Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2194 (18.11.1966)
- Date
- 1966-11-18
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9616703-9615320-9615728--4610-9615734- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vierue», 18 de Noviembre de 196€ LA SEMANA ISRAELITA Año XXVIJ. — N* *194 —5 er ¡SV* ^ntralentlfate- *«* . Ver» k det igsb«f?vor Unf« Waif'au, hnete Lr*. ei1* igs-undfc11"^ eistet;r?*i '■«»tatati: ss rii Duss«Wor. * *>■ Pall « i“1"*«* n können, dass llnalrat und S mfuhrer h. als «spmchen £ 1 k,°nnen. m * '^htmeister wege„ an der e^. -derländischer Wi. ■anipfer teiaunehn Feigheit vor dem st erschossen TOeiche Zeuge, im ■ Prozess vernora. zugeben, dass er!r Gestapotätigkeit niederländischen 7 Jahren Gefä ngsilt worden war aus eigenem Wisgebliche Erschienicht bezeugen i&seldorf vemomier und früherer )• hatte die gleihte — Füsilje- Zugführers sei- und Bekanntgaesbefehl weil er t habe, 16 jiidi■ und Kinder zu auch im Ausch. lufgetischt. Dasich seine Uniit heraus. In Strafsache war derte Zurecht gern. Para. II StGB zuge- Zwei der gleiangehörende eten, dass sich tot zugetragen >ar die Einheit ien und Kinf Seit« 51 ISRAEL 3eschicht* toman aus i Juden in rt. Halblei- ER JUDEN IO GOLD- Ereignisse der Woche ISRAEL UND WIR « 99 „Israel und wir" betitele *•¿1 das Keren Hajessod- Jahrbuch der Jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, «las die Arbeit eine« Jahrzehntes von 1955 bis 1965 zur Darstellung bringt. Herausgegeben wurde dieser umfassende Bericht von Mendel Xarger-Karin, dem ständigen Delegierten des Hauptbüros des KH in Jerusalem für die Bundesrepublik. Karger, alter Zionist aus den langen Jahren vor dem NS- Umbruch und aktiver Mitarbeiter der „Meinekestrasse“. tot unseren Lesern aus seinen Artikenl bekannt, die er u. a. auch in der Jüdischen Wochenschau zu veröffentlichen pflegt. Das Buch ist ein Sammelwerk, das sich keineswegs nur mit der Arbeit in den letzten Jahren beschäftigt die im Dienste des Keren Hajessod in Deutschland geleistet worden ist, wobei es auffallen muss, zu welchen hohen Sammelergebnissen Mendel Karger bei seiner Arbeit in diesem Land ohne Juden gekommen ist, Denn die gesamte jüdische Bevölkerung der Bundesrepublik beträgt etwa soviel Juden, wie es Juden zentraleuropäischen Ursprungs in Argentinien gibt; „Israel und wir“ ist eine Fundgrube für Forschung und Erinnerung, wie „es einst einmal war“ Menschen und Begebenheiten werden in unser Gedächtnis gerufen, an die man schon lange nicht mehr gedacht hat. Alte Dokumente werden wieder abgedruckt, die nicht nur für einen Historiker interessant und wichtig sind. Aufsätze werden nachgedruckt. die vor vielen Jahren sieh an eine Leserschaft wandten, die heute nicht mehr da und von Krieg und Verfolgung vernichtet worden ist. Das beinahe 400 Seiten umfassende Buch bringt neben Tabellen und zahlreichen Abbildungen etwa 70 Aufsätze über die Tätigkeit des Keren Hajessod in Vergangeiheit und Gegenwart. aber auch solche über andere jüdische Aufgabengebiete, die heute in der Bundesrepublik bewältigt werden. An vielen Stellen des Buches erscheinen „Listen der Magbitzahler“, d. h. der Beisteuerer zum Keren Hajessod (hier Einheitskampagne.) Wenn auch keine Ziffern aufgeführt werden, die über die Höhe der Beisteuerungen unterrichten, kann jeder sehen, wer seiner Verpflichtung gegenüber Israel nachgekommen ist und wer nicht Gleichzeitig ermöglichen diese Aufstellungen einen Einblick, in welchen Orten es heute noch oder heute wieder Juden gibt. Etwa 30 Seiten der