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Jüdische Wochenschau · 1966-11-11 · 2193 (11.11.1966) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2193 (11.11.1966)
Date
1966-11-11
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 11 de Noviembre de 1966 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — N? 2193 — 5 chaffe^nriGr°^ef rv "«<ÏS fi egle«en aJen*N, w! rielen CL?®* d<>n en 6ah""«»de ÄS* „mmenar6 ® Wa5r 0b es ein ¿T****- rsit,ge*es€n ff*** .»einte « sPáter he¿,tld-WW llick Ä"“» Wai ailgeZllen kön. wurde ' g mein akzep. UCW in B ne Reihe der rvk ■ auf der „i;e?lerten i°s ¿jres ^uekreise ^erwanrit 8ewesen, wc n'sationen *¡2* unter ihnen uCh ka'?S*S««!5S?e roel (SanS. e CMei, dessen «.ÄiS hielt ' Gemeinde Bet ^en des Hem, Ha,* nstem veranstaltete r^a rf Nueva feaehta einen . Hab- Schabbai* in jhre„ n. an dem ausser den idsmitgliedem und ien Gästen der nq cherweise die Präsider ACIBA. Herr ■Ansbach, und Herr >Jf <tes Culfo israeliung der Ereignisse >uf Seife 5) rossmutter, Ur. Frau He und Freun- AG n Zavalia )MB u. FamilSe Familie ÆDT u, Familie IG u. Familie RaumeD des ® ~»UC. -fliCp* ■äenfalte kan„ «**«*& T *r MI0n c£Lder<>- Ifel gehegt ¿5J, k«a Tiberias vor 400 Jahren Es ist rund 400 Jahre her dass im Jahre 1566 der Bau der Stadtmauer von Tiberias vollendet wurde, da dort auf Betreiben von Don Joseph Nassi der Kern eines jüdischen Staatswesens geschaf. ien werden sollte. Aus diesem Anlass fand kürzlich in Tiberias eine — zu wenig besuchte und zu wenig beachtete — Versammlung von geschichtsbewussten, besonders 6efardischen, Person, lichkeiten statt, auf der die Bedeutung des Initiators des Tiberias-Projektes gewürdigt wurde. von MEIR FAERBER Was hat sich damals, vor vierhundert Jahren, in Kon- ¿tantinopel und in Tiberias ereignet? Don Joseph Nassi, der als Marrane in Portugal Juan Miguez geheissen hatte, etand an der Spitze des bedeutenden Bankhauses, das seine verwitwete Tante, Donna Gracia Mendes (Beatrice de Luna) von ihrem Gatten geerbt hatte. Don Joseph hatte im Jahre 1553 Reyna, die Tochter der Donna Gracia, geheiratet. Die Familie war über Antwerpen und Venedig unter grossen Abenteuern und Fährnissen in die Türkei gelangt, wo sie offen zum Judentum zurückkehren konnte. Sultan Sulaiman hatte sich mit Don Joseph, dessen ausgezeichnete staats - männische Fähigkeiten er erkannte, befreundet und ihn zu seinem Berater gemacht. Im Jahre 1655 bestieg nach Sulaimans Tode Sultan Selim II. den Thron und er- Im Londoner Hillel-Haus In nächster Nachbarschaft der Londoner Universitätsgebäude. ja sogar zwischen ihnen, befindet sich unweit des Rüssel Square und des Woburn-Hauses, in dem der Board of Deputies, die Vertretung der Judenheit des Vereinigten Königreiches, sein Hauptquartier hat, das Haus der Hillel-Foundation Hier zentralisiert sich das jüdische Gesellschaftsleben der Stud'enten, wie Bne Brit auch an vielen anderen Universitäten in der Welt solche Hillel-Häuser errichtet hat und unterhält, um den Studenten die dafür Interesse haben, jüdische Gesellschaftsatmosphäre und Vorträge über jüdische Belange zu bieten. Im Londoner Hillel-Haus das leider zu klein ist. um den Anforderungen voll entsprechen zu können, gibt es temporäre Unterkunftsräume für Gaststudenten, die sich vorübergehend in der Stadt auf halten, eine Bibliothek mit Lesezimmer, in dem auch Gottesdienste stattfinden, eine Küche und einen