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Jüdische Wochenschau · 1966-10-07 · 2188 (7.10.1966) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2188 (7.10.1966)
Date
1966-10-07
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 7 de Octubre de 196« K. A «EMANA I»«AEUTA Año XXVII. — N“ 2iS8 — ï Der alte, grosse Mann Vor kurzem wurde David Ben Gurion 80 Jahre alt. Gewiss wurde auf dieses Datum hingewiesen, aber die ,kalte Form' der Berichterstattung, wie man des 80. Geburtstages dieses Mannes gedachte, musste doch auffalten. Vergisst ein Volk so schnell?, musste man sich fragen. Man spürte förmlich die Richtigkeit jenes Satzes, der an die Vergänglichkeit des Menschen erinnern soll: ,,Sic transit gloria mundi“ (So vergeht der Ruhm der Welt). Dass David Ben Gurion der Baumeister des jüdischen Staates ist, die motorische Kraft, die zur Proklamation Israels drängte, der Mann, der in der Verteidigung gegen den Angriff von sieben arabischen Staaten den Willen des jüdischen Widerstandes formte und dem Kampfgeist einer um ihre Existenz ringenden Nation Richtung und Halt verlieh, das wissen wir, das ist unvergessen, das ist in die Geschichte eingegangen, und nicht nur in un. sere eigene. Ben Gurion war und blieb der Mann, der durch viele Jahre den eisernen Willen des Volkes repräsentierte, im Kampf um seine Zukunft trotz aller politischen und wirtschaftlichen Widerwärtigkeiten in einer Zeit durchzuhalten und nach seinen eigenen Prinzipien zu leben, in einer Zeit, die keinen Sinn und keine Müsse für die Hoffnungen und Beschwerden, die Sorgen und die Leiden kleiner Nationen hat. Ben Gurion war aber nicht hur der Staatsmann, der politische, der wirtschaftliche und der militärische Führer seines soeben zu neuer Staatvon ARIE ASHKENAS lichkeit zurückgekehrten Volkes, er war auch ihr Seher, ihr Prophet. Vielleicht sind das Ausdrücke, die in ihrer poetischen Sinngebung nicht recht in diese prosaische Zeit und ihre gewöhnlichen AUtagsnöte passen. Das ändert nichts daran, dass in irgendeiner, vielleicht nicht leicht i definierbaren Beziehungen die Erinnerung zurückzurufen. Daran können letzte Begebenheiten oder Meinungsverschiedenheiten nichts ändern. Es mag sein, dass der alte Ben Gurion manche An. sichten geäussert oder Schritte unternommen hat, die mit seiner früheren Auffassung oder Haltung nicht im Einklang stehen. Hierin können MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T E 35 . 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 Zahlungserleichterungen fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung diese Bezeichnungen „Seher- Prophet“ auf Ben Gurion angewandt " werden dürfen. Schon die Verkündung des Staates Israel gegen alle Ratschläge der nüchternen Politiker, jüdischer wie nichtjüdischer, hebt Ben Gurion aus der Masse oder selbst aus der Elite seines Volkes hervor, Gewusst, gefühlt, verstanden zu haben, das und nur das ist der richtige Augenblick, den jüdischen Staat aus der Traumwelt eines Volkes herauszuheben und in den tobenden Alltag zu stellen, allein das war, ist und bleibt Ben Gurions historisches und unvergängliches Verdienst. Des 80. Geburtstages eines solchen, in seiner geistigen und temperamentvollen Veranlagung einmaligen Mannes zu gedenken, ist nicht nur eine Dankespflicht, sondern eine Notwendigkeit, weil dies die Gelegenheit bietet, sich selbst gewisse geschichtliche Fakten und Erscheinungen in ALFREDO STERN MALERARBEITEN NEUE ADRESSE: Vidai 1575 fast Ecke Pino Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Teppichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN TAG VON »—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM (ALLE ANDONAEGUI 20S3 TEL.: 52 2993 4 Quader von Station Urquiza im politischen Leben keine ungewöhnlichen Fakten gesehen werden. An historischen Verdiensten solchen Ausmasses, wie sie Ben Gurion hat, können diese Späterscheinungen nichts ändern. Hier soll weder eine Darstellung des Lebens von Ben Gurion noch eine Aufzählung oder Würdigung seiner Verdienste erfolgen. Hier soll nur erinnert werden, was Ben Gurion im Renaissance- Prozess unseres Volkes bedeutet. Neben der durch ihn erkämpften und erfolgten Proklamation des Staates seien zwei Tatsachen hervorgehoben. Als wieder einmal die Frage der Hulesümpfe und deren Entwässerung so- CARLT0N- Kleidung ist Kleidung guten Stils sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewoehnliche Kleidung. ★ Dieser Satz ist mehr als Slogan. Er ist eine Be. hauptung, die ich taeglich beweisen muss, immer wieder mit jedem Meter zugeschnit. tenen Stoffes. ★ Feine MASSKLEIDUNG ★ FERTIGKLEIDUNG in SCHNEIDERTRADITION Carlton ERNST KOPPEL Maipu 982 — T.E. 31-7845 wie die Lenkung der Jordan- Wasser Gegenstand der öffentlichen Diskussion waren, verlangte in einem bestimmten Abschnitt dieser Entwicklung der amerikanische Präsident, General Eisenhower, auf Drängen von Foster Dulles, Israel solle seine Pläne aufgeben und die Arbeiten einstellen. Als Ben Gurion sich weigerte, drohten die Amerikaner, ihre Hilfslieferungen einzustellen, auf die Israel damals angewiesen war. Hier