Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2187 (30.9.1966)
- Date
- 1966-09-30
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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PUEYRREDON 2190 — 1’ ¡zq. À 83 - 26 13 T. E. Año XXVII. BUENOS AIRES, VIERNES 30 DE SEPTIEMBRE DE 1966 N? 2187 Peking bedroht Israel Hs wird immer schwieriger, die Situation zu überschaue« und die tieferen Zusammenhänge zu verstehen. Die Aegypter melden z.B., den Syrern einige Mur-Flugzeuge zurückgegeben zu haben, die sie vor nicht weniger als fünf oder sechs Jahren mitnahmen, als sie noch mit diesem Lande in einer Staatsunion lebten. Aus welchem Grunde so viele Jahre vergehen mussten, um zu Unrecht mitgenommenes Eigentum wiederzugeben, bleibt unerfindlich. Auch die Nachrichten, die »us dem Yemen kommen, werden verwirrender. Jeder musste bisher annehmen, dass trotz eines Bürgerkrieges und der Intervention durch Aegypten für die eine und durch Saudi Arabien für die andere Partei der Yemen ein souveräner Staat geblieben ist, der u. a. auch auf der jetzigen Vollversammlung der UN seinen Delegierten hat. Jedenfalls dürfen wir damit rechnen, dass der yemenitische Repräsentant mit Sicherheit seine Stimme gegen Israel abgeben wird, sobald er hierzu eine Gelegenheit hat. Wie trostlos die Zustände im Yemen sein müssen, ergibt sich aus einer Mitteilung aus Kairo, die im Trubel anderer Ereignisse untergegangen und nicht gebührend beachtet worden ist. Die ägyptischen Behörden meldeten, sie hätten den Ministerpräsidenten des Yemen, Generalleutnant Hassan Al-Amri, sowie andere yemenitische Minister unter Bewachung gestellt. Diese Herren seien nach Aegypten gekommen, um dort die Verhaftung des yemenist'schen Präsidenten, des Marschalls Abdulla Al-Sallal, zu erbitten. — Durch die ägyptische Intervention und die Festsetzung des offensichtich rebellierenden Ministerpräsidenten wurde der Thron des Feldmarschall - Präsidenten gerettet, wenigstens dieses Mal noch. Denn aus den gleichen Quellen erfuhr man, dass der Präsident die „Rücktritte" seines Minister. Präsidenten und anderer Minister angenommen habe und bereits ein neues Kabinett bilden würde. Niemand kann beurteilen, was tatsächlich im Yemen | vor sich geht. Trotz der wie- ] derholten Mitteilungen, es sei Nasser gelungen, zu einem Waffenstillstand mit allen. Beteiligten, insbesondere mit Saudi Arabien au gelangen, bleibt die Lage konfus. Das oftmals verkündete Ende des yemenitischen Bürgerkrieges dürfte noch in weiter Feme liegen, wenn nicht alle Zeichen trügen sollten. — Bei ihrer anti-Ls.aelischen Politik haben die arabischen Länder, vor allem Nasser, durch die russische Wendung gegen Israel einen seinerzeit unerwarteten und öberra. sehend treuen Bundesgeno;- sen gewonnen. Eigentlich nur einmal hat ein russischer Politiker den arabischen Feudalherren gesagt, welche Klüfte zwischen ihrem und dem sowjetischen System liegen. Dies war Krutschew bei seinem Besuch am Suezka nal. Seine Worte gefielen den ägyptischen Machthabern nicht, aber sie schwiegen, da die Vorteile die ihnen Russland bot, die Nachteile einer unfreundlichen Rede vielfach aufwogen. Wie auf allen Gebieten der internationalen Politik haben auch Im Mittelosten die Chinesen de« Versuch unternommen, die russischen Einflüsse zurückzudämmen. Mit von B. B. allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln machen sie den Russen Konkurrenz. Damit ist ein neuer Kandidat auf getreten, von dem Nasser und in seinem Kielwasser andere arabische Potentaten leicht Vorteile erhalten können. Man braucht in Kairo nicht mehr die Russen und die Amerikaner gegeneinan der auszuspielen, sondern kann in diese Kombinationen nun nach Belieben auch die Rotchinesen einbeziehen. Auch sie haben eine scharfe anti-israelische Stellung bezogen, um „konkurrenzfähig“ zu werden, zu sein oder zu bleiben. Erstmalig sollen in Rotchina auch antisemitische Töne den anti-israelischen beigemischt worden sein, als im Zuge der berüchtigten Kul. SAMUEL tur-Revolution die afroasiatische Solidarität gefeiert worden ist. Die Absicht dieser seltsamen Aktion, die übrigens in mancher Hinsicht ein Novum in den „Kampf der Antisemiten" hinein, trägt, ist eindeutig, die Sympathien der arabischen und einiger anderen afrikanischen Völker zu gewinnen, nachdem der chinesische Einfluss im Mittleren Osten stark zuriiekgegangen ist. Dass es sich hierbei weitgehend um einen Antisemitismus ohne Juden handelt, dürfte bei der Struktur des chinesischen Volkes klar sein. Die Aktion Pekings richtet sich in erster Linie gegen die USA, nachdem Chou En Lai der sogenannten „Palästina. Befreiungsfront" die Unterstützung von 750 Millionen Chinesen zugesagt hat. Die Israelis werden als die Lakaien der USA-Imperialisten bezeichnet, eine Redensart, die gedankenlos von anderen übernommen worden ist. Die ganze Aktion wäre kaum bemerkenswert, wenn nicht die roten Chinesen durch geschickte Zwischenhändler Waffen an die Befreiungsfront verkaufen würden, mit deren Hilfe sie ihren politischen Einfluss auf den weiteren Gang der mittelöstlichen Ereignisse auszuüben bestrebt sind. Ob diesen Lieferungen eine grosse Bedeutung beigemessen werden muss, wird zur Zeit geprüft. Immerhin soll man wissen, dass hinter dem Rauchschleier von Worten, antisemitischen Parolen und grossen Rede das Interesse an politischen Interventionen und . Einflussnahmen sowie Waffengeschäfte stehen. WIE ICH ES SEHE- .- - ¡Die Gefahren der Wüste In diesen Tagen gedenkt das jüdische Volk der Zeit, in der es einst durch die Wüste gewandert ist. Noch heute wird als sinnfälliges Sym bol hierfür Jahr um Jahr, als wären wir es selbst gewesen, die durch die Wüste wanderten, die Laubhütte, die Sükka, gebaut. Für deren Errichtung gibt es zwei Vorschriften, wie die Sukka aus einfachen Brettern zusammengeschlagen werden muss Sie darf nur mit Zweigen. Pflanzen oder Blättern bedeckt sein, so dass das Licht der Sterne zu sehen ist. Diese Hütte gemahnt zugleich an die Zeit, wo das jüdische Volk noch ein Nomadendasein führte, bis die Juden dann allmählich ein sesshaftes Volk auf eigenem Boden geworden sind. Mit seiner Vertreibung vom heimatlichen Boden trat unser Volk eine neue Etappe seiner Wüstenmanderung an, wenn auch in einem übertragenen Sinn, die bis heute nicht beendet worden ist. Obwohl wir seit 18 Jahren wieder einen eigenen jüdischen Staat im alten Lande der Väter haben, lebt die Mehrheit des Volkes noch ausser, halb der Staatsgrenzen, verstreut über alle Länder der Erde. Auch das Sukkot-Fest hat nicht nur einen symbolischen Sinn durch all die Jahrtausende behalten, sondern war durch die enge geschichtliche Verbundenheit des Volkes mit seinem Galut-Schicksal stets zugleich auch eine — wenn auch meist unfreundli. che — Gegenwart. Auf diesem seinem Gang durch Zelten und Völker, durch Höhen und Niederungen, durch die Wüsten trostloser Epochen wurde oftmals die Frage an das jüdische Volk und an jeden einzelnen Juden gerichtet: „Wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du?, und von welchem Volke bist du?