Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2202 (20.1.1967)
- Date
- 1967-01-20
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616703-9615794-9615804--4688-9615812- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
FRANQUEO PAGADO O Ûû o c 1) M — se m Concesión 908 o « V ü|5 < o TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 MANA ISRAELITA Ano XXVIU. BUENOS AIRES, VIERNES 20 DE ENERO DE 1967 Na 3302 EL EJEMPLA en toda la República : 20- PUEYRREDON 2190 1* Izq. Buenos Aires T.E. 83 - 2613 » * APPELL AN DIE ESA Blick in die Welt DER UEBERFAM. IN KORASIM Tel Aviv. — Ein Israeli »eher Soldat wurde verwundet. als ote Syrer in der Ge gend von Korasim bei Almagor eine israelische Position beschossen. Den Grund fiir den Feuerwechsel bildete das Betreten israelischen Bodens durch die Syrer. Israel erhob Beschwerde vor der gemischten Waffenstillstands-Kommission. ISRAELISCHE WARNUNG Jerusalem. — Die Unruhe au der syrisch-israelischen Grenze wurde am vergange neu Wochenende durch einen neuen syrischen Angriff gegen Israel noch geschürt. Vier syrische Tanks und schwere Maschinengewehre eröffneten das Feuer auf israelische Positionen an ver schiedenen Stellen am Ostufer des Tiberias-Sees, wie ein israelischer Sprecher bekannt gab. In Verteidigung seiner Souveränität sah Israel sich gezwungen, die Syrer energisch zu warnen und 'sie darauf hinzuweisen, dass die fortgesetzten Attacken» längs seiner Grenzen beidc*Länder an den Rand ‘ des Krieges führen müssen. Israel machte Syrien für die Folgen verantwortlich. die aus der ständigen Bedrohung .der friedlichen . israelischen Bevölkerung erwachsen. Die klare Warnung Israels geschah in Form* einer Rede des Ministerpräsidenten Levi Eshkol, der erklärte: ..Syrien ist nicht immun. Es wird die gleiche Behandlung'erfahren wie die anderen. Wif sehen uns gehalten, Damaskus zu warnen, dass wir diese Grenzverletzungen und die Ermor düng unserer Bürger nicht dulden werden.“ Er fügte hinzu, dass Israel sich bemüht, seine militärischen Massnahmen auf die eigene Verteidigung zu beschränken, aber ..das schliesst nicht die Möglichkeit au6, Schritte zu unternehmen, die zur Abschreckung unserer Feinde dienen werden.“ Aus israelischer Quelle verlautete, dass die Syrer bei einem Angriff einen israelischen Traktor beschossen, ohne das Fahrzeug noch seinen Lenker zu treffen. Hierbei trat ein Tank in Aktion. Doch anderthalb Stunden später richteten weitere drei Tanks ihr Feuer auf israelische Positionen in rfer Gegend von Almagor am Nordostende des Tiberias-Sees. Um die Mittagszeit schwieg das Feuer, das kurz darauf erneut einsetzte. Der israelische Sprecher gab an, dass 16 syrische Geschosse auf israelischen Boden fielen. EXPLOSION EINER MINE Tel Aviv. — Auf dem Sportplatz der Ortschaft Dischor in Obergaliläa explodierte eine Mine. Ein junger Israel, wurde getötet und zwei weitere wurden schwer verletzt Der Sprecher, der dies mitteilte, gab ferner bekannt, dass eine zweite Mine auf dem gleichen Fussballplatz gefunden wurde Beide Minen sind laut seiner Aussage von Mitgliedern der terroristischen Organisation „Fedain“ gelegt worden, die aus dem Libanon eindrangeu. Beobachter sind der An sicht, dass diese Terroristen allem Anschein nach von s.v rien aus dirigiert werden. Da die Syrer jedoch israelische Repressalien oefürch*en so vermeiden sie diese Leute über die syrische Grenze zu schicken, sondern ziehen es vor, sie von Transjordanien oder Libanon aus starten zu lassen. Sie stützen diese Annahme auf die Tatsache dass Israel die libanesische Regierung nicht anzuschuldigen beabsichtige sondern die Verantwortlichkeit Syrien zur Last legt. AUF DEM TIBERIAS-SEE Tel Aviv. — Die syrischen Positionen in Nukeib und Kursi feuerten aus Maschinengewehren auf israelische Boote auf dem Tiberias-See Ein israelischer Sprecher gab