Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2203 (27.1.1967)
- Date
- 1967-01-27
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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i PUEYRREDON 2190 — 1* izq. Ano XXVIII. JfoJkMXut&Jsh&elUG, 83 - 2613 T. E. BUENOS A IKES. VIER NES 27 PE ENEKO OE 1967 N" 2293 Israel wird sich verteidigen Nach einigen Monaten relativer Ruhe an Israel« Grenzen ist es seit einigen Wochen zu einer Kette ununterbrochener Zusammenstösse gekommen. Die arabischen ¡Drahtzieher, insbesondere der „Führer“ der „arabischen Flüchtlinge“ Shukairy, der ..Palästina erobern will hetzen ganz offen zum Krieg, ohne dass die verantwortlichen Instanzen der UN oder die Vereinigten Staaten, die Sich so gern zum Hüter des Weltfriedens aufwerfen, irgendetwas unternehmen würden. Nur wenn Israel sich zur Wehr setzt, dann erheben die grossen Politiker auf der internationalen Bühne unter Aufwendung aller Theatralik, zu der sie fähig sind, ein vehe mentes Geschrei über eine israelische Aggression mit jener Scheinheiligkeit die nun einmal das besondere Kennzeichen einer ausgespielten Diplomatie ist. Sicherlich fehlen auch jü dische kritische Stimmen nicht, die meinen, man hätte den Falschen geschlagen, ob nun wirklich ein arabisches Land weniger als das andere gegen Israel eingestellt sein würde. Der Stoss gegen Transjordanien war ein sehr geschickter Schachzug der Israel-Regierung gegen einen Staat, der nichts dagegen unternahm, die syrischen Eindringlinge von sich fernzuhalten, bis der Stachel im eigenen Fleisch zu schmerzen begann. Der Schlag Israels gegen Transjordanien hat die tiefen Differenzen zwischen den arabischen Staaten aufgezeigt und mit dem Märchen der arabischen Einheit und Einigkeit Schluss gemacht. Der Vorhang wurde zerrissen, der sich über dieses Gfeoiet gesenkt hatte, um die Oeffentlichkeit an einer gesunden Meinungsbildung zu hindern. Jetzt dürfte es allen klarer geworden sein, dass im Mittleren Osten das komplette Chaos herrscht. Aber es handelt sich durchaus nicht um ein .gewöhnliches Chaos“, wenn diese Bezeichnung benutzt werden darf. Ein gewöhnliches Chaos bricht über ein Land, ein Volk, eine Gegend, einen Erdteil herein, ohne dass der Mensch, eine Gruppe von Menschen oder eine odei ’ mehrere Regierungen hierfür die Verantwortung tragen. Chaos ist eine vom menschlichen Willen unabhängige Katastrophe. Jedoch nicht immer ist es so: das Durcheinander, das aeute im Mittleren Osten herrscht, ist ein gewolltes, ein willkürlich und absichtlich herbeigeführtes Chaos, wobei sich die verschiedensten Mächte und Richtungen in dem Wunsch begegnet sind, dieses Chaos zu schaffen. Da haben wir die Grossmächte des Westens und des Ostens, da haben wir gewisse arabische Politiker wie Nasser und Aref, wie die Syrer und die republikanischkommunistischen Yemeniten die alle für sich und alle zusammen, die jeder in seiner Art und doch alle übereinstimmend nur ein einziges Interesse haben, dass es keine Ruhe, keine Sicherheit, keinen Frieden geben möge. Und hiermit stimmen die USA nicht nur überein, sie machen dieses grausame Spie1 mit, sie fördern das Durcheinander, sie hüten das Chaos, sie vermeiden Lösungen Regelungen, Klärungen, Beschwichtigungen oder gegenvon B. B. seitige Fühlungnahmen. Sie liefern den Transjordaniern noch Waffen, obwohl keine