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Jüdische Wochenschau · 1966-12-16 · 2198 (16.12.1966) · p. [Seite 8]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2198 (16.12.1966)
Date
1966-12-16
Page
[Seite 8] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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® — Vlärnt», iS de Diciembre de 1966 emeir NUEVA COMH— Rabino Hanns __ Sinagoga C^- Secret«»- ,AR,FA REDUCIDA Concesión 1829 SEMANA ISRAELITA Ano XXVII. BUENOS AIRES, VIERNES 16 DE DICIEMBRE DE 1966 N’ Î198 EL EJEMPLAR en toda la República 15.- PUEYRREDON 2190 1“ iiq. Buenos Aires T.E, 83 - 2613 Die Strafexpedition gegen Trans jordanien m§k ïSL^mi n-.a «£ - BEREITS IN DEN QUARTIEREN zeigen die israelischen Soldaten die von ihnen beschlagnahmten Terror-Waffen. SÄEUBERUNGSAKTION gegen Terroristen Kiesinger tuet gute Beziehungen zu Israel / Bonn. Der neue Bundeskanzler Kurt Georg Kie. s:i’,g^r erwäimfe in seiner Regierungs-Erklärung vor dem Bundestag ,,die schrecklichen Beiden1', deren Opfer die Juden während der Naziperiode gewesen seien. Er wies auf die diplomatischen Beziehungen 2u Israel hin und bedauerte, dass die arabischen Länder ihre Beziehungen zu Deutschland abgebrochen hätten. Et erklärte der ITA. Deutschland habe gegenüber Israel Verpflichtungen und Verantwortungen besonderer Art. ,Jch werde alles tun’-, sagte Kiesinger. „um die Beziehungen zu Israel zu verstärken.“ Er versprach, die Bemühungen Israels zum Beitritt in die Europäische Wirtschafts-Gemeinschaft zu unterstützen. Die Tagung der arabischen Liga ERBEUTETE WAFFEN beweisen, dass der Waffen. , Stillstand gebrochen wurde Nazi-Geheimbündelei von ROBERT M. W. KEMPNER Zu welchen Auswüchsen überall die rechtsradikale Pro paganda führt, zeigt ein Prozess vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe wegen Geheimbündelei in Verbindung mit Beteiligung an einer verbrecherischen Organisation Und versuchtem Sprengstoffdiebstahl. Angeklagt waren der 34jährige deutsche Staatsangehörige Erich Lindner und der aus Deutschland stammende und in Oldenburg lebende 24jährige amerikanische Staatsangehörige Reinhold Ruppe. Auf dem Richtertisch waren Gewehre, Munition und nationalsozialistisches Propaganda material aufgebaut Mit Sprengstoff, Salzsäure und ähnlichen Gewaltmitten sollte in der Bundesrepublik eine NS-Herrschaft errichtet werden. Der eigentliche Urheber der Atttentatspläne, ein Deutsch-Amerikaner, Kurt Reinheimer, ist flüchtig. Auf der Attentatsliste standen als vorgesehene Opfer der hessische Generalstaatsanwalt Dr Fritz Bauei der Regierende Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, der Schriftsteller Günther Grass und Mitglieder der Lndwigsburger Zentralstelle zur Bekämpfung von Naziverbrechen Die Typen auf der Anklagebank ähnelten denjenigen, die in der Weimarer Republik die Attentate auf Maximilian Harden, Philip Scheidemann, Mathias Erzberger und Walter Rathenau begangen haben. Bedauerlicherweise hatte der Generalbundesanwalt aus Juristischen Gründen keine Strafe wegen der Attentats plane beantragt, weil diese ihm offenbar nicht konkretisiert genug waren. Jedoch beantragte er drei Jahre Zuchthaus wegen Geheimbündelei. Die Angeklagten waren geständig. in der Bundesrepublik ein NS-Regime gewaltsam errichten zu wollen und nach Nazi-Gesinnungsgenossen gesucht zu haben. In New York hatten sie bereits eine SSartige Organisation gegründet. Die beiden Angeklagten wurden schuldig gesprochen, ßie erhielten je eine Strafe von zwei Jahren Zuchthaus, was im Hinblick auf die Gefährlichkeit der Täter nicht gerade als »ehr hart angesehen werden kann. Seit Mitte der vergangenen Woche tagten die Mitgliedstaaten der Arabischen Liga in Kairo, um gemeinsame Schritte „zur Befreiung Palästinas“ und gegen Israel zu beraten. Zunächst hatte sich König Hussein von Transjordanien geweigert, an diesen Beratungen teilzunehmen, da er sich von keinem anderen Staat vorschreiben lassen wollte, was er zur „Verteidigung“ seines Landes unternehmen müsse. Schliesslich hatte sich Transjordanien bereit gefunden, seine Repräsentanten zu der Konferenz nach Kairo zu entsenden. Es sollte sich jedoch schnell herausstellen, dass schwere Differenzen zwischen den einzelnen arabischen Staaten bestehen. Transjordanien setzte dem Verlangen der „Organisation zur Befreiung Palästinas“, die Erlaubnis zur Entsendung von Palästina-Freiwilligen au seine Grenzen mit Israel zu erteilen, energischen Widerstand entgegen. Beratungen, die sich über mehrere Stunden hinzogen, hatten keinen Erfolg. Der transjordanisehe Aussenminister Akram Zouaiter und der Leiter der „Befreiungs-Armee“ Achmed Schukairy setzten ihre divergierenden Standpunkte auseinander. Die Versammlung beschloss, die Vorschläge zu überprüfen, und vertagte die Beratungen auf den nächsten Tag. Als dann der Verteidigungsrat der Arabischen Liga wieder zusammentrat, wur- USA-Senatoren in Israel Jerusalem. — Elf nordamerikanische Senatoren weilten zu einem dreitägigen Besuch in Israel. Sie besichtigten das Land und wurden von Ministerpräsident Levi Eshkol empfangen. Später fuhren sie in andere mittelöstliche Länder. (ITA) den die Gegensätze zwischen den „Gemässigten“ und den Radikalen noch offensichtlicher. Die Delegierten der 13 versammelten Lände?