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Jüdische Wochenschau · 1967-02-03 · 2204 (3.2.1967) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2204 (3.2.1967)
Date
1967-02-03
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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MITGLIEDER DES KIBBUZ KAZIR, der an der Grenze mit Syrien liegt, erhalten Bericht von der „Front". L A SEMANA ISRAELITA Viernes, 8 Ae Fetorer® Ae 1967 mM mm WwM. MUß "WitfÊ h'J:,}: 'fijk I :9¡Si8Hik rfy/M 1 y $&0- MM i*,.; -. Wm$m WM W0!Mßm mi$r$ß jÿîp:: ''???$-I% :ñM tííS¿AÍl * * i "T"'? -lA-r^cV -r -rri5* .. i-r * * ¿fl,,. ■ '. .'* t^îÿÿ,V ''î'V _. w. ' > - •* ■* $$$$$&■ {*8:#!*-A P..J mm mm mSi m WMm à»» ZflMtfZ ,4Z5 REISEZIEL Die Stimmung bei den Teilnehmern des kiirzliehen Kongresses der Touristk-Journalisten, die zuerst angesichts des recht lauen Beginns ihrer Tagung —, ziemlich kühl gewesen war, hatte sich bis zum Ende des Besuchs im Lande gründlich verändert. Die Kongress-Teilnehmer hatten Gelegenheit, alle Teile des Landes zu besichtigen, und sie wurden in allen Orten mit überschäumender Herzlich keit empfangen. Sie sahen sich die Meeresküste und Beer Sohewa an. sie kämet, ans Tote Meer und lernten anlässlich eines eindrucksvollen Besuches in En Gew kennen, was Grenzen in Israe1 bedeuten. Sie würdigten e6 besonders, dass der Kibbuz. I*in Gew sich als Vortrupp des Tourismus empfindet, für Erhaltung des Restaurants und für Konzerte sorgt, obwohl er unter ständiger Bedrohung der Mächte steht, die der Zivilisation feindlich gegenüberstehen und der Wüste wieder zur Herrschaft verhelfen möchten. Wer an der guten Stimmung der Teilnehmer des Touristik - Kongresses noch zweifelte, der wurde beim Empfang im Hilton-Hotel eines Besseren belehrt. Eine Atmosphäre der Fröhlichkeit und der Begeisterung ging von den Delegierten aus. Während der Vizedirektor von El Al noch um freundliche Hilfe einzelner für Israel in seiner Rede warb, versicherte der Vertreter der Kongressteilnehmer, dass sie alle inzwischen zu begeisterter. Fürsprechern Israels geworden seien. Gegen Schluss des Kongresses wurden Fragen behandelt, an die Israel besonders interessiert ist, nämlich die Probleme der Winter- Touristik. ,,Kommt ins Land der Sonne“, ist die bewährte Parole der israelischen Touristik-Werbung. „Touristik im Lande der Sonne“ war das Thema des letztem Kongress- Teils gewesen, und Israel hatte, soweit es um das Wetter ging, alle Versprechungen seiner Werbung gehalten. Die ganze Kongress-Woche über herrschte , .programmgemässwarmes Sommerwetter. Den Israelis ging es auf die Nerven, aber die ausländischen Gäste waren begeistert. Sie versicherten in privaten Gesprächen immer wieder: ,,Eu er Himmel hält, was Ihr versprochen habt.“ Anlässlich dieses letzten Tagungsteils erläuterte der Vizegeneraldirektor des Touristik-Ministeriums Zuriel die Schritte, die die Regierung Israels zur Förderung der Winter - Touristik ergreifen will. Zwei bis drei Strandstellen sollen als Muster-Badeplätze mit allen für Touristen notwendigen Einrichtungen ausgebaut werden, und das Touristik - Ministerium will für dieses Projekt etwa eine Ben Garion reist nach USA New York. — Der frühere israelische ‘Premierminister David Ben Gurion, dessen 80. Geburtstag von allen jüdischen Gemeinschaften in der Welt gefeieft wird, hat die Einladung der Führer der ■ USA-Judenheit angenommen ' und wird nach Nordamerika reisen, um an verschiedener; Veranstaltungen des United , Jewish Appeal (Vereinigte; Einheitskampagne) im komf nienden März teilzunehmen. 