bekannt, dass die Israelis keine Verluste zu beklagen hatten. Er fügte hinzu dass die Syrer das Feuer eröffne ten. Später seien israelische Schnellboote herbeigeeilt, die, um die Fischer zu schützen, die Schüsse erwiderten. Der Schusswechsel währte 30 Minuten. Israel beschwerte sich vor der gemischten syrisch-israelischen Waffenstillstands-, Kommission. ISRAELISCHER PROTEST Tel Aviv. — Libanestscfte Terroristen sprengten ein Gasolindepot oei Dischon in zwei Kilometer Entfernung von der Grenze wie ein militärischer Sprecher mitteilte. Israel protestierte vor der UN-Kommision für die Ueberwaehung der Waffenstillstände. EMPOERUNG IN ISRAEL Tel Aviv. — Die Israeli sehen Sicherheits - Beamten waren bemüht die wütenden Siedler von Dischon zu beruhigen. die nach dem verbrecherischen Attentat auf dem. Sportplatz Rache nehmen wollten. Der Israeli der bei dieser Explosion den Tod fand, war Josef Cohen,, einer der besten Söhne Dischons, welcher als Fallschirmspringer in der Armee diente und auf Urlaub in der Kolonie weilte. Einer der Siedler, der ein Gewehr nanm und es in Richtung auf die libanesische Grenze abfeuern wollte, wurde von der Polizei in seine Wohnung gebracht. Der Bestattung des Opfers wohnten alle Bewohner Dischons bei. Die lokale Presse stellte entrüstet die Frage wie lange noch Israe] die Sabotageakte zu dulden gewillt ist. ..Jediot Achronot“ beschuldigte die USA, Israe, die Hände zu oinden, während sie andererseits die Angreifer nicht energisch ge nug ermahnen von den Attacken gegen Israel abzulassen. ..Maariw“ schrieb in einem Leitartikel, dass das Bombenattentat nur mit dem offenen Wunsch der Syrer eine israelische Vergeltung zu provozieren, zu erklären ist. EILIGE MASSNAHMEN Jerusalem. — Israel verfüg te die Einberufung besonderer Verteidigungstruppen in Anbetracht der letzten syrischen Angriffe. PreAiier- und Verteidigungs-Minister Levi Eshkol gab dies in der letzten Sitzung des Kabinetts bekannt. der auch der Chef des Generalstabs, General Jizchak Rabin. beiwohnte Eshkol berichtete über die Lage an der Grenze, die er als äusserst gespannt bezeichnete Als besonders ernst wird die Explosion einer Mine auf dem Sportplatz von Discnon betrachtet. Ferner wies Eshkol auf den Einsatz von Tanks und Kanonen bei den Grenz Zwischenfällen hin. APPELL AN DIE WELT Jerusalem. _ Israel machte Syrien und die Welt darauf aufmerksam, dass es die fast täglichen Angriffe des arabischen Nachbarstaates ,,nicht weiter ertragen“ könne und warnte vor einer heftigen Reaktion. Die Ankündigung erging sofort nach den letzten Zusammenstössen im Grenzgebiet und der vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, U Thant. an beide Länder gerichteten Aufforderung Gewalttaten zu vermeiden, die ,,in einen grossen Krieg ausarten könnten.“ U Thants Repräsentant, der norwegische General Odd Bull, dem die Streitkräfte der UN zur Ueberwachung der erschütterten Waffenstill stände zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn unterstehen, begab sich unverzüglich nach Damaskus und kehrte am gleichen Tage nach Jerusalem zurück ohne Auskunft über das Resultat seiner Besprechungen mit den syrischen Behörden zu geben. Der syrische Rundfunk meldete allerdings, dass die Regierung Syriens zu keinem Einlenken gewillt se- und U Thant wissen liess. dass Israel an der jetzigen Spannung allein die Schuld trage. ERKLAERUNG ABBA EBAXS Dagegen machte der israelische Aussenminister Abba Eban Syrien voll und ganz für die Zwischenfälle verantwortlich und erklärte: ...Die Welt und Syrien müssen verstehen, dass wir derartige Zwischenfälle nicht mehr ertragen können“. Eban gab diese Erklärung ab, nachdem der Chef der Waffenstillstands - Abteilung seines Aussenministeriums, Mosche Sasson, mit General Bull konferiert hatte. Er klagte Syrien an, eine Kampagne ..aggressiver Gewaltanwendung' zu entfalten und in der ..Verteidigungszone“ an der Grenze Tanks und schwere Waffen eingesetzt zu haben. Der Aussenminister fügte hinzu, alle Bemühungen zur Vermeidung einer Häufung der Zwischenfälle seien gescheitert. ,,Israel“, so unterstrich er, ..hat 37.000 und Syrien 30.000 Beschwerden vor der gemischten Waflenstillstands - Kommission eingereiebt. Die Vereinten Nationen haben sieh unfähig erwiesen, den Einsatz vor Tanks zu verbieten.