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Jüdische Wochenschau · 1966-09-30 · 2187 (30.9.1966) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2187 (30.9.1966)
Date
1966-09-30
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Merken Sie sich vor: Montag, den 3. Oktober, um 16 TJhr im wunderschön geschmückten Saal der NCI. Arcos 2319 erwarten wir Sie. — Ausser gutem Kaf. fee und Kuchen bieten wir Ihnen eine Frühjahrs-Mo denschau, nicht nur für die ..grossen*, auch für die ,,kleinen“ Damen zeigen wir die neuesten Modelle. Und . . . Hermann Ludwig hat zugesagt, uns mit seinem künstlerischen Klavierspiel den Nachmittag zu verschönern. Eintrittskarten sind bei den Damen des Comités erhältlich. Forum Sionista BARKOJBA GORRITI 3951 — 87-7559 GEMEINSCHAFTS¬ VERANSTALTUNG: Am Donnerstag, den 13 Oktober, 20 Uhr 45 spricht der israelische Botschafter S. E. M. Alon in den Räumen von Bet Israel in der Cramer 2060 zu allen dem zen traleuropäischen Sektor an- . ti£ft£n ' KAyemET CEISIUlEC pö COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 ERNTE UND FREUDE — (Zu Sukkot 5727) Sukkot, das bedeutendste der drei Wallfahrtsfeste in biblischen Zeiten, war im alten Israel der tiefste Einschnitt im Ablaufe des Jahres. Das Fest hatte die weitgehendste Wirkung auf das religiöse Volksempfinden, denn das Gefühl der Zusammengehörigkeit, repräsentiert durch das geistige Lebenszentrum, den Tempel zu Jesuschalajim, erhielt neue Impulse, die auch nach der Zerstörung beider Heiligtümer fortwirkten. Seit dem Wiederbeginn der Jüdischen Kolonisation in Ikez Israel und vor allem seit der Staatsgründung ist Sukkot im jüdischen Lande Wiederum das grosse Fest der Freude an der Natur geworden. Die Erde antwortete auf die Anstrengungen des Menschen, belohnte seine Mühe. Der Stolz der Israelis auf das in harter Arbeit Geschaffene findet seinen Ausdruck in besonderer Freude, die sich auch in niohtreligiösen Kreisen in der Benutzung der traditionellen Sukka und des Feststrausses zeigt. Hierzu kommt die Wichtigkeit der Wassers für das von der Sommerhitze ausgedürstete Land. Schon in biblischer Zeit bildete das ,,Fest des Wasserschöpfens“, „Simchat bet haschoewa“ am 2. Abend, dem ersten der Mittelfeiertage in Israel, den Höhepunkt der Fröhlichkeit Man betete um den fälligen Regen, und selbst Heiden; aus der weiteren Umgebung Jerusalems, bewunderten das Fest. Der Talmud bemerkt hierzu, dass derjenige, der die Freude beim Wasserfesc nicht erlebt habe, nicht wissen könne, was Freude sei. Heute trägt jeder Baum, der gepflanzt wird, jedes Fenster für eine neue Siedlerwohnung, jeder neue Traktor, dazu bei, das Land aufzubauen. Der „Keren Kajemet Lejisrael“ spielt eine ent. scheidende Rolle bei der Wiederbelebung des Bodens, weil er an die jüdische Geschichte anknüpft und auch in unserem Sukkotfeste das erblickt was diesem in der Diaspora abhanden gekommen war nämlich die tiefe Verbindung des jüdischen Geistes mit der Erde von Erez Israel und dem ganzen jüdischen Volke. Aus unserer Arbeit: Frau Sofie Fisch spendete anlässlich ihres 80. Geburtstages $ 2.000,— wofür Bäume auf ihren Namen gepflanzt werden. il " 3 Die BAR MIZWAH unseres Sohnes HUGO findet s.G.w am Schabbat Bereschis, den 8. Oktober 1966 um 8 Uhr 30 in der Synagoge der Achcfus Jisroel in der Moldes 2449 statt. ERWIN SPANGENTHAL und Frau B8EATRIZ geb. MESSINGER Empfang am Sonntag, den 