Speisesaal, in dem nach dem Freitagabendgebet ein Kiddusch mit anschliessendem Nachtmahl veranstaltet wird, an dem fünfzig Studentinnen und Studenten eeilnehmen. Im Hillel-Haus in London gibt es jüdische Studenten aus den verschiedensten Ländern. Hier werden Freundschaften geschlossen, deren Bindemittel das gemeinsame Judentumsgefühl ist. Besonders freundlich und entgegenkommend aufgeschlossen werden jugendliche aus Israel auf genommen, die in der jüdischen Gesellschaft aller Länder eine Sonderstellung einnehmen, für die sie meist leider nicht das richtige Verständnis haben und aus der sie die verpflichtenden Konsequenzen nur selten zu ziehen verstehen. J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of. 550 T.E.: 30-1474 CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Alienby Rd, — TEL AVIV — P.O.B. 4444 nannte seinen Freund Don Joseph Nassi zum Herzog von Naxos und der zwölf zykladischen Inseln. Im Herbst 1566 ermutigte der jüdische Herzog von Naxos den reformatorischen Kirchenrat von j Antwerpen im Widerstand j gegen den König von Spaj nien und die Inquisition und I versprach ihnen die Unterstützung der Türke; im i Kampf der Niederlande gegen Spanien. Joseph konnte j unter Selim II. so gut wie alles durchsetzen, sogar den | König Frankreichs durch Beschlagnahme französischer | Schiffe in fremden Häfen zur | Rückzahlung einer alten An-! leihe von 150.000 Dukaten zwingen, die sein Onkel dem , Pariser Hof gegeben hatte. Frankreichs König meinte, der Familie Mendes-Nassi brauche man keine Schulden zu bezahlen, da sie das Christentum verlassen und zum Judentum zurückgekehrt war. Der Leiter und geistige Mentor des Hauses ist der Direktor der Londoner Hillel-Foundation Henry Shaw’, der, ein echter Repräsentant jüdischen Geistes, auch als Vorbeter fungiert. An ihn wenden sich die Studenten, die als Gäste nach London kommen, um Rat und Hilfe, darunter Jugendliche aus Israel. Shaw beklagt sich darüber, dass Israelis im allgemeinen nur dann zu ihm kommen, wenn sie in Verlegenheit sind und etwas brauchen, sehr selten aber, um mit anderen jüdischen Jugendlichen in Kontakt zu treten oder Zutritt zur jüdischen Gesellschaft zu finden. Er überliess seine Stellung dem ebenfalls ausserordentlich erfolgreichen jüdischen Staatsmann Salomo Aschkenasi, der fast drei Jahrzehnte lang einer der bedeutendsten Männer in der türkischen Aussenpolitik war. Er spielte eine entscheidende Rolle in der Wahl des Heinrich von Anjou zum König von Polen (später König von Frank- | reich als Heinrich III.) und war der offizielle Repräseni tant der Türkei beim Frie- I densschluss mit Venedig 1572/73. Nach Josephs Tod im Jahre 1579 wurde sein Vermögen von Sultan Murad III. beschlagnahmt. Seine kinderlose Witwe, Donna Reyna, überlebte ihn etwa zwanzig Jahre und errichtete unweit des Familienschlosses in Belvedere bei Konstantinopel eine Druckerei zur Verbreitung jüdischer Wissenschaften. Don Joseph selbst hatte in Konstantinopel ebenfalls eine Druckerei gegründet, dort aber nur einen Teil der hebräischen Bibel veröffentlicht. Fast 1.000 Blumensendungen wurden in dieser Saison ins Ausland abgefertigt; die mit dieser Ausfuhr verbundene Deviseneinnahme wird auf 500.000 IL geschätzt. Im Vorjahr wurden für 280.000 IL Blumen versandt. feignisse (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) ta, sowie der Präsident der THG und der Vereinigten Kampagne, und die