Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1966-11-18 · 2194 (18.11.1966) · p. [Seite 3]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2194 (18.11.1966)
Date
1966-11-18
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9615320-9615728--4608-9615732
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

fíente«, IS de H*«ieaikre de 196C LA SEMANA ISRAELITA Año XXV«. — N" 2194 Die Alten im Kibbuz Die Kibbuzim stehen vor ernsten Probleme, so erklärte kürzlich Schmuei Schaebu aus dem Kibbuz Mizra ¡Vorsitzender des Ausschusses »Her Kibbuzim, die sich mit Aer Frage des .alten Chawers' befassen, der ausser - laalb des Kibbuzes bereits das Densionsalter erreicht haben würde. Viele tausende Manifer und Frauen, die mit der {«bitten und sechsten Ali ja kis Land kamen und heute Aber fünfzig Jahre alt sind, sowie Hunderte, die das sechzigste Lebensjahr längst überschritten haben, gehören einer Gesellschaftsschicht an, {ür welche in jeder Hinsicht Vorsorge getroffen werden muss. Noch ist die Zahl der Kibbuzim, die vor dem akuten Problem stehen. Verhältnis massig gering. Aber die Kibbuz - Haarzi - Zeitungen und andere Zeitschriften wie „Zror“', ,,Niw - Hakwuza“ oder „Hedin“ lassen erkennen, dass die Frage der alternden Generation seit Monaten die betroffenen Instanzen und Kreise beschäftigt. Am Westufer des Kineret entstand 1906 der erste Kibbuz des Landes, der nach dem See benannt wurde. Seine ältesten Mitglieder sina über achtzig Jahre alt. Solch hohes Alter haben die Chawerim und Mitbegründer älterer Siedlungen wie Na’an Oder Givat Brenner noch nicht erreicht, die in den Dreissigerjahren entstanden. Aber schon kurz nach Gründung der Kibbuzim bereitete den Mitgliedern das „Elternproblem“ grosse sorgen Die Eltern erhielten ihre eigenen Wohnungen, manchmal sogar eigene Speisesäle moebelhaus WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 _T E. SS . 7033 CABILDO 26M PAMPA 4379 Zahlun 23>°rieiphte runden fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung von AWIGDOR YESHA und genossen Sanderbedingungen, die weit besser als die ihrer Kinder waren. Ging man schon damals sehr vorsichtig, verständnisvoll und rücksichtsvoll an diesen Fragenkomplex heran, so ist er heute um ein Vielfaches delikater geworden. Handelt es sich doch um die „Gründergeneration“, um die Ettern der im Kibbuz aufgewachsenen Mitglieder, die nach arbeitsreichen und hingebungsvollen* Leben dem eisernen Gesetz der Natur folgen und sieh auf ihr „Altenteil“ begeben müssen. Es geht hier um zwei Probleme: Um die Alten und um die neue Form des Kibbuzes in gesellschaftlicher Hinsicht Menschlich und ideologisch wird an der Lösung dieser Frage gearbeitet Deshalb wird jetzt in der Sozialabteilung des Kibbuz Haarzi eine neue Abteilung für alternde Mitglieder errichtet. Zahlreiche Zusammenkünfte von Ausschüssen der verschiedenen Kibbuzim mit Fachleuten, die nicht nur der Kibbuzbewegung angehören und Erfahrung auf diesem Gebiet I gesammelt haben, finden regelmässig statt. Das Problem ist vielgestaltig. Es wirft Fragen auf, die ins soziale und auch ins medizinische Gebiet fallen. Der Mensch wird alt, aber die Seele bleibt jungt Er will noch schaffen, mitarbeiten, an dem gewohnten Leben teilnehmen und auf das Gewohnte nicht verachten, solange es ihm die Gesundheit gestattet. Die Kibbuz-Gemeinschaft will alles unternehmen, um einen Zustand zu vermeiden, der einen Teil der jahrzehntelang aktivsten Mitglieder plötzlich zu verbitterten, sich zurückgesetzt, ja fast ausgestossen fühlenden Genossen machen könnte. nicht alle an der Debatte teilnehmenden Genossen so. Wie überall im Leben gibt es auch io den Kibbuzim Vertreter der jungen Generati«! „zorniger junger Männer“, die den Platz der Alten einnehmen und nicht allzu lange warten wollen. „Wenn die Alten niemals im Sinne des Wortes in Pension gehen würden, käme dies einer Zeitvergeudung gleich, viduums zu stehen hat. „Seit wann nhwnat der Kibbuznik auf Sentimente Rücksicht, wenn es um das Wohl der Gemeinschaft geht? Soll der Alten wegen eine Ausnahme gemacht und das heilige Prinzip der Bewegung verletzt werden? Auch auf junge Mitglieder wird nicht Rücksicht genommen. Wo bierbt die Gleichheit, die in Kibbuzim so berühmt wurde und in aller Weit den tiefsten Eindruck gemacht hat?