“ Er wies ferner auf „den irrigen Eindruck“ hin, der in hohen internationalen Kreisen über das wachsende Ausmass und die Verschiedenartigkeit der syrischen Feindseligkeiten herrsche, um fortzufahren, dass die Ermahnung U Thants „das für uns Wichtigste nicht berührt, nämlich die Tatsache, dass Syrien die Attacken der Guerillabanden und die Sabotageakte dirigiert“. NEUE ZWISCHENF.AELLE Tel Aviv. — Neue Zwischenfälle wurden aus dem Grenzgebiet gemeldet. Sprengladungen beschädigten einen lebenswichtigen Aquädukt, und die Landstrasse bei Imit in Oötgaliläa, und 800 m von der Demarkationslinie entfernt wurden im Kibbuz El Kazir auf einem bestellten Feld drei syrische Antitankminen gefunden und unschädlich gemacht. Eine neue Guerillagruppe, die sich damit brüstet, die vierte zu sein welche auf israelischem Territorium operiert, rühmte sich in Beirut, dass Mitglieder ihres Märtyrer-Regiments“ die Minen legten, welche in der vergangenen Woche explodierten. In dem Communique heisst es, dass ein Angehöriger dieses „Regiments“ verwundet und von den Israelis gefangen genommen wurde. ESHKOL VOR DER KNESSET Jerusalem. — Premierminister Levi Eshkol erklärte vor der Knesset, dass die nächsten Tage erweisen würden, nen uno den Grossmächten gelingen werde, die syrische Aggression aufzuhalten’'. Andernfalls, so fügte er hinzu, „werden wir Zurückschlagen“. Eiverwies auf den Ernst der Lage an der Grenze. „der uns dazu zwingt, vorbereitet zu sein“. — .Israel“, fuhr er fort, „ist bereit. alle politischen Mitte, anzuwenden, um eine Lösung zu finden, bevor es zu seiner Verteidigung Gewalt anwendet“. Hierauf zählte Eshkol die Reihe der syrischen Angriffe auf, um dann zu erklären, er könne der Ansicht des Generalsekretärs der UN, U Thant, nicht beipflichten, welcher sowohl Syrien wie Israel aufgefordert hat. „sich militärischer Aktionen zu enthalten, die zu einem ausgedehnten Konflikt führen können.“ Der Ministerpräsident gab seinem Erstaunen Ausdruck, dass U Thant den Angreifer und sein Opfer auf die gleiche Stufe stelle. Auch habe U Thant nicht die Gründe fiir die an der Grenze herrschende Spannung erwähnt und darauf hingewie sen, dass die Aggressionen Syriens und die verbrecherischen Sabotageakte, die von aus diesem Land herkommenden Banden verübt werden. gegen die zivile Bevölkerung Israels gerichtet sind. DIPLOMATISCHE MITTEL Jerusalem. — Politische Beobachter urteilten nach Eshkols Rede, man dürfe erwarten. dass Israel noch einmal alle internationalen und politischen Möglichkeiten erschöpfen wolle bevor es in Wahrung „seines legitimer Rechtes zur Verteidigung seines Gebietes und des Lebens seiner Bürger“ zu militärischen Mitteln greifen würde Sie verwiesen auf die öffentliche Mittung in Israel, die immer stärker eine energi v*n HAROLD SCHWARCZ UNDURCHSICHTIG sind die inneren Auseinandersetzungen und Kämpfe, die sich im Roten China zwischen einigen politischen Führern und der Roten Garde abspielen. — VORBEREITUNGEN für die 60 Jahr-Feier der kommunistischen Revolution werden bereits jetzt in Moskau getroffen. — UNRUHEN mit zahlreichen Toten werden erneut aus Patna i Indiern gemeldet. — IAN SMITH, der rhodesische Premier, kündigte den Beginn eines Weltkrieges an, falls England Waffengewalt gegen Rhodesien einsetzen sollte. — CASTELO BRANOO, der brasilianische Präsident, bezeichnete die Kritik an seinem Pressegesetz für ungerecht. da sie irrtümliche