Kanada nicht seine Abgaben für die T:levision entrichtet, um die „Sensationslust“ zu fördern, und dass die Canadian Broadcasting Corporation ihr Geld lieber dafür ausgeben sollte, um ..Probleme zu lösen, die das kanadische Publikum wirklich interesueren.“ OTA) krael-Botscbaft ki Kambodscha Jerusalem. — Israel har In Kambodscha eine Bots? :ait eröffnet, womit sich die israelischen diploma t ise r.; n Vertretungen in Asien jetzt auf acht belaufen. Der neue Israel-Botschafter Raphaef Bens: haiom überreichte in der Hauptstadt Phuon Penh dem amtierenden Staatschef C. C'nau Son seine Beglaubigungsscnreiben, welcher auf di3 .ausgezeichneten Beziehungen“ zwischen beiden Ländern verwies, die sich auf das Prinzio der gegenseitigen Achtung der Souveränität und territorialen Unverletzbarkeit aller Staaten gründen. (ITA) EINE NEUE SIEDLUNG IN JERUSALEM. AM MUSEUMSBERG GELEftENL

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