“. ES ist die Frage, die einst an den Propheten Jona gestellt worden ist, als er sich auf dem tobenden Meer befand, das Gefahren brin. gend die Besatzung des Schiffes bedrohte, auf welchem der Prophet vor der ihm gestellten Aufgabe zu fliehen trachtete. mn JEHUDA GOTTHEIMER Der innere Zusammenhang mit dem Schicksal des Propheten Jona und den Wanderungen durch die Wüste wird nicht nur zeitlich durch die Verlesung dieses Abschnittes aus der Heiligen Schrift kurz vor dem Ende der Ehrfurcht gebietenden Tage hergestellt, sondern gilt zugleich als Mahnung für alle, die der Wüstenwanderung gedenken, um ihnen Richtschnur für das eigene Leben zu sein. Stets ist in Zeiten des Sturmes, der Not, der drohenden Gefahr diese Frage gerade und meist nur an den Juden gestellt worden, der inmitten einer fremden Umgebung, im Kreise von Menschen anderer Völker lebte, ohne ds^s seine Existenz in den ruhigen Zeiten aufgefallen oder den anderen einen Anlass zur Fragestellung geboten hätte. Sobald sich aber ein Sturm erhob, blickten sich die „anderen" um, suchten nach den Ursachen der schlechten Tage, in die sie hineingeraten waren, und bemühten sich darum, den Schuldigen an ihrem Leid, an dem ihnen drohenden Untergang zu finden. Und immer fiel ihr Blick auf den „Fremden“, der auch dann noch als Fremder angesehen wurde, wenn er mitunter viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte in ihrer Mitte geweilt hatte. Mit der gleichen Geschwindigkeit, mit der sich ein Sturm erhebt, schwebte auch diese Frage über den Häuptern der jüdischen Gemeinschaft, voller Ungewissheit und Unheil, das sich nun zunächst gegen sie wenden könne. In ihrer Verzweiflung entschliessen sich die Seeleute, in deren Mitte der Prophet Jona weilte, diesen Mann ins Meer zu werfen, und beten dabei noch zu ihrem Gotte, ihnen nicht das unschuldige Blut zur Last zu legen. In diesem Fall hatten die anderen wenigstens noch ein Gefühl der Schuld, als sie von ihnen selbst als unschuldig erkanntes Blut ohne Zaudern opferten, ein Gefühl, das jedoch im Laufe der Jahrhunderte verloren gehen sollte. Im Juden den Schuldigen zu erblicken, wurde das allge-! Frau Gandhi in der Synagoge New Delhin. — Frau Indira Gandhi, Ministerpräsidentin von Indien, besuchte eine Synagoge anlässlich der Hohen jüdischen Feiertage und hob die Rolle hervor, die das jüdische Volk in der Geschichte gespielt hat. Ihr Besuch galt der 400 Jahre alten Synagoge in der Stadt Mattancherry. Dort wurde sie von der kleinen jüdischen Gemeinde begeistert begriisst. Die jüdischen Frauen trugen die bunte Kleidung der Eingeborenen. Bei einer späteren Gelegenheit sagte Frau Gandhi zur jüdischen Gemeinde: „Indien hat allen Juden sein Willkommen entboten, die in dieses Land gelangt sind und in ihm leben. Indien weiss, dass hierdurch sein eigenes Leben bereichert wurde. Die Juden haben eine bedeutende Rolle in unserer Geschichte gespielt. Sie haben grosse Schwierigkeiten während ihrer Geschichte überwinden müssen. Ich hoffe, dass diese Schwierigkeiten heute ihren Abschluss