Interpretationen anwende. — GENERAL OSCAR GESTIDO. der neue Präsident Uruguays, har bereits sein Kabinett gebildet. — ALGERIEN hat bei der spanischen Regierung einen Protest wegen der Ermordung Khiders erhoben. — PARASKEVOPOULOS, der griechische Ministerpräsident. erhielt ein Vertrauensvotum. — HENRY CABOT Lodge. amerikanischer Botschafter in Südvietnam, glaubt an die Friedensbereitschaft der Nordvietnamesen. — GROSSE Hitze- und Kältewellen sind auf der südlichen bzw. nördlichen Erdhalbkugel registriert worden. — TRANSJORDANIEN beschuldigte erneut Aegypten und Syrien — selbstverständlich auch Israel — gegen derf König Hussein zu konspirieren. — DIE ALLIIERTEN melden eine neue erfolgreiche Offensive in Vietnam. — TSCHU EN LAI unternahm neue Schritte, um di« rotchinesische Krise zu überwinden. — COSTA e SILVA, der gewählte Präsident Brasiliens, wird vor Antritt seiner Präsidentschaft Argentinien besuchen. — WALDO FRANK, einer der bekanntesten zeitgenössischen Schriftsteller, ist. 77 Jahre alt, verstorben. — AYUB KHAN. Präsident Pakistans, gab seiner Enttäuchung über die Nichterfüllung des Vertrages von Taschkent-über Kaschmir Ausdruck. — SUKARNO. der Präsident Indonesiens, soll abgesetzt werden, verlangten erneut die Studenten in Massendemonstrationen. — BREZHNEW. Chef der russischen KP beschuldigte die Amerikaner, durch ihre Bombardements den Frieden zu vereiteln. — KIESINGER besuchte erstmalig als Bundeskanzler den französischen Präsidenten de Gaulle. — OBERST EYADEMA, Chet des 1.500 Mann starken Heeres von Togo, setzte den Landespräsidenten Nikolas Grunitzky ab. — sehe und sofortige Aktion fordert, um den syrischen Provokationen zu begegnen, und den Druck welcher von internationalen Kräften, besonders aber von U Thant ausgeübt wird um Israel zu besänftigen. Israel hat sich bereit gefunden, auf Wunsch des UN- Generalsekretärs sich mit Syrien zu treffen und an ei ner ausserordentlichen Sitzung der gemischten syrisch-israelischen Waffenstillstands - Kommission teilzunehmen. Wenn diese Aussprache, für die bisher weder der Ort noch das Datum festgesetzt wurden, scheitern sollte, so ergibt sich nach Beurteilung der Beobachter aus Eshkols Worten klar und deutlich, dass „die Syrer nicht ungestraft, davonkommen werden“ Man ist sich einig, dass U Thants Intervention eine Ruhepause bewirkt hat, und die Beobachter unterstreichen, dass zwei Tage lang an der Grenze relative Ruhe herrschte. STIMMEN aus den UN Vereinte Nationen. — Wäh reivd Israel und Syrien siet: bereit fanden, der Aufforderung des UN-Generalsekretärs U Thant zu folgen und einer Sondersitzung der gemischten Waffenstillstands- Kommission beizuwohnen, hegen die Beboachter in den UN Zweifel, dass Syrien zur Aufnahme irgendeiner Verhandlung bereit sei, wie Israel dies verlangt. Israel hat sowohl hier wie in Jerusalem klar zum Ausdruck gebracht, dass es auch heute noch auf seinem vor 12 Jahren eingenommenen Standpunkt steht und diese Kommission für ungeignet erachtet, ohne Verletzung der israelischen Souveränität über die Lage in der entmilitarisierten Zone zu urteilen. Aus Aeusserungen des israelischen Aussenministers Abba Eban versteht man hier, dass die Kommissions- Sitzung ein festes Programm behandeln und Abstimmungen vermeiden muss, so dass direkte israelisch - syrische Verhandlungen in Aussicht genommen werden. DRINGENDER APPELL Washington. — Israel richtete einen dringenden Appell an die USA, ihren Einfluss geltend zu machen, um zu erreichen, dass Syrien davon ablässt, israelisches Grenzgebiet anzugreifen. Der Ueberbringen dieser Aufforderung war der israelische Botschafter in Washington, Ephraim Ewron welcher vom Stellvertretenden Zweiten Staatssekretär William Handley empfangeiT wurde. Impreso ec la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 831 Registro de xa Propiedad Intelectual N9 909.491