- konnten sich über das Projekt nicht einigen, das die Stationierung sauditisc-her und irakischer Truppen in Transjordanien vorsieht. Die Vertreter Saudi Arabiens und Transjordaniens sind die Gemässigten, während die Radikalen von Aegypten und Syrien angeführt werden. Inzwischen wurde wiederum eine Nachricht verbreitet, dass die Sowjets die Syrer beruhigen wollen, sie sollten nicht die ’Nationalsten ln Transjordanien gegen den König Hussein bewaffnen, der westlich orientiert ist. Wie man aus anderen Quellen erfährt, haben sich die Gegensätze zwischen den beiden arabischen Lagern inzwischen in einer Weise verschärft, dass die Frage Israel in den Hintergrund getreten sei. Bekanntlich nimmt Tunis an dieser Konferenz — ebenso wie an einigen vorangegangenen — nicht teil. General Ali Amer, der Chef des Vereinigten Arabischen Militärkommandos, soll inzwi- PROZESSE GEGEN NS-VERBRECHER Laut einer Pressekonferenz laufen in Hamburg noch 70 Verfahren. Zu den 25 grossen Verfahren gehören die über die Ausrottung der Juden in Riga und Warschau. Dabei wird zum erstenmal die Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto von 1943 behandelt werden. Beschuldigt werden in diesem Prozess 300 Personen Die Staatsanwaltschaft hat in diesem Prozess allein 2.000 Zeugen anzuhören. Als der Hauptverantwortliche für die Aktion in Warschau gilt der Versicherungskaufmann Dr. Ludwig Hahn, der sich in Untersuchungshaft befindet. Vor dem Kölner Schwurgericht werden sich zwei Angeklagte, die im Lager Mauthausen die politische Abteilung geleitet haben, wegen Mordes und Beihilfe zu Mord in einer Vielzahl von Fällen zu verantworten haben Der Prozess wird 124 Tage dauern, und 229 Zeugen, davon 76 aus dem Ausland, sind vorgeladen. Der Lemberger Prozess sollte kürzlich in Darmstadt eröffnet werden. Angeklagt sind 15 SS-fieute und eine Frau eines SS-Offiziers. Der Prozess dürfte ein Jahr dauern, Vorgeladen sind 120 Zeugen aus Polen. Israel und Australien. Die Anklageschrift umfasst 35 Bärde. Es geht um die Morde in Kolomea, Kossow, Kuty und Zabio zwischen 1941 und 1943. Franz Rademacher, der sich 18 Jahre lang in Syrier, verborgen hatte, wurde auf dem Flugplatz von Nürnberg verhaftet. Er wird beschuldigt, an der Ermordung von 1.300 Juden in Jugoslawien beteiligt gewesen zu sein. Rademacher war früher Legationsrat und hatte als Beauftragter von Eichmann in Belgrad die Erschiessung der serbischen Juden besprochen. Vom Schwurgericht in Nürnberg war er 1952 wegen Beihilfe zum Totschlag zu drei Jahren und fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Im September 1953 hat er die Flucht ergriffen. Die Bemühungen des Auswärtigen Amtes für seine Auslieferung aus Syrien waren ohne Erfolg geblieben. Es ist nicht bekannt, was ihn bewogen hat, jetzt freiwillig nach Deutschland zurückzukehren. 1 bcheh ih Antieiracht der Differenzen zwischen den verschiedenen Mitgliedstaaten der Liga mit Rücktritt gedroht haben. — Westliche Beobachter befürchten eine Kettenreaktion der arabischen Länder,, nachdem Syrien das Eigentum der britischen Petroleumgesellschaft vor wenigen Tagen beschlagnahmt hat. Nähere Einzelheiten über die Folgen dieser Massnahme sind bisher noch nicht bekannt geworden. UEBER DIE ARABISCHE LIGA Im weiteren Verlauf der Verhandlungen soll sich Transjordanien bereit erklärt haben, im Falle eines israelischen Angriffs irakische und sauditische Truppen den Einmarsch auf transjordanisches Gebiet zu gestatten. Dagegen lehnten es die Transjordanier kategorisch ab. der sogenannten Armee der „Organisation für die Befreiung Palästinas“ Zutritt auf seinem Gebiet zu gestatten. Damit hat sich Transjordanien wenigstens erfolgreich gegen den Druck Aegyptens und Syriens gewehrt. Ueber den Verlaufder Beratungen wurden nur kurze Mitteilungen bekannt Offen- .„■htlich hat der König Hussein begriffen, dass die extremistische Organisation zur Befreiung Palästinas eine Revolution gegen ihn zu beginnen beabsichtigt. Der transjordanische Aussenminister erklärte nach dem Abschluss der Beratungen, er sei mit deren Ergebnis zufrieden. Der Generalsekretär der Arabischen Liga dagegen informierte die Presse, dass der Rat einstimmig neun Resolutionen angenommen habe. Impreso en la Imprenta POLIGLOTA —« Rivadavia 831 Registro de la Propiedad Intelectual N* 989.491 Ä, 'ïâiwaBffüBfc

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