9. Oktober von 11—13 Uhr in der Cramer 3499 Veranstaltungs-Kalender Bereit« eröffnet: MONAT DES JUEDISCHEN BUCHES veranstaltet von der Kehilla im Hause der AMIA’ Pasteur 633 (Näheres siehe Inserat). — Ferienlager der JAZIT (Anmeldungen bei den angeechlossenen Jugendgruppen). — Montag, den 3. Oktober: OSFA-Gruppe Hanna Szenes: Sukkoth-Feier mit Frühjahrsmodenschau (Einzel, heiten s Anzeige). — Donnerstag, den 13. Oktober; Gemeinschafts Veranstaltung der THG mit allen Gemeinden und Organisationen: l6rael-Botechafter, Dr. M. Alon spricht (Einzelheiten s. Anzeige). _ OTNTRA-KONGRESS begint am 30. Oktober in Montevideo. — DEÄ HILFSVEKFIN veranstaltet am 6. November sei »en jährlichen „Asado“ in San Miguel. — geschlossenen Organisationen. Da nur eine beschränkte Anzahl Einlasskarten vorhanden sind, bitten wir unsere Mitglieder baldmöglichst diese bei unseren Vorstandsmitgliedern anzufordem. EINHEITSKAMPAGNE Wir bitten unsere Mitglieder soweit sie noch nicht ihre ’ Ehrenpflicht gegenüber der Einheitskampagne erfüllt haben, dieses baldmöglichst nachzuholen. & Tel. ARAOZ 2854 71-9059 — 72-2725 SYNAGOGEN¬ KOMMISSION: Das Hauschanoh - Rabbo- Lernen wird am Dienstag, den 4. Oktober um 20.30 Uhr in unserem Heim, wie bereits im Vorjahr, in veränderter Form durchgeführt werden. Wir beginnen mit einem kleinen Ausschnitt des traditionellen Lernens in Hebräisch. Hierzu werden deutsche Erklärungen und Uebersetzungen seitens unseres Präsidenten gegeben. Anschliessend finden sich die Besucher des Lernens zu einer gemütlichen Kaffeetafel zusammen, und es wird ein interessantes, musikalisches Programm zu Gehör gebracht. Diese Form des Lernens fand im vergan. genen Jahr grossen Anklang und wir geben der Hoffnung Ausdruck, dass auch in diesem Jahr recht viele unserer Mitglieder und Freunde zu dieser Veranstaltung kommen werden. Auch die Damen sind hierzu herzlichst eingeladen. Am Mittwoch, den 5. Oktober, um 19 Uhr Schemini- Azeres-Gottesdienst mit Seelenfeier in unserem Heim, Chor und Predigt. Am Freitag, den 14. Oktober, um 20 Uhr 30 veranstalten wir einen Freitag-Abend- Gottesdienst. Anschliessend gemütliches Beisammensein mit künstlerischen Darbietungen. Am Sonnabend, den 15. Oktober, vormittags um 9 Uhr Gottesdienst mit Chor und Predigt. Barmitzwoth: Claudio Holzheim und Mauricio Levenbach. KULTUR-KOMMISSION Gemeinschaftsveranstaltung Am Donnerstag, den 13. Oktober, wird der Botschafter Israels in Argentinien, Herr Mc»he Alon über das Thema: „Israel im Herzl. Jahr“ zu den Mitgliedern aller unserer Organisationen sprechen. Diese Veranstaltung findet im Heim des Bet Israel, Cramer 2070, um 20 Uhr 45 an gedeckten Tischen statt. Eintrittskarten zu diesem Abend sind im Sekretariat und bei den Vorstandsmitgliedern erhältlich. Wir bitten Sie, sich diesen Donnerstag freizuhalten. BANFIELDKOMMSSION u. OLIVOSKOMMISSION; Eröffnung unserer Weekendplätze am 12. Oktober (Dia de la Ra za) Wir bitten unsere Mitglieder höflich, die gültigen Carnet« mit den Beitragsquittungen am Eingang vorzuzeigen. Ausserdem weist die Banfieldkommission darauf hin, Joseph Buloff beseelt Tschechoff Anton Tschechoffs Theaterstücke sind Welterfolge geworden, obwohl sie arm an Handlung und bar jeder Spannung sind. Die bedeutendsten Seelen-Schauspieler reissen sich um Rollen, die rein dramatisch kaum etwas hergeben. Weil Tschechoffs Menschen dichterisch beseelt sind, weil sie