1' Dies teilte der Vorsitzende i; dieser Organisation, Max Fi sher, jetzt mit. f Die Ankündigung erging namens des ,,Oeffentliehen Comités für die Feiern des 80. Geburtstages Ben Gu- ■ rions", dessen Vorsitz Fisher t Innehat und dem 47 jiidi- | seh« Organisationen aller t Richtungen im Lande ange hören. Ben Gurion wird am . 1. März im Kennedy-Flugha- \ fen erwartet. Israels ..grosser alter Mann“ wird ausser auf den Veranstaltungen des United Jewish Appel bei der jährlichen Nationalkonferenz der Bonds- Aktion in Miami Beach das Wort ergreifen. Er wird mit den Führern der wichtigsten jüdischen Organisationen konferieren und mit Studenten und Professoren der grössten jüdischen Universi täten Zusammentreffen. Im Namen des Jewish Appel wird er fünf Städte besuchen, nämlich Philadelphia, Los Angeles, Chikago, New York und Boston. In allen diesen Städten wird Ben Gurion auch zu den jüdischen Führern zugunsten des israelischen Erziehungs-Fonds der Einheitskampagne werben, welcher Beisteuerungen zu sammeln bemüht ist, um in Israel neue Schulen Bibliotheken und Jugendzentren zu errichten und die bestehenden au vergrössern. (ITA) Million IL investieren. Diese Musterstrandbäder sollen den Stadtverwaltungen als Vorbild dienen, und die Städte sollen auf gerufen werden, mit eigenen Kräften weitere komfortable Strand-Anlagen zu schaffen. FINANZIELLER ANREIZ Das Touristik-Ministerium ist sich darüber klar, dass den Winter-Touristen besondere finanzielle Anreize geboten werden müssen. Im vorigen Jahr wirkte sehr das verbilligte Amerika-Flug-Arrangement zum Preise von 360 Dollar (statt der sonst üblichen 535 Dollar), und sowohl das Touristik-Ministerium als auch El Al wollen nach weiteren Möglichkeiten dieser Art suchen. Die Hotels im Lande sollen ihr Teil beitragen und Zuriel sprach die Erwartung aus, dass die israelischen Hotels in der Winterzeit Ermässigunger. bis zu 30 Prozent gewähren. Die Hotelkapazität wächst schnell an, und bald werden für Touristen 10.000 Zimmer zur Verfügung stehen, während Israel im Jahre 1955 erst 3.200 Zimmer anzubieten hatte. Eine besondere Note in die Verhandlungen trug der Vertreter der gastronomischen Fachpresse, der mitteilen konnte, dass der fünfte internationale gastronomische Kongress im Jahre 1968 in Israel stattfinden wird. Er hatte auch seine kritischen Bemerkungen parat: „Ein Land wirkt auf einen Touristen durch seine spezielle Küche, und eine solche Küche mit National-Speisen ist in Israel noch nicht zu finden. KEHRSEITE DER MEDAILLE Während die Organisatoren des Kongresses und die Schiffsunglück Rom. — Die höchste Marinebehörde von Neapel veröffentlichte ein Communiqué folgenden Wortlauts: „Am Abend des 28. Januar wurde die Suche nach dem vei unglückten israelischen Schiff Haschloscha eingestellt. Drelssig Seemeilen Südlich der Unfallstellc befördert die Korvette Carmorano zwei Boote und andere Ueberreste de Hasdhlosoha ohne Ueberlebende der Katastrophe.