Sicherheiten vorhanden sind dass diese Waffen nicht gegen Israel angewandt werden. Das ist alles nicht neu Schon der verstorbene da« mittelöstliche Chaos fördernde Foster Dulles hat den Ae gyptern „aus Gründen der inneren Sicherheit“ Unterseebote geliefert... Als ob die Amerikaner tag lieh oder stündlich das Buch studieren würden, „Wie mache ich mir Freunde“... Die schärfste Kritik an dieser läppischen, unaufrichtigen, das Vertrauen ihrer eigenen Freunde zerstörenden Politik haben zwei Amerikaner in SAMUEL ihrem ausgezeichneten Buch „Der hässliche Amerikaner“ geübt. Die Amerikaner haben diese Kritik verstanden, sie haben mit den Köpfen, mitunter auch nachdenklich genickt, aber sie haben ihre Politik fortgesetzt. Mit historischen Betrachtungen ist in solchen Augenblicken der Gefahr, wie heute, nicht viel getan. Dabei wäre es garnicht so schwierig, den Weg für eine Verständigung zu ebnen. Eine russisch-amerikanische Note an Syrien würde genügen, um jede weitere Angriffshandlung zu unterlassen. Wenn Russland daran gelegen ist, dass Ruhe an den Grenzen herrscht, wie der sowjetische Botscnafter wiederholt mitteilte, so soll der Kremi dies in der entspre chenden Form seinen Satelliten in Damaskus deutlich sa gen. Inzwischen aber lanzieren die Syrer immer neue Attentate und erheben ein Wehgeschrei, wenn Israel sich darauf vorbereitet, einmal wieder energisch zurückzuschlagen. Gewiss wird sich Israel gegen jeden Angreifer verteidigen. Es liegt in der Hand der Grossen ächte. dieser. Keinkrieg einzustellen und endlich einen stabilen Frieden zu errichten. Aber vorerst ziehen sie alle das Chaos vor, denn nur im lebhaften Durcheinander vermeinen sie alle, am besten im Trüben fischen zu können. WIE ICH ES SEHE - —=• AUS DUESTEREN TAGEN i „ JEHUDA GOTTHEMER Welche Ereignisse den greisen von Hindenburg am 30. Januar 1933 wirkilch dazu bestimmt haben, den von ihm gehassten und verachteten Hitler zum Reichskanzler zu ernennen, ist bisher nicht hinreichend geklärt worden. Verrat stand Pate bei allen Aktionen die von den Hauptakteuren dieser Tage eingeleitet und unternommen worden sind. In erster Linie war es von Papen, der mit Meisterschaft jeden gegen jeden ausspielte und auf diese Weise zu hoffen glaubte, er werde sein Leben erhalten. Seine Spekulation war nicht falsch. Er war schliesslich einer der ganz wenigen, die ihren Kopf und ihre Interessen über alle Stürme hinweg retten konnten. Nur einige Episoden sollen diese Situation beleuchten, die längst vergessen ist „Wenn nicht bis 11 Uhr eine neue Regierung gebildet ist, marschiert die Reichswehr. Eine Militärdiktatur unter Schleicher und Hammerstein droht “ Also schrie in den frühen Morgenstunden des 30. Januar Franz von Papen den Führern des Stahlhelm Düsterberg und Seldte zu, die mit Hugenberg bei ihm versammelt waren. Damit alle Leser verstehen, worum es ging, soll kurz erläutert sein, wer diese Personen waren, von denen für die Zukunft so vieles abhängig war. Schleicher und Hammerstein waren Generäle. Schleicher sogar Reichskanzler, gegen den von Papen, im Grunde genommen ein gescheiterter Diplomat und Politiker, konspirierte. Seldte und Düsterberg waren die Anführer des Stahlhelm, einer nationalistischen Vereinigung ehemaliger Frontkämpfer, die später von den Nazis einfach aufgelöst wur de. Düsterberg soll sogar irgendwie