“ Unleugbar ist diese These LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1? izq. - T.E. 83-2611 U. November 1986 ». Kúdew 5727 Von der WIZO in Israel! Ein Jünger Rockwells y, tí fír.Uffr*. NOBELPREISTRAEGER AÜNON So schrieb Jeschajahu Beeri vor einiger Zeit: „Die aktive Mitarbeit des alternden Kibbuzmitgliedes darf keineswegs beeinträchtigt werden. Mit all seinen Kräften muss auch der alte Chawer nach wie vor an eien* Leben des Kibbuzes teilnehmen, solange es ihm Vergnügen und Befriedigung verschafft. Eine der heiligsten Aufgaben des Kibbuzes besteht darin, dem alternden Mitglied in einer Zeitspanne zur Seite zu stehen, da er psysisch gesund, aber physisch schwächer werdend in furchtbarem Ringen mit dem AJter steht “ Selbstverständlich denken ALFREDO STERN MALERARBEITEN NEUE ADRESSE: Vidal 157S fast Ecke Pino Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. Höchberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche ln allen Farben und Grössen Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE ANDONAEGUI 2083 TEL«: 522993 4 Quader von Station Uxquiza niess es jüngst im „Hedin“. „Die Jugend, die heranwachsende Generation hat ihre Plätze in der Periode überschäumendeu Temperaments und voller Schaffenskraft einzunehn*eii“‘ Wie alt ist diese Jugend, auf die in dem Artikel hinge wiese« wird? Die Antwort. Zwischen 18 und 38 Jahre Auch die heute in Pension Gehenden waren einst in diesem Alter zur Gründung der Kibbuzim geschritten und voller Schaffensfroude. So kommt man zur Ueberzeugung, dass das Interesse des Kibbuzes, der Gebein- Schaft, prinzipiell über dem Interesse des einzelnen Indi- CARLTON- Kleidung ist Kleidung guten Stils sie ist meisterhaft ge. arbeitet und nicht teure* als gewoehnliche Kleid una * Dieser Satz ist mehr als Slogan. Er ist eine Be. hauptung, die ich taeq üdh beweisen muss, immer wieder mit w. dam Meter rugeschnittenen Stoffes. * Feine MASSKLEIDUNG * FERTIGKLEIDUNG in SCHNEIDERTRADITION Carlton ERNST KOPPEL Mcripu 982 — T.E. 31-7845 ideologisch begründet und logisch. Heisst es nicht auch in dem Leben ausserhalb des Kibbuzes, in politischen Bewegungen und in Institutionen: „Platz für die junge Generation!“? Die Diskussion und Debatte über dieses Thema ist in allen Kibbuzim im Gange Realisten stehen in heftig - Tel Aviv. — Die WIZO wird ihre Kindergärten und Agrarschulen in Israel der Regierung, der Jewish Agency oder irgendeiner anderen geeigneten Organisation übergeben müssen, wenn es nicht gelingen sollte, grössere Zuwendungen aus dem Ausland zu erhalten, wie die Präsidentin der Welt-WIZO, Frau Raya Jaglom erklärte Sie äusserte, dass die Spen Toronto. — In Toronto, wo sich die zweit grösste jüdiscne Gemeinschaft Kanadas mit 85.000 Juden befindet hatte der 24jährige John Seattle die Methoden Rockwelis aus den USA übernommen Auf Anregung de* Kanadisch-Jüdischen Kongresses war ihm ein öffentliches Spree Verbot auferlegt worden, an das er sich nicht hielt Daher wurde ein Strafverfahren em ge leiden in diesem Jahr nicht die \ tet Beattie setzte »bei seine Höhe von 3 Millionen Dollar erreicht hätten und besonders aus Südamerika und England stark nachgelassen haben. Um ihre Einrichtungen zu erhalten, würde die WIZo «ne zusätzliche Summe von ca. einer Million Dollar benötigen. Frau Jaglom fügte hinzu, die WIZO werde ihre Kleinkinder-Bewahranstalten und städtischen Berufsschulen behalten. Die Organisation sei im übrigen nicht die einzige, welche die Regierung bitten müsse, Erziehungsanstalten zu übernehmen. — (ITA) Tätigkeit in der stille fort und kündigte einen internationalen neonazistischen Kongress an, zu dem aber die Regierung keine Einreisebewilligung erteilen wollte. Daher hat Beattie vorgesehen, den Kongress auf der internationalen Brücke über dem Niagara abzuhalten, wobei auf der kanadischen Seite er mit seinen Anhängern und auf der nordamerikanaschen Rockwell mit seinen Leuten teilnehmen und die Verbindung durch die modernen Mittel der Radioübertragung hergestellt werden soll. stem Wortgefecht den sogenannten Weichlingen und Romantikern gegenüber, die sentimental an der Vergangenheit festhalten. Unglaublich offen und brutal, manches Mal die Gefühle der Alten in rücksichtslosester Weise verletzend, äussem harte junge Männer die Ansicht, dass sie den auf einem Sessel unter schattigem Baum sitzenden Alten dem vor Erschöpfung keuchenden arbeitenden Greis vorziehen. Jedem das seine, jedem zu seiner Zeit, sagen sie und setzen sich für die „Pensionierung“ der Alten ein. Kürzlich wurde die Tagung des Kibbuz Ham euch ad in* Meschek Jagur eröffnet Auch das Thema des „alten Chawer“ sollte zur Debatte gelangen. 2.460 Mitglieder gehör«! dem Kibbuz Hameuehad an. 2.606 Jugendliche traten seit der letzten Tagung in Ein Charod, K’bbuzim dieser Bewegung bei, die im kommenden Jahr neue Siedlungspunkte gründen wird. „Wer den alten Chawer ehrt, geht mit gutem Beispiel voran und werkt auf die jungen Kibbuzmit-glieder erzieherisch“, bemerkte er Mitglied im Sekretariat des Kibbuz Hameuchad auf die Frage: „Seid Ihr für vollkommene Pensionierung älterer Chawerim oder sollten sie selbst entscheiden, wann sie aus dem aktiven Leben der Gemeinschaft austreten sollen?“ Vernunft und Gefühle, Ideologie und Menschlichkeit ringen uns die Vorherrschaft — ein faszinierender neuer Aspekt in der Entwicklung einer Gesellschaftsform. die Israel — ohne Uebertreicung — weltberühmt gemacht hat. ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUER0STUNDEN: DIENSTAG. MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr T. f83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen I. E.: 80 - 6930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.