“ (ITA) Vertreter des Touristik-Mini steriums in Israel begeistertes Lob von den Besuchern vernahmen und dementspre - ehend gestimmt waren, musste der sich zur gleichen Zeit in den USA aufhaltende Touristik - Minister Mosche Kol sich weniger erfreuliche Stimmen anhören. Mosche Kol, der mit jüdischen Organisationen und Vertretern von Reisebüros zusammen kam, vernahm zuweilen bittere Beschwerden. So hörte er in Los Angeles Klagen einer Gruppe sefardischer Juden, die Israel besucht hatten. Die Hotels in Israel hatten den Mitgliedern dieser Gruppe, die auf Veranlassung ihrer Synagoge zu den Feiern des Unabhängigkeitstages gefahren waren, nicht die versprocheenn Plätze eingeräumt, und die amerikanischen Gäste waren in mangelhafter Weise untergebracht worden. 40 von der. 50 Reiseteilnehmern waren so erbittert, dass sie geschworen hatten, sie würden Israel nie wieder besuchen, nur der Vorsitzende war nicht so fest in seinem Entschluss und wollte das „Risiko" einer zweiten Reise auf sich nehmen. Andere Gesprächspartner Kols beklagten sich vielfach über das israelische Eissen, das sie als .schlecht* bezeioh- Literarische Notizen Musikfest Am Musikfest in Aspen/Colorado (USA) wurden Rolf Liebermanns „Chinesische Liebeslieder" mit dem Kammerorchester Bernard Goddman unter der künstlerischen Gesamtleitun? von Walter Süsskind gespielt und Musikstücke von Bach und Mozart mit dem Aspen Festival Orchestra unter ftzymor Goldberg, Tod einer Schauspielerin In New York starb Gertrude Berg, die in Amerika berühmte Molly Goldberg der Bühne, des Fernsehens und des Radios. Sie stellte 35 Jahre lang den Prototyp der jüdischen Hausfrau dar aus der Zeit derer, die die englische Sprache noch nicht ganz beherrschten. Sie hatte für diesen Winter noch ein reiches Arbeitsprogramm am Broadway vorgesehen. Año xxvni. — N* — t Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ EjRNFSTO „CHE“ Guevara. Castros früherer Stellvertreter, soll sich in Uruguay aufgehalten haben. DIE WARSCHAU-Pakt-Staaten werden demnächst eine Konferenz abhalten, um das Problem des Roten Ch na zu besprechen. — BRASILIENS Pressgesetz wurde vom Kongress angenommen, bevor Präsident Castello Branco das Gesetz durch Dekret in Kraft setzen konnte. — JOSIP BROZ TITO wird in Kürze Moskau besuchen. DIE LAGE in Nikaragua verschärft sich zusehends nachdem nun auch dnuh ein neues Pressegesetz d’e Pressefreiheit gedrosselt worden ist. — GEGEN DEE amei ikanische Botschaft in Moreev deo wurde ein Atteinat verübt. — DIE USA haben dem Kreml ein gemeinsames Abrüstungsprogramm vorgesch’agen. — IN SPANIEN nehmen die Demonstrationen gegen die Regierung zu, obwohl die Polizei mit scharfen Gegenmassnahmer. gedroht hat. — MAO TSE TUNG soll die rotehinesische Armee in A.armzus<and gesetzt, r.aben. — EINE KLEINE Demonstration gegen die Behandlung der sowjetischen Schriftsteller Sinyawsky und Daniel wurde in Moskau von Polizeikräften unterdrückt — VOR DEM GRABMAL Lenins in Moskau kam es zwischen russischen und chinesischen Kommunisten zu einem Handgemenge. — BRASILIEN wurde von einer furchtbaren Unwetterkatastrophe heimgesucht. — GENERAL SUHARTO, der neue starke Manr Indonesiens, soll neue Pläne vorbereitet haben, um Achmed Sukarnb zu stürzen. — SCHWERE LUFTKAEMPFE werden aus Vietnam gemeldet. — , . DREH ASTRONAUTEN fanden in Cap Kennedy bei Experimenten einen furchtbaren Tod. — WESTDEUTSCHLAND wird Beziehungen mit einigen Ostblockstaaten aufnebmen. — COSTA E SILVA, der gewählte Präsident Brasiliens, der sich auf einer grossen Reise vor Antritt seiner Präsidentschaft befindet, wurde von Johnson mit grossen Ehren empfangen. — Bechor Shitrit gestorben Tel Aviv. — Am vergangenen Sonnabend verschied Israels