ein köstliches inneres Eigenleben führen. Luba Kadjson hatte für Buloff drei Einakter zusammengestellt, einen ernsten und zwei lustige, und Buloff hatte sie gemäss Tschechoffs und seiner eigenen Vorliebe in Szene gesetzt: gedämpftes Saitenspiel! Wenn Buloff als Vagabund in Ketten aus seiner Mutter, einem armen Dienstmädchen,, eine grosse Dame macht, die ihm seine „hohe Kultur“ vermittelt hat. ist jedes Wort und jede Geste Ausdruck tiefster Menschlichkeit. In den beiden heiteren Werken erweist Buloff 6ich erneut als grosser Komiker und als Meister der Maske. Einmal ist er ein vergnügte alter Mann mit taudass in diesem Jahr die Piieta nur mit Carnets mit den entsprechenden Fotos benutzt werden kann. Wir bitten unsere Mitglieder deshalb, rechtzeitig eine Fotografie mitzubringen. DAS JUGENDDEFARTE- MENT TEILT MIT: Kolonie: Die Einschreibungen hier, für können bereits vorgenommen werden und zwar für zwei Turnusse, Dezember und Januar. Erholung bei Spiel und Gesang, handwerkliche Arbeiten etc. werden das Vergnügen Ihrer Kinder ausmachen. Von Montag bis Freitag einschliesslich Omnibusdienst, Erfrischungen, Mittagessen und Vesper. Qualifiziertes Personal steht zu Ihrer Verfügung. Deshalb lassen Sie die Zeit nicht verstreichen und schreiben Sie Ihr Kind ein. AMENABAR 2972 — Capital MEISTERSCHAFT 1966 Ergebnisse der 1. Runde (Rückspiele); D. Wolffsohn — BAMI 0:0 Bar Kochba — J. Weizmann 1:1 SIJA — Macabi 2:1 Spiele am Sonntag, 2. Oktober: (All Boys) 13.15 Uhr: Caja Popular — J. Bialik 14.45 Uhr: BAMI — J. Weizmann 16 Uhr; D. Wolffsohn — Bar Kochba (Fénix) 14 Uhr: Macabi — CASA 15 Uhr 30: Bet Israel — SIJA (Lamadrid) 14 Uhr: NCI—Bet Am Lands 15 Uhr: Mac. Hazair—Aciba. send Einfällen, um den Titel oder die Melodie eines Musikstückes, das er kaufen muss, wieder in sein Gedächtnis zurückzurufen. In der „Hexe“ wirkt er groteskt mit langer Nase und Zickelbart, fast nicht zu erkennen. Wie er aus dem Bett heraus spioniert und was er anstellt. um nicht im eigenen Hause betrogen zu werden, ist äusserst komisch, aber nicht outriert, sondern wieder tief menschlich: das arme hässliche Hascherl, das sein Schicksal kennt und sich zur Wehr setzt. Luba Kadison war die „He xe“, die ihn gern betrogen hätte, eine Künstlerin, die man gern in einer bedeutenderen Rolle gesehen hätte. Max Kloss. der seinem Soldaten sogar eigene Züge gab. Samuel Guldin, Meme Vigo und Pinjas Apel erfüllten ihre dramaturgische Aufgabe, nämlich Stichworte und Situationen für Buloff zu geben, ausgezeichnet. Das Publikum war im er. sten Einakter ergriffen und in den beiden anderen amüsiert und erheitert und spendete Buloff überreichen Beifall. Dr. Karl Kost Literarische Notizen Todesfall In New York starb Max Rabinoff einer der bekanntesten Impresarios seiner Zeit, im 87. Lebensjahr. Er arbeitete für dae Philharmonische Orchester in Chikago sowie dessen Oper und führte das russische Ballett und die Pawlowa vor mehr als einem halben Jahrhundert in Amerika ein. Peter Guttmann s. A. In Woldingham in England starb der Inhaber des englisehen Buchverlags Hammond Hammond and Co., Peter Guttmann, 64 Jahre alt. Der Verstorbene stammte aus Berlin; erst nach längerer Emigrationszeit war es ihm gelungen, in England Fuss zu fassen. Ehrendoktor Rabbi Dr. Louis Finkeistein, Kanzler des Jüdisch- Theologischen Seminars in New York, erhielt den Titel eines Ehrendoktors der katholischen Fordham-Universität. Probst Gröber 75 Jahre Der in Berlin wohnhafte Probst D. Dr. Heinrich Grüher vollendete kürzlich sein 75. Lebensjahr. Der Jubilar bewahrte während des Naziregimes zahlreiche Juden vor der Verschleppung und ist ein aktiver Freund des jüdischen Volkes und des Staates Israel. Alt-Haifa Der Stadtrat von Haifa hat 48 Aquarelle und Zeichnungen über die Stadt vor 80 Jahren, die von Alice Oliphant, der Frau des nicht jüdischen Schriftstellers und Zionisten Sir Lawrence Oliphant, einst gemalt und gezeichnet worden sind, erworben. Año XXVIL — N9 2187 — 7 , —— — . ■— ■ ■ ■ i * Musik in Buenos Aires KARL RICHTER — HOEHEPUNKT DER MUSIKSAISON Zum 5. Mai weilte der gro. sse Dirigent unter uns, dessen Lebenswrek die Pflege Bachs und Handels ist. Wiederum von „Amigos de la Música" verpflichtet, rundete Richter das Bachsche Oratorien-Oeuvre nach der Matthäus- und JohannesPassion und der h-moll-Mess aber studierte mit dem Orchester der Gesellschaft und dem wie ein Berufschor singenden ,,Lagun-Onak“ (R.P. Malleaj das aus sechs Kantaten be« stehende Weihnachtsoratörium ein. Das hier als argentinische Erstaufführung zum ersten Mal an zwei Abenden geschlossen erklingende Opus — durch inhaltliche Inkohärenz reicht es auch musikalisch nicht immer an die auL gezählten Werke heran —■ besticht dennoch durch Schlichtheit und macht dem Thomaskantor Ehre; ein Gleiches muss man von der vorzüglich vorbereiteten und von Richter in Personalunion als Dirigent und Continuo- Spieler am Cembalo geleiteten Aufführung melden. In aufreibender und äusserst kurzer Probenarbeit wusste Richter, unterstützt von seinem münchener Kon. zertmeister Otto Büchner und dem weltberühmten Trompeter Maurice André ein geschlossenes Ganzes zu formen. Das „Amigo“-Orchester war seinen Anforderungen gewachsen, und ein erlesenes Vokalsoloquartett stand zur Verfügung: Myrtha Gar. barinj, Marga Höffgen, John Van Kesteren (der Tenor begleitet Richter auf vielen seiner Bachfestivals) und Angel Mattiello. Das musikalische Ereignis fand derartige Resonanz im Auditorium, dass beide Konzerte in den folgenden Tagen wiederholt werden mussten. In einem weiteren, Bach gewidmeten Abend dirigierte Karl Richter vom — leider öfters durch elektronische Verstärkung seinen typischen Klang einbüssenden — Cem. balo aus die Suiten Nr. 1, cdur, und Nr. 2, h-moll, mit Domingo Rulio als gut spielendem Soloflötisten; das Violinkonzert e-dur fand in Büchner einen vollendeten, mit Bachschem Stil intim vertrauten Solisten. Richter selbst glänzte als Solist im Cembalokonzert d-moll; vollendeter kann man sich die Interpretation des herrlichen Werkes nicht vorstellen. Nach Bach nunmehr Georg Friedrich Händel! Ein Abend war 4 Concerti Grossi aus opus 6 gewidmet — Nr 12, h-moll, Nr. 10. d-moll Nr. n, a-dur, und Nr. 6, c-moll. gewidmet; der zweite fand in der Spielfolge die vollständige „Water Mu6ic“ (Suite Nr. 1, d-moll und Suite Nr. 2, d-dur und g-dur), sowie die „Royal Fi reworks Music“. Besonders die Brillanz des letzten Konzert rief begeisterten Applaus für Richter, André und Orchester hervor. Die „Amigos“ dürfen auf ihren neuen künstlerischen Erfolg zum Geburtstag ihres 20jährigen Bestehens stolz sein! Cuit B. M. Weissstein •mm JETZT: Einheitskampagne COMITE CENTROEUROPEO 0E LA CAMPAÑA UNIDA (Keren H a jewed) SARMIENTO 2376, Ht. — T. E 47.3820

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