jüdischer Abstammung gewesen sein. Er verschwand von der Bildfläche Seldte spielte eine unrühmliche Rolle als einer der Minister Hitlers Im Uebergangskabinett, aber auch er wurde dann einfach zur Seite geschoben. Hugenberg war ein deutscher Zeitungskönig, Erz. reaktionär, der glaubte, die Situation zu beherrschen. Ohne ihn wäre Hitler nicht an die Macht gekommen, aber er gab sich der törichten Illusion hin, den „Gefreiten des Ersten Weltkrieges“ in der Hand zu haben. Hitler eliminierte Hugenberg mit einer Handbewegung als er ihn nicht mehr gebrauchen konnte, und Hugenbergs Rolle war damit ausgespielt. Hugenberg hätte im letzten Augenblick die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler verhindern können. Er traute Hitlers nicht Hitler traf auf Hugenberg zu und sagte zu ihm: „Herr Geheimrat, ich gebe Ihnen mein feierliches Ehrenwort, dass ich mich von keinem der hier Anwesenden jemals trennen werde, mögen die Wahlen ausfallen, wie sie wollen.““ Aber Hugenberg blieb bei seiner ablehnenden Haltung Da rief Papen: „Herr Geheimrat, wollen Sie die unter solchen Erschwernissen vollzogene Einigung gefähr den? Sie können doch nicht an dem feierlichen Ehrenwort eines deutschen Mannes zweifeln?“ Aber Hugenberg gab auch dann noch nicht nach. Wie'es dennoch zur Ernennung Hitlers wenige Minuten später kam. berichtet Düsterberg. Bin Satyrspiel, mit dem die deutsche Tragödie abschliesst, meint der Historiker der Republik, Erich Eyck. Der Geheimrat, der jeder Regierung das Leben erschwerte, jede Wendung zum Besseren sabotierte und selbst seine eigene Partei durch sein Verhalten dezimierte, gab nach, weil... er den greisen Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall nicht warten lassen wollte... Die meisten, die an dieser Szene beteiligt waren sind klanglos untergegangen. General Schleicher wurde ermordet, von Papen abgeschoben, Hugenberg, Seldte, Düsterberg verschwanden von der Bildfläche, als Hitler sie nicht mehr brauchte. Vom Oberstleutnant Theoder Düsterberg, der jüdischer Abstammung gewesen ist, wurde nicht allzu viel bekannt. In Miniatur spiegelt dessen Schicksal den eigenartigen Weg mancher deutscher Juden wider, die sich v n Generation zu Generation immer weiter vom Judentum entfernten. Sicherlich war Düsterberg selbst kein Jude mehr. Er stammte von Juden ab, was eigentlich eine Redewendung ist, die man allgemein der nazistischen Terminologie entnommen hat. Theodor Düsterberg hatte es immerhin zum hohen deutschen Offizier gebracht Nach dem Ersten Weltkrieg war er viele Jahre hindurch der zweite Bundesführer des einmal einflussreichen Stahlheim, einer rechtsgerichteten, militärischen Organisation ehemaliger Soldaten die einen deutlich antisemitischen Einschlag zeigten, itn Jahre 1932 wurde Düsterberg bei den Wahlen für den Reichspräsidenten als einer der Kandidaten aufgestellt, immerhin für einen „Judenstämmling“ eine aussergewöhniiche Karriere Im bereits antisemitischen Deutschland FUER BEZIEHUNGEN MIT ISRAEL Madrid. — Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Spanien und Israel wurde in einem Leitartikel der einflussreichen katholischen Zeitung „Ya“ gefordert. „Ya“ schrieb, es sei eine Anomalie, dass Spanien die einzige Nation in Westeuropa ist, die sich 18 Jahre nach Gründung Israels noch weigert, den jüdischen Staat anzuerkennen. Schon im