gefunden haben, nicht zuletzt durch den Fortschritt der Wissenschaft und der Technik. In Indien herrscht Toleranz allen seinen Bewohnem gegenüber." In Indien lebt eine jüdische Bevölkerung vor. 18.000 Seelen. Bereits in der Bibel befinden sich Hinweise auf Indien. Auch ln der talmudischen Literatur wird wiederholt aut Indien Bezug genommen. Obwohl der Staat Israel die Regierung in New Delhi im Jahre 1950 anerkannt hat. unterhält Indien bis heute keine diplomatischen Beziehungen mit Israel. STOUFFER-PREIS FUER MEDIZIN Cleveland. — Ein nordamerikanicher jüdischer Arzt erhielt gemeinsam mit einem deutschen Chemiker den ersten, von nunab jährlich zur Verleihung gelangenden Stouffer-Preis von 50.000 Dollar für medizinische Forschungen. Die Preisträger sind Dr. Harry Goldbiatt vom Mount-Sinai-Hospital und Dr. Ernst Klenk von der Universität Köln, die Experimente über Blutdruck und Verhärtung der Arterien durchgeführt haben. Der Stouffer-Preis, der Anfang dieses Jahres von der Vernon-Stouffer-Stiftung geschaffen wurde, wird an Bedeutung nur von dem Nobelpreis für Medizin übertroffen und wird den beiden Preisträgern hier in j Cleveland im Oktober übergeben werden. Dr. Goldblatt j erzeugte im Jahre 1934 erstmals hohen Blutdruck bei j Hunden und später bei anderen Tieren. Seine Experimente ermöglichten ein besseres Verständnis dieser Krankheit und die chirurgische Behandlung gewisser ¡ Formen von arteriellem Ueberdruck. (ITA) Prozess gegen Franz Nowak Wien. — Vor dem wiener Untersuchungsgericht begann der Prozess gegen den heute 54jährigen Setzer Franz N<v wak, den früheien SS-Offizier, den man den „Todeszugführer" oder auch den „Chef der Teufelsstation" nannte, weil er als enger Mitarbeiter Adolf Eichmanns während des Krieges den Transport von etwa 400.000 ungarischen Juden nach den Ausrottungslagern, im besonderen nach Auschwitz organisierte. Nowak war zuerst Mitglied der illegalen Naaipartei in Oesterreich und floh später nach Deutschland. Dort trat er in die sogen. „OesCerreichische Legion“ ein und wurde schliesslich Chef der Transport»!», teilung des Büros, das Eichmann für die „Endlösung" der Judenfrage eingerichtet hatte. Nowak führte seine Aufgabe mit einem solchen Eifer und einem so „teuflischen Talent" durch, dass es niemals an Zügen für die Deportierung der Juden fehlte, selbst dann niene, als es im Jahre 1944 an Waggons für die viel wichtigeren Transporte von Waffen und Munitionen zu mangeln begann. In den Nachkriegsjahren von 1945 bis 1947 versteckte er sich unter falschem Namen in Oesterreich. Später nahm er unter seinem wahren Namen wieder seine österreichische Staatsbürgerschaft an und leitete eine Setzerei in Wien. 1961 wurde er verhaftet. Das erste Verfahren gegen ihn favd im Novembar/Dezember 1964 statt. Er werde des „Mor des auf Befehl" angeklagt. Nowak behauptete stets er sei ein einfacher Angestellter gewesen, er habe nur Befehl® ausgefiihrc und nicht gewusst, dass die deportierten Juden in den Tod geschickt wurden. Die Geschworenen sprachen ihn von der Anklage des Totschlags frei und der Gewaltanwendung schu’dig, weil er als Gehilfe Eichmanns wissentlich und voisätzlich das Leben, die Gesundheit und Sicherheit tausender Menschen gefährdet hatte. Für alle diese Verbrechen wurde Nowak zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Verteidiger Nowaks, Fürst, und nicht der