erhob sich Ben Gurion zu neuer Grösse. Wiederum trat der „kleine David“ dem „Riesen Goliat“ entgegen und wankte nicht. Nicht das reiche, im Ueberfluss lebende, mächtige, Waffen strotzende Amerika setzte sich durch, sondern das kleine, arme, isolierte Israel. Auch im Sinai - Feldzug trat das Genie Ben Gurions erneut mit aller Klarheit in Erscheinung. Hieran ändert auch nichts die Kritik, die von seinen ehemaligen Freunden oder damaligen Gegnern am Feldzug mit allen seinen Nebenerscheinungen geäüssert worden ist oder noch vor getragen wird. Kritik ist nützlich, aber nicht geeignet, Tatsachen aus der Weit zu schaffen. Und diese Tatsache ist einfach der Erfolg, der noch nach Jahren durch diesen Feldzug erzielt worden ist. Es mag sein, dass auch anderen hieran Verdienste und Anerkennung zukommen. Aber der Chef des Staates trägt immer die letzte Verantwortung. Und Ben Gurion hatte auch hierzu den Mut. Ben Gurion ist nicht der einzige, „alte, grosse Mann“, der nach seinem Ausscheiden aus dem politischen Leben seinem Volke und seinen Nachfolgen Probleme schafft oder hinterlässt. Und Eshkol, der ruhige, nüchterne, klug abwägende Staatsmann ist nicht der einzige, dem die Hinterlassenschaft seines genialen Vorgängers Schwierigkeiten bereitet. Jedenfalls gehört Ben Gurion zu jenen Gestalten in der Geschichte, die bereits bei Lebenszeiten zur ruhmvollen Legende geworden sind. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires - PUEYRRtDON 2190. 1* izq. - T.E 83 2613 23. Tischri 5727 7. Oktober 1968 Ehrungen für Ben Cunen Jerusalem. — Den formellen Auftakt zu den Nationalfeiern anlässlich des 80. Geburtstages von David Ben Gurion bildete die Fahrt des Innenministers Mosche Shapiro und Polizeiministers Bechor Shitrit nach Sde Boker, um dem greisen Jubilar die Glückwünsche der Regierung zu übermitteln. Einige Tage später empfing Ben Gurion, der gesundheitlich recht angegriffen war, den Besuch des Staatspräsidenten Salman Shazar, welcher die Reise in einem Helikopter der Armee machte. Ben Gurion begrüsste ' seinen Besucher vor seinem Haus, Er trug trotz der drückenden Hitze einen wollenen Sweater. Seine Gattin erklärte einem Reporter, dass ihr Mann in den letzten drei Tagen Fieber gehabt habe. Ben Gurion und Shazar zogen sich sofort in das Innere des Hauses zurück. Dort tauschten sie während einer Stunde Erinnerungen aus und besuchten hierauf die Schule, die B.G. vor vier Jahren im Negew gegründet hat. Laut einem Rundschreiben des oberrabbinats wurde am Schabbat der „Mischeberech“ für Ben Gurion in alien Synagogen des Landes gesprochen. Sde Boker. — Tausende von Menschen fuhren am Sonntag in Sonderautobussen in den einsamen Kibbuz im Negew, in dem der ehemalige Ministerpräsident Israels, David Ben Gurion, seinen 80. Geburtstag beging. In den verschiedenen Teilen des Landes wurden Feiern veranstaltet, um den Mann zu ehren, der in den 18 Jahren seit der Staatsgründung 15 Jahre hindurch an der Spitze der israelischen Regierung gestanden hat. Die Feier in Sde Boker, wo Ben Gurion die letzten drei Jahre nach seinem Rücktritt vom Amt des Premierministers gelebt hat, wurde durch musikalische Darbietungen und einen Umzug verschont, bei dem seine Verdienste um das Land symbolisch dargestellt wurden. Schon in den frühen Morgenstunden trafen die ersten Gratulanten im Kibbuz ein. Unter ihnen befanden sich Mitglieder des Diplomatischen Korps. Hunderte von alten Kämpfern des Palmach und der Haganah und Mitglieder der Kibbuzim aus dem ganzen Land. Als persönliches Geschenk für Ben Gurion hatte Präsident Shazar während seines Besuches angekündigt, dass er 380 Dollar spenden wolle. Diese Summe entspricht 1 440 IL, dem Alter des Jubilars multipliziert mit dem Alter des Staates, und soll für die Schärfung eines Fonds zur Drucklegung der schriftstellerischen Arbeiten Ben Gurions bestimmt sein. Noch blass von seiner kiirzlichen Erkrankung nanm Ben Gurion auch die Glückwünsche des Generalstabschefs, General Jizchak Rabin, entgegen, der gekommen war, um ihm im Namen der Armee zu gratulieren, Elftausend Bewunderer Ben Gurions fanden sich bei der abendlichen Feier in Sde Boker zusammen. Redner auf Redner rühmten seine Verdienste um den Staat Israel und würdigten seine Persönlichkeit. Als letzter erhob sich Ben Gurion und bestieg die Tribüne. Seine Stimme war stark, und er sprach mit der für ihn charakteristischen Eindringlichkeit. „Hier im Negew“, so forderte er, „müssen wir unsere Schwerindustrie aufbauen und den Negew in einen neuen Suezkanal verwandeln, um unsere Waren nach Afrika und Asien auszuführen. Hier müssen wir die Universität des Landes und sein Forschungszentrum errichten, Dieses Gebiet muss eines Tages die am dichtesten bevölkerte Zone Israels werden.“ (ITA) I ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUER0STUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr I. E: 83 - 2613 ★ I Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMEKJCANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen I E.: 80 - 6930 PUEYRREOON 2190 esq. Av. LAS HERAS

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