vergangenen Jahr hatte sich ,,Ya“, zu deren Leitartiklern bedeutende Politiker wie z. B. der ehemalige Aussenminister Alberto Martin Artajo gehören, auch für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Osteuropa eingesetzt. Was Israel angeht, so wird darauf hingewiesen, dass die spanische Verweigerung der Anerkennung dieses Landes ihren Grund in den mit den Arabern gepflegten Beziehungen hat. „Unsere Freundschaft mit den Arabern“, schreibt das Blatt, „ist kein Hinderungsgrund für eine nicht weniger wohlfund.ierte Freundschaft mit den Juden.“ — (ITA) von HORST WINCKLER Jetzt wird der Prozess gegen zwei frühere hohe deutsche SS-Fühcer und ihre Sekretärin beginnen, die für den Tod von mehr als 100.000 holländischen Juden verantwortlich oder mitverantwortlich sein sollen. Das waren feine Leute, diese SS-Helden. Da ist ein gewisser Wilhelm Harster, heute 72 Jahre alt, der bis in die letzte Zeit einen nicht unwichtigen administrativen Pasten bei der bayerischen Regierung bekleiden konnte. Er ist jetzt der Hauptangeklagt?, dieser Harsrer. Während des Krieges sass er m der holländischen Hauptstadt Den Haag, wo er das Büro „für die Endlösung“ leitete. Für die Endlösung, das heissb für die Ermordung der Juden. Das wusste natürlich Leiter Harster und dafür wurde er bezahlt. Er soll tür die Ermordung von 82.856 Juden verantwortlich sein, eine ansehnliche Anzahl eine grausame Ziffer, eine unvorstellbare Ziffer. Soviel hat die Staatsanwaltschaft schon vor der Prozesseröffnung durch das Gericht festgestellt, dass Harster genau über das Schicksal der unglücklichen Juden informiert war, die er deportieren liess. Deportieren, das war identisch mit „In den Tod schicken“... Der zweite Angeklagte ist der frühere SS-Funktionär Wilhelm Zoepf, verantwortlich für den Tod von 55.382 Juden. Auch er wusste selbstverständlich, dass die Deportation in die Todeslager erfolgte, was im Rahmen eines vorher festgeiegten Planes lag. Bereitwillig hat auch SS Mann Zoepf seinen Anteil und seine Arbeitsleistung beigetragen, um keinen der holländischen oder in Holland lebenden Juden zu veigessen. Die Arbeiter in Amsterdam hatten gegen die bruta'en nazistischen Verfolgungsmassnahmen gestreikt. Es war vergeblich gewesen. Das holländische Volk har alles getan um den Juden zu helfen. Einzelheiten hierüber sind durch das bekannte Tagebuch der Anne Frank in die Weltöffentlichkeit gedrungen. Wie schrecklich pflegten alle zu sagen, die das gelesen haben oder die das Theaterstück sahen, das über viele Bühnen ging. Aber das war doch kein Theater, das war eine grausame, eine schreckliche. eine unbarmherzige Wirklichkeit. Und die kleine Anne Frank, sie steht für Millionen, ja für Millionen jüdische Kinder, die man brutal ermordet hat, nur weil sie jüdische Kinder gewesen sind. Der bevorstehende Prozess gegen die Verantwortlichen tür die Deportation aus Holland zeigt auch, wie weit die Schuldverstrickung des deutschen Volkes reicht. Denn unter den Angeklagten befindet sich eine Frau, Gertrud Schlottke, die damals als Sekretärin eingesetzt war und inre Tätigkeit als eine wichtige Aufgabe zur Liquidierung der Juden betrachtete. Die Schuld der Frauen am Hitler- Regime ist ein ergiebiges Kapitel für sich. Ohne den Fanatismus der Frauen wäre Hitler wahrscheinlich überhaupt nicht zur Macht gelangt. Ohne den Fanatismus