sehr gut aufgemachten, auf Glanzpapier gedruckten Buches stehen unter dem Titel; „Who is Who im Organisationellen Leben der jüdischen Gesellschaft in Deutschland“, Diese Aufzählung der irgendwie im jüdisch-öffentlichen Leben stehenden Männer und Frauen lässt einen interessanten Einblick in die gesellschaftliche Struktur und die „landsmannschaftliche“ Zusammensetzung der in Deutschland lebenden „jüdischen Gemeinschaft“ zu. Wesentlich ist bereits die Bezeichnung „im organisationellen Leben der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland“. Man nennt sich nicht mehr „deutsche Juden“, sondern vermeidet offensichtlich diese Charakterisierung, die im übrigen auch nicht zutreffen würde. Denn etwa die Hälfte der dort aufge ■ führten Personen sind nicht in Deutschland, sondein ausserhalb dieser Landesgrenzen geboren. Das alte deutsche Judentum existiert nicht mehr; nur noch vereinzelt finden wir Namen von Personen, die zu diesem Kreis gehört haben. Rechtfertigung durch Arbeit Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland ist aus mehrfachen Gründen umstritten. Das ist kein neues Thema, J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of, 550 T.E.: 30-1474 CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 j 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma hmen DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch* STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. — TEL AVIV — P.O.B. 4444 obwohl es an vielen Orten und Stellen, auch in der Journalistik, immer wieder zur Sprache gebracht wird. Wir wollen an dieser Stelle und in diesem Zusammenhang nicht erneut auf diese ebenso heikle wie unerfreuliche Frage eingehen, die Anlass zu neuem Streit und zu steten Auseinandersetzungen zwischen den verschiedensten Lagern bietet. Dagegen wollen wir darauf hinweisen, dass eine anerkennenswerte Aktivität, die von dieser kleinen jüdischen Gemeinschaft entfaltet wird, ihre Existenz rechtfertigen soll. Es ist bekannt, dass insbesondere aus politischen Kreisen in Israel ein Widerstand gegen die Anerkennung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland als gleichberechtigets Mitglied im jüdischen Leben vorhanden war und ist. Man kann darüber debattieren, ob diese Auseinandersetzung berechtigt ist. Denn schliesslich ist nur einem Teil der Juden, die heute noch in jenem Lande leben, das sechs Millionen ermordete, hieraus ein Vorwurf zu machen. Aber wir wollen in diese Diskussion nicht eintreten, die nur noch einen theoretischen Charakter hat. Denn es leben jetzt und wahrscheinlich noch für einige Zeit Juden in Deutschland, gute oder schlechte, bessere oder schlechtere als anderswo, was niemand zu beantworten braucht. Jedenfalls sind sie dort, und man soll und kann mit ihnen rechnen. Das hat die Arbeit des Keren Hajessod bewiesen, der während zehn Jahren beachtliche Erfolge erzielen konnte, die im wesentlichen dem unermüdlichen, geistreichen und umsichtigen Mendel Karger zu verdanken sind. Durch und mit der Arbeit des KH hat das jüdische Leben in Deutschland neuen Impuls erhalten, wobei die weitgehende gesellschaftliche Isolierung der Juden von den Deutschen erleichternd mitwirkte. Das Werk „Israel und wir“ zeigt jedenfalls allen Kreisen in einer überzeugenden Form, was die Juden in Deutschland durch ihre Arbeit für Israel dem Land, dem Volk und dem Staat Israel zu verdanken haben. Journalist 75 Jahre Der bekannte und angesehene jüdische Journalist Don León Kibrik, begeht in diesen Tagen seinen 75. Geburtstag. Gründer und