erster Polizeiminister Bechor Shitrit an einem Herzschlag. Er wurde 72 Jahre alt Seine Beisetzung fand am Montag statt. Shitrit, der auch, der Knesset als ’Abgeordneter angehörte, war vor vier Monaten von seinem Amt zurückgetreten, das er seit Staatsgründung unter allen Regierungen innehatte. Der Verstorbene entstammte einer marokkanischen Familie und wurde in Tiberias geboren Ehbegann seine Laufbahn als Polizeinspektor in seiner Heimatstadt. Unter dem britischen Mandat wurde er zum Stellvertretenden Polizei-Intendanten ernannt und bekleidete damals den höchsten Rang, den ein im Lande Geborener erreichen konnte. (ITA) neten. Christliche Kreise meinten, es sei nicht verständlich, warum das ar. Touristen interessierte Israel Nichtjuden Käscher - Eissen aufzwinge, wenn sie andere Speisen haben möchten. Touristik-Minister Kol und der Direktor seines Ministeriums de Shalit hörten sich geduldig die vielen Klagen und Beschwerden an und versprachen eingehende Prüfung nach ihrer Rückkehr nach Israel. Trotz dieser negativen Bemerkungen bestehen jedoch Aussichten auf Verstärkung der Touristik Israel Goldstein 70 Jahre Tel Aviv. — Dr Israel Goldstein, der heute nach 40iähriger Amtstätigkeit als Rabbiner im Bne-Jeshurun- Tempel von New York in Israel lebt, wurde anlässlich seines 70 Geburtstages von dem Verband der Journalisten und Zeitungsverleger gefeiert. Dt- Goldstein ist Prä* eident des Keren Hajessod. Die Festredner würdigten Dr. Goldsteins Verdienste, die er sich in seiner langjährigen zionistischen Arbeit erwarb, und nannten ihn „ein lebendiges Beispiel für die Ueberbrückung der gegenwärtigen Erfordernisse“. Es wurde hervorgehoben, dass der Jubilar weiterhin das Beispiel eines zionistischen Führers sei, der sich in Israel niedergelassen hat. — (ITA) Israels Bevoelkerung Tel Aviv. — Die Bevölkerung Israels ist im Jahre 1966 nur um 2,2 Prozent angewachsen, verglichen mit 2.9 Prozent im Jahre 1965 und 4 Prozent im Jahre 1964. aus den USA. Insbesondere werden mehr christliche Besucher erwartet, da Kreise der Kirche Pilger-Gruppen für das heilige Land organisieren. Auch die Fluggesellschaften tun das ihrige, um mehr Touristen für Israel zu werben — aber zweifellos ist die Beseitigung der Misst-nde notwendig, die heute immer noch die Touristik stören und die zur Verärgerung der ausländischen Besucher beitragen. KEIN SAA1 FUER VON THADDEN New York. — Der Vizepräsident der westdeutschen NDP, Adolf von Thadden, wollte im Hotel Commodore eine Pressekonferenz abhalten. Die Hotelverwaltung gestattete ihm die Benutzung des grossen Saales nicht, da sie befürchtete Anrinazis würden die Veranstaltung zu stören versuchen. Auch der Presseklub lehnte es ab, wregen „früher eingegangener Verpflichtungen“, von Thadden j'nen Raum zur Verfügung zu stellen. Dei Pvesseklub uno das Hotel enthüllten dass die Bemühungen um das Zustandekommen einer Pressekonferenz für von Thadder. von einem gewissen Kurt Ehm aus New Jersey unternommen wurden der sich selbst als . Berichterstatter westdeutscher Zeriungen“ bezeichnet hatte. Den deutschen Informaionszentren sowie der wichtigen deutschen Korrespondenten in den USA und in den Vereinten Nationen war der Mann nicht bekannt Aus verschiedenen Quellen verlautete dagegen, dass Ehm de? Korrespondent der berüchtigten neonazistischn National- und Soldatenzeitung ist. (ITA)

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