der Frauen wäre der Ausrottungs- und Verfolgungswahn der Hitleristen niemals zu einer solchen Entartung gelangt. Das halben die Prozesse gegen die Frauen-SS-Wärterinnen in den X.Z gezeigt. — Der bevorstenende Prozess gegen Harster u. a. in München reisst neue Wunden auf. Von den über 100.000 Juden, die es be> Beginn der NS-Verfolgungen gab haben nur eintausend sechzig (1.060) überlebt... des Jahres 1932 Eis ist vieli leicht nicht ganz uninteressant, sich diese Vorgänge, j knapp ein Jahr vor der Machtergreifung in die Erinnerung zurückzurufen. Am 13. März 1932 fanden die Wahlen für die Reichspräsidentschaft statt. Eis kandidierten: Reichspräsident und ehemaliger Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, damals 84 Jahre alt, der ehemalige Gefreite Adolf Hitler, der Kommunistenf {ihrer Thälmann und der ehemalige Oberstleutnant Theodor Düsterberg. Das Volk gab seine Stimme wie folgt: Hindenburg: 18,6 Millionen Hitler: 11,4 Millionen Thälmann: 5 Millionen Düslerberg: 2.5 Millionen. Dem Kandidaten Hindenburg fehlten 0,4 Prozent an der vorgeschriebenen Mehr- | heit, sodass ein neuer Wahl- | gang erforderlich war, bei! dem Düsterberg seine Wähler aufforderte, ihre Stimme für Hindenburg abzugeben, der dann mit 19.39 Millionen Stimmen gegen 13.41 Millionen Stimmen für Hitler den Sieg davontrug und seine zweite Präsidentschaft antreten konnte. Düsterbergs Grossvater hiess Abraham, er nahm 1811 in Paderborn den Namen Düsterberg an. Ob sich bereits der Grossvater taufen liess, Wissen wir nicht. Jedenfalls haben hundert Jahre ausgereicht, um den Oberstleutnant und Kandidaten zur Reichspräsidentschaft zu „entjuden“, was aber die Nazis ihrerseits nicht anerkannten, denn Düsterberg hatte wohl jüdische Grosselterri (Schluss auf Seite 2) Warnung an Auswanderer London. — Wie es scheint, wurde laut Nachrichten aus Moskau in der sowjetischen Moldau-Republik eine Kampagne eingeleitet, um die Juden zu warnen, es sich zwei Mal zu überlegen, bevor sie Russland verlassen, um sich in Israel anzusiedeln. In der Zeitung ..Sowjetskaya Moldavia“ ist ein Artikel erschienen, der freundliche Ermahnungen und nicht etwa Drohungen enthält. Hiesige Beobachter sind der Ansicht, er sei von den wachsenden Bemühungen der Juden ausgelöst worden, die Ausreisevisen beantragen, nachdem Kossygin im Dezember in Paris erklärt hatte, dass die Regierung den Juden die Auswanderung nicht erschweren wolle. In dem Artikel heisst es, dass in Israel „grosse Arbeitslosigkeit“ herrscht und die Arbeiter von „herzlosen Menschen“ erbarmungslos „ausgebeutet“ werden so dass viele russische Juden, die auswanderten, bald wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind oder „zum Wahnsinn oder Selbstmord“ getrieben wurden. Daher sollten die Juden, die auswandern wollen, nicht später nach Russland zurückkommen und sich beschweren, dass sie nicht vor den „harten Bedingungen im Verheissenen Land“ gewarnt worden seien. Die russischen Juden werden von dem Artikelschreiber in väterlichem Ton aufgefordert, den Berichten der Propaganda und israelischer Touristen „von der übetriebenen Prosperität in Israel“ keinen Glauben zu schenken. Zur Erhärtung dieser Behauptung publiziert die Zeitung „Briefe“ von Emigranten in Israel, die sich über „ihr bitteres los. die unüberwindbare Langweile und ihr© Reue“ beklagen. (ITA)