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Jüdische Wochenschau · 1966-12-09 · 2197 (9.12.1966) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2197 (9.12.1966)
Date
1966-12-09
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Eine ähnliche Veranstaltung hatte kürzlich hier in Buenos Aires im Palacio San Martin stattgefunden, bei der die Mitglieder der argentinischen Sektion begrüsst wurden. Der Zeremonie im Aussenministerium in Israel wohnten der argentinische Geschäftsträger, Don Carlos Alberto Cortina, sowie hohe Beamte des Ministeriums "und Vertreter des Zentralinstituts für kulturelle Beziehungen zwischen Israel und Iberoamerika, Spanien und Portugal bei. In seiner Ansprache hob Aussenminister Eban die Bedeutung der kulturellen Annäherung zwischen Israel und der Republik Argentinien hervor. Er erwähnte sein kürzliches Zusammentreffen mit seinem argentinischen Kollegen, Dr. Nicanor Costa Mendez, mit dem er Gedanken über die kulturelle Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auszutauschen Gelegenheit hatte. In diesem Zusammenhang kündigte er an, dass der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges offiziell eingeladen wurde, Israel zu besuchen, wobei er die Hoffnung aussprach, dass der Dialog dieses brillianten argentinischen Dichters und Denkers mit seinen ihn hoch schätzenden und bewundernden israelischen Kollegen die erwarteten Früchte zeitigen werde. Hieraus ergriff der argentinische Diplomat Cortina das Wort, um auf die wichtige Rolle der Kultur zur Verständigung zwischen den Völkern hinzuweisen. In seinen interessanten Ausführungen zu diesem Thema unterliess er auch nicht, auf den entschendenden Beitrag jüdischer Schriftsteller, Wissenschaftler und Künstler in Argentinien zur kulturellen Entfaltung des Landes hinzuweisen und zu betonen, dass die traditionelle Freundschaft zwischen beiden Völkern sich hauptsächlich auf ihre kulturellen Beziehungen gründet. Tarbut-Schule Die Tarbut-Sehule kündigte eine Ausstellung an deren Eröffnung in den Räumen der Sociedad Hebraica, Sarmiento 2233, inzwischen bereits stattgefunden hat. Die Ausstellung wird bis zum 14. Dezember inkl. zu sehen sein und Schüler - Zeichnungen zeigen. Nobelpreistraeger Kopenhagen. — Der diesjährige Nobelpreisträger für Literatur, Schmuei Josef Agnon, und seine Familie trafen hier zu einem einstündigen Aufenthalt auf ihrer Reise nach Stockholm ein, wo Agnon am 10. Dezember den Nobelpreis in Empfang nehmen wird. Er wurde von der Botschafterin Israels Esther Herlitz, dem schwedischen Botschafter in Dänemark und Repräsentanten der jüdischen Gemeinde und der dänisch-israelischen Freundschaftsliga begrüsst. — (ITA) lOjaehriges Jubilaeum Anlässlich des 10jährigen Bestehens der Gesellschaft für jüdisch-christliche Brüderlichkeit fand in der Sociedad Científica Argentina eine feierliche Veranstaltung statt, bei der der Schriftsteller Jorge Luis Borges einen Vortrag über „Die neiligen Schriften“ hielt. Zu den An wesenden zählten die Gründerin der Institution, Frau Maria Esther de o’Farrel, die Damen Elvira Castro de Gainza Paz und Valentina Robles de Lands, Israel-Botschafter Mosche Alon. Don Rodolfo Baltiérrez, die Pastoren Daniel Lurá Villanueva und Adam Sosa, Rabbiner I« Guillermo Schlesinger, der katholische Geistliche Carlos Cuchetti (die drei Letzteren sind die Leiter der Institution), die Herren Mauricio Kurcham, Adolfo Lanüs, Mario Sch teingart, Dr. Manuel Rio und Kapitän (RI Rafael Palomeque, die auf der Rednertribüne Platz nahmen. Als erster ergriff der Priester Carlos Cuchetti das Wort, der betonte, dass der Wunsch des brüderlichen Zusammenlebens der Religionen ein Anliegen der katholischen Kirche sei und von dem Papst Johann XXIII. und seinem Nachfolger Paul VI. den Katholiken nahegelegt worden ist. Br führte dann Herrn Borges ein und erläuterte dass man zur würdigen Feier des Tages einen Dichter als Redner gewählt habe, der durch seine tiefe Einsicht und Hellsichtigkeit über die Heiligen Schriften zu sprechen berufen sei. Jorge Luis Borges leitete seine Ausführungen mit der Bemerkung ein, dass die Unendlichkeit des ihm gestellten Themas nicht erschöpft werden könne. Er berichtete über das, was wir von der Entstehung der Bibel wissen oder ahnen, von dem hehrer Geist, den sie atmet so dass alles, was sonst geschrieben worden ist, daneben verblassen muss. Es gäbe überhaupt nur zwei Bücher seiner Meinung nach, die die Menschheit seit jeher bewegt und beeinflusst haben, eines sei die Bibel und das andere Homers Trojanischer Krieg, so dass wir alle in diesem Sinne Griechen und Hebräer seien und es keine Bedeutung habe, was wir sonst sind. Der Redner bat seine Hörer um Verzeihung, dass er angesichts der Heiligkeit der Bibel und ihrer ewigen Gültigkeit für alle Menschen nichts anderes tun könne, als ihren Inhalt zu glossieren. Er wies u. a. darauf hin, das« das Buch nicht von einem einzigen Verfasser geschrieben