Vizepräsidenten von Bet Israel. Herr Bernhaut, und des KKL-Comites, Herr Werner Rosen- ’ berg, teilnahmen. Falls je-! mand zu erwähnen verges- | sen wurde, wird um Entschuldigung gebeten. Gemeindevorsitzender Adolfo Brück, Gemeinde-Rabbiner Harf sowie der Gast, Rabbiner Egon Loewenstein, ergriffen das Wort. Die Ausführungen des Rabb. Loewenstein über die Arbeit in Chile wurden mit starkem Beifall aufgenommen. Zwischenbemerkung Reise nach den USA Einige Tage vor Beginn der jährlichen Konferenz des Comités für das Wissenschaftliche Weizmann-Institut, die in New* York stattfand, flog der Präsident des Argentinischen Comités, Escribano Abraham Maler, in Begleitung seiner Gattin nach den USA, um an der Koordinierung der Programme mitzuarbeiten, die dazu dienen sollen, den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch innerhalb dieser wichtigen amerikanischen Organisation reger zu gestalten. Ehrung für Prof. Chaim Weizmann Einmal war Don Joseph bereits knapp daran, König von Zypern zu werden. Die Türken hatten auf sein Betreiben im Kampfe gegen Venedig im Jahre 1571 Zypern erobert, aber er bekam die Insel dann doch nicht. Man kann sich vorstellen, wie viel von katholischer Seite, von europäischen Herrscherhäusern und auch von türkischen Höflingen gegen den jüdischen Herzog von Naxos intrigiert wurde. Er konnte diesen Intrigen lange Zeit standhalten, aber als Sultan Selim II. wenige Jahre nach dem Friedensschluss mit Venedig gestorben war sah sich Joseph Nassi gezwungen, sich von der Politik zurückzuziehen. Bei der Ueberfiille der Ereignisse und der Bedeutung | des Kongresses der CENTRÄ 1 können aus raumtechnischen j Gründen nicht alle Referate und Diskussions-Bemerkungen wüedergegeben werden. Sollte aus diesem Grunde bei der erforderlichen kurzen Zusammenfassung manches nicht berichtet worden sein, so entspricht dies keiner Wertung. Wir bitten hierfür Verständnis zu haben und behalten uns vor, auf weitere Einzelheiten zu gegebener : Zeit zurückzukommen. — Erwähnt sei nur noch ein j kurzer Bericht des Herrn j Ullrich Lewinsky über das ' Rabbiner-Seminar in Buenos I Aires. Der hier arbeitenden | Kommission, bestehend aus Frau Ilse Sadler, Fritz Som mer, Ullrich Lewinsky, Rabbiner Harf und Herrn Silbermann wurde ein besonderer Dank ausgesprochen und das Vertrauen dadurch zum Ausdruck gebracht, dass diej se Kommission wiederge wählt worden ist. Die Arbeit und die Probleme des Rabbiner-Seminars konnten aus Zeitmangel nicht in der erforderlichen Breite diskutiert und erörtert werden. Diese Debatte soll auf der geplanten Sitzung des Grossen Comités nachgeholt und geführt werden Zur Erinnerung an den grossen israelischen Wissenschaftler und Staatsmann, Prof. Chaim Weidmann, dessen Hinscheiden sich ’ jetzt zum 14. Mai jährt, wird das Argentinische Comité des Wissenschaftlichen Weizmann-Instituts im Microcine der Hebraica, Sarmiento 2233, 1. Stock, am Dienstag, den 15. ds. Mts. um 21 Uhr einen Gedenkakt veranstalten. Bei dieser Gelegenheit wird der Farbfilm „El Perfil de un Milagro“ über das vom Wissenschaftlichen Weizmann-Institut in Rechowot durchgeführte Werk gezeigt werden. Folgende Redner werden das Wort ergreifen; Prof. Isidoro Steimberg. Dr. Abba Gefen, Erster Botschaftsrat der Israel-Botschaft, Prof. Marcial Quiroga, Vizepräsident der Nationalen Akademie für Medizin, und Prof. Armando Novelli, Dekan der Fakultät für Pharmazeutik und Biochemie der Nationalen Universität von Buenos Aires. durch die Anwesenheit des israelischen Botschafters in Argentinien, Don Moshe Alon und seiner Gattin, geehrt, die sich von den Einrichtungen des Eltern- und Krankenheimes in San Miguel tief beeindruckt zeigten Im grossen Speisesaal w;aren die Heiminsassen versammelt, als der Vorsitzende des Hilfsvereins, Herr Fritz Sommer, den Botschafter und seine Gattin mit herzlichen Worten begriisste und ihn über das Heim und die weiteren Aufgaben der Organisation orientierte. Botschafter Alon dankte und beendete seine Ausführungen mit dem Wunsch für das persönliche Wohlergehen der alten Herrschaften und die weitere Arbeit des Hilfsvereins. Im Namen der „Alten“ sprach Dr. Karl Steiner mit so schönen und überzeugenden Worten, dass ihm alle begeistert Beifall spendeten. Dr. Steiner erwähnte nichtnur das mustergültig geführte Heim und die grossartige- Fürsorge, die Alten und Kranken zuteil wird, er unterstrich das Bewusstsein und das Leben einer Gemeinschaft, die das Heim bilde, obwohl dort Menschen verschiedener Bildungsstufe« und Landsmannschaften zu** sammen sind. — Der Asado Seinen Herzenswunsch er füllt zu sehen war Joseph Herzog von Naxos, nicht vergönnt. Hkwollte ein jüdisches Gemeinwesen, einen jiidisehen Staat gründen Dafür erschienen ihm Naxos und die Zvkladen unpassend das Zypernprojekt war gescheitert und er wollte Tiberias, das ihm Sultan Sulaiman zusammen mit sieben benachbarten Dörfern geschenkt hatte, befestigen und zum Kern des jüdischen Staates ausbauen. Joseph hatte nicht nur geplant, sondern er begann auch bereits den Aufbau, veranlass te Landwirte, Handwerker und Gewerbetreibende einzuwandern, unterstützte ihre Ansiedlung und die Stadtmauer war, wie erwähnt, im Jahre 1566 zur Zeit der Thronbesteigung Selims II. bereits fertiggestellt. Die grosse Arbeit für das Zustandekommen und die Durchführung des Kongresses wmrde von Herrn Hans Leschnitzer (Montevideo), dem Vizepräsidenten der CENTRA und deren geschäftsführenden Sekretär geleistet, dessen Einsatz lobende Anerkennung verdient. „Der* Asado, das ist die grosse alljährliche Veranstaltung des Hilfsvereins, der Asociación Filantrópica Israelita, in San Miguel. In diesem Jahr war der Asadc ein besonders bemerkenswerter Erfolg. Zunächst einmal wurde die Veranstaltung Weiterhin muss als besonders bemerkenswert hervorgehoben werden, dass trotz des sehr schlechten Wetters eine ausserordentlich gross© Anzahl von Freunden des Hilfsvereins dem Rufe gefolgt waren und damit be* wiesen, welcher Beliebtheit sich diese Organisation heute erfreut und welches Ansehen sie in unserer Gemeinschaft geniesst. Gewiss wären bei schönem Wetter nocÇ weit mehr Menschen gekommen, aber dass bei solch egt ‘ Wetter mehrere hundert Teilnehmer sich eintfanden, das war der besonder© Erfolg dieser Veranstaltung, ©n deren Vorbereitung und Durchführung eine grosse Anzahl begeisterten Helfer und vor allem Helferinnen, darunter viele Jugendliche, mit vollem Einsatz mitwirkten. — MALERARBEITEN JUAN JULIUSBURG 73-1 (48 BLANCO ENCALADA 1646 contadores públicos national»* consultore* de'empresa* PASTEUR 254 . 2' y 5“ pisos TIL 48-7168 . »37? * fUENO$ AfUfJ ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS Fiambres Finos U\ ►V«. FRIGUINCIA ” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD IGUI 3 2999

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