Staatsanwalt, erhob Einspruch gegen dieses Urteil. Hierauf annullierte das Oberste Gericht den Urteilsspurch der ersten Instanz und verfügte die Wiederaufnahme des Verfahrens. Die wienei Zeitung „Kurier“ kritisiert energisch das Vorgehen des Gerichts und schreibt; „Der Fall Nowak bietet ein groteskes Bild der österreichischen Gerichtsbarkeit. Die gleichen Geschworenen, die Nowak von der Anklage des Totschlags ireisprechen. erklären ihn der „öffentlichen Gewaltanwendung“ für schuldig, weil er „wissentlich und vorsätzlich mit Eichmann zusammengearbeitet hat “ ES besteht kein Zweifel, dass der Mann der „Wissentlich und vorsätzlich“ nui zwei Türen entfernt in dem gleichen Büro wie Eichmann gearbeitet hat, ein Mörder gewesen ist." Aber Nowak wurde freigesprochen. meine Rezept zur Rettung aus eigener Not. Jona weicht der Frage nicht aus, die man ihm stellt. Er gibt eine klare Antwort: „Ich bin ein Hebräer („IW- RI ANOCHI“) und fürchte den Herrn, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene geschaffen hat." Ueber dieses Buch Jona mit seiner Frage und der, man darf sagen, klassischen Antwort des Jona ist sehr viel geschrieben und noch weit mehr gesprochen worden. Ein christlicher Gelehrter meinte, dass „dieses ... Büchlein zu dem Tiefsten und Grossartigsten gehört was jemals geschrieben worden ist“. Was dieses Buch für die Menschheit bedeutet, in | welchem die Liebe Gottes zu jedem Wesen, unabhängig von Glauben oder Volkstum, besungen wird, ist oftmals zum Ausdruck gebracht worden, auch in den hier zitierten Worten. Was aber diese Antwort des Jona auf die ihm gesteh te Frage für uns Juden besagt, das zu betonen und zu unterstreichen, dürften wir niemals müde werden. Der jüdische Dichter - Journalist und Religionsphilosoph Seha- Jom Ben Chorin hat der „Antwort des Jona“ eine kleine Schrift gewidmet, in der er alle Gesichtspunkte der hiermit im Zusammenhang stehenden Probleme und aktuellen Fragen aufgeworfen hat. Wenn wir die drei Teile der Antwort des Jona betrachten, so können wir dabei ein Stück unserer eigenen Geschichte lernen und zu Ergebnissen gelangen, die für , unser Leben wichtig sind. . Das erste, was Jona seinen Fragestellern miitteilt. ist jenes lapidare Wort: „Iwri anochi", das Bekenntnis zum Judesein, das Bekenntnis zu sich selbst, das nationale Bekenntnis. In diesem Wort des „Iwri anochi“ wird die Einheitlichkeit und Geschlossenheit der jüdischen Existenz mit einer letzten Klarheit und Eindeutigkeit ausgedrückt, jenes unmittelbare und uneingeschränkte Bekenntnis zum jüdischen Volk, das gerade in den letzten 159 bis 200 Jahren im Zuge der mitteleuropäischen Emanzi. pations- und Assimilationsbestrebungen durch eine ganze Fülle von Surrogaten ersetzt werden sollte. Das „Iwri anochi“ bedarf keiner Erläuterung und kei- I nes Kommentars, wie die nationale Zugehörigkeit zu anderen Völkern auch keinen Zusatz erforderlich macht Eine unglückselige Entwicklung, vor allem der westeuropäischen Judenheiten hat die Meinung aufkommen las. sen, das echte, das unteilbare Judentum durch ein söge- (Schluss auf Seite 2) Jom Kipur in Moskau London. — Tausende Juden füllten die Grosse Synagoge Moskaus am Jom Kipur. Weitere tausende Gläubige behinderten den Verkehr, weil sie keinen Einlass mehr in die Synagoge fanden Auch die beiden anderen Moskauer Synagogen waren an diesen Feiertagen überfüllt.