Jahrzehnte hindurch Herausgeber der jüdischen Wochenzeitung in spanischer Sprache „Mundo Israelita“ hat Kibrik dem jüdischen Journalismus spanischer Zunge unschätzbare Dienste geleistet. Denn er ist einer der Pioniere, die den Bedürfnissen einer neuen, heranwachsenden Generation als erster Rechnung getragen hat. Man muss sich die Situation vor etwa 30 oder 40 Jahren vorstellen, als das jüdische Leben von der jiddischen Sprache dominiert worden ist. Damals wurde ängstlich darüber gewacht, dass alle Lebensäusserungen dieser Gemeinschaft in Jiddisch vor sich gehen. Wenn man sich daran erinnert, dass selbst zu der Zeit, als die meisten voi uns ins Land kamen, Jiddisch die Verhandlungssprache gewesen ist, wird man "verstehen, welchen Umschwung es bedeutete, eine Wochenschrift nur in Spanisch herauszugeben. Kibrik hat es verstanden, diese unabhängige Zeitung zu hohem Ansehen zu führen. Vor einigen Jahren setzte er sich bereits zur Ruhe. Die Zeitung wurde von der Mapai übernommen. Aber dem entschjossenen und zähen Kämpfer Kibrik. seinem grossen Können und vornehnoen Wesen, das allgemein geschätzt wird, bleibt das Verdienst, ein Organ für die neuen Generationen zu schaffen, die nicht mehr Jiddisch beherrschen. Noch viele glückliche Jahre...! Kein Ruhmesblatt Feiern zum 10. November Der Vorgänge des 9. und 10. November 1938 wurde in einer Reihe von Veranstaltungen gedacht, die in unseren Gemeinden durchgeführt worden sind. So fand u. a. eine Feier in der Nueva Comunidad Israelita statt, auf der neben Rabbiner Harf der Weltkongress-Delegierte Mark Turkow gesprochen hat. Bei der Eröffnungskundgebung der Sitzung der Lateinamerikanischen Exekutive des Jüdischen Weltkongresses, die am vergangenen Wochenende tagte, hielt der Oberrabbiner der DATA, Dr. David Kahane, eine Ansprache über die „Kristallnacht“, die beachtenswert gewesen ist. Dr. Kahane, selbst ein Verfolgter des NS-Regimes und ein Opfer grausamer Massnahmen der SS-Peiniger, wies auf die Bedeutung der Kristallnacht im Ablauf des Geschehens und als Präludium späterer Ereignisse hin. Uebrigens hielt Mark Turkow auf der gleichen Veran staltung ein Referat über das „Leben der jüdischen Gemeinschaften in den osteuropäischen Ländern“, die e> vor kurzem besucht hatte. Die Ausführungen Turkows waren nicht nur interessant, sondern für die Urteilsbil düng über die heutige Situation einst wichtiger und grosser jüdischer Gemeinso'haf ten von erheblicher Bedeutung. Todesnachricht aus Tel Aviv Ing. Miguel Goldfeld starb kürzlich in Tel Aviv an einem Herzschlag. Die Nachricht rief in weitesten Kreisen tiefes Bedauern hervor, denn der Verstorbene erfreute sich allgemeiner Wertschätzung und war ein Mensch, der es verstaid. Freunde zu erwerben und selbst ein zuverlässiger Freund zu sein. Ing. Goldfeld hatte verschiedene Aemter in den Institutionen der Kollektivität inne. Er präsidierte das Gemeindegericht, er betäitgte sich in der DAIA, im Club Náutico Hakoaj, in der Einheitskampagne und anderen Organisationen. Durch seine ihm angeborenen verbindlichen Umgangsformen er- (Schluss von Seite 4) der eingesetzt worden, noch hatte ein Zugführer sich geweigert, noch war er füsiliert worden, noch war ein ent sprechender Tagesbefehl verlesen worden. Dokumente sprechen Hätte die Staatsanwaltschaft die Akten der Zentralen Stelle gründlich studiert, die darin aufgeführten Zeu. gen benannt und sich auf die im Auschwitz-Prozess gehörten Sachverständigen der Zentralen Stelle und des Instituts für Zeitgeschichte berufen, dann hätte sich