wurde, sondern es ihrer mehrere waren, und es doch eine Einheit in Schrift und Geist bildet. Bis zum Ende der Tage werde es von den Menschen gelesen werden doch seine Tiefen bis zum Ende würden sie niemals ergründen. J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bitte. MITRE 430 V. Of. 550 T.E.: 30-1474 CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 -1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. — TEL AVIV — P.O.B. 4444 Nach Schluss dieser interessanten Ausführungen sang der Kammerchor des Collegium Musicum Lieder berühmter Komponisten, Unermüdlich taetig werden alle alten Macc Leute, insbesondere die I glieder des früheren Kochba-Hakoah Berlin, Nachricht vom Ableben’i] alten Freundes Siegm Parker-Pinkus erhalten ben, der allen unter i Name „Schlucker“ in be Erinnerung sein dürfte ermüdlich tätig ist Pü Zeit seines Lebens für IV eabi und Bar Kochba g< sen, wo immer er sich befj Lange Jahre war er a Mitglied des Präsidiums Deutschen Maccabi-Krei in dem sein Wertvoller stets mit Aufmerksam aufgenommen worden ist. Pinkus- Schlu cker war Freund der Jugend er selbst jung geblieben, ns an der Entwicklung des j sehen Jugend- und Spoi bens mit Interesse Anteil hat sich in den 60 Jahren ner aktiven Arbeit für Maccabi-Bewegung bleibe Verdienste erworben. _ Gemeinde Bet Israel Der Platz „Los polvorines“ liegt sehr schön und ist leicht zu erreichen. Auch bei schlechtem Wetter kann man sich dort erholen, was am letzten Sonntag bewiesen wurde. Der grosse Baumbestand bietet Schatten und damit Schutz gegen Sonne und gegen Regen. Jedenfalls hatten sich trotz der grossen Regenbrüche die sÄi Blick auf den Tisch der Referenten des 1. THG-Kongresses; stehend der Hauptredner des Tages: Prot. Chaim Finkeistein. SI8I mit ungewohnter Intensität über Gross Buenos Aires bereits des Nachts niedergegangen waren, rund 200 Gemeindemitglieder zum ASADO eingefunden, der sie zu einigen angenehmen Stunden zusammenführte. Wieder einmal musste als besonders bemerkenswert der enge Zusammenhang der einzelnen Gemeindemitglieder mit ihrer Gemeinde festgestellt werden. Wo diese Gemeinde ihre Mitglieder ruft, zu Gottesdiensten, Veranstaltungen. Vortragsabenden, Feierlichkeiten oder gar zum Asado. immer sind sie da, denn die Mitglieder hängen an ihrer Gemeinde und wissen, dass sie es sind, die der Gemeinde Form und Inhalt verleihen. Ehrung für Nobelpreistraeger Das Institut für argentinisch - israelischen Kultur- Austausch kündigt eine Veranstaltung zu Ehren der diesjährigen Nobelpreisträger für Literatur, den israelischen Schriftsteller Schmuei Josef Agnon und die Dichterin Nelly Sachs an,' die am Montag, den 12. Dezember, um 19 Uhr 30 in der Sala Casacubierta des Teatro Municipal General San Martin stattfinden wird. Die Eröffnungsrede wird der Präsident des Instituts. Dr. Osvaldo Fustinoni, halten. Später werden der Botschafter Schwedens, Herr Oesten Lundborg, Israel-Botschafter Mosche Alon, der Schriftsteller Jorge Luis Borges und Prof. Günther Ballin das Wort ergreifen. Die Schauspielerin Frau Rosa Rosen wird Fragmente aus den Werken beider preisgekrönter Schriftsteller vorlesen. Zu der Veranstaltung ergingen Einladungen an staatliche Behörden, das Diplomatische Korps und Repräsentanten des argentinischen Kulturlebens. Handelskammer Die Argentinisch - Israelische Handelskammer ehrt den neu ernannten argentinischen Botschafter in Israel, Herrn Rodolfo Baltierrez, mit .einem Abendessen, das in der Hebraica am Donnerstag, den 22. Dezember, um 21 Uhr 30 stattfinden wird. An diesem Abend wird gleichzeitig der 18. Jahrestag der Gründung dieser Organisation festlich begangen werden. Ehrengäste sind ferner der israelische Botschafter in Arl gentinien, Herr Moshe Alon,! und der Spezialbotschafter j und Bevollmächtigte Mini-! ster, Herr Ing. Carlos Ba-! stanchuri. 1 Im Zuge der Zeit V;> | Der allgemeinen Teuerung ' muss auch die Jüdische Wochenschau Folge leisten und ihren Abonnementspreis ab' 1. Januar 1967 erhöhen. Der neue Abono-Preis beträgt eintausend Pesos im Jahr, wovon wir unsere Abonnenten Kenntnis zu nehmen bit- HAGA VERANEAR a sus Niños en el URUGUAY BALNEARIO "LAS TOSCAS" ATENCION FAMILIAR Polens „Folkstimme“ Warschau. — Die Verleihung des diesjährigen Nobelpreises für Literatur an Schmuei Josef Agnon wurde von der warschauer jüdischen Zeitung „Folkstimme“ begrüsst. Die Zeitung veröffentlichte eine der Kurzgeschichten Agnons in ehier von Isac Dogim vorgenommenen Uebersetzung aus dem Hebräischen. (ITA) Avda. BRASIL 2822 — MONTEVIDEO — Telef. 7.18.87 MALERARBEITEN JUAN JULIUSBURG 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 JESTUniO PASTEUR?5'4 . 2’ y pisos Tit Í8-M48 . »37? fUENQS A(RES Ja* - •«- rc/onc/os •conóm/cos 1 ~jntadorm*públ.ito3 consul f oresde>mpr«s«fe , ESPECIALISTAS EN L SOCIEDADES J ANONIMAS Æl it a Fiambres Finos “FRIG UINCIA ” MARCÁ QUE DISTINGUE LA CALIDAD IGUINCIA

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