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Jüdische Wochenschau · 1966-10-28 · 2191 (28.10.1966) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2191 (28.10.1966)
Date
1966-10-28
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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■il» Viernes, 28 de "Sfîttbire de 1966 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVII. m 2191 5Ä nach«ehen(i "■* 0kt^ 1« regorio Faigôn äsident i. A.“ i nicht ort zur Freiheit se, wo jemein* röifentnehmen hat die 'resseorversto- >bei der it eine IT ER _ p.O.B. 44W Ereignisse der Woche 3 (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) Diktatur sein muss, um solche Schutzmittel zu ergreifen. Aus der Tatsache, dass die jüdische Kollektivität nicht über solche (staatliche) Abwehrmittel verfügt, kann man nicht Vorteile zie hen und umso ungehinderter schreibet). Das allgemeine Interesse wird aber schon dadurch geschädigt, dass man die zentrale Repräsentanz des argentinischen Judentums auf diese Weise angieift, wie La Luz es getan hat. Hintermaenner Der massive, in wenig schönen Worten gehaltene La- Luz^Angriff gegen die DAIA fällt mit den Bemühungen einiger Kreise zusammen, die seit langem bestrebt sind, eine Art Gegen-DAIA zu schaffen. Die Tendenzen werden, ■wie man manchesmal den Eindruck gewinnen könnte, von der hiesigen Vertretung des American Jewish Committee gefördert, einer Organisation nordamerikanischjüdischer Wohltäter, die auf dem Umweg über dieses Committee ihren ,armen“ siidamerikanischen Brüdern helfen wollen. Sie bringen das Heil in Form amerikanisierter Organisations- und Arbeitsmethoden, haben viel Geld. Die DAIA stört sie, weil sie es wagt, von Lateinamerika und Argentinien mehr als die Nordamerikaner zu verstehen. Die Politik und die Methodik des American Jewish Committee sind antiquiert; sie versuchen, uns in die Zeiten des „Barons“ und seiner Administratoren zurückzuvei setzen, die auch ihren „armen Leidensgenossen“ Hilfe zu bringen bemüht waren. Wie sehr die ICA-Beamten dabei die ihnen übertragene Mission (und das Erbe des Barons) verfälschten, haben wir hier erst vor kurzem in einer interessanten Artikel-Serie des Herrn Adler-Rudel dargestellt — Nachdem die DAIA mit La Luz gebrochen hat, was wi: bedauern, denn es müsste doch eigentlich immer einen Weg der Verständigung' geben, haben sich offensichtlich Freunde gefunden, die in die Lücke zu springen bereit sind. Warum treten die Hintermänner nicht hervor? Warum suchen sie nicht ein Einvernehmen in einer Kollektivität herzustellen, die sich immer und niemals zu Unrecht von aussen bedroht fühlt. Haben wir nicht genug Feinde draussen in der Welt? In dem bereits bestehenden bunten Durcheinander unserer Vereins- und Organisationswelt dürfte doch für jeden und jeden Ehrgeiz auch ohne grössere Streitigkeiten Raum sein... Die Congregación Auch die Congregación Is- íaelita en la República Argentina, die sich aufgrund ihres .Alters“ als die leitende Gemeinde vorkommt, ist zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre von schweren inneren Auseinandersetzungen erschüttert. Einmal führte dieser „innere Kampf“ schon zur Spaltung. Was wird nun heute geschehen? Die Kampf methoden um die Wahl eines neuen Vorstandes, die bekannt wurden, sind wenig erfreulich. Warum sollte es bei unseren Organisationen keine Listenwahl geben? Das ist ein demokratischer Prozess, den man sogar als begrüssenswert bezeichnen muss. Aber die Formen der Auseinandersetzungen sollten einer Gemeinde würdig bleiben. Merkwürdig, dass auch dort die Leute in Erscheinung treten und Mittel anwenden, die sonst bei uns unbekannt waren, die bei den Auseinan- „Lista Azúl- Reno vació n “ Zu den bevorstehenden Vorstandswahlen der Congregación Israelita de la República Argentina wurde die „Lista Azúl-Renovación“ aufgestellt, die von zahlreichen bekannten Persönlichkeiten der Kollektivität unterstützt wird. Die Liste ist mit einem interessanten Programm hervorgetreten, u. a. mit der Forderung, dass sich die Congregación wieder am Rabbiner- Seminar beteiligt, zu deren Gründerorganisationen sie gehört, von dem sie sich aber aus den bekannten Gründen vor etwa vier Jahren zurückgezogen hat. Weitere Einzelheiten über die Programmpunkte der Liste werden wir in der nächsten Woche bekannt geben. dersetzungen der DAIA ihre : Hand im Spiel haben. Ist das i nur ein Zufall? i Wir sind der Auffassung, | — und wir haben schon des wegen ein Mitspracherecht, j weil viele unserer zentraleu-! ropäischen Juden Mitglieder i der Congregación sind, — 1 dass Meinungsverschieden- ¡ heiten niemals zur Trennung I und zur Teilung führen soll-! ten, sondern dass man auch! dann Demokrat bleiben soll wenn man im Wahlkamp! | verliert.! Zum 60. Geburtstag I In diesen Tagen begeht! Herr Max Mannheimer seinen 60. Geburtstag, der sich durch seine unermüdliche Tätigkeit im jüdischen Leben ein bleibendes Verdienst erwarben hat. In seiner urwüchsigen, freundlichen Art hat es Max Mannheimer verstanden, sich überall Freunde zu schaffen, welche die Leistung eines Mannes wohl zu schätzen wüssen, der immer und überall zur Verfügung steht, w’enn jüdische Interessen geschützt werden müssen und praktische Arbeit zu leisten ist. Mit bewundernswertem Eifer und einer nie ermüdenden Hartnäckigkeit setzt sich Mannheimer ein. Er gehörte zur ersten Kommission der Nueva Comunidad Israelita, die es sich zur Aufgabe gestellt hatte, eine Gemeinde im nördlichen Vorort von Buenos Aires, in Olivos und Florida zu schaffen. Er wurde der erste Sekretär dieser Gemeinde, als sie ihre Tätigkeit unabhängig von der NCI aufnahm, der Max Mannheimer auch — ebenfalls als ehrenamtlicher Sekretär — wertvolle Dienste geleistet hat. Diesem uneigennützig emsigen und erfolgreich tätigen Mann seien an dieser Stelle gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin noch viele glückliche Jahre gewünscht, in denen er in der gleichen dynamischen Art sich im Dienste unseres gemeindlichen Lebens einsetzen möge S. de Beer s. A. Unerwartet wurde einer der Treuesten in unserem Kreise aus einem arbeitsamen Leben gerissen: Siegfried de Beer, von dem man sagen kann, er habe nur Freunde gehabt, de Beer hat sich Zeit seines Lebens für alle jüdischen Aufgaben interessiert, war aktives Mitglied der Congregación, der Loge und der Vereinigten Kampagne, für deren Aufgaben und Ziele er sich stets eingesetzt liât. Seine ruhige, vornehme, stets ausgleichende Art machte seinen Rat überall besonders wertvoll. Die überaus grosse Beteiligung an seiner Beisetzung bewies die grossen Sympathien, die Siegfried de Beer genossen hat. Journalist geehrt Ein grosser Kreis von Freunden und Verehrern fand sich am letzten Sonntag am Grabe von Jakob Botaschansky ein, dessen Todestag sich zum ersten Mal jährte. Botaschansky, viele Jahre hindurch der Herausgeber der jiddischen Tageszeitung „Di Presse“ war nicht nur ein grossartiger Journalist und Schriftsteller, sondern ein grosser Gelehrte^ dessen Referate und Diskussions-Bemerkungen stets von hohem Niveau gewesen sind. Mit. ihm hatte das argentinische Judentum einen seiner geistig - führenden Menschen verloren. — WIZO-Kermesse Die Kermesse der Zentraleuropäischen WIZO - Gruppen, die in diesem Jahre in den schönen Räumen der ACIBA stattgefutnden hat. war ein grosser Erfolgin jeder Hinsicht: jede der Gruppen hatte mindestens einen Stand errichtet. Alle waren geschmackvoll und „einladend“ dekoriert, sodass auch der materielle Zweck erreicht sein dürfte. Bewundernswert und vorbildlich war der Enthusiasj mus und der selbstlose Einsatz einer besonders grossen Anzahl der WIZO-Frauen. die sich wie stets der guten Sache und dem edlen Werk zur Verfügung gestellt hatten. So w-ar es nicht zu verwundern, dass die Kermesse auch in gesellschaftlicher Hinsicht ein bemerkenswertes Ereignis gewesen ist. — Die Kermesse wurde durch die Präsidentin der OSFA, Frau Gorodetzki, und durch die Präsidentin des Zentraleuropäischen Sektors, Frau Toni Isakowitz, sowie in Gegenwart zahlreicher Gäste eingeweiht, unter denen man die Veteranen der OSFA und zionistische Vorkämpferin. Frau Berta Gerschunoff, bemerkte. Jüdische Schule in Santa Fe In der Stadt Santa Fe , wurde eine jüdische Schule | eingeweiht, die den Namen J. N. Bialik trägt. Den Fteij erlichkeiten w ohnten hohe Beamte der Provinzregierung bei, so die Minister für Justiz und Kultus und für Erziehung und Kultur, der Bürgermeister und der Chef der Militärgarnison. Nach Absingen der argentinischen und israelischen Nationalhymne wurde der hebräische Segensspruch zur Hausweihe gesprochen, worauf der Bürgermeister das vor der José de San Martin benannten Aula symbolisch angebrachte Band durchschnttt. In zahlreichen Ansprachen wurde auf die Bedeutung der Schule für die jüdische Gemeinschaft der Stadt hingewiesen. Als letzter Redner sprach ein Vertreter des Provinzgouverneurs. Die Stadtverwaltung von Santa Fe hat einen ständigen Delegierten bei der Schulkommission ernannt. «tf f 1 uEuaontda SWISSNR ¡Ahora Puede Ser Suya! ¡La Europa de Swissair es... ¡Deportes! ¡Diversiones! ¡Buen Vivir!] En pocas horas Swissair lo puede transportar a Europa. Al Viejo Continente que le ofrece un nuevo mundo de aventuras y placeres. Swissair 'coloca TODA EUROPA a sus pies. Alli las noches se iluminan con el esplendor de las óperas, ballets, orquestas sinfónicas y fabulosos cabarets. La elegancia y la alegría se encuentran dondequiera en la Europa de Swissair . . la Europa que AHORA PUEDE SER SUYA! Y Swissair está esperándolo para llevarlo allí ahora. 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