das Schwurgericht von einem Faktum überzeugen können, das das Vorbringen ange- ’ klagter NS-Verbrecher und ihrer Verteidiger ad absurdum führt: Bis zum heutigen Tag ist nicht ein einziger Fall nachgewiesen worden, in dem ein Angehöriger der SS oder Polizei, der sich geweigert hat, wehrlose Menscher zu töten, Leib oder Leben j verloren hätte. Alle Bemii- I hungen der betroffenen Kreise — und diese Bemühungen | haben bereits während des! Nürnberger Prozesses begonnen — solche Fälle zu pro-! duzieren. waren umsonst. I Dagegen ist im Auschwitz- Prozess wie auch in anderen | Prozessen gegen NS-Gewaltverbrecher durch Zeugen eindeutig bewiesen worden, dass die vorgekommenen Fälle j direkter oder indirekter Be- I fehls - Verweigerung hoher, mittlerer und niederer SS- | und Polizeidienstgarde, sich : an der rechtswidrigen Tö- | tung von Menschen zu beteiligen, in keinem Fall zu einer Erschiessung oder Hinrichfreute er sich überall grösster Sympathie. Doch er war nicht nur ein „liebenswürdiger Charmeur“, sondern war ein Mann mit grossen Fähigkeiten, der es verstand, am richtigen Platz energisch zu sein und mit Takt, Bescheidenheit und Ernst schwere Verantwortlichkeiten auf sidh zu nehmen. Sein Verschwinden hinterlässt eine empfindliche Lücke, | tung des Betreffenden ge« führt haben. Niemand hat | sich deswegen vor einem SS-’ i oder Polizeigericht verantworten müssen. Kein SS-! oder Polizeiangehöriger ist deswegen kurzerhand von i seinem Vorgesetzten erschössen worden. Was riskiert wur« I de, war Beförderunassperre, I Rangverlust, Zurückv erset- : zung in die Heimat wegen! mangelnder Härte öder nicht | SS-mässigen Verhaltens, al-! len falte Versetzung zur Be- | Währung an die Front. | Das letztere Schicksal, das \ vielfach unbeliebt war, da man es dann nicht mehr mit I Wehrlosen, sondern mit wohl. wohlbewaffneten Kriegsgegj nern zu tun hatte, musste ja aber schliesslich jeder Land- ser auf sich nehmen. Wenii ein Verteidiger in Düsseldorf ausführte, bei der Verweigerung von U nrechtsbef eh leö habe „jeder Kopf und Kragen riskiert“ und in der S9 1 und den Einsatzkommando« i habe eine „lebensgefährliche ' Disziplin“ geherrscht so ist beides einfach unzutreffend« j Die mörderische Disziplin war, mindestens was KZ« Wachmannschaften und die Einsatz-, sprich Mordkommandos der Waffen-SS anj langte, ein Mythos. Das Na« ' here hierzu hat Buchheini | (Wissenschaftlicher Referent am Münchener Institut' fit* , Zeitgeschichte) im Kapitel! „Härte und Kameraderie“ itf! Bd. I der „Anatomie des SS* 1 Staates“ (Walter-Verlag 1965» : S. 295 ff gesagt. j Beim Befehlsnotstand, dem , vermeintlichen Befehlsnot-; stand (Putativnotstand) uhd | bei der eisernen Manneszucht dieser SS-Verbände handelt es sich um Legenden, dies, j von interessierten Kreisen j geschickt aufgebaut und wel* terentwickelt, einer gläubigen; Umwelt vorgesetzt Und voll . ihr bis zum heutigen Tage , als wahr hingenommeri werden. Das Urteil im Düsseldorfer Einsatzkommando - Pr<v zess bedeutet den Sieg einet geschickten Verteidigung übet Recht und Gerechtigkeit. BS war kein Ruhmesblatt def deutschen Justiz. Die Opfer werden resignierend die Achseln zuckenj MALERARBEITEN JUAN JULIUSBURG 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 PASTEUR 254 2’ y 5“ pisos TIL 48-7169. I37J « fUENOS AÍRE} •conomicos vj contactar«* públicos national»* consultâtes de 'empresas ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS wiililllültii 1 Fiambres Finos ~ FRIGUINCIA ” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA